Rowenta X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 – Saug-/Wischroboter im Test 2021

Smarter Saugroboter mit starker Reinigungsleistung

25. Februar 2021

Saugroboter werden auch hierzulande immer beliebter – und das ist, wenn man sich all die Stärken eines solchen Roboters bewusst macht, auch ohne Weiteres verständlich: Sie nehmen den Verbraucherinnen und Verbrauchern schließlich eine der enervierendsten Arbeiten im Haushalt ab und halten die Fußböden immer in ansprechend-reinlicher Optik. Die Ansprüche, die man mittlerweile an sie stellt, sind aber enorm: Die smarten Roboter sollen nicht nur alle Fußböden, einerlei ob es sich nun um solche aus Holz, Stein, Vinyl oder einem vollkommen anderen Material handelt, makellos-rein machen können, sondern darüber hinaus auch durch eine systematische Arbeitsweise sicherstellen, dass wirklich alle Flächen im Haushalt erreicht werden. Ein Hersteller, der all diese Ansprüche schon in den letzten Jahren mit seinen Robotern bedienen konnte, ist das Traditionsunternehmen Rowenta, das erst vor ein paar Wochen ein neues Modell in den Markt entlassen hat: Den X-plorer Serie 75 Total Care RR7687. Wir hatten diesen Roboter nun mehrere Wochen im Test und haben währenddessen ermittelt, was er alles im Haushalt leisten kann.

Der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 ist prallvoll mit modernen Funktionen, die ihn aus der Masse der aktuell am Markt erhältlichen Roboter hervorstechen lassen: Hier ist vor allem die vollkommen neu entwickelte Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App zu nennen, durch die sich das Modell bequem per Smartphone oder Tablet bedienen lässt. Darüber hinaus kann man den Roboter aber auch ins Smart Home einbinden, indem man ihn mit einem schon vorhandenen Smart Speaker, wie bspw. Amazon Echo oder Google Home, koppelt. Hin- sichtlich der Fußbodenreinigung, dem an sich wesentlichen Thema, ist noch ein Weiteres hervorzuheben: Das Modell kann nämlich nicht nur Grob- und Feinpartikel von den Fußböden des Haushalts einziehen, sondern sie auch noch wischen. Ein mit Wasser zu versehener Tank und drei verschiedene Wischer sind schon von Werk aus dabei. Durch all diese Besonderheiten sowie durch eine in allen Situationen beachtliche Fußbodenreinigungsleistung soll der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 einem viel Arbeit abnehmen. Ob dies aber auch wirklich der Fall ist? Das lesen Sie in unserem detaillierten Test!

Das Wesentliche

Für wen ist der Saugroboter geeignet?
Für all diejenigen, die nicht mehr willens sind, einen Großteil ihrer wertvollen Freizeit der Fußbodenreinigung im Haushalt zu widmen. Das Modell kann die Fußböden schließlich so rein halten, dass man sich wirklich nur noch punktuell ans Werk machen muss, bspw. in verwinkelten Ecken.

Was ist an dem Modell hervorzuheben?
Der Roboter kann dank spezieller Sensoren erkennen, über welchen Typ von Fußboden er aktuell rollt. Wenn man dies wünschen sollte, kann die Saugleistung immer vollautomatisch ans Material des Fußbodens angepasst werden (Auto-Boost-Funktion, vgl. S. 70).

Was ist an dem Modell weiterhin interessant?
Das Modell erstellt per Laserscanner eine Karte des Haushalts, anhand derer es sich durch denselben hin-durch manövrieren kann. Dadurch weiß es immer, welche Flächen er schon hinter sich hat und welche noch anstehen: Das verheißt eine eindrucksvolle Systematik.

