5 Laufbänder im Test 2021

Für variable Workouts

29. Oktober 2021

Wir alle wissen, wie wesentlich regelmäßiges sportliches Treiben ist, um die Gesundheit unseres Körpers und Geistes bis ins hohe Alter hinein zu erhalten: Das Spektrum an Gesundheitsvorteilen, das sich durch ein anspruchsvolles, also 75 bis 150 Minuten pro Woche währendes Workoutpensum erschließt, ist enorm: Studien haben eindrucksvoll erwiesen, dass sich durch Sport ausdrücklich auch unser Gemüt erhellen lässt. Die Genese vieler, vor allem in der westlichen Welt ubiquitärer Krankheiten, wie bspw. Diabetes mellitus Typ 2, Hypertonie usw. kann durch ein ausgeprägtes Maß an Aktivität schon von vornherein verhindert werden.1 Für viele Menschen ideal ist hier das schnell und simpel zu verwirklichende Jogging, an dem mittlerweile schon mehr als 22 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland Spaß haben. Diese maßvolle, von der Muskulatur spielerisch zu verwirklichende Aktivität kann schon ausreichend sein, um in den Genuss all der hiervor angesprochenen Gesundheitsvorteile zu kommen. Will man seine Muskeln indes in schwächerem oder in stärkerem Maße auslasten, so muss man nur das Tempo anpassen, es also bspw. hin zum Walking absenken oder hin zum Running anheben. Gewiss: All diesen sportlichen Aktivitäten kann man sich auch im Freien wunderbar annehmen. Wirklich schön ist dies aber nur dann, wenn einem das Wetter hold ist, man währenddessen also voll von wärmendem Sonnenschein vereinnahmt wird und auch nicht mehr als ein maßvoll-milder Windstoß wahrzunehmen ist. Gerade solch ein Wetter ist uns aber meistenteils nur im Sommer verhießen. Wer seine Workouts immer, also auch außerhalb der Saison, planvoll abwickeln will, der muss sie drinnen verwirklichen. Wie? Mit einem modernen Laufband, mit dem man alle Workoutparameter präzise an die persönlichen Ansprüche anpassen kann. Wir hatten dieses Mal 5 nun verschiedene Modelle renommierter Hersteller im Test, namentlich von AsVIVA, Cardiostrong, Hammer und Horizon Fitness (€min – €max: 999,00 – 2.499,00 €). Wie es sich mit der Qualität des Workouterlebnisses verhält, wie das Spektrum der anpassbaren Workoutparameter aussieht und durch welche Features sich die einzelnen Modelle wirklich voneinander abzuheben verstehen, lesen Sie im Weiteren.


Auch wenn es den ein oder anderen vielleicht verwundern wird: Walking, Jogging und vor allem Running innerhalb der vier Wände des Haushalts kann die Gelenke eher schonen als ein solches, das draußen über Erde und Gras absolviert wird: Nicht nur sind die hier vorhandenen Bänder vollkommen eben, verhindern also von vornherein, dass man mit den Füßen bspw. über Astwerk, Steinen o. Ä. stolpern und sich so verletzten kann. Der Mechanik moderner Bänder, die schließlich sehr viel weicher als der vor allem in Metropolen vorherrschende Asphalt sind, ist es außerdem zu verdanken, dass sie einen Großteil des Gelenkverschleiß verursachenden Stoßmoments absorbieren können. Gerade ältere Menschen, bei denen Gelenkprobleme nun einmal sehr viel verbreiteter sind,2 können sich so noch immer ihrer Gesundheit dienlicher sportlicher Aktivität annehmen, ohne ihre Gelenke währenddessen in einem weiterreichenden, Schmerzen verursachenden Maß zu strapazieren. Wertvoll ist des Weiteren, dass man das Workout in Sachen Geschwindigkeit und Steigung ebenso schnell wie simpel an die persönlichen Ambitionen anpassen kann: Wer bspw. die Gelenkbelastung noch weiter vermindern, seine Muskulatur aber doch in wahrnehmbarem Maße auslasten will, der kann bei maßvollem Tempo schlicht die Steigung erhöhen. Diesem leichtgängigen Spiel mit Geschwindigkeit und Steigung ist es auch zu verdanken, dass man die Workoutbedingungen schnellstens an den eigenen Leistungsanspruch anpassen kann: So lässt sich bspw. schon durch einen leichten Steigungssprung ein angesichts des Windes anspruchsvolleres Workout draußen simulieren.3

