Tefal Pain & Délices PF240E – Brotbackautomat im Test 2021

Für meisterliches Brot – und vielerlei andere Schmankerl

20. Juli 2021

Schon vor mehr als 10.000 Jahren verstanden sich die Menschen darin, die vormals nur in der Wildnis wachsenden Getreide planvoll in ihren Gemeinden anzubauen. Die aus den Ähren heraus sprießenden Getreidekörner wurden zwischen schweren Steinen vermahlen, mit Wasser und Salz vermischt und schließlich an einer vor sich hin schwelenden Feuerstelle erhitzt – innerhalb von nur ein paar Minuten kamen die Menschen so schließlich in den Genuss eines Fladenbrots. Mittlerweile aber sind wir – dank der in unserer modernen Welt ubiquitären Technik – schon sehr viel weiter: Deutschland bspw. kann mit mehr als 3.200 verschiedenen Brotspezialitäten die eindrucksvollste Brotkultur der Welt vorweisen. Dies wurde im Jahr 2014 auch von der UNESCO anerkannt: Daher ist unsere Brotkultur Teil des immateriellen Weltkulturerbes. Mithin ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich viele Menschen hierzulande ein Leben ohne Brot nicht vorstellen können – 97,6 % aller 41,5 Millionen Haushalte in Deutschland erwerben es in regelmäßigen Abständen immer wieder, meistenteils einmal pro Woche. Nun verhält es sich aber so, dass man verständlicherweise nicht immer Muße hat, schon in der Frühe das Haus zu verlassen, nur um in den Genuss eines noch wundervoll-warmen Brotlaibs kommen zu können. Das aber ist auch kein Muss: Man kann sich schließlich auch selbst am Backhandwerk versuchen und währenddessen mit allen nur vorstellbaren Mehlen, Milchen, Milchalternativen und Co. herumspielen, um schließlich ein den Gaumen voll verzückendes Schmankerl herzustellen. Mit alledem ist aber auch sehr viel Arbeit verbunden – immerhin dann, wenn man hierbei allein mit seinen Händen arbeiten will. Wer es simpler und auch schneller haben will, der holt sich einen modernen Brotbackautomaten ins Haus: Ein solcher kann alle Arbeitsphasen allein abwickeln, indem er Mehl, Wasser et cetera miteinander verknetet, alles bei maßvoller Wärme ruhen lässt und es letzten Endes bis zum Erreichen eines stattlichen Volumens backt. Mit einem Timer kann man all dies auch schon am Abend vorbereiten, sodass sich das Brot anschließend zum Frühstück reichen lässt – ohne dass man auch nur eine Minute eher erwachen müsste!

Wir hatten in den letzten Wochen den Tefal Pain & Délices PF240E, der nicht nur im örtlichen Handel, sondern bspw. auch im Onlineshop des Herstellers erhältlich ist, in unserem Testlabor und haben von 10 Tester:innen ermitteln lassen, wo seine Stärken und Schwächen wurzeln. Wie sich das Modell verwenden lässt, wie es sich mit der äußeren und inneren Qualität der in ihm entstandenen Backwaren verhält und alles Weitere, was in der Lebenswirklichkeit wesentlich sein kann (Schallausstoß, Stromverbrauch et cetera), lesen Sie in unserem detaillierten Testbericht!

Dass es sich bei dem neuen Modell um ein wirklich universell verwendbares Technikwerk handelt, lässt sich schon aus dem ihm verliehenen, im Französischen wurzelnden Namen herauslesen: Pain & Délices heißt schließlich nichts anderes als Brot & Köstlichkeiten. Letztere weiß das Modell in der Tat herzustellen: So sind spezielle Automatikprogramme vorhanden, mit denen man bspw. auch Marmeladen, Milchreis, Quark und vielerlei mehr zubereiten kann.

