Beurer BM 54 Blutdruckmessgerät im Test

Oberarm-Blutdruckmessgerät im Online-Test

10. April 2019

Maximale Kontrolle mit der beurer HealthManager-App

beurer bm54 produktBeurer BM 54

Welch (Gesundheits-)Risiko mit chronischem Bluthochdruck (Hypertonie) verbunden ist, wissen mittlerweile die allermeisten Menschen – aus ihm können verschiedene kardiovaskuläre Krankheiten entspringen. Dennoch ist Bluthochdruck in Deutschland noch immer viel zu weit verbreitet: So ist bei jedem dritten Erwachsenen schon ein mehr oder minder stark ausgeprägter Bluthochdruck ärztlich ermittelt worden1. Obwohl ein zu hoher Blutdruck jahrelang nicht mit wahrnehmbaren Symptomen verknüpft sein muss, kann er mit der Zeit dem Gehirn, dem Herzen, der Leber und auch den Nieren in erheblichem Maße schaden. Daher empfiehlt es sich jedem, seinen Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren — übrigens nicht nur an Hypertonie erkrankten Menschen, sondern auch auch solchen, die noch nicht erkrankt sind, aber schon angesichts ihres Lebensstils (zu hohes Gewicht, Alkohol- und/oder Tabakkonsum usw.) wahrscheinlicher erkranken werden.

Zum Blutdruckmessen muss man auch nicht mehr in die nächstgelegene Arztpraxis springen; mit einem Oberarm-Blutdruckmessgerät wie dem neuen Beurer BM 54 kann der Blutdruck in verlässlicher Art und Weise von Zuhause aus ermittelt werden. Lesen Sie in diesem Test, wie sich das Modell von unseren Testerinnen und Testern handhaben ließ und ob die verschiedenen Werte (systolischer Blutdruck, diastolischer Blutdruck, Puls) ein jedes Mal exakt ermittelt wurden.


Die wichtigsten Merkmale

  • Messart: oszillometrisch
  • Größe (U) der Manschette in Zentimetern: 22 – 44
  • Speicher: 2 x 60
  • (Warn-)Hinweise: Störungen im Herzrhythmus, Risikoindikator (Farbskala zur Einordnung der Messwerte)

Das Wichtigste

Für wen geeignet: Das BM 54 empfiehlt sich jedem, der seinen Blutdruck regelmäßig kontrollieren muss — vor allem, wenn er seinen Blutdruck lieber am Oberarm messen sollte (s. u., Wann empfiehlt sich welche Messmethode?).

Interessant: Das Display des BM 54 ist mit Maßen von 7,65 x 6,95 Zentimetern (B x H) sehr großzügig (XL Display) und lässt sich daher auch leicht ablesen.

Aufgefallen: Bei dem Risikoindikator des BM 54 handelt es sich um eine Farbskala, anhand derer sich der jeweilige Messwert leicht in eine von vier verschiedenen (Risiko-)Sphären einordnen lässt: Grün (normaler Blutdruck), Gelb (leicht erhöhter Blutdruck), Orange (mäßig erhöhter Blutdruck) und Rot (stark erhöhter Blutdruck).

Gewicht, Maße und Co.

Dem BM 54 ist ein eher minimalistisch-modernes Design gegeben worden: Farblich erschöpft sich das 13,9 x 9,6 x 4,8 Zentimeter (B x H x T) messende Gehäuse in planem Schwarz, von dem sich nur das helle Grau einzelner Symbole und Texte absetzt; das schwarze Obermaterial erinnert an edlen Lack, ist allerdings nicht allzu empfindlich. Im Test haben sich keinerlei Schäden an ihm niedergeschlagen; nicht einmal nach den von unseren Testerinnen und Testern simulierten Stößen. Das (Hart-)Plastik, aus dem das BM 54 größtenteils besteht, ist also sehr stabil.

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Zwei nur hinten verbaute (Gummi-)Füße sichern den Stand des BM 54>; dank ihrer lässt sich das Modell immerhin nicht allzu leicht hin- und herschieben.