X-plorer Serie 75 Total Care RR7687: Technik im Detail

Der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 rollt dank drei massiver Räder A souverän durch den Haushalt. Währenddessen werden Grob- und Feinpartikel durch den vorderen Einlass B in den Modellkörper hineingesogen und landen schließlich im Staubbehälter C. Die vor dem Einlass auszumachende und sich während des Saugvorgangs kontinuierlich weiter voran drehende Walzenbürste D stellt sicher, dass sich bspw. Menschen- und Tierhaare auch aus den Fasern von Teppichen heraus- lösen und anschließend einziehen lassen: Die sich wie in einer Helix um die Walzenbürste windenden Borsten, derer viele Tausende vorhanden sind, streichen immer wieder über den Fußboden und schieben hier eventuell gegebene Partikel präzise hin zum Einlass des Modells. Mit den beiden sich an den Seiten des Modells drehenden Pinseln E verhält es sich ähnlich: Sie holen die Partikel von den seitlichen Teilen des Fußbodens ab und schieben sie hin zum Einlass. Der Staubbehälter (Vmax: 350 ml) schließlich ist innerhalb des Modells verbaut, lässt sich aber von oben leicht erreichen und auch herausnehmen: So kann man ihn wunderbar ausleeren. Der Roboter ist von Werk aus mit einer beachtlichen Spanne an Sensoren F versehen worden, mit denen er bspw. die im Haushalt vorhandenen Hindernisse, gleichgültig ob es sich nun um Menschen, Tiere oder Mobiliar handelt, erkennen und ihnen sodann ausweichen kann. Hier ausdrücklich hervorzuheben ist der Zylinder an der Oberseite des Modell- körpers G: Dieser beheimatet nämlich spezielle Laserscanner, mit denen der Roboter alles um sich herum, also die einzelnen Räume des Haushalts, kartiert, sodass er die Fußboden- reinigung von vornherein systematisch abwickeln kann. Strom holt das Modell aus einem in ihm verbauten Lithium-Ionen-Akkumulator (U: 14,4 V, Q: 2,6 Ah), den man in regelmäßigen Abständen wieder laden muss: Normalerweise manövriert sich das Modell daher auch immer wieder in seine mit dem Stromnetzwerk verbundene Ladestation H zurück.

Der Test im Überblick

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Mit dem X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 hat Rowenta nun einen Roboter im Sortiment, der interessierten Verbraucherinnen und Ver- brauchern so manches verspricht: Eine gleich- mäßig-gründliche Fußbodenreinigung durch einen Saug- und – wenn man dies wünschen sollte – einen sich anschließenden Wischvorgang, eine ideale Anpassung der Saug- und Wischleistung an die jeweilige Haushaltssituation sowie eine vollkommen neu entwickelte, mit Android- und iOS-Smartphones und -Tablets kompatible Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App. Man soll sich hier also einen Roboter ins Haus holen können, der schon von Werk aus erstaunlich smart ist und einem immerhin einen Großteil der viel zu viel Arbeit machenden Fußbodenreinigung abnehmen kann. Wie unser aktueller, vier Wochen dauernder Test erwiesen hat, klappt dies auch wirklich – mit nur ein paar Abstrichen.