Wer aus Gründen der Gesundheit Gluten vermeiden muss, bspw. angesichts einer Zöliakie, dem kommen auch noch drei weitere Automatikprogramme des Modells zupass: Diese Automatikprogramme sind vom Hersteller von vornherein so konzipiert worden, dass sie äußer- und innerlich ansprechende Backwerke auch ohne Gluten-enthaltendes Mehl herstellen können – das immerhin ist das Versprechen des Herstellers. Das Modell soll es also auch all denen, die mit alternativen Mehlen außerhalb von Weizen und Co. arbeiten müssen – und das sind allein in der Bundesrepublik schon mehr als 750.000 Menschen –, das Bäckereihandwerk innerhalb der häuslichen vier Wände erleichtern.

Die wesentlichen Merkmale

  • Automatikprogramme: 20
  • Bräunungsgrad einprogrammierbar: ja, hell, mittel oder dunkel
  • Gewicht einprogrammierbar: ja, 500, 750 oder 1.000 Gramm
  • Dauer des Herstellungsvorgangs (T): 2:50 Stunden *
  • Stromverbrauch pro Herstellungsvorgang (P): 0,21 kWh *
  • Schalldruckpegel während des Herstellungsvorgangs (LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 Meter): 29,1 resp. 48,7 dB(A) *

* Diese Werte sind von dem jeweiligen Automatikprogramm und von der einprogrammierten Größe des Brotlaibs abhängig. Die hier zu sehenden Werte wurden von uns im Vollkornbrot-Automatikprogramm (m: 1.000 Gramm, mittlerer Bräunungsgrad) erhoben und schließen alle Phasen des Herstellungsvorgangs ein, also den Knetvorgang, den Gehvorgang, den Ruhvorgang und den alles abschließenden Backvorgang. Die anderen Automatikprogramme dauern zwischen 1:45 und 3:30 Stunden.

 

Das Wesentliche

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucher:innen, die den Genuss von noch wundervoll-warmem Brot lieben und sich der Qualität der in ihm enthaltenen Zutaten von vornherein sicher sein wollen.

Was ist hervorzuheben?
Wer sich in spezieller Art und Weise ernähren will oder aus Gründen der Gesundheit muss, bspw. weil er mit dem in vielen Getreidemehlen enthaltenen Gluten nicht auskommt (Zöliakie), kann mit einem solchen Automaten sicherstellen, dass wirklich keinerlei Glutenpartikel ins Brot hinein kommen.

Was ist interessant?
Das Modell kann noch sehr viel mehr als das, was hiervor angesprochen worden ist: Dank der in summa 20 Automatikprogramme lassen sich mit ihm bspw. auch verschiedenerlei Milchwaren, Marmeladen und Co. herstellen.

 

Der Test im Überblick

Für alle Leser:innen, die sich nur innerhalb von ein paar Minuten über die Qualitäten des Pain & Delicés PF240E unterrichten wollen, stellen wir hier schon einmal einen alle wesentlichen Themen kurz und knapp abhandelnden Abriss unseres Tests dar. Wer sich dem ein oder anderen Thema aber doch näher widmen will, kann dies über die Links am Ende der einzelnen Absätze erreichen.

Das Modell ist von einer ordentlichen Qualität und kann bspw. auch Stöße schadlos aushalten. Das von ihm vereinnahmte Flächenmaß ist mit nur circa 0,1 Quadratmeter (Amax) minimal: Das heißt, dass man durchs Abstellen über der Arbeitsplatte nicht in erheblichem Maße anderswie verwendbare Fläche verliert. Das ist in Haushalten mit überschaubarer Fläche, also bspw. in vielen Appartements in Großstädten, außerordentlich wertvoll ( Größe, Gewicht und Co.).

So prall das Funktionsspektrum des Modells auch ist: Man kann es über das hier vorhandene, einen in der Mitte installierten Bildschirm einschließende Bedienpanel vollkommen intuitiv bedienen. Die 20 schon von Werk aus vorhandenen Automatikprogramme lassen sich nacheinander anwählen und anschließend weiter individualisieren, bspw. hinsichtlich der Größe der Backware (m1: 500 Gramm, m2: 750 Gramm oder m3: 1.000 Gramm) und hinsichtlich des Bräunungsgrades (hell, mittel oder dunkel) ( Die Bedienung).

An der Dokumentation des Herstellers ist inhaltlich nichts auszusetzen: Wer sich ein paar Minuten nimmt, um die 10 deutschsprachigen Seiten durchzulesen, wird das Modell anschließend souverän verwenden können ( Die Bedienungsanleitung).