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Das rechtsseitig gelegene Bedienpanel des BM 54 zählt nur drei verschiedene Tasten: Eine zur An- und Auswahl des ersten Speicherblockes (M1), eine zur An- und Auswahl des zweiten Speicherblockes (M2) und eine zum Starten bzw. Stoppen des Messvorgangs (START/STOPP). Das System sprach 0,5 Sekunden (durchschnittlich) nach einem Tastendruck an; jeder einzelne Tastendruck wurde als solcher erkannt. Die Tasten selbst haben übrigens nur leichtes Spiel.

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Mit einer Größe von 1,8 x 2,1 Zentimetern (B x H, M1 und M2) bzw. 2,0 Zentimetern (Ø, START/STOPP) lassen sich alle Tasten leicht anwählen. Der Druckpunkt ist prägnant und vemittelt so ein ordentliches mechanisches Feedback nach jedem Tastendruck.

Jede Taste ist mit einem sich in hellem Grau hervorhebenden Symbol versehen worden, namentlich mit M1, M2 oder dem Power-Symbol. Diese Symbole erleichtern es, die hinter den Tasten stehenden Funktionen mit ihnen zu verknüpfen.

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Das monochrome Display (LCD) weiß sich schon durch seine üppigen Maße von 7,65 x 6,95 Zentimetern (B x H) auszuzeichnen: Dank des hohen Kontrastverhältnisses lässt sich das Display bei den allermeisten Lichtverhältnissen leicht ablesen.

Das Display weist den systolischen Blutdruck (SYS, in mmHg) und den diastolischen Blutdruck (DIA, in mmHg) mit 24,5 Millimetern hohen Zahlzeichen aus; die Messwerte sind also auch mit einer nicht (mehr) exzellenten Sicht leicht abzulesen. Anders verhält es sich aber beim Puls (PUL, in bpm): Hier sind die Zahlzeichen nur 11,0 Millimeter hoch (unten rechts).

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Das BM 54 lässt sich in einer von Werk aus mit enthaltenen schwarzen Tasche verstauen; diese ist mit einem stabilen, beide Teile der Tasche sicher miteinander verbindenden Reißverschluss versehen. Im Test kam es hier zu keinen Hakeleien. Mit einem Gewicht von nur 349 Gramm (ohne Batterien) ist der Transport auch nicht allzu mühsam.

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Der (nur) 64,5 Zentimeter messende Manschettenschlauch ist an der linken Seite des BM 54 anzuschließen; er vermittelt also leider keinen erheblichen Spielraum.

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Die Manschette selbst kann um 22 bis 44 Zentimeter messende (U) Oberarme gelegt werden. Der Klettverschluss ist leicht zu handhaben und schließt vollkommen sicher; die Manschette blieb während des Messvorgangs ein jedes Mal an Ort und Stelle, ohne von unseren Testerinnen und Testern als zu starr/stramm empfunden zu werden.

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Ob noch ausreichend Spielraum vorhanden ist, lässt sich übrigens anhand des weißen OK-Markers an der Manschette erkennen.

Sobald die Batterien des BM 54 größtenteils erschöpft sind, stellt das Display ein entsprechendes Symbol in seiner Mitte dar. Dann lässt sich auch kein weiterer Messvorgang mehr vornehmen.

Was unsere Testerinnen und Tester anknüpfend an den Batterienwechsel als enervierend empfunden haben: Das BM 54 verliert das ursprünglich eingespeicherte Datum und die ursprünglich eingespeicherte Zeit; beide Werte müssen also anschließend immer wieder neu eingepflegt werden.

Das Modell ist mit einer Abschaltautomatik versehen worden, die das BM 54 nach 30 Sekunden ohne Tastendruck von selbst ausschaltet.

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Das Display stellt die Zeit (im Format h:min) und das Datum (im Format mm/yy oder yy/mm), den systolischen und diastolischen Blutdruck (in der Einheit mmHg), den Puls (in der Einheit bpm), ein (bei erkannten Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus ein ungleichmäßig schlagendes) Herzsymbol, den Speicherblock (M1 oder M2) einschließlich des aktuellen Speicherplatzes, ein den ermittelten systolischen und diastolischen Blutdruck in eine der (Risiko-)Sphären der linken Skala einordnendes Symbol, einen Hinweis darüber, ob Bluetooth aktiv ist und einen Warnhinweis bei leer werdendem Akkumulator dar.

