5 Wärmepumpentrockner im Test 2021

Stromsparend Wäsche trocknen

24. September 2021

Trockner sind schon außerordentlich praktisch: Mit ihnen lässt sich das Wasser aus Textilien, die vor Momenten noch in der Waschmaschine waren, ebenso schnell wie simpel wieder herausholen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass schon in mehr als 42 % der Haushalte in der Bundesrepublik ein Trockner vorhanden ist.1 Freilich lässt sich das Trocknen auch anderswie verwirklichen, bspw. indem man die Wäsche schlicht außer- oder innerhalb des Haushalts herab wallen lässt, bis das in ihnen vorhandene Wasser verdunstet ist. Dann aber muss man sich immer nach vielen nicht planbaren Faktoren richten, wie vor allem von den draußen oder drinnen herrschenden Feuchte- und Temperaturleveln. Wenn diese Faktoren nicht passen sollten, kann sich das Trocknen endlos hinziehen: Gerade dann aber, wenn man seine Textilien nach dem Waschen alsbald wieder verwenden will oder verwenden muss, sind solcherlei Methoden nicht annehmbar. Manch einer will sich einen Trockner aber nicht ins Haus holen, weil von einem solchen während des Trocknens in erheblichem Maße Strom verbraucht wird, was auch die Stromkosten des Haushalts empor schießen lassen kann. Dass ein Trockner ohne Strom nicht zu werkeln weiß, lässt sich nicht von der Hand weisen. Wer aber dennoch nicht willens ist, seine Wäsche allein dem Wohlwollen des Wetters anzuvertrauen, wird vielleicht an einem modernen Wärmepumpentrockner interessiert sein: Mit einem solchen ist man noch immer sehr viel schneller, als wenn man die Wäsche nur drinnen oder draußen verweilen ließe, muss sich indes auch keine Gedanken um exzessive Stromkosten machen. Dank der Wärmepumpe ist ihr Stromverbrauch maßvoller als derjenige anderer Trockner. Wir hatten dieses Mal nun 5 verschiedene Wärmepumpentrockner im Test (€min – €max: 499,59 – 903,29 €).


Moderne Trockner können indes sehr viel mehr, als nur das Wasser der in ihren Trommeln sich windenden Textilien verdunsten zu lassen. Vielmehr haben sie mehrerlei Trocknungsprogramme vorzuweisen, die es erlauben, die Trocknungsparameter präzise an die Ansprüche verschiedener Materialien anzupassen. Dabei ist es auch vollkommen einerlei, ob es sich nun um Wäsche aus Wolle, aus Synthetik (Polyacryl, Polyester usw.) oder auch aus anderen Materialien handelt: Alle nur vorstellbaren Textilien lassen sich in der Trommel so schleudern, dass sie nicht nur einen Großteil ihres Wassers verlieren, sondern dass man sich währenddessen auch keine Gedanken um einen ausnehmenden Materialverschleiß machen muss: Das ist schon dem Material der Trommeln und der dieselben von innen her prägenden, in allen Teilen smoothen Materialstruktur zu verdanken. Wärmepumpentrockner brauchen regelmäßig ein paar Minuten mehr als Kondenstrockner, um ein Trocknungsprogramm voll abzuschließen: Die Hersteller versuchen aber sicherzustellen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher rasch wieder an ihre Wäsche kommen, das Trocknen also nicht über ein noch vertretbares Maß hinaus Zeit in Anspruch nimmt. Dass dies bei vielen Modellen auch wirklich klappt, hat sich in unserem Test erwiesen (TØ min– TØ max: 1 : 58 – 3 : 29 h). Wie viel Zeit die Trocknungsprogramme der einzelnen Modelle aber wirklich vereinnahmen, um das Wasser aus der Wäsche zu holen, wie es sich mit der Trocknungsleistung in den verschiedenen Trocknungsprogrammen verhält, welche smarten Funktionsschmankerl von Werk aus vorhanden sind und noch vieles mehr können Sie in unserem aktuellen Test lesen.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihre Wäsche nach dem Waschen innerhalb von nur ein paar Stunden bis hin zum erwünschten Grad (bügeltrocken, schranktrocken usw.) trocknen und währenddessen – im Verhältnis zu einem klassisch-konventionellen Kondenstrockner – auch noch Strom sparen wollen.

