5 Brotbackautomaten im Vergleichstest

Brot in bester Bäckerqualität

19. Dezember 2019

Mittlerweile hat sich‘s auch hierzulande eingepflegt, wieder vermehrt selbst zu kochen und zu backen. Nicht ohne Grund: Wer sich ausgeglichen und ausgewogen ernähren will, muss wissen, was in den einzelnen Speisen so alles enthalten ist. Gerade dann, wenn bestimmte Ernährungsgepflogenheiten bedient werden wollen: So sollen die Nahrungsmittel das eine Mal vielleicht ohne Gluten (gluten-free) und das andere Mal wiederum ohne Tierprodukte (vegan) zubereitet werden. Davor allerdings, auch das Brot selbst herzustellen, scheuen noch immer viele Menschen zurück. Dabei ist es mit einem modernen Brotbackautomaten simpler denn je, alle nur vorstellbaren Brotsorten bequem in den heimischen vier Wänden zu backen; ohne, dass man hierzu viel Arbeit oder Zeit investieren müsste. Man muss schließlich nur eine Taste drücken, um den Herstellungsvorgang anzustoßen: Die Maschine verknetet alle Zutaten miteinander, lässt die Masse anschließend bei milder Temperatur ruhen und backt sie dann idealerweise zu einem Brotlaib mit gleichmäßiger Bräunung aus. Wir haben nun 5 aktuelle Brotbackautomaten sorgfältig geprüft. Mit welchem Modell das Brot ein jedes Mal eine appetitliche Kruste und eine lockere Krume erhält und welches Modell außerdem noch intuitiv zu handhaben ist, lesen Sie in diesem Test.

Auch wenn es als sehr arbeits- und zeitintensiv erscheinen kann; das eigene Brot selbst zu backen, bietet viele Vorteile: Schließlich kann man nur so wissen, welche Zutaten wirklich in welchen Anteilen im Brot enthalten sind. Wer also beispielsweise sicherstellen will, dass alle verwendeten Lebensmittel von süperber Qualität sind, kann sie von Hand verlesen und erst anschließend weiterverarbeiten. Darüber hinaus ist‘s ein Leichtes, die einzelnen Zutaten nach Lust und Laune zu variieren. Davon einmal ab: Wenn man um die Arbeit weiß, die in ein solches Brot „hineingetragen“ worden ist, schmeckt‘s doch auch viel besser! Und Arbeit ist das Brotbacken in der Tat: Die Zutaten müssen erst erwärmt, vermischt und gleichmäßig verknetet werden. Anschließend muss der Teig auch noch ruhen; und das kann durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen, abhängig vom Brot und Backtriebmittel.

Das ist der Grund, aus dem clevere Forscher/-innen des japanischen Unternehmens Matsushita Electric Industrial Co. (heute: Panasonic Corporation) im Jahre 1986 ein Gerät entwickelt haben, das all diese Arbeitsschritte von selbst vollziehen konnte: Die Knet-, Ruhe- und Backphase schlossen sich damals schon vollautomatisch aneinander an. Man musste bloß die Zutaten einrieseln lassen und den Brotlaib nach Beendigung des Backvorgangs aus dem Modell heraushieven. Das war der erste Brotbackautomat, der sich auch in privaten Haushalten ansiedelte. Mittlerweile können die neueren Modelle auch solche Trockenzutaten, die erst inmitten des Knetvorgangs hinzugegeben werden sollen, zum passenden Zeitpunkt einarbeiten.

Hierdurch spart man sich nicht nur viel Arbeit, nein: Durch die von Werk aus eingespeicherten Back- und Teigprogramme muss man sich auch nicht erst über geeignete Temperaturen, Zeitspannen und Co. unterrichten. Es braucht nur noch einen Tastendruck. Dies spielt vor allem bei spezielleren Sorten, wie beispielsweise bei solchem ohne Gluten, eine Rolle. Dank der Timer-Funktion schließlich kann man abends alles vorbereiten und den noch warmen Brotlaib passend zur Frühstückszeit aus dem Automaten holen.