Trotz all dieser verschiedenen Daten wurde das Display von unseren Testerinnen und Testern nicht als zu voll empfunden; schließlich werden auch nicht alle Symbole usw. zur selben Zeit angezeigt.

Das BM 54 kommt von Werk aus mit einer Oberarmmanschette (U: 22 bis 44 Zentimeter), einer zum Transport des Modells geeigneten Tasche, einer mehrsprachigen Dokumentation (s. u., Die Dokumentation) und vier Batterien (1,5 V, AAA).

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Links neben dem Display ist eine vier verschiedene (Risiko-)Sphären ausweisende Farbskala zu erkennen: Grün weist normalen Blutdruck, Gelb leicht erhöhten Blutdruck, Orange mäßig erhöhten Blutdruck und Rot stark erhöhten Blutdruck aus. Das BM 54 ordnet den ermittelten Blutdruck von selbst in eine dieser (Risiko-)Sphären ein, indem es mit einem Symbol in das jeweils passende Farbareal deutet.


Handhabung

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Vor dem ersten Messvorgang müssen die von Werk aus mitenthaltenen vier Batterien (1,5 V, AAA) in das BM 54 eingelegt werden.

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Das Fach ist an der Rückseite gelegen und mit einer leichtgängig vor- und wieder zurückzuschiebenden Rückklappe versehen.

Die Batterien waren im Test erst nach durchschnittlich 197 Messvorgängen auszuwechseln; wie viel Strom das BM 54 verbraucht, ist aber von verschiedenen Faktoren abhängig (bspw. von aktivem/inaktivem Bluetooth).

Sobald das BM 54 nun Strom aus den Batterien schöpft, stellt das Display einmal alle Symbole usw. (s. o.) zur selben Zeit dar — wenn auch nur circa eine Sekunde.

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Nun sind die Uhrzeit und das Datum einzustellen: Hierzu ist die START-/STOPP-Taste einzudrücken und 5 Sekunden zu halten. Wurden neue Batterien in das BM 54 eingelegt, schaltet das System auch ohne solch einen Tastendruck direkt ins entsprechende Menü.

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Danach lässt sich mit den M1-/M2-Tasten wählen, ob die Uhrzeit im 12-Stunden-Format (12 h) oder im 24-Stunden-Format (24 h) angegeben werden soll. Mit einem Druck der START-/STOPP-Taste wird die Wahl übrigens ein jedes Mal (auch bei den anderen, anschließend einzustellenden Daten) eingespeichert.

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Das BM 54 springt nun zur Wahl des Jahres; mit den M1-/M2-Tasten kann man das Jahr in 1-Jahres-Schritten einstellen.

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Sodann ist mit den M1-/M2-Tasten der Monat zu wählen; mit jedem Tastendruck springt das BM 54 um einen Monat vor bzw. zurück.

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Schließlich ist nur noch der Tag einzuspeichern; diesen kann man mit den M1-/M2-Tasten in 1-Tages-Schritten einstellen.2

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Danach wechselt das BM 54 auch schon zur Uhrzeit: Hier ist mit den M1-/M2-Tasten die aktuelle Stunde (in 1-Stunden-Schritten) und anschließend noch die aktuelle Minute (in 1-Minuten-Schritten) einzuspeichern.

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Am Schluss ist mit den M1-/M2-Tasten nur noch einzustellen, ob das BM 54 die jeweiligen Messwerte automatisch per Bluetooth an ein verbundenes Smartphone oder einen verbundenen Tablet Computer übermitteln soll (Bluetooth-Symbol wird angezeigt) oder nicht (Bluetooth-Symbol wird nicht angezeigt). Nach einem letzten Tastendruck (START-/STOPP-Taste) lässt sich das BM 54 endlich zum Blutdruck-/Pulsmessen verwenden.

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Nun muss nur noch die Manschette um den Oberarm gelegt werden; ob man nun den linken oder den rechten Arm verwendet, ist laut Beurer einerlei. Die Manschette sollte aber bei jedem Messvorgang um denselben Oberarm gelegt werden, da die Messwerte zwischen beiden Armen variieren können (im Test um durchschnittlich 5 mmHg). Der Schlauch muss zur Handinnenseite weisen. Außerdem muss das (untere) Ende der Manschette noch circa 2 Zentimeter Abstand zum Unterarm haben. Schließlich sollte sie nur so stramm angelegt werden, dass noch zwei Finger unter ihr Platz haben.

