ZACO A10 – Saugroboter im Test 2021

Cleverer Saugroboter mit praller Ausdauer

28. Juni 2021

Während Saugroboter ursprünglich noch als spaßige Gadgets mit einer eher durchwachsenen Reinigungsleistung verstanden wurden, an denen nur Verbraucher:innen mit einer ausgeprägten Technologiebegeisterung interessiert waren, sind sie mittlerweile schon in vielen Haushalten vertreten – und das aus vollkommen verständlichen Gründen: Schließlich ist die in ihnen werkelnde Technik nun endlich so weit, dass man ihnen bedenkenlos einen Großteil der Fußbodenreinigung überantworten und blitzblanke Flächen erwarten kann. Gerade dies ist, abhängig von der Größe des Haushalts, auch mit einem erheblichen Gewinn an Zeit verbunden – wir sprechen hier von der ein oder anderen Stunde pro Woche, die man anderswie und anderswo doch sehr viel schöner investieren kann. Ehe man nun aber voller Euphorie los schreitet und sich einen Roboter ins Haus holt, sollte man sich noch Gedanken um die Ansprüche, die man an einen solchen stellt, machen: Wesentlich ist vor allem die Fläche des Haushalts, die das Modell in einem Mal abrollen sollte, der während der Arbeit wahrzunehmende Schallausstoß und – vor allem, wenn man Spaß an einem miteinander verbundenen, smarten Haushalt hat – auch die Kompatibilität mit einer vielerlei verschiedene Funktionen erschließenden App. Die Hersteller, die um neue Kund:innen werben, versuchen ihre Roboter immer weiter zu verbessern und mit Merkmalen zu versehen, die konkurrierende Modelle von vornherein nicht vorweisen können – eben mit speziellen Unique Selling Points, die ein wirkliches Funktionsplus in Sachen Fußbodenreinigung vermitteln sollen. Einen Roboter, der sich schon von Werk aus durch einen eindrucksvollen Strauß spezieller Funktionen auszeichnen kann, hatten wir in den letzten Wochen im Test: Den erst seit März dieses Jahres erhältlichen und damit noch immer hochaktuellen A10 aus dem Hause ZACO.

Eine dieser Spezialitäten des A10, die wir im Test natürlich noch näher abhandeln werden, ist darin zu sehen, dass er den Fußboden auch noch wischen kann: Er kann Grob- und Feinpartikel also nicht nur vom Fußboden abziehen, sondern auch noch allerlei andere Flecken ablösen. Freilich sind aktuell schon mehr als nur ein paar Roboter anderer Hersteller erhältlich, die ebendies auch können. Aber: Dem A10 ist eine pulsierende Wischplatte verliehen worden, die den mechanischen Druck während des manuellen Wischens imitieren soll. Dies soll letzten Endes wahrnehmbar reinere Fußböden verheißen. Aber auch sonst will das Modell so mancherlei bieten: So sind bspw. verlässliche Sensoren zu nennen, dank derer das Modell souverän durchs Haus rollen kann, ohne hier und da anzustoßen – mit Lasern, die den Haushalt kontinuierlich scannen (mappen) und von ihm eine Karte (Map) erstellen, die man später per Smartphone und/oder Tablet einsehen kann. Was ZACOs A10 wirklich alles kann – auch und insbesondere in puncto Reinigungsleistung – lesen Sie in unserem neuen Test.

Die wesentlichen Merkmale

  • Volumen des Staubbehälters (Vmax): 450 Milliliter
  • Volumen des Wassertanks (Vmax): 300 Milliliter
  • Höhe des Modells (Hmax): 9,2 Zentimeter
  • Arbeitszeit (T): 1:19 Stunden
  • Ladezeit (T): 5:57 Stunden

Das Wesentliche

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucher:innen, die sich immerhin einen Großteil der mit der Fußbodenreinigung verbundenen Arbeit abnehmen lassen wollen. Gerade Tierhalter:innen kann die regelmäßige Arbeit des A10 zupasskommen: Die Masse der im Haushalt herum wirbelnden Tierhaare wird durch sie schließlich in wirklich wahrnehmbarem Maße vermindert.