Die verschiedenen Teile des Modells lassen sich mit warmem Wasser und einem weichen Tuch innerhalb von ein paar Minuten aus- und abwischen. Dies ist auch der Tatsache zu verdanken, dass sich die Backwaren nach Abschluss eines Automatikprogramms wunderbar aus der Form herauslösen lassen (Antihaftbeschichtung) ( Die Reinigung).

Alle Backwaren, die wir in dem Modell buken, waren von einer – von außen und auch von innen – ansprechenden Qualität: Dabei war es vollkommen einerlei, ob wir leichtere oder schwerere Mehle verwendeten. Das Modell hat ihnen allen ein ordentliches Volumen verliehen. Die hier zu verzeichnenden Grob- und Feinporen sind Ausdruck eines wunderbar-weichen Brotlaibs. Wirklich schön ist aber auch, dass die Backwaren in dem Modell von allen Seiten kross werden, während des Genusses also wahrnehmbar knuspern ( Die Backleistung).

Das Modell wird an manchen Teilen auch von außen warm: Die Temperaturen, die wir hier maßen, sind mit maximal 35,6 °C (tmax im Vollkornbrot-Automatikprogramm) aber nicht dermaßen hoch, dass man sich hier mit einem Mal verbrennen könnte ( Die Sicherheit).

Wie laut resp. leise das Modell arbeitet, ist vor allem von der aktuellen Arbeitsphase abhängig: Der Motor, der die Quelle des Schallausstoßes darstellt, ist schließlich nicht in allen Teilen eines Automatikprogramms aktiv. Während des Tests maßen wir Schalldruckpegel von 29,1 resp. 48,7 dB(A) (LP LP max aus d: 1,0 Meter im Vollkornbrot-Automatikprogramm). Aus anderen Winkeln des Haushalts kann man das Modell also nicht ohne Weiteres wahrnehmen ( Der Schallausstoß).

Der Stromverbrauch des Modells ist mit circa 0,21 kWh pro Automatikprogramm (P im Vollkornbrot-Automatikprogramm) vollkommen akzeptabel: Wie viel Strom das Modell aus dem Stromnetzwerk des Haushalts zieht, ist immer von der Art des Automatikprogramms und den vorher einprogrammierten Parametern abhängig ( Der Stromverbrauch).

Also: Tefals neuer Pain & Delicés PF240E ist von vornherein simpel zu verwenden, weiß in wirklich allen Aspekten verlockendes Brot herzustellen und kann schließlich auch in puncto Schallausstoß und Stromverbrauch annehmbare Werte vorweisen: Daher wird dem Brotbackautomaten von uns das Testurteil „sehr gut“ (92,2 %) verliehen.

ETM 2021 07 Tefal Pain Delices PF240E RGB DE

Pro

  • 20 Automatikprogramme vorhanden
  • 3 Bräunungsgrade einprogrammierbar (hell, mittel oder dunkel)
  • 3 Gewichte resp. Größen einprogrammierbar (m1: 500 Gramm, m2: 750 Gramm oder m3: 1.000 Gramm)
  • kann auch verschiedenerlei Schmankerl aus Milch resp. Milchalternativen herstellen (Joghurt, Trinkjoghurt und Quark)
  • „gute“ bis „sehr gute“ Backleistung

Contra

    • während des Warmhaltens kann das Brot von innen wahrnehmbar dörrer werden

Größe, Gewicht & Co.

Das Modell ist nicht von kolossaler Größe, sondern mit äußeren Maßen von 26,6 × 31,6 × 28,8 Zentimetern (Bmax × Tmax × Hmax) sehr handlich: Das von ihm vereinnahmte Flächenmaß ist mit nur circa 0,1 Quadratmetern (Amax) so minimal, dass man das Modell bspw. auch wunderbar in Eckpositionen der Arbeitsplatte abstellen kann.

