5 kompakte Espressomaschinen im Test 2021

Barista-Genuss in kompakten Maßen

23. Dezember 2021

Während viele Menschen das schwarze Gold nur als willkommenes Mittel ansehen, um in aller Schnelle wieder einen wackeren, wachen Geist zu erreichen, verstehen andere Espresso und Co. als wahres, alle Sinne animierendes Genusserlebnis: Wer ein wirklich sublimes, nicht nur Connaisseusen und Connaisseure strahlen lassendes Aroma erreichen und alle wesentlichen, hierin einspielenden Variablen von vornherein in den Händen halten will, dessen Ansprüche wird auch ein moderner Vollautomat nicht abdecken können. Anstelle eines solchen muss man vielmehr eine Espressomaschine in authentisch-italienischem Stil verwenden: Von solcherlei Maschinen sind mittlerweile schon außerordentlich viele zu haben. Welche aber soll man wählen? Nachdem wir vor ein paar Monaten schon die Qualität von 7 klassisch-konventionellen Modellen mit ausladenderen Maßen ermittelt haben, nahmen wir uns nun 5 kompakter Maschinen an, um zu erheben, ob sich auch mit diesen Modellen durch und durch ansprechender Espresso herstellen lässt (€min – €max: 99,00–345,70 €). Im Weiteren lesen Sie alles Wesentliche über die Stärken und Schwächen der verschiedenen Maschinen, also wie sie zu verwenden sind, wie es sich mit deren Tempo, der Temperatur des Espressos, der Qualität des Milchschaums und vielerlei mehr verhält.

Gewiss: Die uns hier interessierenden Espressomaschinen können schon in Anbetracht ihres sehr viel kompakteren Größenmaßes nicht solchermaßen viele Funktionen wie ihre im Verhältnis monumental wirkenden Verwandten vorweisen. Dennoch sind sie in verschiedenerlei Fällen die sinnvollere Wahl: Dies ist vor allem dann so, wenn man einer Espressomaschine in seinem Haushalt von vornherein nur einen Winkel desselben widmen kann, weil alle anderen Ecken schon anderswie verwendet werden. Dies ist bspw., wenn auch nicht allein, in vielen Appartements innerhalb von Metropolen, die wahrlich nicht mit einem ausnehmenden Flächenmaß prunken können, der Fall. Darüber hinaus ist es mit einem solchen Modell regelmäßig simpler, einen in allen Sphären soliden, vollends ansprechenden Espresso herzustellen, eben weil sich nicht allzu viel verstellen lässt: Gerade die noch werdenden Bariste resp. Baristi, die noch nicht um alle Feinheiten des Espressoherstellens wissen, werden die durch die Technik dieser Modelle vermittelte Simplizität willkommen heißen. Wer aber wirklich alle Variablen und dadurch letzten Endes auch die Qualität des Espressos bis in alle nur vorstellbaren Sphären hinein kontrollieren will, der sollte sich lieber eine der klassischen, ihrer Größe nach ausladenderen Espressomaschinen ins Haus holen. Falls es also doch ein solches Modell sein soll, kann vor dem Erwerb die Lektüre unseres schon hiervor angesprochenen, noch immer vollends aktuellen Tests von 7 Espressomaschinen im ETM TESTMAGAZIN 11 : 2021 (s. S. 30–49 desselben) sicherlich lohnend sein. Die Simplizität der Technik heißt aber nicht, dass die kompakten Maschinen nur einen leidlichen Kompromiss darstellen würden: Vielmehr kann man auch mit ihnen Espressi von rundum erlesener Qualität herstellen – und, wenn man dies denn wünschen sollte, sie auch noch mit einem wundervoll-viskosen Milchschaum aus Milch oder pflanzlichen Milchalternativen anreichern.

Wesentliches

Für wen?
Für alle, die auch in den vier Wänden ihres Hauses einen in puncto Aroma, Crema usw. vollkommen ansprechenden Espresso zubereiten wollen, sich aber keine klassische, den Maßen nach sehr viel ausladendere Espressomaschine in den Haushalt stellen wollen.