Was ist hervorzuheben?
Freilich kann man auch ZACOs neuen A10 mit seinem Smartphone und/oder Tablet koppeln – so, wie man es heuer erwarten würde. Dies wird über die ZACOHome-App verwirklicht, die nicht nur innerhalb von ein paar Momenten zu installieren und von vornherein intuitiv zu verwenden ist, sondern auch ein pralles Bouquet wertvoller Funktionen erschließt.

Was ist interessant?
Mit 2 Stunden und 19 Minuten (TØ im Test, bei minimaler Saugleistung) kann das Modell auch Haushalte mit erheblicher Größe in einem Mal abrollen, ohne sich zwischenzeitlich wieder mit dem Stromnetzwerk verbinden zu müssen. Apropos Stromnetzwerk: Während des Tests kam der A10 immer wieder von allein in seine Station zurück, ehe sein Stromreservoir leer war.

Pro

  • Dauer des Saugvorgangs (TØ bei minimaler Saugleistung: 2:19 Stunden, TØ bei maximaler Saugleistung: 0:55 Stunden)
  • reiches Funktionsspektrum
  • simple Bedienung

Contra

  • Dauer des Ladevorgangs (TØ: 5:57 Stunden)

Der Test im Überblick

Bei dem neuen A10 von ZACO handelt es sich um einen Roboter, der schon äußerlich durch sein vornehmes Farb- und Formspiel im industriellen Stil zu reizen weiß und dessen Materialien an allen Stellen von einer exzellenten Qualität sind (➞ Größe, Gewicht und Co.).

Der wirkliche Wert des Modells ist aber in seinem schon von Werk aus wirklich prallen Funktionsspektrum zu sehen: So sind bspw. verschiedene Modi vorhanden, anhand derer sich der A10 nach verschiedenen Mustern durch den Haushalt manövrieren kann. Auch lässt sich einstellen, wie schwach oder stark der Motor innerhalb des Modells arbeiten soll, wie schnell sich die seitlichen Bürsten drehen sollen et cetera.

All dies und noch mancherlei mehr kann man dank der ZACOHome-App ( ➞ Android resp. ➞ iOS) übers Smartphone oder Tablet vornehmen. Mit dieser App lässt sich bspw. auch durch nur ein paar schnell vorzunehmende Touchinteraktionen ein vollkommen detaillierter Wochenplan erstellen, sodass sich das Modell des Fußbodens immer nur zu den vorher einprogrammierten Terminen annimmt, wahlweise auch nur in einzelnen Teilen des Haushalts. Trotz dieses ansehnlichen Funktionsensembles kann man die App und mit ihr auch das Modell leichtgängig bedienen (➞ Die Bedienung).

Auch Verbraucher:innen, die noch nie einen solchen Roboter in ihrem Haushalt hatten, werden ihn immerhin nach ein paar Minuten des Lesens in der – in puncto Qualität mehr als nur ordentlichen – Bedienungsanleitung souverän verwenden können (➞ Die Bedienungsanleitung).

Wirklich eindrucksvoll ist aber die Systematik, vermittels derer das Modell alle Winkel des Hauses anvisieren kann: Dadurch dass er die Fußböden regelmäßig in parallelen Bahnen abzurollen versucht, wird von ihm immer ein Großteil der Fläche des Haushalts erreicht – wie viel Fläche der A10 außen vor lässt, ist vor allem von der Art und dem Ausmaß der innerhalb des Hauses herum stehenden Hindernisse abhängig. Während des Tests wurden viele der von uns vorbereiteten Hindernisse von den hier vorhandenen Sensoren erkannt: Kollisionen waren nur ab und an zu verzeichnen – und das auch noch mit einem so maßvollen Tempo, dass durch sie keinerlei Materialschäden verursacht wurden (➞ Die Systematik).

Als Manko ließe sich die mit durchschnittlich 5 Stunden und 57 Minuten (TØ im Test) sehr hohe Dauer des Ladevorgangs verstehen. Diese wird aber immerhin partiell durch die wirklich ordentliche Dauer des sich anschließenden Saugvorgangs ausgeglichen (TØ im Test mit minimaler Saugleistung: 2 Stunden und 19 Minuten, TØ im Test mit maximaler Saugleistung: 55 Minuten) (➞ Der Akkumulator).