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Das BM 54 kann nicht nur den Durchschnitt aller eingespeicherten Messwerte (A) darstellen; auch der Durchschnitt der in der letzten Woche erhobenen Messwerte lässt sich einsehen, anknüpfend an den von 05:00 bis 09:00 Uhr (morgens, AM) und an den von 18:00 bis 20:00 Uhr (abends, PM) ermittelten Blutdruck.


Die Funktionen

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Das BM 54 wurde über eine Zeitspanne von sechs Wochen von 12 unserer Testerinnen und Testern regelmäßig verwendet: Sie alle maßen ihren Blutdruck drei Mal pro Tag; zwischen jedem einzelnen Messvorgang hielten sie einen zeitlichen Abstand von 10 Minuten ein. Gemäß der von Beurer selbst gegebenen Hinweise wurden 30 Minuten vor jedem Messvorgang auch alle Lebens- und Genussmittel (also vor allem Alkohol- und Tabakwaren) vermieden. Die drei nacheinander ermittelten Werte wichen um durchschnittlich +/- 1,47 mmHg (systolisch) und durchschnittlich +/- 1,10 mmHg (diastolisch) voneinander ab.

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Weiterhin nahmen wir in unserem Testlabor auch eine vollautomatische Messtechnische Kontrolle (MTK) 3 des BM 54 vor; mit einer solchen haben wir auch eventuelle (menschliche) Fehler während des Messvorgangs selbst vermeiden können: Die vom BM 54 ermittelten Werte wichen nur um durchschnittlich +/- 0,89 mmHg von den wirklichen Werten ab.

Das BM 54 konnte also in beiden Messszenarien exakte Messwerte erreichen und hat sich im Test als sehr präzises Messinstrument erwiesen. Übrigens: Jeder einzelne Messvorgang nahm während des Tests durchschnittlich 36 Sekunden in Anspruch.

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Sollte das BM 54 Störungen im Herzrhythmus während des Messvorgangs erkennen, stellt es ein leicht erkennbares (ungleichmäßig schlagendes) Herzsymbol dar. Dies kann ein Arrhythmie immerhin indizieren. Der Messvorgang sollte anschließend nach 10 Minuten wiederholt werden; währenddessen sollte man vollkommen stillzuhalten versuchen. Werden vonseiten des BM 54 aber auch dann erneut Störungen im Herzrhythmus erkannt, empfiehlt es sich, einen Arzt zu konsultieren; schließlich können sich so auch ernste Herzkrankheiten äußern.

Das BM 54 verknüpft jeden einzelnen Messwert mit dem Datum und der Zeit des jeweiligen Messvorgangs; anschließend lässt sich die Chronologie aller im ersten (M1) oder zweiten (M2) Speicherblock niedergelegten Messwerte über die beurer HealthManager-App auslesen.

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Dank der zwei je 60 Speicherplätze zählenden Speicherblöcke kann das BM 54 problemlos von zwei verschiedenen Personen verwendet werden; sobald die Speicherkapazität eines Speicherblockes erschöpft ist, überschreibt das System den ältesten Messwert.

Wie aber lassen sich die eingespeicherten Messwerte über das BM 54 selbst einsehen? Hierzu ist der jeweilige Speicherblock (M1 oder M2) mit der M1– oder M2-Taste anzuwählen, während das BM 54 noch aus ist.

Das Display stellt anschließend den Durchschnitt aller im jeweiligen Speicherblock abgelegten Messwerte dar (R).

Mit jedem weiteren Druck der M1– oder M2-Taste lässt sich weiterspringen: Das BM 54 weist den Durchschnittswert der letzten sieben Messungen zwischen 05:00 – 09:00 Uhr (AM), den Durchschnittswert der letzten sieben Messungen zwischen 18:00 – 20:00 Uhr (PM) und abschließend alle noch eingespeicherten Messwerte nacheinander aus.

Übrigens: Will man alle in einem Speicherblock abgelegten Messwerte löschen, muss man nach dessen Anwahl nur 5 Sekunden die M1– oder M2-Taste drücken. Nicht anders verhält es sich bei einzelnen Messwerten; das System stellt anschließend den Code CL00 dar.