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen und Verbraucher, die an regelmäßiger sportlicher Betätigung in Gestalt des Walkings, Joggings oder Runnings interessiert sind und daher nach einem qualitativen Laufband mit prallem Geschwindigkeits-, Steigungs- und Trainingsprogrammspektrum suchen.
Was ist interessant?
Damit auch schwere Verbraucherinnen und Verbraucher smoothe Bewegungen vornehmen können, ohne dass die Matte während des Herablassens ihrer Füße immer mal wieder anhält, muss ein starker Motor vorhanden sein: Die Modelle im Test können hier mit ausreichenden Werten von 3,0 bis 4,0 PS prunken.
Was ist weiter hervorzuheben?
Die Qualität des Workouterlebnisses richtet sich aber immer auch nach den Maßen der Matte: Nur wenn diese ausreichen, kann man, abhängig von der Größe der Verbraucherin resp. des Verbrauchers, volle Bewegungen mit den Beinen vollziehen, bspw. während eines Sprints. Die im Test vertretenen Modelle können hier Größen von 1,35 × 0,52 m bis 1,52 × 0,52 m (je Bmax × Lmax) vorweisen.

Laufbänder – Technik im Detail

Das Herzstück eines Laufbandes ist der Motor A, von dem die Qualität des Workouts mehr noch als von allen anderen Teilen der Mechanik abhängig ist: Er ist schließlich das Technikwerk, das die Matte B während eines Workouts in einer gleichmäßigen, smoothen Bewegung halten und dazu immer wieder, namentlich beim Herabprallen der Füße, das volle, von oben herab schnellende Gewicht der sportelnden Menschen überwinden muss. Das heißt also: Wer wirklich intensive Workouts absolvieren will, während derer die Matte nicht auch nur einen Moment anhalten soll, der muss ein Modell mit einem starken Motor wählen. Das Merkmal, anhand dessen man die Stärke oder Schwäche eines Motors mit einem Mal ersehen kann, ist dessen Power in PS. Hier muss man indes zwei Werte auseinander halten – zum einen denjenigen der Dauerleistung (Continuous Power), den der Motor während eines vollen Workouts stabil halten kann, und zum anderen denjenigen der Spitzenleistung (Peak Power), der sich von dem Motor punktuell erzielen lässt und nur den ein oder anderen Moment anhalten kann. Für die Qualität des Workouts wesentlich ist vor allem, wie es sich mit Ersterer, also der stabil zu verwirklichenden Power des Motors verhält: Wer auch noch nach vielen Monaten anspruchsvoller Workouts Freude an seinem Modell haben und sicherstellen will, dass man sich auch bei immer weiter wachsendem Leistungsanspruch voll mit ihm auslasten kann, sollte von vornherein ein solches mit einer Dauerleistung von mindestens 3 PS erwerben. Doch auch alle anderen Teile des Modells sollten zur Stärke des in ihm werkelnden Motors passen. Wesentlich ist hier die Güte des all die Technik von außen einschließenden Gestells C, dessen Materialien von einer erlesenen, auch die während eines Workouts sich andauernd wiederholenden Stöße der Füße aushaltenden Stabilität sein sollten. Wieder ist hier das Gewicht der das Modell verwenden wollenden Menschen erheblich: Wer schwerer ist, sollte auch ein stabiles, seinem Gewicht standzuhalten wissendes Modell wählen. Wie? Auch wenn hier viele verschiedene Faktoren, wie bspw. das Material, die Materialstärke usw., einspielen, wird die Stabilität eines Modells doch durch dessen Gewicht indiziert. Dem Motor ist es also zu verdanken, dass die Matte während eines Workouts immer weiter in Bewegung bleibt. Diese Matte sollte vor allem dann, wenn man nicht nur walken, sondern auch mal mit weiten Schritten daher sprinten will, von ausreichender Größe sein. Auch wenn die ideale Größe der Matte individuell, weil bspw. von der Schrittweite der Sportlerin resp. des Sportlers abhängig ist, kann man sich eines volle Bewegungen erlaubenden Workouts ab einem Mattenmaß von 1,50 × 0,50 m (Lmax × Bmax) sicher sein (vorhanden bspw. bei den Modellen von Cardiostrong und Hammer, vgl. S. 13, 15 und 17). Die Matte sollte außerdem, um die Strapazen durch die immer wieder herab prallenden Füße auch bei mehreren Workouts pro Woche schadlos auszuhalten, von einer ausreichenden Materialstärke sein. Damit das Schuhwerk immer ausreichend Grip hat, sollte die Matte schließlich mit einer ausgeprägten, nach oben hin erhabenen Materialstruktur versehen sein. Will man Materialabrieb durch das andauernde Rollen der Matte über den unter ihr auszumachenden Teil des Modellkörpers, das Deck D, vermeiden, so ist das Deck in regelmäßigen, von den individuellen Workoutintervallen abhängigen Abständen mit Silikon zu schmieren. Alle Modelle können mittlerweile außerdem ein vorderes Transportrollenpaar E vorweisen, vermittels dessen sie sich über den Fußboden rollen lassen. Die Transportrollen sollten von ausladendem Maß sein, sich ohne wirklich wahrnehmbaren Widerstand über ebene Fußböden aus Holz, Stein, Vinyl usw. drehen und keinerlei Materialspuren hinterlassen. Will man das Modell nicht hin und her rollen, aber sicherstellen, dass es außerhalb eines Workouts nicht zu viel anderswie verwendbare Fläche vereinnahmt, sollte man sich ein solches mit Klappmechanismus ins Haus holen: Ein solcher erlaubt es, das volle Deck des Modells nach oben zu klappen und dadurch dessen Flächenanspruch mehr als zu halbieren (-59,1 % bspw. bei dem Modell von Hammer, vgl. S. 12). Will man Workoutparameter verstellen und das Workout schließlich anstoßen, so muss man sich des alle Modelle nach vorne hin abschließenden Tasten- resp. Touchpanels F annehmen: Hier kann man bspw. auch eines der mehr oder minder reichlich vorhandenen Workoutprogramme wählen (44 resp. 43 bei den Modellen von Cardiostrong, vgl. S. 15 resp. 17 und 12 bei dem Modell von Horizon Fitness, vgl. S. 21). Alle wesentlichen Werte, wie bspw. das aktuelle Tempo, die Steigung usw., stellt schließlich ein bei allen Modellen in der Mitte installiertes Display (Liquid Crystal Display oder Thin-Film Transistor) G dar, das nicht nur selbst von ausladender Größe sein, sondern auch die Werte in einer ebensolchen Größe erkennen lassen sollte: Man muss sie schließlich auch während des von einem andauernden Hoch und Herab geprägten Bewegungsgangs sicher ablesen können. Schließlich sind allen Modellen auch noch seitliche, das vordere Drittel der Matte abdeckende Arme H verliehen worden, die es einem während des Workouts erlauben, sich hier zu halten: Das ist vor allem bei maßvollem Tempo, also bspw. beim Walken, dankbar. Hier sind bei manchen Modellen auch noch mit den Händen wunderbar erreichbare Tastenpaare vorhanden, vermittels derer die Workoutparameter schnell und simpel angepasst werden können.