Schließlich ist auch die von uns ermittelte Saugleistung ausgewogen, wenn auch nicht solchermaßen stark wie bei manch anderem Modell: So verschwanden 85 % aller Grob- und Feinpartikel über ebenen Fußböden aus Holz, Stein und Vinyl, 80 % über Teppichen aus Polyamid mit verschiedenen Flormaßen (Hmin – Hmax: 5 – 25 Millimetern) und 89 % innerhalb von Ecken, bspw. in den Winkeln von Fußleisten (➞ Die Reinigungsleistung).

ZACOs neuer A10 kann also in all denjenigen Sphären, die in der Lebenswirklichkeit der Verbraucher:innen und ihres Haushalts wesentlich sind – vor allem der Saugleistung und der Dauer des Saugvorgangs – rundum ordentliche Werte erzielen: Mit 90,6 % wird ihm daher das wohlverdiente Testurteil „gut“ verliehen – folglich handelt es sich bei diesem Modell eindeutig um einen der leistungsstärksten am Markt erhältlichen Saugroboter dieser Preisklasse.

ETM 2021 06 ZACO A10 RGB DE

Größe, Gewicht und Co.

Der A10 von ZACO ist – wie die Modelle vieler anderer Hersteller auch – von einer vollkommen runden Form (Ømax: 33,0 Zentimeter) und mit einem Höhenmaß von 9,2 Zentimetern (Hmax), das vor allem durch die nach oben hin abstehenden Laser zu erklären ist, auch nicht so hoch, dass er während der Arbeit nicht unter das im Haushalt stehende Mobiliar rollen könnte. Dank des maßvollen Gewichts von 2.650 Gramm (mmax, mit leerem Behältnis) kann man das Modell außerdem ohne wirkliche Mühe anheben und anderswo abstellen, bspw. in einem anderen Stockwerk des Hauses.

Das Modell zu verwenden ist außerordentlich simpel: Will man es bspw. nur schnell ans Werk schicken, ohne sich Gedanken um per App individuell einstellbare Wochenpläne machen zu müssen, kann man schlicht die von oben wunderbar erreichbare, 20 Millimeter messende Taste am Modellkörper drücken: Mit einem Tastendruck wird das Modell wach, mit einem weiteren schließt sich die Fußbodenreinigung an. Ein Tastendruck währenddessen lässt das Modell schließlich pausieren.

Weil das Modell kein reiches Tastenpanel, sondern nur diese einzelne Taste vorweisen kann, lassen sich die spezielleren Funktionen des Modells nur anderswie an- und wieder abwählen – vor allem per Smartphone und/oder Tablet über die ZACOHome-App (➞ Die ZACOHome-App). Daneben aber hat ZACO dem A10 von Werk aus auch eine Fernbedienung mitgegeben: Mit ihr kann man das Modell auch aus einem erheblichen Abstand ansprechen (dmax im Test: 18 Meter, ohne Hindernisse). Dies aber setzt voraus, dass sich das Modell während des Tastendrucks unmittelbar anvisieren lässt. Mit ihrkann man den Saugvorgang nicht nur im automatischen Modus anstoßen und auch wieder anhalten, sondern auch einen anderen Modus auswählen.

Mit nur einem Tastendruck kann man das Modell schließlich wieder in seine Ladestation zurückschicken, etwa wenn man einzelne Stellen noch von Hand nacharbeiten will. Des Weiteren lässt sich das Modell auch vollkommen manuell steuern: Man kann es also präzise bis zu der Stelle des Fußbodens hin manövrieren, die von ihm vorher nicht erreicht worden ist. Darüber hinaus kann man die Saugleistung einstellen und an die Ansprüche des Fußbodens anpassen. Schließlich lässt sich auch noch ein Timer einprogrammieren: Als Zeit, zu der sich der Roboter vollautomatisch ans Werk machen soll, kann man eine solche von 00:00 bis 24:00 Uhr einstellen – nicht in 1-Minute-, aber doch immerhin in 15-Minuten-Schritten. Die Tester:innen haben das Modell wunderbar aus der Ferne ansprechen können: Schließlich sind die hier vorhandenen Tasten mit von vornherein verständlichen Graphiken versehen, wodurch sich alles intuitiv abwickeln lässt. Nur ab und an wird man mal in die Bedienungsanleitung spähen müssen.

