7 Espressomaschinen im Test 2021

Vollendeter Genuss – authentisch-italienisch

29. Oktober 2021

Wir leben in einer immer smarter werdenden Welt, in der wir uns durch verschiedenerlei Werke moderner Technik schon so manch verdrießliche Arbeit abnehmen lassen. Wie viel simpler wir mittlerweile auch an viele Schmankerl der Kulinarik kommen, ist bspw. anhand des immer weiter empor schnellenden Anteils an Vollautomaten zu sehen, die in den Haushalten der Bundesrepublik vertreten sind und uns den Genuss eines wohlmundenden Wachmachers innerhalb von nur ein paar Momenten erschließen können – und das alles nur mit einem einzelnen Tastendruck. Dass sich viele Menschen nicht einmal mehr vorstellen können, wie anspruchsvoll das Herstellen eines Espressos von wirklich erlesener Qualität mit klassisch-konventioneller Maschinerie ist, muss also niemanden wundernehmen: Gerade das Anpassen des Mahlwerks an das zu verwirklichende Aromenspektrum und das Tampern des anschließend aus demselben heraus rieselnden Pulvers, mit dem sich das Tempo des Öle, Eiweiße usw. extrahierenden Wassers vorzeichnen lässt, ist ein Handwerk, das sich nicht in einem Mal meistern lässt; will man den Espresso abschließend auch noch mit voluminös-viskosem Milchschaum adeln, so muss man sich auch im Milchschäumen verstehen. Aber: All dies ist außerordentlich wertvoll, vermittelt dieses Werken einem doch auch viel mehr Wissen über die wesentlichen Qualitätsparameter eines Espressos. Aspirierende Baristi und Bariste brauchen – allem anderen voran – vor allem Eines: Das passende Equipment in Gestalt einer modernen Espressomaschine.


Der Grund, aus dem man allein in einer solchen Maschine einen wirklich außerordentlichen, alle nur vorstellbaren Ansprüche in puncto Aroma voll abdeckenden Espresso herstellen kann, ist darin zu sehen, dass man hier wirklich alle wesentlichen Parameter von vornherein in den Händen hält: Hier lässt sich bspw. die Größe der einzelnen Pulverpartikel, die das Mahlwerk verwirklichen soll, nach und nach anpassen, um so mit dem Aroma zu spielen. Genauso verhält es sich mit dem Tempo, in dem das Wasser schließlich durch ebendieses Pulver hindurch schießen und währenddessen all das aus ihm mitreißen wird, was ein meisterlicher Espresso vorweisen muss: Vielerlei Aromen, Öle et cetera. Durch den während des Tamperns des Pulvers verwendeten Anpressdruck kann man dieses Tempo und mit ihm auch das Aromenspektrum schließlich kontrollieren. Wer den Espresso außerdem noch mit Milchschaum adeln will, der muss seine Milch anschließend auch noch vermittels eine anspruchsvollen Technik schäumen: Da man all dies allein anstellen muss, ohne dass die Mechanik es einem abnähme, ist die Qualität des Espressos und des Milchschaums letzten Endes von der persönlichen Expertise abhängig. Der Espresso ist so immer auch Ausdruck desjenigen, der ihn erstellt hat. Gewiss ist all dies mit mehr Arbeit verbunden als bspw. der bei einem modernen Vollautomaten ausschließlich vorzunehmende Tastendruck. Es ist indes Arbeit, die zu investieren sich allemal lohnt, wenn man Espresso wirklich als einen allen Sinnen schmeicheln sollenden Genuss versteht. Wir haben ermitteln wollen, wie es sich mit der Qualität der aktuell am Markt erhältlichen Espressomaschinen verhält und nahmen uns daher 7 verschiedener Modelle (€min – €max: 358,46 – 831,95 €) an. Wir stellen im Weiteren alles Wesentliche dar und veranschaulichen, durch welche Stärken und Schwächen sich die einzelnen Espressomaschinen auszeichnen.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen und Verbraucher, die Espresso und verschiedenerlei, Espresso involvierende Spezialitäten in authentisch-italienischem Stil selbst zubereiten wollen und um einer erlesenen Qualität willen auch keine Arbeit scheuen.

Was ist hervorzuheben?
Viele Modelle können schon von Werk aus Mechaniken vorweisen, die es einem sehr viel leichter machen, Espresso immer wieder mit einheitlich-exzellenter Qualität herzustellen, wie bspw. ein den aktuellen Druck ausweisendes Manometer.