Schön ist außerdem, dass das Modell in allen Teilen, also von außen und auch von innen, vollkommen anstandslos verarbeitet worden ist: Wir haben an den von uns inspizierten Mustern keinerlei Makel erkennen können. Auch ließ sich, nachdem wir das Modell mehr als 100 Automatikprogramme haben abwickeln lassen, keinerlei Materialverschleiß verzeichnen; allein an den äußeren Wänden der Form können sich vereinzelt hellbraune Flecken ausbilden, die aber nicht mit Einbußen in Sachen Funktionalität verbunden sind.

Die vier Pads des Modells sind vollkommen schwarz, hinterlassen aber keine Farbspuren: Auch wenn man das Modell über der Arbeitsplatte hin und her schieben sollte, ohne es vorher immerhin ein paar Millimeter anzuheben, kommt es doch zu keinem Farbabrieb. Dies haben wir über Arbeitsplatten aus Holz, Stein und Melamin ermittelt.

Dadurch dass sich die obere Haube bis zu einem Winkel von 90° nach oben hin abklappen lässt, hat man mehr als ausreichend Spielraum beim Herausheben und beim Hineinlassen der hier vorhandenen Form.

Apropos Form: Diese ist mit einem Gewicht von nur 373 Gramm (mmax, ohne Rührhaken) und Maßen von 13,2 × 17,2 × 15,6 Zentimetern (Bmax × Tmax × Hmax, von innen) immer sicher zu handhaben: Dies ist auch dem hier vorhandenen, um circa 90° zur einen oder zur anderen Seite herab klappbaren Handteil zu verdanken, anhand dessen man die Form wunderbar anheben kann – auch dann, wenn in ihr bspw. eine schwere Vollkornköstlichkeit enthalten sein sollte.

Dass die einzelnen Brotlaibe keine wirklich ausladende Größe haben, heißt vor allem Eines: Dass man in regelmäßigen Abständen – abhängig von dem Ausmaß des Verzehrs innerhalb des Haushalts auch mehrmals pro Woche – neues Brot backen muss. Daran indes stießen wir uns während des Tests nicht: Schließlich kann man sich so immer der Frische des Brots, die sich bspw. in einer locker-leichten Struktur äußert, sicher sein.

Die Tasten sind von einer allemal ausreichenden Größe (∅min – ∅max: 10 – 28 Millimeter) und sprechen bei einem Tastendruck vollkommen verlässlich an: Wir haben während des Tests mehr als 1.000 Tastendrücke verwirklichen müssen und haben auch hier keinerlei Materialverschleiß wahrnehmen können.

Die Tasten sind zum einen mit verständlichen, wenn auch englischsprachigen Texten und zum anderen mit schwarz-weißen Graphiken versehen worden. Die hier zu sehenden Graphiken veranschaulichen die Funktionen, die mit den einzelnen Tasten verbunden sind, sehr schön. Wer hier aber doch hadern sollte, kann einmal in die Dokumentation des Herstellers hineinschauen: Sie handelt schließlich auch das Tastenpanel kurz und knapp ab (s. S. 3, 171).

Die Größe der das aktuelle Automatikprogramm veranschaulichenden Zeichen ist mit nur 8 Millimetern (Hmax) nicht monumental, aber noch immer annehmbar: Man kann sie schließlich auch aus einem Abstand von einem Meter noch wunderbar ablesen, einerlei wie es sich mit dem Winkel verhält.

Dem Bildschirm ist leider keine Hintergrundbeleuchtung gegeben worden: Das aber ist schon im Lichte der Tatsache, dass man das Modell normalerweise nicht in vollkommener Finsternis verwenden wird, nicht erheblich. Bei normalen Lichtverhältnissen, wie sie im Haushalt meistens herrschen, kann man den Bildschirm resp. den Bildschirminhalt immer ordentlich erkennen.

Joghurt, Quark und Co.

Dass das Funktionsspektrum des Modells wirklich voluminös ist, haben wir schon einleitend erwähnt: So kann man mit ihm auch verschiedenerlei Fermentationswaren aus Milch oder Milchalternativen herstellen, wie bspw. Joghurt im 18. Automatikprogramm, Trinkjoghurt im 19. Automatikprogramm und schließlich Quark im 20. Automatikprogramm.