Was ist hervorzuheben?
Keine der kompakten Espressomaschinen kann schon von vornherein ein Mahlwerk vorweisen. Sie können also nur mit von vornherein so erworbenem oder mittels einer Mühle vorbereitetem Pulver (vereinzelt auch mit E. S. E.-Pads, s. S. 74) versehen werden.

Was ist interessant?
Trotz der Kompaktheit der Modelle haben sie alle eine Düse vorzuweisen, mit der sich nicht nur Milch, sondern auch Milchalternativen („Mandeldrink“, „Sojadrink“ usw.) in viskosen Schaum verwandeln lassen – wenn man sein Handwerk denn verstehen sollte.

Kompakte Espressomaschinen – Technik im Detail

Vor dem Bezug eines Espressos muss man sich des mit der Rückseite des Modells verbundenen Tanks (Vmin – Vmax im Test: 1.100–1.900 ml) A annehmen und denselben mit ausreichend Wasser versehen. Anschließend braucht es noch passendes Pulver, welches sich wahlweise schon als solches im Handel erwerben oder aber mit einer Mühle vorab herstellen lässt: Ein Mahlwerk, das einem dies abnähme, ist schließlich bei keiner der Maschinen vorhanden. Manche Modelle, wie bspw. das von WMF (s. S. 74), erschließen einem auch die in Momenten, in denen man nur schnell an seinen Wachmacher kommen will, durchaus willkommen zu heißende Option, E. S. E.-Pads zu verwenden. Doch gleichgültig welche dieser Optionen man letzten Endes auch wahrnehmen will: Vorher muss man das zum geplanten Bezug passende Sieb B in den Siebträger C schieben. Welches Sieb hier zu verwenden ist, ist vorrangig davon abhängig, ob die Maschine nur einen Espresso oder ein Espressopaar gleichzeitig herstellen soll. Verschiedentlich sind auch Siebe mit einer Doppelwandkonstruktion vorhanden, die es einem erleichtern, einen Espresso mit wirklich voluminöser Crema zu servieren. Füllen muss man das Sieb schließlich noch mit dem Pulver und dasselbe ist anschließend mit einem Tamper D mit gleichmäßigem Druck zu komprimieren, sodass das Pulver bis zum Puck verdichtet wird: Nur dann kann das Wasser mit maßvollem, einheitlichem Tempo durch das Wasser rinnen. Nun ist der Siebträger unter dem Auslass E der Maschine zu arretieren. Das Wasser wird dann aus dem Tank gepumpt, im Herzen des Modells erhitzt und durch den per Tamper vorbereiten Puck gepresst, wobei es einen Großteil der im Pulver enthaltenen Aromen, Öle et cetera annimmt und dadurch letzten Endes als Espresso in die unter dem Auslass stehende Tasse rinnt. Wer anschließend noch Milchschaum beziehen will, bspw. um den Espresso in eine andere, durch die Milch resp. Milchalternative mildere Spezialität zu verwandeln, der kann einen solchen mit der außerdem vorhandenen Düse F herstellen: Diese stößt heißen Wasserdampf aus, mit dem man Milch und Milchalternativen wunderbar schäumen kann. Das aber setzt in ausreichendem Maße Geschicklichkeit vonseiten der Anwenderin resp. des Anwenders voraus. Bedient wird eine Espressomaschine über eine Vielzahl von Schaltern und Drehrädern G. Das Modell muss auch in regelmäßigen Abständen, idealiter nach Abschluss eines jeden Bezugsvorgangs, gereinigt werden, was mittels der bei vielen Espressomaschinen schon von vornherein zum Zubehörensemble zählenden Utensilien schnell und simpel zu verwirklichen ist. Auch die Wasserschale H am Fuß der Maschine ist ab und an auszukippen und, weil hier auch der ein oder andere Milliliter Espresso hinein purzeln kann, auszuwaschen.

Getestete Produkte

    • GRAEF Espressomaschine salita ES400
    • KOENIC KEM 2320 M Espresso Maker
    • Sage Appliances the Bambino
    • SEVERIN KA 5995 Espressomaschine „Espresa Plus“
    • WMF Lumero Espresso Siebträger-Maschine

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