Der Brotbackautomat – Aufbau und Funktion

Mittlerweile können Brotbackautomaten sowohl Spezial- als auch Grundprogramme bieten; von Werk aus mit dabei sind außerdem mindestens eine metallische Form, in der das Brot backt (Backform) und ein Rühreinsatzpaar. Trotz der verschiedenen Funktionsspektren arbeiten alle Brotbackautomaten nach ein und demselben Prinzip. Die Modelle haben immer ein Tastenpanel, über das man das jeweils passende Backprogramm auswählt und vielleicht, abhängig vom Modell, noch individuell anpasst. Dank des Displays lassen sich auch immer die verbleibende Zeitspanne des aktuellen Backprogramms sowie des jeweiligen Arbeitsschritts (Kneten, Backen usw.) einsehen. Manche Backprogramme erlauben es außerdem, die Größe des Brotes und den Grad der Bräunung anzupassen. Der Brotbackautomat stellt die Backdauer dann, abhängig von diesen Parametern, so ein, dass man ein ideales Backergebnis erreicht. Im Modellinnenraum installiert ist eine Heizstrebe A, durch die der Backraum während der Ruhephasen maßvoll erwärmt und anschließend erhitzt wird. Die meisten Deckel sind von innen mit einem spiegelnden Material B beschichtet, sodass die Backwaren auch von oben eine gleichmäßige Bräunung erhalten. Das allerdings klappt nicht mit jedem Modell gleichermaßen gut. Die Form C ist bei allen Modellen im Test beschichtet, sodass man die Forminnenwände nicht mit Öl einpinseln muss. Nach dem Einsetzen des Rührelements D und dem Einfüllen der Zutaten ist die Form ins Modellinnere einzusetzen. Meistens wird sie durch eine leichte Drehbewegung verankert. Sind alle Zutaten eingefüllt, kann der Deckel geschlossen und das Backprogramm gestartet werden. Nüsse, Trockenobst und andere Zutaten, die erst zu einem späteren Zeitpunkt unter den Teig gemischt werden sollen, können bei manchen Modellen in einen speziellen Zutatenspender E gegeben werden. Während des Backprogramms rieseln die Zutaten vollautomatisch ins Modellinnere; sie werden anschließend gleichmäßig unter den Teig gemengt. Mit Beginn des Backprogramms heizt das Modell vor oder macht sich unmittelbar ans Kneten. Nach einer Ruhephase, in welcher der Teig an Volumen zunehmen soll, schließt sich die Backphase an. Das Ende des Backvorgangs wird durch eine mal leichter und mal schwerer hörbare Tonsequenz verdeutlicht. Das Brot lässt sich anschließend, zusammen mit der Form, herausheben; man sollte es dann unmittelbar aus der Form stürzen und über einem Rost ab- und auskühlen lassen.

Die richtige Reihenfolge

Die Zutaten werden nicht willkürlich ins Modellinnere gegeben, sondern vielmehr in einer bestimmten Ordnung: Dies ist gerade dann wichtig, wenn die Timer-Funktion des Brotbackautomaten genutzt werden soll. Mit ihr lässt sich die Startzeit eines Backprogramms um bis zu 13 Stunden hinausschieben. Dabei sollte man vor allem sicherstellen, dass die Backtriebmittel (Backpulver usw.) erst unmittelbar vor Beginn des Backvorgangs mit dem Wasser in Berührung kommen. Daher empfiehlt es sich, die Zutaten zu schichten: An allererster Stelle kommen Wasser, Milch und Co., danach das Mehl und abschließend das Backtriebmittel. Nur ein Modell in diesem Test besitzt einen speziellen Backtriebmittelverteiler, in den das zu verwendende Backtriebmittel gegeben werden kann. Danach wird es vollautomatisch zu einem geeigneten Zeitpunkt unter die restlichen Zutaten gemengt.

Die richtige Reinigung

Auch wenn es ausgesprochen lästig ist: Die Formen sollten nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Die hohen Temperaturen und die aggressiven Reinigungsmittel können Schäden an der Beschichtung verursachen. Stattdessen sollten die Formen mit einem weichen Tuch und ein paar Millilitern warmen Wassers und Spülmittel gereinigt werden. Falls sich der Knethaken einmal nicht ablösen lassen sollte, kann zum Einweichen warmes Wasser in die Form gegeben werden. Je nach Hersteller wird empfohlen, den Knethaken nach dem Spülen mit etwas Speiseöl einzureiben, um die Beschichtung zu pflegen. Da die Beschichtung immerhin bei den meisten Modellen sehr empfindlich ist, sollten außerdem keine metallischen Utensilien verwendet werden, um Backwaren aus der Form zu lösen.

Getestete Produkte

  • Gorenje BM1400E
  • Morphy Richards Brotbackautomat Premium Plus 502000EE
  • Panasonic SD-ZX2522KXG
  • ROMMELSBACHER BA 550
  • UNOLD BACKMEISTER Extra

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