Samsung RL38T775CS9/EG – Kühl-/Gefrierkombination im Test 2021

Ein wahres Raumwunder – dank SpaceMax

25. Februar 2021

Schon in der Antike holten sich die in den Alpen wohnenden Menschen Eis aus der Natur, um Fleisch- und Fischwaren vor einem allzu schnellen Verderb zu bewahren. Noch im 19. Jahrhundert handelte man in vielen Teilen Europas mit Eisblöcken: Sie wurden in speziellen Boxen, die vorher mit Wolle und anderen natürlichen Materialien isoliert worden waren, verstaut und erlaubten immerhin den wohlhabenderen Menschen dieser Zeit, auch verderblichere Lebensmittel bequem zu bevorraten. Mittlerweile haben wir es mit modernen Kühlschränken, die immer einheitliche Temperaturen und eine exzellente Frische versprechen, natürlich sehr viel leichter: Wir müssen uns nur noch ein ansprechendes Modell aussuchen, das prallvoll mit moderner Technik ist und einen maßvollen Stromverbrauch verheißt, so wie bspw. die neue RL38T775CS9/EG von Samsung: Durch die schlanken, hochwirksam isolierten Wände des Modellkörpers bietet das Modell circa 30 % mehr voll verwendbares Raumvolumen als andere Modelle des Herstellers mit ein und denselben Außenmaßen (SpaceMaxTM> ); das ist in all den Haushalten, in denen man die vorhandenen Quadratmeter ökonomisch verplanen muss, wertvoll. Gerade in Familien, in denen verschiedene, vollkommen individuelle Ansprüche hinsichtlich der immer zur Hand zu habenden Lebensmittel abzudecken sind, wird man dieses Mehr an Volumen sinnvoll verwenden können. Die Technik des Modells ist aber auch noch in anderen Sphären modern: So sollen spezielle Sensoren die an verschiedenen Stellen im Modellinneren herrschenden Temperaturen kontrollieren und den Kompressor so koordinieren, dass das Temperaturlevel vollkommen einheitlich ist (Smart Sensor). Des Weiteren soll eine aus Edelstahl bestehende Wand innerhalb des Modells verhindern, dass die Temperatur in erheblichem Maße nach oben schnellt, bspw. während des Ein- oder Ausräumens von Lebensmitteln (Metal Cooling). Schließlich sind auch noch spezielle Fächer vorhanden, in denen man – zum einen – mehrere Temperaturzonen verwirklichen (Optimal Fresh+-Fach) und – zum anderen – das in ihnen herrschende Feuchtelevel an das verräumte Gemüse und/oder Obst anpassen kann (Humidity Fresh+-Fach). Ferner sind aber auch noch all diejenigen Technikschmankerl, die man von einem solch modernen Modell erwarten würde, wie bspw. eine verlässlich arbeitende No Frost+-Technik, schon von Werk aus vorhanden.

produktSamsung RL38T775CS9/EG

Wir hatten das neue Modell nun mehrere Wochen im Test und haben währenddessen mit mehreren Testerinnen und Testern ermittelt, wodurch es sich wirklich auszuzeichnen weiß: Alles Wesentliche rund um die im Modellinnenraum herrschenden Temperaturen, die Temperaturstabilität, die nach außen hin wahrnehmbaren Schallemissionen, den Temperatur-abhängigen Stromverbrauch und vieles mehr lesen Sie in diesem Testbericht. Vorab aber noch ein Wort zum Stromverbrauch: Hier hat sich das Modell, das sei an dieser Stelle schon einmal verraten, mit 121,4 Kilowattstunden pro Jahr als sehr ökonomisch erwiesen (vgl. S. 91, 96). Es ist daher aktuell auch noch in die Klasse A+++ einzuordnen. Die Energielabels der Europäischen Union und mit ihnen auch die hier verwendeten Klassen werden ab dem 1. März 2021 aber an die jetzigen Standards in puncto Stromverbrauch angepasst: So wird bspw. die RL38T775CS9/EG ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Klasse A+++, sondern in der neuen Klasse C anzusiedeln sein. Mit den neuen Labels wird sich inhaltlich aber noch mehr ändern: So werden sie ab dem 1. März 2021 anstelle des wirklich verwendbaren Nutzvolumens nur noch das Raumvolumen ausweisen, bei dem hier im Test vertretenen Modell also 390 anstelle von 385 l.

Das Wesentliche

Für wen ist das Modell geeignet?
Für all diejenigen, die nach einer äußerlich ansprechenden Kühl-/Gefrierkombination mit ausnehmendem, auch in Mehrpersonenhaushalten allemal ausreichendem Volumen (VK: 273 l, VG: 112 l) suchen, die voller moderner Technik und dieser Tatsache zum Trotz nicht allzu hochpreisig ist: Die RL38T775CS9/EG ist aktuell schon ab einem Marktpreis von 999,00 € zu haben.

Was ist an dem Modell besonders?
Eindrucksvoll sind die sehr viel dünneren und doch exzellent isolierten Wände des Modellkörpers, die ein erhebliches Mehr an voll verwendbarem Volumen im Modellinnenraum verwirklicht, ohne dass das Modell auch nur ein Mindestmaß an Fläche mehr vereinnahmen würde (SpaceMaxTM).

Was ist an dem Modell weiterhin hervorzuheben?
Die elegante Metall-Innenrückwand des Modellinnenraums (Metal Cooling) ist nicht nur wirklich stilvoll anzusehen, sondern verbessert auch die Temperaturstabilität in erheblichem Maße: Wir maßen während des Tests bspw. nur ein Schwanken der Temperatur in Höhe aller hier vorhandenen Ebenen und Fächer um durchschnittlich ±2,6 °C (vgl. S. 89, 90).

Der Test im Überblick

ETM 2021 03 Samsung RL38T775CS9EG RGB DE

Die RL38T775CS9/EG weiß sich nicht nur durch ihren ansprechend-modernen Stil, sondern auch durch ihr immenses Volumen von 385 bzw. 390 l (Vmax, vgl. S. 81) auszuzeichnen: Dass hier dermaßen viel Volumen vorhanden ist und man das Modell daher auch in Mehrpersonenhaushalten wunderbar verwenden kann, ließe sich allein anhand der äußeren Maße des Modellkörpers nicht erahnen: Schließlich vereinnahmt dieser nur eine Fläche von circa 0,39 m2 im Haushalt. Dies alles ist den schlankeren und doch vollwirksam isolierenden Wänden zu verdanken (SpaceMaxTM). Die Materialqualität ist an allen Stellen, äußer- wie innerlich, edel: Die Türpaneele bestehen nicht aus Metall, vermitteln aber einen solchen Eindruck: Sie sind an allen Stellen exquisit verarbeitet. Materialverschleiß ließ sich bis zum Abschluss des Tests nicht wahrnehmen, auch nicht an den Gelenken der Tür.