Was ist interessant?
Die hier vorhandenen Mahlwerke sind solchermaßen wertvoll, weil sie ein Mahlen der Bohnen unmittelbar vor dem Brühen erlauben: Dadurch wird eine ausnehmende Oxidation der die Aromen ausmachenden Moleküle vermieden. Manche Modelle, wie bspw. dasjenige von Graef (s. S. 37), sind außerdem mit Pads kompatibel.

Espressomaschinen – Technik im Detail

Mittlerweile können viele Maschinen die Bohnen vermittels eines Mahlwerks schon von sich aus mahlen. Dies ist wertvoll, lassen sich so doch all die verschiedenen Aromen, die in den Bohnen ruhen und die man letzten Endes auch im Espresso abbilden will, voll erhalten: Es kommt schließlich nicht in einem wirklich wahrnehmbaren Maße zu einer die Aromen immer weiter abbauenden Oxidation. Die hier vorhandenen Bohnen wandern vorab in den Bohnenbehälter A, von dem aus sie weiter in das schon angesprochene Mahlwerk purzeln: Hier werden sie in Pulver verwandelt, dessen Größe sich über das Mahlwerk des Modells verändern lässt – von dieser Größe, also der Grob- oder Feinheit der einzelnen Partikel, ist abhängig, wie viele der hierin enthaltenen Aromen das durch sie hindurch schießende Wasser mitreißen (extrahieren) kann. Dieses Pulver wird weiter in den Siebhalter B portioniert, den man vorher schon mit dem Modell verbunden haben muss. Dieser Halter kann mit verschiedenerlei Sieben C versehen werden, je nachdem, ob man nur ein einzelne Portion oder aber ein Portionspaar parallel herstellen will. Das Pulver muss vorher aber noch per Druck verdichtet (getampert) werden: Dies ist zu verwirklichen, indem man den Halter herausnimmt und anschließend einen Tamper D geradlinig und gleichmäßig gegen das Pulver presst. Danach sollte man das eventuell noch über die Wände des Siebhalters hinaus schauende Pulver abstreichen. Der Halter einschließlich des in ihm in einen Puck verwandelten Pulvers wird nun unter dem normalen Auslass E installiert. Das Modell leitet das Wasser aus dem Tank F in die Maschine hinein, erhitzt es innerhalb des hier vorhandenen Thermoblocks und lässt es alsdann weiter durch das Pulver schießen. Dies ist der wesentliche Moment, in dem das Wasser Aromen, Öle usw. aus dem Pulver annimmt und so den wundervollen Wandel hin zum wohlmundenden Espresso vollzieht. Manche Spezialitäten, wie bspw. Espresso Macchiato, brauchen obendrein aber auch noch einen ansprechenden Milchschaum: Solcher lässt sich mit der hier außerdem vorhandenen Düse G herstellen, was aber, wenn man sich einen wunderbar-viskosen Milchschaum wünschen sollte, durchaus anspruchsvoll sein kann.

Dass man alle Teile einer Espressomaschine reinlich hält, ist essentiell: Schließlich kann sich all dasjenige, was während des Mahlens und Brühens innerhalb des Modells verbleibt (Pulverpartikel et cetera), nicht nur in puncto Aroma auswirken, sondern auch mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden sein. Glücklicherweise enthalten manche Modelle schon von Werk aus ein paar Utensilien, mit denen man sich der anderswie nur schwer zu erreichenden Areale annehmen kann.

Die Funktionen der Espressomaschinen lassen sich über mehrere Tasten H mit klassisch-konventioneller Mechanik anstoßen. Darüber kann man bspw. die Produktion einzelner Spezialitäten einleiten, die währenddessen wesentlichen Parameter anpassen usw.: So lässt sich hier bei manchen Modellen auch einprogrammieren, wie viel Pulver pro Portion vermahlen werden soll, was in die letzten Endes wahrzunehmende Aromenintensität einspielt.

Getestete Produkte

    • BEEM ESPRESSO-GRIND-PROFESSION Siebträger mit Mahlwerk
    • De‘Longhi La Specialista Prestigio EC9355
    • ETA Artista Pro ETA518190000
    • GASTROBACK Design Espresso Barista Pro
    • GRAEF Espressomaschine marchesa ES850
    • GRAEF Espressomaschine milegra ESM802
    • Sage Appliances the Barista Pro

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