Auch wenn es viele Verbraucher:innen wundernehmen wird: Die Qualität der mit diesem Modell zubereiteten Milchwaren war wirklich ansprechend. Doch wenn man sich vorhält, dass das Modell nur dasjenige sicherstellt, was während der Fermentation von Milch resp. Milchalternativen wirklich wesentlich ist, ein stabiles Wärmelevel, ist dies doch auch plausibel. Der Herstellungsvorgang nimmt, abhängig von der Art der Milchware, 7:00 bis 16:00 Stunden (Joghurt im 18. Automatikprogramm) in Anspruch. Dies richtet sich allein danach, ob man die Milch resp. Milchalternative eher in eine dünnere, süßliche oder aber in eine dickere, säuerliche Masse verwandeln will.

Die Bedienung

Wie aber lässt sich das Modell denn nun verwenden? Wunderbar – wenn man vorher die ein oder andere Minute ins Lesen der vom Hersteller herrührenden, in puncto inhaltlicher Qualität wirklich exzellenten Dokumentation investiert haben sollte.

Wir stellen hier exemplarisch dar, wie man mit dem Modell ein klassisches, weißes Weizenmehlbrot backen kann. Dabei orientieren wir uns an demjenigen Rezept, das auch in der Dokumentation des Herstellers enthalten ist (s. S. 171) und stellen ein Gewicht von 1.000 Gramm sowie den Bräunungsgrad mittel ein.

Anhand von alledem lässt sich ersehen, dass das Modell wirklich sehr leicht zu verwenden ist: Wenn man sich an die Hinweise des Herstellers innerhalb der Dokumentation hält, kann man sich der Güte des schließlich entstehenden Brotlaibs sicher sein – und all dies setzt keinerlei Expertise in Sachen Backhandwerk voraus.

Die Bedienungsanleitung

Der deutschsprachige Teil ist mit nur 10 Seiten (S. 171 – 180) nicht üppig, inhaltlich aber von anstandsloser Qualität. Die Texte sind kurz und knapp, arbeiten viel mit anschaulichen schwarz-weißen Graphiken und sind aus sich heraus verständlich. Dass man aber immer wieder hin und her blättern muss, um die nur vorne platzierten Graphiken des Modells, des Zubehörensembles desselben und einzelner Phasen des Backvorgangs (S. 2 – 4) einsehen zu können, ist ein bisschen enervierend.

Das Schöne an diesem Büchlein ist auch, dass all die hier vorhandenen Rezeptgegenstände anhand von ansprechenden Bildern veranschaulicht werden – und das auch noch voll in Farbe.

Die zu verwendenden Zutaten werden ordentlich in einer Tabelle angegeben. Bei vielen Rezepten weist das Büchlein die Größe der einzelnen Zutatenportionen in Gramm, Millilitern usw. auch in Abhängigkeit von der Größe des Rezeptgegenstandes aus: So muss man hinsichtlich der Zutatenportionen nicht hin und her rechnen, wenn man bspw. einen Laib Brioche (S. 161) mal 500 Gramm, mal 750 Gramm und mal 1.000 Gramm schwer backen will.

Dass das Büchlein vereinzelt sprachliche Fehler enthält, ist in Anbetracht der Tatsache, dass sie das Textverständnis nicht in wesentlichem Maße erschweren, nicht weiter schädlich. Hierbei handelt es sich nämlich primär nur um verzeihliche Fehler in puncto Orthographie (s. bspw. S. 152, 153, 154). In den Rezepten indes werden vereinzelt Sprachen durchmischt, sodass in einer Zutatenliste bspw. das kyrillische ч.л zu lesen ist (s. S. 159, Rezept des Vollkornbrots).

Die Reinigung

All die verschiedenen Teile des Modells sind ausweislich der Dokumentation des Herstellers ausschließlich von Hand zu säubern (s. S. 173): Das ist nicht weiter verdrießlich, weil sich all das innerhalb von ein paar Minuten abwickeln lässt, heißt aber auch, dass man bspw. die Form nach Beendigung des Backvorgangs eben nicht bequem in die Spülmaschine stellen kann.