Ab wann ist der Blutdruck erhöht?

Der (systolische und diastolische) Blutdruck eines Menschen ist nie starr; er pflegt, abhängig von der jeweiligen Situation, hin und her zu schwanken. Wenn der Blutdruck aber auch ohne jeden Stress — sei er nun körperlichen und/oder geistig-seelischen Ursprungs — chronisch erhöht ist, wird es problematisch: Werte von 120 (systolisch) zu 80 (diastolisch) bis 139 (systolisch) zu 89 (diastolisch) werden noch als normal verstanden. Leicht erhöht ist der Blutdruck bei Werten von 140 (systolisch) zu 90 (diastolisch) bis 159 (systolisch) zu 99 (diastolisch). Bei Werten zwischen 160 (systolisch) zu 100 (diastolisch) und 179 (systolisch) zu 109 (diastolisch) ist schon ein mittelschwerer Bluthochdruck (Hypertonie) anzunehmen. Ab Werten von über 180 (systolisch) zu 110 (diastolisch) besteht schließlich ein schwerer Bluthochdruck.

Während sich leicht erhöhter Blutdruck meistens schon durch einen angepassten Ernährungsstil und regelmäßigen Sport wieder normalisieren lässt, muss mittelschwerer bis schwerer Bluthochdruck (auch) mit Medikamenten behandelt werden.


Die Applikation (beurer HealthManager)

Das BM 54 lässt sich per Bluetooth 4.0 mit einem Smartphone oder Tablet Computer verbinden.

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Hierzu muss die kostenlose, sowohl mit Android OS (ab 5.0) als auch mit iOS (ab 10.0) kompatible beurer HealthManager-App vorinstalliert werden.

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Nach dem Starten der App muss, wenn noch nicht vorhanden, ein Account bei Beurer selbst erstellt werden
(REGISTRIEREN).

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Hier müssen der Name (VORNAME und NACHNAME), das Geburtsdatum (GEBURTSDATUM), das Geschlecht (GESCHLECHT) und die Größe (KÖRPERGRÖßE) eingespeichert werden; außerdem kann der Account mit einem Foto verknüpft werden.

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Wer den Account online speichern lassen will, erschließt sich damit ein weiteres Funktionsspektrum (bspw. MULTI-USER-FUNKTION>); dies ist aber optional.

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Die App bietet außerdem ein leicht verständliches Tutorial, das anhand von Screenshots (und Texten) erklärt, wie sich welche Funktionen ansteuern lassen.

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Danach kann man die App per Bluetooth mit dem BM 54 koppeln.

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Hierzu ist aus dem Menü (PRODUKTÜBERSICHT) die Gruppe BLUTDRUCK

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… und anschließend BM 54 auszuwählen.

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Sodann lassen sich bestimmte Minimal- und Maximalwerte, anknüpfend an den systolischen Blutdruck, den diastolischen Blutdruck und den Puls, einprogrammieren.

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Nun ist nur noch eine Messung vorzunehmen, um das BM 54 mit der App zu verknüpfen! Dies nahm im Test durchschnittlich 30 Sekunden in Anspruch und klappte mit modernen Android- und iOS-Smartphones ein jedes Mal problemlos; wir verwendeten hier u. a. das Samsung Galaxy S10 (+) und das Apple iPhone XS (Max).

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Übrigens: Wann immer das System Messwerte per Bluetooth übermittelt, stellt das Display ein Bluetooth-Symbol dar (oben links).

Alles in allem ist die beurer HealthManager-App nicht nur leicht zu handhaben; mit ihr hat man seine Messprotokolle auch immer zur Hand und kann sie so bspw. auch seinem behandelnden Arzt zukommen lassen.


Die Dokumentation4

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Die mehrsprachige 5 Dokumentation des BM 54 handelt alle wesentlichen Themen (Handhabung usw.) in einer leicht verständlichen Art und Weise ab; die verschiedenen schwarz-weißen Graphiken erleichtern das Verständnis noch weiter. Dadurch, dass die einzelnen Sprachversionen nicht in- und miteinander vermischt worden sind, sondern nacheinander stehen, stellt sich die Dokumentation auch als sehr übersichtlich dar.