Die ZACOHome-App

Während des Tests ließ sich die ZACOHome-App innerhalb von ein paar Minuten installieren und individualisieren, einerlei ob die Tester:innen hierbei ein Android- oder ein iOS-Smartphone in den Händen hielten. Wiewohl die App eine Fülle weiterer Funktionen erschließt, ist sie doch nicht in erheblichem Maße verschachtelt: Alle Funktionen lassen sich so erreichen, wie man es von vornherein erwarten würde – eben vollends intuitiv. Welche Funktionen aber sind es denn nun, die sich allein mittels dieser App ansteuern lassen? Das stellen wir im Weiteren – illustriert durch während des Tests erstellte Screenshots aus der App – vor:

Die Bedienung

Der A10 kann dank der App also eine Fülle an Funktionen vorweisen, bei denen es sich auch nicht nur um Spielereien Smart-Home-interessierter Verbraucher:innen handelt. Diese Funktionen erlauben es, die Arbeit des Modells exakt an die im Haushalt herrschenden Ansprüche anzupassen – und das in einem Maße, das man bei vielen anderen der aktuell erhältlichen Roboter leider noch immer vermissen muss.

Schließlich lässt sich das Modell auch sehr leicht reinlich halten: So kann man bspw. den Staubbehälter ohne Weiteres ausleeren. Die hier vorhandene Klappe lässt sich sicher nach oben klappen, ohne schon dadurch einzelne Staubpartikel wieder im Haushalt zu verteilen. Bisweilen muss man sich auch die Bürsten ansehen, da sich in denselben nicht nur Grob- und Feinpartikel, sondern auch Menschen- und Tierhaare verheddern können: Glücklicherweise ist alles, was man dabei zur Hand nehmen muss, schon von Werk aus im Zubehörpack des Modells enthalten. Muss man schließlich die Seiten- oder die Walzenbürste des A10 auswechseln, so kann man das innerhalb von nur ein paar Minuten verwirklichen: Das Modell hat noch ein Seitenbürstenpaar und eine weitere Walzenbürste in petto. Alle zwei Monate sollte man außerdem den Filter auswechseln; auch hiervon ist ein weiterer schon von vornherein vorhanden. Leider waren die einzelnen Teile des Zubehörs im Zeitpunkt der Publikation dieses Tests noch nicht im Onlineshop des Herstellers erhältlich, sodass wir hier auch noch keine Preise vermerken konnten.

Die Bedienungsanleitung

Alle Tester:innen haben das Modell nach nur ein paar Minuten des Lesens ohne Weiteres verwenden können. Massive sprachliche Makel, die das Verständnis einzelner Teile des Textes verleiden würden, waren auch nicht auszumachen.

Die Systematik

Während der Arbeit innerhalb des Hauses weiß sich das Modell vollkommen souverän zu manövrieren und erreicht daher immer einen Großteil aller Stellen des Fußbodens (AØ im Test: 95 %). Allein dann, wenn ein Teil des Haushalts wirklich sehr verwinkelt ist, bspw. durch viel nah aneinander stehendes Mobiliar, kommt es mal dazu, dass nicht alle Stellen erreicht werden. Dass der A10 solchermaßen viel Fläche abdecken kann, ist seinem Fahrstil zu verdanken: Er versucht den Haushalt schließlich in parallelen Bahnen abzurollen.

Hindernisse kann das Modell verlässlich erkennen, sodass er nur ab und an mal vor sie rollt. Während des Tests haben sich vor allem schlanke Objekte, wie bspw. die Füße eines Tischs, als problematisch erwiesen: Doch auch wenn das Modell einmal anstoßen sollte, ist der Stoß so verhalten, dass sich weder hier noch da Schäden abzeichnen. Da auch spezielle Sensoren am Fuß des Modells vorhanden sind, werden Klippen, bspw. in Gestalt von herab weisenden Treppen, immer sicher erkannt, sodass der Roboter hier nicht herab purzelt: Dies haben wir während des Tests an Treppen aus Holz und aus Stein, einmal in helleren und einmal in dunkleren Farben, ermittelt.