All die Technikschmankerl, die in dem Modell verbaut worden sind, wirken sich vor allem hinsichtlich der Temperaturstabilität aus: Die Temperaturen schwanken in den Ebenen, Fächern und Schubladen des Modells schließlich nicht in erheblichem Maße hin und her, was auch den Lebensmitteln zupasskommt (vgl. S. 94). Mit den außerdem vorhandenen Power Cool– und Power Freeze-Funktionen lassen sich Lebensmittel sehr viel schneller als normalerweise herab kühlen (vgl. S. 86).

Das Modell hat wirklich alles in petto, um Massen an Lebensmitteln in ihm verräumen zu können: Es sind allein im oberen Teil des Modells vier Ebenen mit eindrucksvollem Flächenmaß (A: 1.770 cm2), ein Flaschenrack, zwei spezielle, ein Maximum an Frische versprechende Fächer und noch vier weitere Fächer in der Tür vorhanden: Alle Ebenen, Fächer usw. lassen sich voll aus dem Modellkörper herausnehmen, aber nicht individuell in ihrer Höhe verstellen. Das ist ohne Weiteres zu verschmerzen, da über den einzelnen Ebenen verschiedene Höhenspielräume bestehen (Hmin–Hmax: 9,3–17,6 cm), man die Lebensmittel also nur abhängig von ihrer Größe hier oder da hineinstellen muss. Wenn man einmal wirklich ausladende Lebensmittel zur Hand haben sollte, wie bspw. ein Rinder- oder Schweinsrippenstück, eine Poularde in Gänze o. ä., kann man innerhalb von einer Minute eine Ebene aus dem Modell herausziehen: So schnell und simpel lässt sich der Höhenspielraum erweitern.

Wunderbar sind aber die speziellen Fächer, die man individuell an die Ansprüche der in ihnen zu verräumenden Lebensmittel anpassen kann, abhängig davon, ob es sich um Fleisch-, Fisch- und/oder Käsewaren, Gemüse, Obst et cetera handelt: Dies ist einmal das Humidity Fresh+-Fach mit individuell anpassbarem Feuchtelevel (RHminRHmax im Test: 33,6–77,2 %, vgl. S. 87) und das Optimal Fresh+-Fach mit Flex Divider, einer an drei verschiedenen Stellen einschiebbaren Wand, mit der sich die Fläche des Fachs splitten lässt, bspw. um die hier zu verstauenden Lebensmittel ordentlich auseinander zu halten: So können Flächenmaße von 50 % zu 50 %, 33,4 % zu 66,6 % oder 66,6 % zu 33,4 % verwirklicht werden. Ein spezieller Schieber ist auch noch vorhanden: Mit ihm lässt sich einstellen, ob die Temperatur im Optimal Fresh+-Fach einheitlich sein soll (Single Temp., tØ: 6,5 °C) oder ob zwei verschiedene Temperaturzonen (Dual Temp., tØ links: 5,1 °C, tØ rechts: 6,1 °C) sinnvoller sind, bspw. dann, wenn in den beiden per Flex Divider auseinander zu haltenden Temperaturzonen Lebensmittel mit anderen Temperaturansprüchen verstaut werden sollen.

Hervorzuheben ist schließlich noch das moderne Flaschenrack des Modells: Dank der hier vorhandenen, nur 2,1 cm (Bmax) messenden Mulden kann man Flaschen aller Volumina einstellen, ohne dass sie auch nur ein paar Millimeter hin und her rollen würden (VminVmax im Test: 0,25–1,5 l). Auch der Höhenspielraum über dem Flaschenrack ist mit 10,5 cm (Hmax) sehr viel üppiger, als man es von anderen Modellen her kennt.

Der Stromverbrauch ist mit durchschnittlich 13,9 Watt (121,4 Kilowattstunden pro Jahr, PØ) maßvoll, auch wenn er durch die Power Cool– und Power Freeze-Funktionen ab und an nach oben schießen kann (PØ: 29,6 bzw. 50,0 W). Die Schallemissionen sind mit 29,3 dB(A) (L aus d: 1,0 m) exzellent: Ein durch den Wald wehender Windstoß ist lauter als das Modell.

Die neue RL38T775CS9/EG weiß sich in den wirklich wesentlichen Testdisziplinen bravourös darzustellen: Die Schallemissionen und der Stromverbrauch sind moderat, die Temperaturen im Modellinnenraum halten sich dank der hier zusammenwirkenden All-Around Cooling-, Metal Cooling-, und Smart Sensor-Techniken vollkommen stabil und das vorhandene Volumen ist vor allem im Lichte des schlanken Modellkörpers eindrucksvoll. Daher wird dem Modell das wohlverdiente Testurteil „sehr gut“ (94,5 %) verliehen.

D. Soppoth

Die wesentlichen Merkmale

  • Maße: 59,5 × 65,8 × 203,0 cm (Bmax × Tmax × Hmax)
  • Volumen: 385 l (Vmax, VK: 273 l, VG: 112 l) bzw.
    390 l (Vmax, VK: 276 l, VG: 114 l)
  • Temperaturspektrum: 1–7 °C (tK) bzw. -23–-15 °C (tG)
  • Funktionen: Power Cool, Power Freeze und Vacation
  • Ebenen: 4 × im Kühlteil, 1 × im Gefrierteil
  • Fächer: 4 × in der Tür des Kühlteils (u. a. Big Door Bin)
  • Schubladen: 2 × im Kühlteil (Humidity Fresh+, Optimal Fresh+), 3 × im Gefrierteil

Kurzbewertung

Leistung:
5,0 von 5,0
Betrieb:
4,5 von 5,0
Ausstattung:
4,5 von 5,0
Handhabung:
4,5 von 5,0

Pro

  • exzellente Temperaturstabilität (t: ±2,6 °C, t: ±4,2 °C, u. a. dank Metal Cooling)
  • massives Volumen (Vmax: 385 bzw. 390 l, u. a. dank SpaceMaxTM)
  • maßvolle Schallemissionen (L im Test: 29,3 dB(A) aus d: 1,0 m)
  • ökonomischer Stromverbrauch (PØ im Test: 13,9 W)
  • No Frost+

Contra

  • keine erhebliche Flexibilität bzgl. des Modellinnenraums

Größe, Gewicht und Co.