Was ist hervorzuheben?
Bei allen Modellen kann der schon vormals angesprochene Grad der Trockenheit einprogrammiert werden, also ob die Wäsche bügeltrocken oder schranktrocken werden soll. Dadurch kann man sich bei manchen Textilien, wie bspw. Blusen und Hemden, den anschließenden Bügelvorgang erleichtern.

Was ist interessant?
Wenn man dies wünschen sollte, kann man das Trocknungsprogramm in allen Modellen auch nur eine vorher einzuprogrammierende Zeitspanne währen lassen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn der Trocknungsvorgang zu einem bestimmten Zeitpunkt beendet sein muss, bspw. weil man erhebliche Schallemissionen in den Abendstunden vermeiden will.

Wärmepumpentrockner – Technik im Detail

Trockner sind vollkommen intuitiv zu verwenden: Diejenige Wäsche, die noch zu viel Wasser enthält, wird schlicht in der Trommel verräumt, die von vorne her mit einer zur einen oder zur anderen Seite hin abklappbaren Tür (∠min – ∠max: 124 – 180°) verschlossen wird. Für den anschließend, also nach der Wahl eines passenden Trocknungsprogramms und der eventuell noch zu verstellenden Trocknungsparameter, anzustoßenden Trocknungsvorgang braucht es vor allem Eines: Luft. Diese zieht das Modell in sich hinein und erwärmt sie alsdann. Sie schießt danach, nun also sehr viel wärmer als vorher noch, weiter bis in die sich andauernd voran drehende Trommel, wo sie einen Teil des aus den Textilien heraus verdunstenden Wassers annimmt. Anschließend leitet das Modell sie, jetzt voller Wasserpartikel, aus der Trommel heraus: Hier kühlt sie ab, sodass das in ihr enthaltene Wasser kondensieren kann. Das währenddessen herab rinnende Wasser sammelt sich in einem Behälter, der in regelmäßigen Abständen auszuleeren ist. Manche Modelle können außerdem schon von Werk aus einen Abwasserschlauch vorweisen, mit dem man das Wasser auch anderswohin manövrieren kann. Von diesem Moment an wiederholt sich all das, was hiervor kurz und knapp veranschaulicht worden ist – wieder und wieder, bis in der Wäsche schließlich kein Wasser mehr vorhanden ist und der Trocknungsvorgang anhält. Von den Textilien abkommende Partikel (Flusen, Fusseln usw.) sammeln sich derweil in einem Sieb, dessen man sich auch in regelmäßigen Abständen annehmen sollte. Schließlich lässt sich nur so die volle Funktionalität des Trockners erhalten.

Dass ein Trockner so mit der Temperatur spielen kann, ist dem in ihm vorhandenen Kühlmittelsystem zu verdanken: Hierin ist ein spezielles Kältemittel, welches durch die Mechanik wechselweise komprimiert und wieder dekomprimiert wird, um so Wärme anzunehmen und wieder auszustoßen. Durch dieses Kühlmittelsystem ist es außerdem zu erklären, dass der Trockner während des Trocknungsvorgangs nicht immer wieder alte Luft in den Haushalt stoßen und neue Luft aus demselben anziehen muss: Gerade hierin besteht ein wesentlicher Unterschied zu klassisch-konventionellen Kondenstrocknern. Die Temperatur und relative Feuchte außerhalb des Trockners verändern sich hier nicht in einem wirklich erheblichen Maße, weshalb sich ein Wärmepumpentrockner in allen Winkeln des Haushalts verwenden lässt, ohne sich bspw. Gedanken um das Gedeihen von Schimmelpilzen machen zu müssen.

Getestete Produkte

    • Amica WTP 14323
    • Gorenje DA83IL/I
    • Hoover Wärmepumpentrockner H-DRY500
    • Samsung DV8000T DV91T8240SH/S2
    • Sharp KD-HHB7S8PW3-DE

Fußnoten:

1 Hierbei handelt es sich um einen im Jahr 2018 erhobenen Wert, vgl. Statistisches Bundesamt: Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, 15:1 (2018): S. 14.

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