20 Filterkaffeemaschinen im Test 2021

Filterkaffee – noch immer sehr beliebt

22. Dezember 2020

Ob pur-schwarz mit wundervoll-intensivem Aromenbouquet oder milder mit ein paar Millilitern Milch resp. Milchersatz (sprich „Kokos-“, „Reis-“, „Sojadrink“ usw.): Für viele Menschen ist der Sprung in den Tag, einerlei ob innerhalb der Woche oder am Wochenende, ohne einen solchen Wachmacher nicht vorstellbar. All der modernen und in vielen Haushalten vertretenen Vollautomaten zum Trotz sind es noch immer die klassisch-konventionellen Filtermaschinen, die in den meisten Haushalten herumstehen: Circa 56,5 % der Haushalte in der Bundesrepublik verwenden regelmäßig eine Filtermaschine. Auch die haben sich natürlich ihrem Funktionsspektrum nach in all den Jahren kontinuierlich weiterentwickelt: So lässt sich bei vielen von ihnen bspw. die Aromenintensität an den individuellen Geschmack anpassen. Mit einem Timer wiederum kann man sicherstellen, dass das schwarze Gold immer pünktlich zum Erwachen bereitsteht. Wir hatten nun eine durchmischte Auswahl von 20 verschiedenen, aktuell am Markt erhältlichen Filtermaschinen im Test, darunter 10 Modelle mit nicht wärmeisolierend wirkender Glaskanne (vgl. S. 27–43) und 9 Modelle mit wärmeisolierend wirkender Thermokanne (vgl. S. 10–26). Außerdem stellen wir mit der Braun KF9170 SI ein weiteres Modell vor, welches sich durch ein erweitertes Funktionsspektrum, wie bspw. eine Tee-Funktion, von den restlichen Modellen abhebt (vgl. S. 44–45).

Er ist ein wildes Gemisch aus vielen verschiedenen Molekülen natürlichen Ursprungs, deren regelmäßiger Genuss nicht nur der körperlichen, sondern auch und vor allem der geistigen Gesundheit dienlich sein kann: Allein schon der immense Anteil an Antioxidantien kann die Mortalität in erheblichem Maße senken. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass mittlerweile 89,1 % der Menschen hierzulande mindestens einmal pro Tag Espresso, Cappuccino und Co. zu sich nehmen: Das sind 6,3 % mehr als noch im Jahr 2015 (82,8 %). Während die Vollautomaten wahre Alleskönner sind, ist vielen Menschen mittlerweile aber wieder die Simplizität einer Filtermaschine lieb. Auch die Bohnen mahlen heute viele wieder von Hand und erreichen so wunderbar-einheitliche Partikel, aus denen sich die Aromen ideal extrahieren lassen (im ETM TESTMAGAZIN 02/2020 hatten wir 11 verschiedene Handmühlen im Test). Das Pulver lässt sich anschließend in einer Filtermaschine weiterverarbeiten, ohne Aromen an die Oxidation zu verlieren. Besonders praktisch an einer Filtermaschine ist natürlich, dass das Volumen, das in einem Brühvorgang zubereitet werden soll, vom Wasservolumen abhängig und daher leicht variabel ist: So kann man sich bspw. zwei Tassen ebenso problemlos zubereiten wie eine volle Kanne, wenn man bspw. den Familien- und Freundeskreis bewirten muss. Viele Modelle bieten eine Aroma-Funktion, sodass auch hier der Brühvorgang und das am Ende stehende Gebräu individuell an den persönlichen Geschmack angepasst werden kann. Teilweise kann auch ein Timer einprogrammiert werden, welcher sicherstellt, dass der Brühvorgang zu einer vorbestimmten Zeit startet. Wie die Modelle warmhalten, ist von der jeweiligen Modellgruppe abhängig: Bei den Modellen mit Glaskanne ist eine Warmhalte-Funktion vorhanden, welche die Heizplatte bis zu 60 Minuten nach Ende des Brühvorgangs warm hält. Eine stromsparende Variante stellen Modelle mit Thermokanne dar. Hier ist die Doppelwandkonstruktion der Kanne ausreichend.