Dank ihres eindrucksvollen Volumens (Vmax: 385 bzw. 390 l, vgl. S. 81) kann man die RL38T775CS9/EG bspw. auch in Familienhaushalten verwenden: Wenn pro Person im Haushalt 100 l (bei der 1. Person) bzw. 50 l (ab der 2. Person) an Volumen vorhanden sein sollten, kann man mit diesem Modell schon die Ansprüche von sechs Verbraucherinnen und Verbrauchern abdecken. Dass ein solch erkleckliches Volumen innerhalb des Modellkörpers vorhanden ist, ließe sich immerhin nach dessen äußeren Maßen von nur 59,5 × 65,8 × 203,0 cm (Bmax × Tmax × Hmax) nicht erahnen: Dies ist der cleveren Wandkonzeption des Modells zu verdanken (SpaceMaxTM). Dadurch, dass das Modell nur ein Flächenmaß von 0,39 m2 (Amax) vereinnahmt, kann man es auch bspw. in Großstadthaushalten, in denen man die knappen Flächen sinnvoll verwenden muss, problemlos abstellen. Schön ist außerdem, dass sich das Modell dank seiner Maße (vor allem Tmax) vollharmonisch in die Linie einer eventuell vorhandenen Arbeitsplatte einpassen lässt, ohne stark nach vorne raus zu schauen. Das Modell ist zwar alles andere als leicht (m: 80 kg), lässt sich aber auch allein durch den Haushalt schieben. Während des Tests hinterließ das Modell keinerlei Spuren am Fußboden: Weder über Holz noch über Stein noch über Polyvinylchlorid ließ sich bspw. Materialabrieb wahrnehmen. Dennoch sollte man den Fußboden vorher mit Pappe versehen, um eventuelle Materialschäden schon von vornherein auszuschließen.

Die Materialqualität des Modells ist „gut“ bis „sehr gut“: Die von vorne zu sehenden Türpaneele bestehen, auch wenn sich dem Äußeren nach anderes annehmen ließe, nicht aus Metall. Das aber kann man wirklich nur erkennen, indem man die Hände an die Türpaneele hält: Dem hier verwendeten Material ist von Werk aus nämlich ein eindrucksvoller, an vollmassiven Edelstahl erinnernder Look verliehen worden (Metal Skin). Schön an dem Material ist außerdem, dass es, anders als so mancherlei Metall, nicht allzu schnell von Handabdrücken verschandelt wird. Ohnehin ist der Stil des Modells wirklich ansprechend: Die planen Türpaneele wirken wunderbar-vornehm. Da alle Teile des Spezialkompressors (Digital Inverter Technology) innerhalb des Modellkörpers installiert worden sind und die Rückwand des Modells daher von außen vollkommen eben ist, kann man es sehr nah vor eine Wand des Haushalts stellen, ohne dadurch an Funktionalität einzubüßen (dmin: 51 mm).

Die beiden Türen des Modells lassen sich in einem Winkel von circa 135° (∡max) zur Seite hin abklappen. Dank der hier vorhandenen, circa 20 mm in den Türenkorpus hineinreichenden Mulden kann man die Türen sicher handhaben: Man muss mit den Händen nur in die Mulde hinein packen und die Tür anschließend nach vorne ziehen. Während des Tests hat sich auch die Qualität der hier vorhandenen Scharniere als exzellent erwiesen: Wir haben die Türen bspw. 8.760 Mal zur einen und wieder zur anderen Seite klappen lassen (i. e. 4.380 Mal von 0° bis 135° sowie 4.380 Mal von 135° bis 0°), ohne am Ende auch nur ein Mindestmaß an Materialverschleiß erkennen zu können. Weshalb aber präzise 8.760 Mal? Weil wir dadurch eine Spanne von einem Jahr in praxi simulieren konnten, innerhalb derer man durchschnittlich 12 Mal pro Tag Lebensmittel aus dem Modell herausholt und/oder in das Modell hineinstellt.

An der oberen Tür des Modells ist das äußerlich simple, weil nur drei verschiedene Tasten zählende Tastenpanel installiert worden: Trotz dessen Höhe von 1,73–1,85 m (Hmin–Hmax) über dem Fußboden ließen sich die Tasten von allen Testerinnen und Testern (Hmin–Hmax: 1,60–2,00 m) erreichen, ohne dass sie sich empor recken mussten. Bei den Tasten handelt es sich um klassisch-konventionelle, mechanische Tasten. Der Tastendruck ist, wiewohl man die Folie über dem Tastenpanel mit eindrücken muss, nicht mit wirklich wahrnehmbarem mechanischen Widerstand verbunden: Da das Modell im Moment eines Tastendrucks aber einen 39,8 dB(A) lauten Ton ausstößt (LP max aus d: 0,25 m), erhält man immerhin verlässliches, akustisches Feedback.

Hier kann man die vom Modell zu verwirklichende Temperatur mit den Plus– und Minus-Tasten einprogrammieren: Es lässt sich eine Temperatur in Höhe von 1 bis 7 °C (tK) bzw. -23 bis -15 °C (tG) wählen. Die einprogrammierten Temperaturen stellt das Modell schließlich im oberen Teil des Tastenpanels dar: Die hier erscheinenden, 13 mm (Hmax) hohen Zahlzeichen lassen sich dank ihres ausdrucksstarken Azur-Tons bei allen normalerweise im Haushalt herrschenden Lichtverhältnissen leicht ablesen; Lichtspiegelungen sind hier nicht einmal bei punktuell in einem Winkel von 45–90° einstrahlendem Licht zu verzeichnen. Das Modell stellt hier die Temperaturen beider Teile parallel dar (tK in der 1. Zeile und tG in der 2. Zeile): Für 10 s nach einem Tastendruck lassen sich die Temperaturen ablesen, ehe sie wieder – auch aus Gründen der Stromersparnis – verschwinden.

