Rauchmelder im Test

Diese kleinen Geräte retten Leben

27. Dezember 2015

Wer im Schlaf von einem Feuer überrascht wird, hat oft keine Chance mehr, rechtzeitig zu reagieren. Ein korrekt montierter Rauchmelder sollte daher in keinem Schlaf- und Kinderzimmer fehlen. Damit Sie einen Überblick über die besten Modelle bekommen, haben wir elf Rauchmelder getestet.

Alarm-Lautstärke im Mittelpunkt

Eines der wichtigsten Kriterien für einen guten Rauchmelder ist die Lautstärke. Mindestens 85 dB(A) auf drei Metern Entfernung sollte ein Melder erreichen. Nur dann ist er auch im Notfall durch eine geschlossene Tür im Nebenzimmer zu hören. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, sollte zu einem besonders lauten Modell greifen. Zwischen 88 und 101 dB(A) erreichten alle Rauchmelder im Test. Eine ausreichende Lautstärke erzielten also sämtliche Geräte. Ein leiser Alarm ist hingegen bei den Probealarmen wünschenswert. Da man die Melder regelmäßig testen sollte und dies nur aus einer Armlänge Entfernung möglich ist, sind schrille Alarmtöne äußerst störend. Aus einem Meter Entfernung erreichte hier der JUNG FRWM 100 WW eine angenehme Lautstärke von 54 dB(A), während etwa der GEV FlammEX FMR 3026 auf schrille 105 dB(A) kam.

FlammEX FMR 3026 RauchmelderDer FlammEX FMR 3026 fiel durch seinen besonders lauten Testalarm von 105 dB(A) auf.

Effektiv, aber nicht zu empfindlich

Damit die Rauchmelder einen lauten Signalton von sich geben, müssen sie den Rauch aber erst einmal wahrnehmen. Das korrekte Verhältnis von Effektivität und Empfindlichkeit ist hier entscheidend. Denn je schneller ein Rauchmelder richtigen Rauch meldet, desto empfänglicher ist er auch für Fehlalarme. So wichtig es daher ist, dass ein Melder bei Feuer schnell meldet, bei dem kleinsten Anzeichen von Rauch sollte er dennoch nicht sofort auslösen, da dann nicht einmal das Rauchen in der Wohnung oder das Auspusten von Kerzen in unmittelbarer Nähe möglich wäre. In unserem Test der Rauchmelder zeigte sich, dass alle Modelle effektiv und rechtzeitig reagieren. Es kommt jedoch auf die persönliche Präferenz an, ob man mit einem Melder, der sehr empfindlich eingestellt ist, besonders sicher sein möchte oder mit einem Melder vorlieb nimmt, der nach Möglichkeit nie einen Fehlalarm verursacht. Der ideale Melder liegt selbstredend irgendwo in der Mitte von beiden Extremen.

Hager TG551A RauchmelderDer Hager TG551A verursachte in unserem Test relativ selten einen Fehlalarm.

Leichte Bedienung, geringer Wartungsaufwand

Wenn ein Rauchmelder gefunden wurde, der effektiv und laut genug meldet, ist auch die Leichtigkeit der Handhabung nicht zu unterschätzen. So ist es besonders sinnvoll, wenn der Rauchmelder als Ganzes als Testtaste dient wie etwa der smartwares RM218. So ist er leicht zu bedienen und kann auch vom Boden aus etwa mit Hilfe eines Besenstiels betätigt werden. Sinnvoll ist auch das Vorhandensein einer Stummfunktion, sodass der Melder bei einem Fehlalarm ausgeschaltet werden kann und nicht etwa besorgte Nachbarn die Feuerwehr benachrichtigen. Einige Rauchmelder im Test verfügen außerdem über eine vorsorgliche Stummschaltung. So kann ein Auslösen von vornherein verhindert werden, wenn etwa durch Renovierungsarbeiten in unmittelbarer Nähe ein Fehlalarm zu erwarten ist.

smartwares RM218 RauchmelderMelder wie der smartwares RM218, deren Abdeckung komplett als Stumm- und Testtaste dient, sind besonders komfortabel zu bedienen.

Richtigstellung

Der Rauchmelder FireAngel ST-630 DET wurde in der Kategorie / Meldeart:  „Rauch und Hitze“  getestet. Das ist nicht richtig. Beim ST-630 DET handelt es sich ausschließlich um einen Rauchmelder und keinen Hitzemelder. Eine Hitzeentwicklung  wird von dem Melder nicht detektiert und führt auch nicht zu einer Alarmauslösung.

Getestete Produkte

  • Blaupunkt SD-S1
  • FireAngel ST-630-DE
  • GEV FlammEX FMR 3026
  • GEV FMR 4320
  • Hager TG551A
  • Hager TG600AL
  • Indexa RA280Q
  • JOB Detectomat HDv Sensys 32819
  • Jung FRWM 100 WW
  • Kidde Rauchmelder Q2
  • smartwares RM218

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