Wann empfiehlt sich welche Messmethode?

Grundsätzlich lässt sich der Blutdruck an der einen wie auch an der anderen Stelle verlässlich messen; dies haben auch all unsere jüngeren Tests 6 erwiesen. Mit zunehmendem Alter können sich die Arterien eines Menschen aber immer weiter verhärten — vor allem, wenn der Körper jahrzehntelang Cholesterinester in den Arterienwänden eingelagert hat (Atherosklerose). Die mit solchen Einlagerungen verbundene Einengung der Arterien wirkt sich an allererster Stelle an den schon von Natur aus schmaleren Arterien im Körper aus; und das schließt auch diejenigen Arterien ein, welche die Hände mit Blut speisen. Gerade in solchen Fällen empfiehlt sich keine Handgelenks-, sondern nur eine Oberarmmessung. Daher sind älteren Menschen auch eher Oberarm-Geräte wie das hier geprüfte BM 54 zu empfehlen; nicht anders verhält es sich übrigens bei Menschen, die an Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 leiden. Schließlich können die Arterien durch den bei Diabetes mellitus chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel doch in erheblich schnellerem Maße porös werden.

Pro/Contra

  • 2 Speicherblöcke mit je 60 Speicherplätzen (M1 und M2)
  • Farbskala, anhand derer sich die Messwerte einordnen lassen (Risikoindikator)
  • Größe des Displays (7,65 x 6,95 Zentimeter, B x H)
  • Größe der Manschette (22 – 44 Zentimeter, U)
  • Manschettenschlauch bietet nicht allzu viel Spielraum (64,5 Zentimeter, L)
  • das System verliert das Datum und die Uhrzeit bei jedem Batteriewechsel

Technische Daten

Hersteller/Modell Beurer BM 54
Maße in cm (B x H x T) 13,9 x 9,4 x 4,8
Gewicht in g (ohne Batterien) 349
Maße des Displays in cm (B x H) 7,65 x 6,95
Größe der Manschette in cm (min. – max., U) 22 – 44
Maße des Manschettenschlauchs in cm (L) 64,5
Messbereich in mmHg (min. – max.) 0 – 250 (systolisch: 50 – 250; diastolisch: 30 – 200)
Messmethode oszillometrisch
Applikation (Kompatibilität) ja (beurer HealthManager-App, ab iOS 10.0 und Android OS 5.0)
Speicherblöcke (Speicherplätze je Speicherblock) 2 (60)
Abschaltautomatik ja, nach 30 s
Batterie(n) 4 x Typ 1,5 V, AAA
Zubehör 4 Batterien (Typ 1,5 V, AAA), Tasche

Bewertung

Hersteller/Modell % Beurer BM 54
Handhabung 15 92,0
Tasten 40 92,0
Menüs (Werte einpflegen, einsehen usw.) 60 92,0
Display 10 93,4
Ablesbarkeit 50 92,0
Größe 50 94,7
Manschette 10 89,5
Bequemlichkeit 40 86,5
Größe (U) 35 95,1
Hinweise 25 86,5
Funktionen 60 94,9
Akribie 85 95,1
Speicher 15 93,5
Dokumentation 5 92,0
Bonus/Malus  
Bonus 0,5 (beurer HealthManager-App)
Malus
UVP in Euro 59,99
Marktpreis in Euro 49,99 (Stand: 25.03.2019)
Preis-/Leistungsindex
Gesamtbewertung 94,1

Fazit

Das BM 54 ist ein modernes Blutdruckmessgerät, mit dem sich der Blutdruck auch von Zuhause aus kontrollieren lässt; da die Manschette am Oberarm angelegt werden muss, empfiehlt er sich auch solchen Menschen, die an Atherosklerose, Diabetes mellitus o. ä. leiden (s. o., Wann empfiehlt sich welche Messmethode?). Das Modell selbst ist ordentlich verarbeitet und hat sich in unserem Test auch nicht von simulierten Stößen u. ä. beeindrucken lassen.

Die stabile Manschette kann von Personen mit 22 bis 44 Zentimetern (U) messenden Oberarmen angelegt werden; auch Menschen mit überdurchschnittlich hohem Fett- oder Muskelanteil sollten mit dieser Größe problemlos auskommen.