Ein Lob vonseiten unserer Tester:innen: Wann immer sich das Modell von seiner Ladestation aus der Fußbodenreinigung annahm, kam es auch immer wieder bis in dieselbe zurück, ehe sein Stromreservoir leer war: Der A10 weiß sich die Position seiner Ladestation also wunderbar einzuprägen und außerdem zu erkennen, wann er wieder zurück rollen muss, um sich noch sicher mit dem Stromnetzwerk des Haushalts verbinden zu können.

Der Akkumulator

Dass sich das Modell immer wieder souverän bis in seine Ladestation zurück manövrieren kann, ist aber auch seinem ausnehmenden Stromreservoir zu verdanken: Der von Werk aus vorhandene Lithium-Ionen-Akkumulator (Q: 2.900 Milliamperestunden, U: 14,8 Volt) kann mit einer wirklich exzellenten Ausdauer prunken: So lassen sich mit minimaler Saugleistung 2 Stunden und 19 Minuten (TØ im Test) und mit maximaler Saugleistung immerhin noch 55 Minuten (TØ im Test) verwirklichen. Bis das einmal leere Stromreservoir wieder voll ist, verstreicht aber auch außerordentlich viel Zeit: Wir maßen hier durchschnittlich 5 Stunden und 57 Minuten (TØ im Test). Der Ladevorgang ist also langwierig.

Die Reinigungsleistung

Ein Großteil der Haushalte innerhalb der Bundesrepublik nimmt mit planen Fußböden vorlieb – meistenteils aus Holz oder Stein in allen nur vorstellbaren Varianten: Wann immer sich das Modell solcher Fußböden annimmt, verschwinden circa 85 % aller Grob- und Feinpartikel. Wenn das Modell aber die äußersten Areale des Fußbodens, also die vor den Fußleisten bestehenden Flächen, abrollt, sind es schon eindrucksvolle 89 %: Das Modell kann sich leider nicht voll in die Ecken eines Haushalts hinein manövrieren, aber mittels seiner seitlichen Bürsten doch einen Gutteil der hier verstreuten Grob- und Feinpartikel aus ihnen heraus holen. Doch auch wenn man den ein oder anderen Teppich in seinem Haushalt haben sollte, wird man mit dem Modell wunderbar auskommen: Hier waren es indes nur 80 % der Grob- und Feinpartikel, die in das Modell hinein wanderten. Alles in allem ist die Saugleistung von ZACOs neuem A10 also solchermaßen hoch, dass man als Verbraucher:in wirklich nur noch ab und an von Hand nacharbeiten muss. Für die regelmäßige Fußbodenreinigung ist das, was das Modell leistet, aber vollkommen ausreichend – vor allem wenn man sich vorhält, dass der A10 all das nebenbei abwickelt, man sich währenddessen also keinerlei Arbeit machen muss. Herauszustellen ist weiterhin, dass das Modell Grob- und Feinpartikel ähnlich wirksam einziehen kann. Man muss nur mit dem Tempo der seitlichen Bürsten spielen: So sollte man bspw. bei Grobpartikeln eher ein maßvolles Tempo einprogrammieren, da es ansonsten passieren kann, dass die Bürsten einen Teil der vor dem Modell vorhandenen Grobpartikel während des Voranrollens anderswo hin schleudern.

Ferner ist noch eine weitere Funktion hervorzuheben: Das Modell kann den Fußboden auch wischen. Dazu muss man nur den normalen Behälter, in dem sich all die verschiedenen Grob- und Feinpartikel sammeln, aus dem Modell herausnehmen und anstelle dessen den schon von Werk aus zum Zubehörensemble zählenden Tank (Vmax: 300 Milliliter) hineinstellen. Das Maß des Wasserausstoßes lässt sich auch weiter anpassen (minimal, mittel oder maximal): Wenn man den mittleren Wasserausstoß wählt, kann das Modell circa 100 Quadratmeter Fußboden abwischen, ehe der Tank wieder vollends leer ist: Es werden also nur 3 Milliliter pro Quadratmeter verbraucht.