Auch wenn es die Tasten allein nicht erkennen lassen, kommt das Modell auch noch mit speziellen Funktionen daher: So lässt sich wahlweise eine Power Cool– oder eine Power Freeze-Funktion anstoßen. Man muss die Taste nur drei Sekunden drücken, um mit einem Mal Temperaturen von 1 °C (tK) bzw. -23 °C (tG) einzustellen. Die Power Cool– und Power Freeze-Funktionen erhöhen den durchschnittlichen Stromverbrauch um 15,7 bzw. 36,1 Watt (+112,9 bzw. +259,7 %), erlauben es aber, neu ins Modell zu räumende Lebensmittel sehr viel schneller herab zu kühlen: Während 1,5 l Wasser mit einer Temperatur von 20,0 °C normalerweise circa 7:11 h braucht, um im oberen Teil des Modells eine Temperatur von 10,0 °C zu erreichen (TØ bei tK: 5 °C), sind es mit der Power Cool-Funktion nur noch 4:00 h (TØ, -3:11 h bzw. -44,3 %). Mit der Power Freeze-Funktion ist dies noch schneller zu verwirklichen: Der untere Teil des Modells kann 1,5 l Wasser mit einer Temperatur von 20,0 °C normalerweise innerhalb von 4:23 h (TØ bei tG: -18 °C) bis zu einer Temperatur von 0 °C herab kühlen. Mit der Power Freeze-Funktion braucht man nurmehr 2:27 h (TØ , -1:56 h bzw. -44,1 %). Man sollte die Power Freeze– Funktion aber idealerweise schon 20 Stunden vor der geplanten Einlagerung neuer Lebensmittel anschalten. Beide Funktionen lassen sich manuell per Tastendruck ausschalten, deaktivieren sich aber auch nach von Werk aus einprogrammierten Zeitspannen von 2:30 h (Power Cool-Funktion) bzw. 50:00 h (Power Freeze-Funktion).

Der obere Teil (Kühlteil)

Der obere Teil des Modellinnenraums enthält vier einzelne Einschubebenen, die ob des hier verarbeiteten vollmassiven Glases recht schwer sind (m: 1.432 g): Mit 50,0 × 35,4 cm (Bmax × Tmax) vermitteln sie ein ordentliches Flächenmaß (A: 1.770 cm2). Sie schließen nach vorne hin mit edel wirkenden Leisten in einem modern-edelstählernen Look ab und lassen sich bspw. dann, wenn man sie einmal abwischen will, hervorziehen und voll herausnehmen. Während des Herausziehens und des anschließenden Wiederhineinschiebens ließ sich kein wirklicher Materialwiderstand wahrnehmen. Die einzelnen Ebenen lassen sich leider nicht individuell hochoder herabstellen: Von Werk aus hat man über den Ebenen einen Höhenspielraum von 17,6 (über der 1. Ebene), 9,3 bzw. 21,4 (über der 2. Ebene, mit bzw. ohne Flaschenrack), 14,8 (über der 3. Ebene) und schließlich 16,6 cm (über der 4. Ebene) zur Hand. Für einen Großteil aller Lebensmittel ist dies auch vollkommen ausreichend. Nur über der 2. Ebene ist das Höhenmaß durchwachsen, abhängig davon, ob man das Flaschenrack verwendet oder nicht. Sie lässt sich aber wunderbar verwenden, um zierlichere Lebensmittel, wie bspw. Cremes, Pestos usw., hier einzuräumen. Falls man einmal sehr viel ausladendere Lebensmittel ins Modell stellen muss, kann man einzelne Ebenen auch voll herausnehmen.

Schließlich ist dem Modell auch noch ein Flaschenrack, also eine spezielle Ebene zum horizontalen Einstellen von Flaschen, verliehen worden. Sie ist zwischen der 1. und der 3. Ebene zu sehen und bietet mit 10,5 cm (Hmax) mehr Höhenspielraum, als dies bei vielen anderen Modellen der Fall ist. Die einzelnen Flaschen können ein Höhenmaß von bis zu 38,2 cm (Hmax) haben, ohne von innen an die Tür des Kühlteils anzustoßen. Während des Tests ließen sich alle nur vorstellbaren Flaschen mit vollkommen verschiedenen Volumina einräumen, wie bspw. solche von Milch bzw. Milchalternativen (VminVmax im Test: 0,25–1,  l). Durch die Wellenlinie der Ebene halten sich die Flaschen immer vollkommen sicher, ohne dass dies von der Größe der Flaschen abhängig wäre: Sie können dank der hier vorhandenen Wellen nicht hin und her rollen.

Das Optimal Fresh+-Fach misst 45,3 × 30,1 × 11,0 cm (Bmax × Tmax × Hmax) und ist ideal, um auch leichter verderbliche Lebensmittel, wie Fleisch- und Fischwaren, in ihm zu verräumen. Speziell an diesem Fach ist vor allem der Flex Divider: Hierbei handelt es sich um eine individuell hin und her schiebbare Wand, mit der man die Fläche des Fachs splitten kann, wahlweise 50 % zu 50 %, 34 % zu 66 % oder 66 % zu 34 %. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn man Lebensmittel aus mehreren Gruppen ins Fach einräumen, aber verhindern will, dass sie sich vermischen. Auch wenn der Flex Divider die beiden Teile des Fachs räumlich nicht voll abschließen kann, wabern die von den Lebensmitteln ausströmenden Aromen (Gerüche usw.) nur partiell von dem einen in den anderen Teil hinein. Das Optimal Fresh+-Fach hat aber noch mehr in petto: Durch einen von vorne erreichbaren Schieber lässt sich einstellen, ob in dem Fach ein über die volle Fläche einheitliches Temperaturlevel vorherrschen soll (Single Temp.) oder ob man zweierlei verschiedene Temperaturlevel verwirklichen will (Dual Temp.). Das ist bspw. dann sinnvoll, wenn man Lebensmittel mit anderen Temperaturansprüchen verräumen muss, linker Hand also vielleicht Fleisch und Fisch, rechter Hand Gemüse. Wir maßen bei der Single Temp.-Wahl ein immerhin meistenteils einheitliches Temperaturlevel von 6,5 °C (tØ , ±3,7 °C), bei der Dual Temp.-Wahl im linken Teil des Fachs 5,1 °C (tØ, ±3,8 °C) und im rechten Teil desselben 6,1 °C (tØ, ±1,8 °C): Der Temperaturunterschied ist mit nur 1,0 °C nicht immens, aber immerhin messbar; die minimalen Temperaturen wiederum stehen sehr viel weiter auseinander (tmin links: 2,9 °C vs. tmin rechts: 5,1 °C, ±2,2 °C).