Getestete Produkte

    • AsVIVA T20
    • Cardiostrong TX70
    • Cardiostrong TX90 Smart
    • Hammer Q.Vadis 10.0
    • Horizon Fitness Omega Z

Fußnoten:

1 Vgl. Reiner, M. et al.: Long-term health benefits of physical activity – a systematic review of longitudinal studies. In: BMC Public Health, Vol. 13 : 813 (2013).

2 Mehr als 80 % derjenigen Menschen, die mindestens 75 Jahre alt sind, leiden an stärker oder schwächer ausgeprägten Gelenkschmerzen, vgl. Donald, I. P. et al.: A longitudinal study of joint pain in older people. In: Rheumatology, Vol. 43 : 10 (2004), S. 1256–1260.

3 Durch eine Steigung von nur 1 % kann der Leistungsanspruch größtenteils angeglichen werden, vgl. Jones, A. M. et al.: A 1 % treadmill grade most accurately reflects the energetic cost of outdoor running. In: Journal of Sports Science, Vol. 14 : 4 (1996): S. 321–327.

Diesen Artikel downloaden

Sie erhalten:

  • den vollen Artikel so, wie er im ETM TESTMAGAZIN publiziert worden ist, im Portable Document Format/PDF.

Hier stellen wir alle wesentlichen Hinweise zum Lesen des Artikels dar, bspw. mit dem Adobe Acrobat Reader DC. Wenn Sie unsere Artikel-Flatrate buchen, können Sie alle Artikel des ETM TESTMAGAZINs lesen.

2,00  In den Warenkorb

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de