Schließlich veranschaulichen wir auch noch anhand von Fotopaaren aus unserem Test, wie ordentlich die Fußbodenreinigung mit dem Modell wirklich ist: Die Fotos bilden Flächen von circa 0,70 × 0,65 Metern (Bmax × Tmax), also ein Flächenmaß von 0,45 Quadratmetern (Amax) ab. Bei den von uns hier verwendeten Fußböden handelt es sich um solche aus Steinwerk (100 % Granit) und Textil (100 % Polyamid, Hmax des Flors: 3 Millimeter). Die Fußböden wurden zu 75 % mit Grobpartikeln in Form von Getreide-Flocken und zu 25 % mit Feinpartikeln in Gestalt von Feinsand vorbereitet. Die linken Fotos bilden das Fußbodenareal vor und die rechten Fotos dasselbe nach Abschluss des Saugvorgangs mit einer vorher per App einprogrammierten Saugleistung von 50 – zur Hartbodenreinigung (s. 1. Bild) – resp. 100 – zur Teppichbodenreinigung (s. 2. Bild) – ab. Fürs Wischen stellten wir einen mittleren Wasserausstoß ein (s. 4. Bild).

Technische Daten

Hersteller
Modell
ZACO A10
Saugroboter
Form des Modellkörpers rund
Maße des Modells
(⌀ × Hmax)
33,0 × 9,2 cm
Gewicht des Modells
(mmax)
2,65 kg
Maße des Stromkabels
(Lmax)
150 cm
Volumen des Staubbehälters
(Vmax)
450 ml
Volumen des Wassertanks
(Vmax)
300 ml
Typ des Filters Filtersystem mit 3 Ebenen
Typ des Akkus Lithium-Ionen
Technologie drehende Zentralbürste
Navigation 3D Laser-Navigation
Arbeitszeit
(Tmax, lt. Hersteller)
2:00 h
Arbeitszeit
(TØ, gemessen, beim automatischen Saugen und bei niedrigster Saugleistung)
2:19 h
Ladezeit
(Tmax, lt. Hersteller)
5:50 h
Ladezeit
(TØ, gemessen)
5:57 h
Spannung / Kapazität 14,8 V / 2.900 mAh
Leistung während des Ladevorgangs
(PØ / Pmax)
12,8 / 16,5 W
Schallemissionen
(LP Ø / LP max aus d: 1,0 m, gemessen bei niedrigster Saugleistung)
56,2 / 59,9 dB(A)
Saugmodi AUTO, Edge, Spot
Anzahl der Räder 3
Anzahl der Seitenbürsten 2
Saugleistungseinstellung 100 Level
Zubehör Batterien (Typ AAA, 2 ×), Bodenplatte der Ladestation (1 ×), Fernbedienung (1 ×), Filter (2 ×), Gummilamellenbürste (1 ×), Hybrid-Borsten-Bürste (1 ×), Ladekabel (1 ×), Ladestation (1 ×), Reinigungswerkzeug (1 ×), Seitenbürsten (4 ×), Tücher (5 ×), Wassertank (1 ×)
Name der App ZACOHome
Kompatibilität der App Android (ab Version 5.0), iOS (ab Version 10.0)
Smart Home-Kompatibilität Amazon Alexa, Google Home

Bewertung

Hersteller
Modell
% ZACO A10
Saugroboter
Handhabung 15 95,7
Bedienung 50 97,0
Wartung/Pflege 30 94,0
Bedienungsanleitung 20 95,0
Arbeitsweise 25 94,8
Bewegungsmuster 30 95,0
Hindernissen ausweichen 25 92,0
Ladestation erreichen 25 98,0
Timer 20 94,0
Saugleistung 50 86,2
Saugleistung: Hartboden 40 83,0
Saugleistung: Teppichboden 40 86,8
Ecken-/Kantenreinigung 20 91,3
Akku 5 85,9
Arbeitszeit 50 98,0
Ladezeit 50 73,8
Material-/Materialverarbeitungsqualität 5 95,0
Bonus 0,1 (ZACOHome-App); 0,3 (Funktion zum Wischen)
Malus
UVP des Herstellers 469,99 €
Marktpreis
Stand v. 25.06.2021
455,80 €
Preis-/Leistungsindex 5,03
Gesamtbewertung 90,6 % („gut“)

Wie haben wir geprüft?