Am Fuß des oberen Teils ist noch das seiner Größe nach ausnehmende Humidity Fresh+-Fach zu sehen: Dank der hier vorhandenen Maße von 42,4 × 34,8 × 13,6 cm (Bmax × Tmax × Hmax) kann man in ihm alle nur vorstellbaren Gemüse verstauen, ohne dass dies von deren Größe abhängig wäre. Während des Tests haben wir hier bspw. Wochenvorräte an Blumenkohl, Brokkoli, Kürbis, Möhren und Rüben einräumen können. Wirklich schön ist hier das von oben erreichbare Drehelement, mit dem sich das Feuchtelevel innerhalb des Fachs verändern lässt (Humidity Control): Mit einem Dreh nach links lässt sich das Feuchtelevel absenken, mit einem Dreh nach rechts anheben. Welchen Lebensmitteln welches Feuchtelevel zupasskommt, wird anhand von simpler Symbolik illustriert. Während des Tests haben wir erhoben, dass man das Feuchtelevel so wirklich messbar anpassen kann: Wir maßen bspw. bei rechter Position einen Wert von 77,2 % (RHØ) und bei linker Position einen solchen von 33,6 % (RHØ). Freilich ist das Maß, in dem sich diese Werte durch das Hin und Her des Drehelements verändern, immer auch von den aktuell im Fach verräumten Lebensmitteln und deren Wasseranteilen abhängig. Das Humidity Fresh+-Fach hat sich während des Tests als süperb erwiesen, um die Frische von Gemüse zu erhalten: Wir maßen innerhalb einer Woche nur einen durchschnittlichen Wasserverlust von 4,2 %, der weder äußer- noch innerlich in erheblichem Maße wahrzunehmen war (vgl. S. 92, 93). Dies ist einer der eindrucksvollsten Werte, den wir bisher in all unseren Tests ermitteln konnten.

Die den oberen Teil des Modells verschließende Tür bietet vier Fächer. Die oberen drei von ihnen sind ihren Flächenmaßen nach identisch: Sie messen 45,8 × 11,5 cm (Bmax × Tmax) und sind in Anbetracht der hier herrschenden, milderen Temperaturen wunderbar, um haltbarere Lebensmittel, wie bspw. Eier, Marmeladen und Saucen, in ihnen abzustellen. Ein 6,6 bis 6,8 cm (Hmax) hoher Wall hält die in den oberen Fächern stehenden Lebensmittel sicher innerhalb ihres Fachs, auch wenn man die Tür mal elanvoll zu sich hin reißen sollte. Anders verhält es sich indes mit dem 4. Fach der Tür: Es ist, 45,5 × 11,3 cm (Bmax × Tmax) messend, dazu da, um Flaschen vertikal zu verstauen und dadurch immer leicht erreichbar zu machen (Big Door Bin). Durch das hier vorhandene Höhenmaß von 36,8 cm (Hmax) muss man sich keinerlei Gedanken darüber machen, mit Flaschen an das Fach darüber anzustoßen: Während des Tests haben wir hier daher auch höhenmäßig weit über die normale Größe hinausschießende Flaschen, wie bspw. solche von manchen Weinen, problemlos abstellen können. Leider lassen sich die Fächer, ebenso wie die Ebenen im Modellinnenraum, nicht vollkommen individuell in ihrer Höhe verstellen: So lassen sich zwar einzelne Ebenen herausnehmen, um mehr Höhenspielraum zu erschließen. Die Ebenen selbst kann man indes nicht um ein paar Millimeter hoch oder herab schieben.

Der Modellinnenraum wird von einem aus drei einzelnen lichtemittierenden Dioden (LEDs) bestehenden Lichtpanel erhellt: Sie strahlen ein weißes, die natürlichen Farben der im Modell verräumten Lebensmittel nicht verzerrendes Licht aus, das sich von oben bis hinab ins Optimal Fresh+-Fach wahrnehmen lässt. Das Licht kann den Großteil aller im Modell stehenden Lebensmittel erreichen und ist dabei solchermaßen intensiv, dass man die einzelnen Lebensmittel auch schon von vorne, also vor dem Modell stehend, erkennen kann. Mit einer Ausnahme: Wenn man die oberen Ebenen mit viel Fläche vereinnahmenden Lebensmitteln vollstellen sollte, kann das von oben ausstrahlende Licht nicht mehr voll durchs Glas der Ebenen hindurch und bis zum Fuß des Modellinnenraums herab scheinen.

Der untere Teil (Gefrierteil)

Die den unteren Teil des Modells verschließende Tür ist von innen weiß und mit einer Handvoll verschiedener, ins Material eingeprägter Symbole versehen worden: Anhand derer lässt sich ablesen, dass sich bei Einprogrammierung einer Temperatur von -18 °C Fleischwaren vier bis 12 Monate, Fischwaren vier bis sechs Monate und Convenience Food, wie bspw. Pizza, ein bis zwei Monate in dem Modell halten. Das alles aber ist natürlich auch von der Qualität der einzelnen Lebensmittel abhängig.

Den Modellinnenraum zeichnen drei ihren Maßen nach wirklich ausladende Schubladen aus: Deren Flächen sind üppig und reichen von 1.059 (3. Schublade) bis 1.333 cm2 (1. Schublade). Sie alle aber haben verschiedene Höhen, sodass man die Lebensmittel ihrer Größe nach einräumen sollte: Wir maßen hier 11,3 (1. Schublade, Hmax), 21,3 (2. Schublade, Hmax) und schließlich 21,1 cm (3. Schublade, Hmax). Die Schubladen lassen sich auch vollbeladen (mmax im Test: 10,0 kg) ohne wirklich wahrnehmbaren Materialwiderstand herausziehen und wieder hineinschieben, wiewohl hier keine Rollen vorhanden sind. Dies ist auch den äußeren, sich halbrund herab wölbenden Mulden an den Schubladenvorderseiten zu verdanken: Die Mulden vermitteln sicheren Grip und schneiden sich nicht ins Gewebe der Hand ein. Die Schubladen lassen sich auch voll aus dem Modell herausnehmen, was bspw. sinnvoll ist, um sie anschließend an allen Stellen, die sich anderswie nicht erreichen ließen, ab- und auswischen zu können.

LEDs, die diesen Teil des Modells erhellen würden, sind leider nicht vorhanden. Hier muss man mit dem normalen, im Haushalt gegebenen Licht vorliebnehmen. Dank der Transparenz der Schubladenvorderseiten kann man aber auch so von vorne in die Schubladen hineinspähen und so mit einem Mal erkennen, wo welche Lebensmittel verstaut worden sind.