Das Modell kann sich vor allem durch sein ausladendes, bei allen Lichtverhältnissen leicht ablesbares Display (LCD) auszeichnen: Dieses stellt alle Messwerte, vor allem diejenigen des Blutdrucks, mit ordentlicher Größe dar; auch Testerinnen und Tester mit einer nicht (mehr) idealen Sicht hatten hier kein Problem, die verschiedenen Werte (Blutdruck, Puls) zu erkennen.

Dass sich das BM 54 solchermaßen leicht bedienen lässt, ist aber auch dem simplen, sich in drei leicht einzudrückenden Tasten erschöpfenden Bedienpanel zu verdanken: Neben den M1– und M2-Tasten besteht nur noch eine START-/STOPP-Taste. Mit ihnen ließen sich im Test alle wesentlichen Daten (Uhrzeit und Co.) problemlos einstellen.

Das System bietet zwei Speicherblöcke mit je 60 Speicherplätzen; es kann also von zwei verschiedenen Personen, bspw. einem im selben Haushalt lebendenden Paar, verwendet werden, ohne die einzelnen Messwerte durchmischen zu müssen. Weiters lässt sich der Durchschnitt aller Messwerte (R), aller zwischen 05:00 und 09:00 Uhr (AM) sowie aller zwischen 18:00 und 20:00 Uhr (PM) erhobenen Messwerte einsehen – auch kann man sich alle eingespeicherten Messwerte einzeln nacheinander anschauen.

Das BM 54 ordnet den ermittelten Blutdruck direkt in eine von vier verschiedenen, sich an den Maßstäben der WHO orientierenden Risikosphären ein (Risikoindikator) — dank der verwendeten Farbskala ist dies alles auch intuitiv verständlich.

Die schwarz-weiße Dokumentation erklärt das Messprozedere in anschaulicher Art und Weise; sie erleichtert das Messen vor allem denjenigen Verbraucher/-innen, die mit solchen Blutdruckmessern noch nicht vertraut sind. Eine weiße Graphik an der Manschette selbst stellt auch noch einmal dar, was während des Messens alles beachtet werden muss.

Dass das BM 54 akribisch misst, ließ sich nicht nur anhand unserer messtechnischen Kontrolle (MTK) nachweisen; auch in praxi, also bei unseren Testerinnen und Testern, wurden ein jedes Mal verlässliche Messwerte ermittelt. Daher erhält das BM 54 von Beurer mit 94,1 % das Testurteil sehr gut. Mit einem gegenwärtigen Marktpreis von nur 49,99 € (Stand: 25.03.2019) ist das Modell auch preislich ansprechend.


Anmerkungen

1 Hierzu https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_2017_01_gesundheitliche_lage3.pdf?__blob=publicationFile (Stand: 25.03.2019).

2 Der Tag steht nur dann vor dem Monat, wenn man bei der Uhrzeit das 24-Stunden-Format (24 h) wählt; wählt man das 12-Stunden-Format (12 h), steht der Monat vor dem Tag – so wie man dies noch immer in weiten Teilen der USA pflegt.

3 Die Messtechnische Kontrolle (MTK) dient der Kontrolle der Messgenauigkeit eines Medizinproduktes und ist mittlerweile im MPG (https://www.gesetze-im-internet.de/mpg/) sowie in der MPBetreibV (https://www.gesetze-im-internet.de/mpbetreibv/) geregelt.

4 Die Dokumentation lässt sich hier (https://pim.beurer.com/images/attribut/655.12_BM54_2018-02-27_01_IM1_BEU.pdf) auch als PDF-Datei herunterladen.

5 Die Dokumentation ist in 8 verschiedenen Sprachen niedergelegt worden, namentlich in Deutsch (DE), Englisch (EN), Spanisch (ES), Französisch (FR), Italienisch (IT), Polnisch (PL), Türkisch (TR) und Russisch (RU).

6 Hier empfiehlt sich ein Blick in unseren aktuellen, im ETM TESTMAGAZIN 02/2019 publizierten Test (vgl. https://etm-testmagazin.de/tests/6-handgelenk-blutdruckmessgerate-im-vergleichstest-2834).

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