Filtermaschinen – Technik im Detail

Das Funktionsprinzip der in unserem Test vertretenen Gruppen von Filtermaschinen – solchen mit einer nicht wärmeisolierend wirkenden Kanne (vgl. S. 10–26) und solche mit einer wärmeisolierend wirkenden Kanne (vgl. S. 27–43) – ist größtenteils identisch. Bei allen Modellen muss in den Tank A (Vmin– Vmax im Test: 1,7–1,0 l) des Modells vorab ausreichend Frischwasser gegeben werden. Bei den Modellen von Melitta® (vgl. S. 11, 35) und KitchenAid (vgl. S. 27)ist das äußerst simpel, da man ihren Tank in einem Mal aus dem Modellkörper heraus heben kann. Bei den anderen Modellen lässt sich hierzu die Kanne B (Vmin– Vmax im Test: 1,0–1,25 l) verwenden: Deren Schnaupe erlaubt ein immerhin recht präzises Gießen. Bei den meisten Modellen mit einer nicht wärmeisolierend wirkenden Kanne aus Glas ist auch eine Skala C direkt an der Kanne zu sehen. Ausnahmen ohne Skala stellen hier aber die Modelle von Melitta® (vgl. S. 11, 35) und Moccamaster Sales (vgl. S. 28) dar. Am Tank wiederum ist bei allen Modellen eine Skala D vorhanden, anhand derer sich der aktuelle Füllstand bei normalen Lichtverhältnissen vollkommen problemlos ablesen lässt. Meist wird hier das Volumen aber nur in Tassen angegeben: Dabei wird zwischen „großen Tassen“ (V: 125 ml) und „kleinen Tassen“ (V: 83 ml) unterschieden. Anschließend kann man die Kanne unter dem Auslass des Modells abstellen. Hier ist ein spezieller Stoppmechanismus E installiert: Dieser stellt sicher, dass beim Herausnehmen der Kanne, um bspw. schon vor Beendigung des Brühvorgangs eine Tasse einzuschenken, nichts herab rinnt.

Bevor man den Brühvorgang aber anstoßen kann, muss man das Pulver in den Filter portionieren. Dazu kann bei allen Modellen eine Filtertüte der Größe 1 × 4 in den Filterhalter F eingelegt werden. Manche Modelle (bspw. von KitchenAid, vgl. S. 27) enthalten außerdem einen Permanent-Filter G. Diesen kann man viele Male verwenden, sodass nicht immer neue papierne Filter erworben werden müssen. Dosieren kann man das Pulver dank des bei den meisten Modellen vorhandenen Portionierers sehr leicht: Wie viel Pulver man einrieseln lässt, ist nicht nur vom verwendeten Wasservolumen, sondern auch vom individuellen Aromenwunsch abhängig. Die meisten arbeiten hier mit 6 bis 8 g Pulver pro „großer Tasse“ (V: 125 ml, s. o.). Anschließend muss man nur noch die Start-Taste H drücken. Das Modell macht sich anschließend daran, das Wasser bis zu einer bestimmten Temperatur zu erhitzen und es anschließend stoßweise über das Pulver zu schießen. Während das Wasser in Berührung mit dem Pulver ist, nimmt es die in ihm enthaltenen, wasserlöslichen Aromen mit, extrahiert sie also, ehe es weiter in die Kanne rinnt. Damit das Gebräue anschließend weiter warm bleibt, wird es in denjenigen Modellen, die ohne eine wärmeisolierend wirkende Kanne auskommen, mittels einer Heizplatte weiter erwärmt (tmin – tmax nach 0 : 30 h im Test: 77,5–80,7 °C). Bei den Modellen mit einer wärmeisolierend wirkenden Kanne erhält diese die ursprüngliche Temperatur: Die Doppelwandarchitektur ist hier äußerst wirksam (tmin – tmax nach 0 : 30 h im Test: 71,8–78,5 °C).

Getestete Produkte

Filterkaffeemaschinen mit Thermokanne

  • AEG CM4-1-6ST Deli 4
  • BEEM FRESH-AROMA-SWITCH Filterkaffee­maschine-Thermo
  • Cloer Filterkaffee-Automat 5009
  • Graef FK512
  • Grundig KM 5620T
  • Krups FCM Pro Aroma Therm KM305D
  • Melitta® Look® Therm Perfection schwarz / 1025-16
  • Sage The Sage Precision Brewer Thermal (SDC450BSS4EEU1)
  • SEVERIN KA 5761

Filterkaffeemaschinen mit Glaskanne

  • AEG CM4-1-4ST
  • BEEM FRESH-AROMA-TOUCH Filterkaffeemaschine
  • Graef FK403
  • KitchenAid 5KCM1209
  • Korona electric Kaffeeautomat 10295
  • Krups Smart’n Light KM6008
  • Melitta® Look® Perfection schwarz / 1025-06
  • Moccamaster Sales KBG Select
  • Russell Hobbs Geo Steel Digitale Glas-Kaffeemaschine 25270-56
  • SEVERIN KA 5760

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