Die Temperaturstabilität

Wie aber verhält es sich mit der Qualität des Modells in puncto Temperaturstabilität? Wir haben während des Tests erhoben, wie stabil die Temperaturen an ein und denselben Stellen im oberen und im unteren Teil des Modellinnenraums innerhalb einer Spanne von 24 Stunden bleiben. Alle Temperaturen wurden mit speziellen Sensoren erhoben, die von uns immer in der Mitte der einzelnen Ebenen und Fächer installiert wurden. Wir maßen die Temperaturen 24 Stunden nach Einprogrammierung einer Temperatur von 5,0 °C übers Tastenpanel. Die Sensoren ermittelten anschließend Werte in Höhe von 2,0 bis 6,9 °C (1. Ebene, tØ: 4,9 °C), 3,8 bis 5,8 °C (2. Ebene, tØ: 4,7 °C), 0,8 bis 5,2 °C (3. Ebene, tØ: 3,6 °C), 2,6 bis 4,8 °C (4. Ebene, tØ: 3,8 °C), 3,6 bis 4,4 °C (Humidity Fresh+-Fach, tØ: 3,9 °C) und des Weiteren noch 2,8 bis 4,0 °C (Optimal Fresh+-Fach, tØ: 3,3 °C): Die Temperaturstabilität in diesem Teil des Modells exzellent: Die Temperaturen schwanken, wenn man alle hier vorhandenen Ebenen und Fächer zusammennimmt, schließlich nur um durchschnittlich ±2,6 °C. Dass sich die Temperaturen solchermaßen stabil halten, ist sicherlich auch der massiven Metallwand zu verdanken (Metal Cooling, vgl. S. 91). Bei den Fächern in der Tür verhält es sich nicht viel anders: Hier maßen wir Temperaturen von 0,2 bis 7,8 °C (1. Fach, tØ: 4,8 °C), 0,8 bis 6,8 °C (2. Fach, tØ: 4,6 °C), 3,9 bis 6,1 °C (3. Fach, tØ: 5,1 °C) und schließlich 3,2 bis 5,3 °C (4. Fach, tØ: 4,3 °C). Dass die Temperaturen in diesen Fächern hier um durchschnittlich ±4,5 °C schwanken, ist noch immer vollkommen passabel: Schließlich werden in diesen Fächern normalerweise nur Lebensmittel verräumt, die schon von sich aus haltbarer sind, wie bspw. Marmeladen.

Während des Tests haben wir aber auch die Temperaturstabilität im unteren Modellteil erhoben: Die von uns verwendeten Sensoren wurden dieses Mal in der Mitte der drei vorhandenen Schubladen installiert. Wir maßen 24 Stunden nach Einprogrammierung einer Temperatur von -18 °C Temperaturen von -19,9 bis -14,7 °C (1. Schublade, tØ: -17,2 °C), -19,2 bis -15,6 °C (2. Schublade, tØ: -17,3 °C) und schließlich -19,5 bis -15,7 °C (3. Schublade, tØ: -17,4 °C). Die Temperaturen schwankten also, alle Schubladen einstellend, um ±4,2 °C, was bei den hier herrschenden Temperaturen keinen Anlass zur Kritik lässt.

Die Temperaturstabilität einmal außen vor lassend, ist aber noch ein Weiteres wirklich eindrucksvoll: Die während des Tests verwirklichten Temperaturen innerhalb des Modells waren immer außerordentlich nah an den von uns einprogrammierten Temperaturen dran. Während wir im oberen Teil des Modells durchschnittlich 4,3 °C ermittelten (-0,7 °C bzw. -14 %), waren es im unteren Teil durchschnittlich -17,3 °C (+0,7 °C bzw. +4 %). Dies ist Ausdruck all der modernen Technik, die der Hersteller von Werk aus in diesem Modell verbaut hat, wie bspw. des speziellen, die Temperaturen in Höhe aller Ebenen, Fächer usw. stabilisierenden Zirkulationssystems (All-Around Cooling).

Die Schallemissionen

Dank des in diesem Modell vorhandenen Spezialkompressors sind die nach außen hin wahrnehmbaren Schallemissionen ausgesprochen maßvoll. Die Höhe der Schallemissionen ist aber natürlich nicht immer einheitlich: Sie wandern bspw. immer dann nach oben, wenn sich der Spezialkompressor wieder anschaltet. Wir haben das Modell in unserer mit schallabsorbierendem Melaminharzschaum versehenen Messkammer platziert und aus einem Abstand von 1,0 m zur Modellvorderseite einen A-bewerteten Schalldruckpegel in Höhe von durchschnittlich 29,3 dB(A) messen können; ab und an wurden Schalldruckpegelspitzen von 33,1 dB(A) erreicht. Die Schallemissionen des Modells sind also in allen Situationen „sehr gut“: Aus anderen Ecken des Haushalts lässt es sich nicht einmal wahrnehmen.

Der Stromverbrauch

Auch der Stromverbrauch des Modells ist „sehr gut“: Wir haben während des Tests einen Wert in Höhe von durchschnittlich 13,9 Watt (PØ) ermittelt. Wer einen Strompreis von 0,3194 € pro Kilowattstunde zahlt, muss also vom Modell verursachte Stromkosten von circa 38,78 € pro Jahr einkalkulieren. Das ist angesichts des üppigen Maximalvolumens (Vmax: 385 bzw. 390 l, vgl. S. 81) noch vollkommen akzeptabel. Wie viel Strom das Modell verbraucht, ist aber natürlich immer von mehreren Merkmalen, wie bspw. den einprogrammierten Temperaturen, abhängig.

Das Modell ist von Werk aus mit einem Stromersparnis verheißenden Türalarm versehen worden: Wenn man die Tür des einen oder des anderen Teils des Modells nach dem Hineinstellen oder Herausnehmen von Lebensmitteln nicht voll schließt, lässt das Modell nach präzise 120 s eine 10 s anhaltende und sich alle 25 s wiederholende Tonsequenz hören. Die hier immer paarweise zu vernehmenden Töne lassen sich indes nur in ein und demselben Raum wirklich verlässlich wahrnehmen: Wir maßen hier Schallemissionen von 39,8 dB(A) (LP max aus d: 1,0 m). Nach dem 5. Mal schließlich schaltet sich das Licht des oberen Modellteils immer wieder 10 Mal hintereinander an und aus, um den akustischen Alarm auch noch mit einem visuellen zu verbinden.