Saugleistung (50 %)

Hier haben die Tester:innen die Saugleistung des Modells ermittelt: Hierzu wurden Fußböden aus verschiedenen Materialien, einmal aus Holz, Stein und Vinyl sowie einmal aus Textil (Polyamid, Hmin–Hmax des Flors: 5–25 Milimeter), immer einheitlich mit 50 Gramm verschiedener Grob- und Feinpartikel (Erde, Gras, Sand, Staub, Menschen- und Tierhaar et cetera) vorbereitet und durch Wägung erhoben, wie viele der so verteilten Partikel das Modell wirklich einzuziehen vermocht hat (mØ und mmax). Des Weiteren ist auch erhoben worden, wie viele Grob- und Feinpartikel das Modell neben Fußleisten sowie aus Ecken (∡: 90°) heraus einziehen konnte. Die einzelnen Fußbodenareale wurden von den Tester:innen anschließend inspiziert, um zu ersehen, ob das Modell, abhängig von dem Material des Fußbodens, schwerpunktmäßig Grob- oder Feinpartikel erreicht.

Arbeitsweise (25 %)

Hier wurde erhoben, wie sich das Modell durch den Haushalt manövrieren kann: Die Tester:innen haben die Fahrten des Modells analysiert und währenddessen vor allem kontrolliert, ob es die verschiedenen Flächen des Fußbodens auch wirklich voll abarbeitet, nach welchem Muster es über die Fußböden rollt und wie es Hindernissen, die sich ihrer Farbe, ihrer Form und auch ihren Maßen nach voneinander unterscheiden, zu händeln weiß. Natürlich wurde auch ermittelt, ob und in welcher Art und Weise das Modell von allein wieder zu seiner Ladestation zurückkehren kann: Dies wurde aus verschiedenen Abständen (dmax: 25 Meter) kontrolliert. Ferner ist auch noch die Funktion des Timers beurteilt worden.

Handhabung (15 %)

Hier haben wir mit zehn Tester:innen, die vollkommen verschiedene Altersspannen (18–60+) abdecken, ermittelt, wie sich das Modell verwenden lässt, wie leicht oder schwer also all seine verschiedenen Funktionen zu verwenden sind. Wesentlich war hier vor allem, wie man das sich vollautomatisch vollziehende Saugprogramm anstoßen kann. Damit inhaltlich verbunden war auch das Einrichten der Ladestation. Wie sich das Modell nach Abschluss eines Saugvorgangs säubern lässt, wurde auch benotet: Der Staubbehälter wurde ein jedes Mal entnommen, entleert und sorgfältig von ggf. verbliebenem Sauggut gereinigt. Wesentlich war hier die Reinigung und Pflege kritischer Bauteile, also vor allem der Bürsten bzw. Bürstenrollen, der Räder und der Sensoren. Schließlich haben die Tester:innen auch die deutschsprachige Dokumentation des Modells unter Würdigung ihrer äußeren/graphischen und ihrer inneren/inhaltlichen Gestaltung bewertet.

Akkumulator (5 %)

Des Weiteren maßen die Tester:innen auch, wie viele Minuten das Modell mit einem vollen Akkumulator arbeiten kann (TØ und Tmax, abhängig vom aktuellen Modus) und wie viel Zeit das anschließende Laden des Akkus in Anspruch nimmt (TØ und Tmax).

Material-/Materialverarbeitungsqualität (5 %)

Schließlich wurde auch beurteilt, welche Materialien in dem Modellkorpus verwendet und wie die einzelnen Materialien verarbeitet worden sind: Die Tester:innen haben alle im Test vertretenen Exemplare des Modells minuziös von außen und auch von innen inspiziert und währenddessen ermittelt, ob sich hier von der Fabrikation herrührende Makel, bspw. in Gestalt von erheblichen Spaltmaßen, ausmachen lassen. Das Modell sollte dank der vorhandenen Materialien vor allem dazu imstande sein, versehentliche Stöße auszuhalten, ohne durch sie Schäden zu erleiden.

Getestete Produkte

  • ZACO A10