Die Backleistung

Wenn man sich an die Hinweise des Herstellers hält, erzielt die innere Masse des Brotlaibs, die Krume, immer wieder eine ansprechende Qualität: Sie ist meistenteils, abhängig von dem verwendeten Triebmittel, mit vielen Grob- und Feinporen versehen, dadurch locker-leicht und bis in die Mitte hinein durch. Während des Tests kam es nicht auch nur einmal vor, dass das Brot am Ende des Herstellungsvorgangs noch nicht vollkommen durch (klitschig) war. Sollte es, aus welcherlei Gründen auch immer, doch einmal dazu kommen, lässt sich das Brot noch ein paar Minuten im Backen-Automatikprogramm weiterbacken.

Wir müssen auch ausdrücklich lobende Worte darüber verlieren, dass sich die Bräunungsgradprogrammierung, also die Wahl des 1. Bräunungsgrads (hell), des 2. Bräunungsgrads (mittel) oder des 3. Bräunungsgrads (dunkel), nach Abschluss des Automatikprogramms wirklich wahrnehmen lässt – äußer- wie innerlich. Wie es sich mit den Farbnuancen verhält, veranschaulichen wir im Weiteren anhand mehrerer von uns zubereiteter Vollkornbrote im Vollkornbrot-Automatikprogramm.

Backen ohne Gluten

Drei der Automatikprogramme des Modells widmen sich dem Backen ohne Gluten: Das 1. Automatikprogramm dem Backen von in puncto Aroma normalem Brot, das 2. Automatikprogramm dem Backen von süßlichem Brot und das 3. Automatikprogramm schließlich dem Backen von Kuchen.

All den Menschen, die an einer Zöliakie leiden, die also Gluten aus Gründen der Gesundheit vermeiden müssen, erlaubt das Modell den Genuss von wirklich ansprechenden Backwaren – auch ohne klassisches Getreidemehl. Anstelle eines solchen kann man viele verschiedene Alternativen, wie bspw. Amaranthmehl, Maismehl, Mandelmehl et cetera, heranziehen. Da all diese Mehle aber des bindend wirkenden Glutens entbehren, muss man noch andere Lebensmittel, wie bspw. Guarkernmehl, einmischen. Will man sich aber nicht mit den Finessen der Mehlkomposition ohne Gluten auseinandersetzen, kann man auch ohne Weiteres eine qualitative Backmischung zur Hand nehmen.

Die Sicherheit

Wirklich Vorsicht walten muss man nur nach dem Abschluss eines Automatikprogramms, wenn man also an das Backwerk innerhalb des Modells herankommen will. Die hier vorhandene Form ist schließlich auch in diesem Moment mit Temperaturen von maximal 105,6 °C noch außerordentlich warm. Nicht anders verhält es sich mit dem verbundenen Handteil, an dem man die Form aus dem Modellkörper heraus heben kann. Daher ist es sinnvoll, immerhin hier einen wärmeisolierend wirkenden Lappen (Topflappen) zur Hand zu nehmen. Anders lässt sich die Form anschließend auch nur schwerlich um 180° kippen, um das Backwerk aus ihr heraus purzeln zu lassen.

Wenn man aber einmal die Temperatursphäre außen vor lassen sollte, ist das Modell vollkommen risikolos zu verwenden: Der hier zu verzeichnenden, ordentlichen Qualität ist es schließlich zu verdanken, dass bspw. auch keine nach außen hin abstehenden Materiallinien vorhanden sind, die sich ins Gewebe einschneiden würden.

Der Schallausstoß

Dass das Werkeln des Modells während des Verknetens von Mehl, Wasser und Co. lauter ist, sollte niemanden wundernehmen. Der Schallausstoß ist aber noch immer so maßvoll, dass man das Modell nicht aus anderen Teilen des Haushalts mit einem Abstand von mehreren Metern wahrnehmen kann. Wer also bspw. in der Frühe des Wochenendes ein Toastbrot backen will, wird dadurch sicherlich keine anderen Menschen innerhalb des Hauses wecken.

Der Stromverbrauch

Wie viel Strom das Modell während eines solchen Automatikprogramms aus dem Stromnetzwerk des Haushalts holt und mit welchen Stromkosten dies in summa verbunden ist, haben wir natürlich auch ermittelt. Hinsichtlich der Stromkosten sind wir von dem diesjährigen durchschnittlichen Strompreis in der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 0,3377 € pro kWh ausgegangen: Das Vollkornbrot-Automatikprogramm verbraucht nur circa 0,21 kWh, ist also mit Stromkosten von 0,07 € alles andere als hochpreisig.