Die Bedienungsanleitung

Das Modell kommt von Werk aus mit einer deutschsprachigen, schwarz-weißen Dokumentation, die nicht ausschließlich dieses Modell, sondern alle RB3*T*– und RL3*T*-Modelle des Herstellers abhandelt: Dabei handelt es sich um in summa neun verschiedene Modelle. Daher muss man immerhin an manchen Stellen näher schauen, welchem Modell sich die einzelnen Tabellen, Texte et cetera nun widmen. Die Dokumentation ist inhaltlich von exquisiter Qualität: Sie nimmt sich wirklich aller nur vorstellbaren Themenkreise rund um das Modell, einschließlich der hier vorhandenen speziellen Funktionen (Power Cool, Power Freeze und Vacation), der einzelnen Fächer (Optimal Fresh+ und Humidity Fresh+) usw. an. Wer sich ein paar Minuten nimmt, um die 73 Seiten zählende Dokumentation einmal voll durchzulesen, wird das Modell anschließend voll verwenden können. Freilich lassen sich auch eine Handvoll Makel ausmachen: So sind bspw. hier und da ein paar sprachliche Fehler zu lesen (vgl. bspw. S. 16, 24, 28 usw.), die das Textverständnis aber nicht erschweren. Des Weiteren sind manche der reichlich vorhandenen Sicherheitshinweise an verschiedenen Stellen und auch noch mit vollkommen identischem Wortlaut vorhanden (vgl. bspw. S. 20 und S. 22, S. 20 und S. 27, S. 21 und S. 26, S. 24 und S. 25 usw.).

Das Humidity Fresh+-Fach – Für eindrucksvolle Frische

Der obere Teil – Kühlteil –

kuehlteilDie Temperaturen in den vier verschiedenen Ebenen des oberen Teils des Modells sind mit durchschnittlich 4,3 °C nah an der Soll-Temperatur von 5,0 °C (-0,7 °C bzw. -14 %). Sie schwanken im Schnitt um ±2,6 °C und um maximal ±4,9 °C. Die hier auch vorhandenen Optimal Fresh+– und Humidity Fresh+– Fächer können sich durch eine exzellente Temperaturstabilität auszeichnen: Hier maßen wir durchschnittlich nur ±0,6 °C und maximal ±1,2 °C.

Die Fächer der Tür

kuehlteil tuerDas Temperaturlevel in den Fächern der Tür ist mit durchschnittlich 4,8 °C wärmer als in den Ebenen und Fächern des oberen Teils des Modells: Das ist der Grund, aus dem man hier idealerweise haltbarere Lebensmittel hineinstellen sollte. Die Temperaturen schwanken indes in erheblicherem Maße, im Durchschnitt um ±4,5 °C, maximal um ±7,6 °C.

Der untere Teil – Gefrierteil –

gefrierteilDie drei Schubladen im unteren Teil des Modells zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die in ihnen herrschenden Temperaturen mit durchschnittlich -17,3 °C noch näher an der Soll-Temperatur von -18,0 °C sind als im oberen Teil des Modells (+0,7 °C bzw. +4 %). Die Temperaturstabilität ist ansehnlich: Wir maßen hier im Schnitt ±4,2 °C und maximal ±5,2 °C.

Technische Daten

Hersteller/Modell Samsung RL38T775CS9/EG
Optik (Stil) Edelstahl-Optik (Metal Skin)
Außenmaße des Modells
(Hmax × Bmax × Tmax)
203,0 x 59,5 x 65,8 cm
Gewicht des Modells 80 kg
Energieeffizienzklasse bis 28.02.2021: A+++; ab 01.03.2021: C
Klimaklasse SN, N, ST, T (10 bis 43 °C)
Volumen des Kühlteils 112 l bzw. 276 l
Volumen des Gefrierteils 273 l bzw. 114 l
Gesamtvolumen 385 bzw. 390 l
Tastenpanel ja (mechanische Tasten, außen)
Tastensperre ja
No-Frost-Funktion ja (No Frost+)
Temperaturspektrum des Kühlteils 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 °C
Temperaturspektrum des Gefrierteils -15, -16, -17, -18, -19, -20, -21, -22, -23 °C
Türalarm ja (bzgl. des Kühlteils akustisch und optisch, bzgl. des Gefrierteils nur akustisch)
Zubehör Eierhalter, Eisschale
Besonderheiten All-Around Cooling, Digital Inverter Technology, Metal Cooling, SpaceMaxTM, HumidityFresh+-Fach, OptimalFresh+-Fach
Funktion
Kühlsystem Digital Inverter Technology
Zirkulationssystem ja (All-Around Cooling)
Anzahl der Kühlsysteme 1
Power Cool-Funktion ja
Power Freeze-Funktion ja
Vacation-Modus ja
Maximalkapazität binnen 24 h (Gefrierteil) 20 kg
Anzahl der Sterne (Gefrierteil) 4
Frische-Fach/-Fächer ja (Optimal Fresh+– und Humidity Fresh+-Fach)
Wasser-Spender nein
Eis-Spender nein
Innenausstattung
Anzahl der Ebenen (Kühlteil) 4
Anzahl der Schubladen (Kühlteil) 2
Anzahl der Fächer in der Tür (Kühlteil) 4
Extras Eierhalter (max. 12 Hühnereier, Größe M bis L)
Anzahl der Ebenen (Gefrierteil) 1
Anzahl der Schubladen (Gefrierteil) 3
Anzahl der Fächer in der Tür (Gefrierteil) 0
Extras Eiswürfelschale (max. 10 Eiswürfel)
Schallemissionen und Stromverbrauch
Stromverbrauch
(PØ, gemessen bei tK: 5 °C und tG: -18 °C)
13,9 W
Stromverbrauch pro Jahr
(PØ lt. Hersteller)
180 kWh
Stromverbrauch pro Jahr
(PØ, gemessen bei tK: 5 °C und tG: -18 °C)
141,4 kWh
Schallemissionen
(LP max, lt. Hersteller)
35,0 dB(A)
Schallemissionen
(L / LP max, gemessen aus d: 1,0 m)
29,3 dB(A) / 33,1 dB(A)
Schallemissionen des akustischen Türalarms
(LP max, gemessen aus d: 1,0 m)
29,3 dB(A) / 33,1 dB(A)

Bewertung

Hersteller/Modell % Samsung RL38T775CS9/EG
Handhabung 10 90,3
Flexibilität (Ebenen, Fächer usw.) 70 90,0
Bedienung 30 91,0
Ausstattung 15 94,2
Volumen 45 96,9
Beleuchtung 15 88,0
Materialqualität 30 96,0
Bedienungsanleitung 10 94,0
Betrieb 15 98,0
Lautstärke 30 98,0
Stromverbrauch 70 98,0
Kühlen 40 93,3
Temperaturstabilität 35 95,4
Kühldauer 35 89,4
Gemüse-/Obst-Fach 30 95,3
Gefrieren 20 93,7
Temperaturstabilität 50 93,8
Gefrierdauer 50 93,5
Bonus / Malus +0,25 (SpaceMaxTM>); +0,125 (Flex Divider im Optimal Fresh+Fach); +0,125 (Humidität im Humidity Fresh+-Fach einstellbar); +0,125 (Temperaturzonen im Optimal Fresh+-Fach)
Preis in Euro (UVP) 1.199,00
Durchschnittlicher Marktpreis in Euro 977,00
Preis-/Leistungsindex 10,34
Gesamtbewertung 94,5 % („sehr gut“)

Wie haben wir geprüft?