Wer sich also bspw. ein 1.000 Gramm schweres Vollkornbrot in erlesener Qualität backen und dabei ausschließlich Zutaten in Demeter-Qualität verwenden will, kann dies sehr niedrigpreisig: Für einen solch voluminösen Laib Brot zahlt man summa summarum nur circa 2,15 €, wenn man sich hier an den durchschnittlichen Marktpreisen der einzelnen Zutaten (Mehl, Öl et cetera) orientieren will. Darüber hinaus ist es aber auch schlicht wundervoll, dass man mit diesem Modell immer wieder in den Genuss eines solchen Brots kommen kann, ohne vorher das Haus verlassen zu müssen.

Technische Daten

Hersteller
Modell
Tefal
Pain & Délices PF240E
Größe, Gewicht und Co.
Maße des Modells
(Bmax × Tmax × Hmax)
26,6 × 31,6 × 28,8 cm
Gewicht des Modells
(mmax, inhaltslos)
3.908 g
Maße des Stromkabels
(Lmax)
1,05 m
Maße der Form
(Bmax x Tmax x Hmax, von innen)
13,2 × 17,2 × 15,6 cm
Von Werk aus enthaltenes Zubehör 1 × Dokumentation
1 × Booklet mit Rezepten
1 × Set zur Fermentation
Funktionsspektrum
Automatikprogramme 20
Bräunungsgrad des Brots einstellbar ja, hell, mittel oder dunkel
Gewicht des Brots einstellbar ja, 500, 750 oder 1.000 g
Timer einstellbar ja, 1 – 15 h in 1-h-Schritten
Sicherheit
Temperatur der seitlichen Flächen des Modells
(tmax, ermittelt im Vollkornbrot-Automatikprogramm)
35,6 °C
Temperatur der oberen Fläche des Modells
(tmax, ermittelt im Vollkornbrot-Automatikprogramm)
31,3 °C
Temperatur der Form
(tmax, ermittelt 15 s nach Abschluss des Vollkornbrot-Automatikprogramms)
105,6 °C
Schallausstoß
Schalldruckpegel
(LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 m, ermittelt im Vollkornbrot-Automatikprogramm)
29,1 resp. 48,7 dB(A)
Stromverbrauch
Leistung
(Pmax, lt. Hersteller)
Leistung
(P resp. Pmax, ermittelt im Vollkornbrot-Automatikprogramm)
70,5 resp. 632,0 W

 

Bewertung

Hersteller
Modell
% Tefal
Pain & Délices PF240E
Backleistung 50 91,3
Kruste 45 91,5
Krume 45 91,0
Volumen 10 92,0
Handhabung 20 91,2
Funktionsspektrum 40 93,0
Bedienung 40 89,0
Bedienungsanleitung 10 94,0
Reinigung 10 90,0
Sicherheit 15 96,2
Temperaturen 70 98,0
Stabilität 30 92,0
Material- resp. Materialverarbeitungsqualität 10 90,0
Schallausstoß 5 98,0
Bonus resp. Malus
UVP des Herstellers 199,99 €
Marktpreis
Stand v. 16.07.2021
133,25 €
Preis-Leistungsindex 1,45
Gesamtbewertung 92,2 % („sehr gut“)

 

Wie haben wir geprüft?

Backleistung | 50  %

Wie es sich mit der Qualität der in dem Modell zubereiteten Backwerke verhält, wurde von den Tester:innen in extenso ermittelt: Sie buken in allen Automatikprogrammen des Modells mindestens ein Brot. Die Brote wurden von allen Tester:innen im Anschluss anhand organoleptischer Maßstäbe beurteilt. Hinsichtlich des äußeren Teils des Brotlaibs, der Kruste, war vor allem die Farbe wesentlich: Diese sollte von einem ansprechenden Ton und an allen Flächen des Brotlaibs in einheitlichem Maße ausgeprägt sein. Währenddessen wurde außerdem ermittelt, wie rösch die Kruste wurde (45 %). Hinsichtlich des inneren Teils des Brotlaibs, der Krume, sahen sich die Tester:innen im Speziellen die Struktur, also die Anzahl und das Ausmaß der einzelnen Grob- und Feinporen an und kontrollierten, wie einheitlich diese innerhalb der Krume verteilt waren. Wesentlich war auch, dass die Krume immer bis in die Mitte des Brotlaibs hinein durcherhitzt worden ist (45 %). Schließlich war aber auch das von den Backwaren erzielte Volumen erheblich: Die Tester:innen haben hier auch ermittelt, in welchem Maße das letzten Endes erreichte Volumen von dem verwendeten Mehl abhängig ist (10 %).

Handhabung | 20 %

Die Tester:innen haben hier die Quantität und Qualität der einzelnen von Werk aus vorhandenen Funktionen des Modells, wie bspw. der Automatikprogramme und aller anderen einzeln einprogrammierbaren Parameter, erhoben (40 %). Sie haben außerdem ermittelt, wie sich das Modell in allen wesentlichen Aspekten – also vor dem Herstellungsvorgang, während desselben und nach dem Herstellungsvorgang – verwenden lässt. Hier nahmen sie sich aus der Warte von Links- und von Rechtshänder:innen vor allem der Art, der Größe, der Position und des Ansprechverhaltens der einzelnen Tasten, der Art, der Größe, der Position und der Ablesbarkeit des Displays aus verschiedenerlei Winkeln, der Größe und dem Gewicht des das Modell nach oben hin abschließenden Deckels und des durch das Material und/oder die Materialstruktur vermittelten Grips aller vorhandenen Handteile an (40 %). Die Tester:innen lasen außerdem die vom Hersteller herrührende Dokumentation und urteilten über deren äußere und innere Qualität: Sie sollte alle wesentlichen Aspekte hinsichtlich des Modells in einer von vornherein verständlichen Art und Weise abhandeln, einerlei ob mit Text und/oder mit den Text illustrierenden Graphiken. Honoriert wurden die Arbeit mit dem Modell erleichternde, instruktive Hinweise, bspw. zu den zu verwendenden Zutaten, dem zu verwirklichenden Verhältnis zwischen den einzelnen Zutaten et cetera (10 %). Endlich haben die Tester:innen auch erhoben, wie sich die verschiedenen Teile des Modells säubern lassen: Wesentlich war hier, ob man alle Winkel, in denen sich Zutaten absetzen können, von Hand erreichen kann (10 %).

Sicherheit | 15  %

Hier maßen die Tester:innen die Temperaturen, die von dem Modell während des Vollkornbrot-Automatikprogramms an allen von außen anrührbaren Teilen erreicht werden: Diese sollten so maßvoll sein, dass man sich an ihnen immerhin nicht innerhalb eines Moments verbrennen kann (70 %). Weiterhin haben die Tester:innen die Stabilität des Modells kontrolliert, indem sie es über Arbeitsplatten aus Holz, Stein und Melamin abstellten und anschließend aus verschiedenen Winkeln (∠min – ∠max: 0 – 45°) vor dasselbe stießen (30 %).

Material- resp. Materialverarbeitungsqualität | 10  %

Die Tester:innen haben alle im Test vertretenen Muster des Modells in extenso inspiziert und währenddessen ermittelt, welche Materialien verwendet und wie diese von Werk aus verarbeitet worden sind. Wesentlich war vor allem, ob von außen und/oder von innen erhebliche Makel, bspw. in der Gestalt von ausnehmenden Spaltmaßen, auszumachen waren.

Schallausstoß | 5  %

Schließlich haben die Tester:innen das Modell auch inmitten unserer 2,0 × 2,0 × 2,5 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden und von innen mit Melaminharzschaum isolierten Schallmesskammer platziert und anschließend die Höhe des von ihm während des Vollkornbrot-Automatikprogramms emittierten A-bewerteten Schalldruckpegel aus einem Abstand von 1,0 Meter und einer Höhe von 1,72 Meter, also der durchschnittlichen Größe der innerhalb der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen, erhoben.

Getestete Produkte

  • Tefal Pain & Délices PF240E