Kühlen (40 %)

Hier haben wir die im Kühlraum herrschenden Temperaturen in Abständen von 1 s in Höhe aller Ebenen, Fächer usw. ermittelt: Hierzu wurden Temperatursensoren in der Mitte der Ebenen, Fächer usw. positioniert und mindestens 24 h an ebendiesen Stellen belassen, um nicht nur die wirklich erreichten Temperaturen, sondern auch die Tempaturstabilität zu kontrollieren. Ob und in welchem Maß die so ermittelten Temperaturen zwischen den einzelnen Kompressorphasen voneinander abwichen, wurde erhoben und beurteilt. Darüber hinaus wurden Testbehältnisse aus Polypropylen (tmax des Materials: 1,0 mm) jeweils mit 1,5 l ursprünglich 20,0 °C warmem Wasser versehen, in Höhe aller Ebenen, Fächer usw. positioniert und ermittelt, nach welcher Zeit das in ihnen enthaltene Wasser eine Temperatur von 10,0 °C erreicht hat. Dies wurde 24 Stunden nach Einprogrammierung einer Temperatur von 5 °C (tK) bei einer äußeren Temperatur von 20 °C (tØ, ±1,5 °C) erhoben. Wie das Modell die Frische von Gemüse im Humidity Fresh+-Fach erhält, wurde in mehrmals wiederholten, immer exakt eine Arbeitswoche dauernden Testphasen ermittelt. Hier wurde drei Mal neu erworbenes Gemüse, namentlich Gurken, Möhren, Paprika, Radieschen und Salat, über Zeitspannen von einer Arbeitswoche im Humidity Fresh+-Fach verräumt. Die Frische des Gemüses wurde abschließend von allen Testerinnen und Testern sinnlich, also im Lichte der Optik, der Haptik, des Geruchs und des Geschmacks bewertet: Des Weiteren wurde erhoben, wie viel Wasser das Gemüse während der einzelnen Arbeitswochen verloren hat.

Gefrieren (20%)

Ferner haben wir die in den einzelnen Schubladen herrschenden Temperaturen nach der vormals schon erläuterten Methode (s. Kühlen (40 %)) ermittelt. Darüber hinaus maßen und bewerteten die Testerinnen und Tester auch hier diejenige Zeitspanne, nach der 1,5 l ursprünglich 20,0 °C warmes, in Testbehältnissen aus Polypropylen (tmax des Materials: 1,0 mm) enthaltenes und in allen drei Schubladen des Modells verstautes Wasser eine Temperatur von 0 °C erreicht hat. Dies wurde 24 Stunden nach Einprogrammierung einer Temperatur von -18 °C (tG) bei einer äußeren Temperatur von 20 °C (tØ, ±1,5 °C) erhoben.

Betrieb (15 %)

Das Modell wurde während des Tests bei einer äußeren Temperatur von 20 °C (tØ, ±1,5 °C) betrieben. Nachdem die vorab einprogrammierten Temperaturen von 5 °C (tK) bzw. -18 °C (tG) erreicht wurden und stabil waren, wurden der A-bewertete Schalldruckpegel in einer 2,00 × 2,00 × 2,20 m (Bmax × Tmax × ​Hmax) messenden, mit schallabsorbierendem Melaminharzschaum versehenen Schallmesskammer aus einem Abstand von einem Meter zur Modellvorderseite sowie der Stromverbrauch ermittelt und beurteilt.

Ausstattung (15 %)

Hier wurde vor allem das Gesamtvolumen des Modellinnenraums, anknüpfend an beide Teile des Modells, beurteilt. Auch die außen und innen verwendeten Materialien sowie die Art und Weise, in der diese verarbeitet worden sind, wurde von allen Testerinnen und Testern inspiziert. Darüber hinaus wurde auch noch erhoben, ob und in welcher Art und Weise die beiden Teile beleuchtet werden, ob sich die in ihnen verräumten Lebensmittel also bei verschiedenen Lichtverhältnissen innerhalb des Haushalts erkennen lassen. Schließlich wurde noch die vom Hersteller herrührende Dokumentation des Modells benotet: Diese sollte nicht nur verständlich alle wesentlichen Themenkreise rund ums Modell abhandeln, sondern auch noch weitere Hinweise, bspw. zur idealen Einlagerung von Lebensmitteln in den einen und/oder anderen Teil des Modells, enthalten.

Handhabung (10 %)

Hier wurde ermittelt und beurteilt, wie sich der Modellinnenraum an die in ihm zu verräumenden Lebensmittel, sprich Fleisch-, Fisch-, Milchwaren et cetera, anpassen lässt, bspw. durch in ihrer Position veränderliche Ebenen, Fächer usw. Des Weiteren wurde natürlich auch von allen Testerinnen und Testern bewertet, wie sich das Modell in praxi handhaben lässt: Neben dem einprogrammierbaren Temperaturspektrum und der Temperaturstabilität in beiden Teilen des Modells wurden auch alle weiteren Funktionen, wie bspw. die Power Cool-, die Power Freeze– und die Vacation-Funktion, benotet. Die Testerinnen und Tester nahmen sich hier auch des Tastenpanels an: Alle hier vorhandenen Tasten sollten sich als Links- und auch als Rechtshänder:in erreichen lassen und bei jedem Tastendruck ansprechen. Ob, nach welcher Zeitspanne und in welcher Art und Weise das Modell einen akustischen und/oder optischen Alarm auslöst, nachdem eine seiner Türen nicht ordentlich verschlossen worden ist, wurde außerdem ermittelt.

 

Getestete Produkte

  • Samsung RL38T775CS9/EG

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