Die Saugleistung des Modells ist in allen Situationen „gut“ bis „sehr gut“: Sowohl über Hart- als auch über Teppichböden werden Schmutzpartikel aller Größen nahezu rückstandslos eingesogen. Da vier verschiedene Modi zur Saugleistungsein- stellung gegeben sind, lässt sich die Motorstärke immer an das Material des Fußbodens anpassen. Dank der Auto-Boost-Funktion kann das Modell das Fußbodenmaterial auch von allein erkennen: Hierzu werden eine Handvoll spezieller Sensoren am Modellkörper instrumentalisiert, die das Material schon innerhalb von 2,5 s (TØ im Test) erkennen. Da das Modell von Werk aus drei verschiedene, jeweils anderen Zwecken zu dienen bestimmte Wischmopps in petto hat, kann man den Roboter auch zum Wischen des Fußbodens wappnen, abhängig von den Ansprüchen des Materials. Wirklich stark ist aber auch die Systematik, mit der das Modell den Haushalt abrollt: Auch in vollkommen verwinkelten Räumen voller Mobiliar ist es imstande, sich so souverän zu manövrieren, dass ein Gutteil des Fußbodens erreicht wird (AØ: circa 99 % der Fläche des Raums). Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass das Modell per Laser virtuelle Karten des Haushalts erstellen kann. Diese lassen sich aber nicht nur von ihm während der Fußbodenreinigung verwenden; man kann sie auch innerhalb der App heranziehen: Anhand derer lässt sich einstellen, dass das Modell von vornherein nur bestimmte Flächen des Haushalts abrollen soll, bspw. also nur das Arbeits- und das Wohnzimmer; andersherum kann man einzelne Areale auch von dem Haushaltsplan ausnehmen. Auch darüber hinaus hält die App noch ein paar clevere Funktionen bereit, die sich während des Tests anstandslos verwenden ließen: So kann man den Roboter bspw. anweisen, sich nur zu individuell einprogrammierbaren Zeitpunkten innerhalb der Woche oder am Wochenende an die Fußböden zu machen. Des Weiteren kann man das Modell per App auch manuell über die Fußböden lenken. Die Testerinnen und Tester stießen sich allein daran, dass die App so prallvoll mit Funktionen ist, dass man sich nicht intuitiv in ihr orientieren kann. Auch die Dokumentation des Herstellers zum Modell enthält keine nähe- ren Worte zur App. Da sich viele Funktionen aber von vornherein nur über die App erreichen lassen, man sie also verwenden muss, um in den Genuss des vollen Funktionsspektrums zu kommen, ist dies nur schwer nachzuvollziehen.

Das Modell zu warten, ist nur mit ein paar Minuten Arbeit pro Woche verbunden. Die Materialqualität des Modellkörpers ist auch größtenteils ansprechend: Auch Stöße gegen massives Mobiliar hinterlassen an ihm keine Schäden. Die Ausdauer des hier vorhandenen Lithium-Ionen-Akkus ist allerdings nicht prächtig: Wir maßen während des Tests eine Arbeits- zeit von nur 114:14 min (TØ, Standard-Modus); ihn anschließend wieder voll zu laden, nimmt schließlich 4:00 h (TØ) in Anspruch. Der Schalldruckpegel ist mit durchschnittlich 57,9 dB(A) (L aus d: 1,0 m) passabel.

Die angesprochenen Makel können einem den Spaß am X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 aber nicht verleiden: Hierbei handelt es sich schließlich um einen Roboter, der dank cleverer Sensormechanismen einen Großteil der Fußbodenreinigung vollkommen autonom abwickeln kann und der einem daher viel Arbeit spart. Das Modell erzielt im Test solide 92,7 % und erhält daher von uns das Testurteil „sehr gut“.

Die wesentlichen Merkmale

  • Maximalvolumen des Staubbehälters: 350 ml
  • Höhe des Modells (Hmax): 10,5 cm
  • Arbeitszeit (Tmax ): 114:14 min (Saugvorgang) / 25:28 min (Rückweg)
  • Ladezeit (Tmax): 240 min

Kurzbewertung

Handhabung:
4,5 von 5,0
Arbeitsweise:
4,5 von 5,0
Saugleistung:
4,5 von 5,0
Akku:
4,5 von 5,0
Verarbeitung:
4,5 von 5,0

Pro

  • „gute“ bis „sehr gute“ Saugleistung
  • Smart Aqua Force
  • vollzieht die Saug- und Wischvorgänge sehr systematisch

Contra

  • kann größtenteils nur per Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App bedient werden

Größe, Gewicht und Co.

Der neue X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 ist von außen vollkommen rund und mit Maßen von 34,6 × 10,5 cm (Ømax × Hmax) auch nicht von ausladender Größe. DerModellkörper ist indes höher als derjenige vieler anderer aktuell erhältlicher Roboter: Das ist durch die speziellen, oben installierten Laser zu erklären, die andauernd den Haushalt abscannen, um eine systematische Fußbodenreinigung zu erlauben. Das Höhenmaß ist aber nicht wirklich problematisch, lassen sich mit dem Modell doch auch Flächen unter Möbeln noch immer ohne Weiteres erreichen. Ebenso simpel wie die Form sind auch die Farben des Modellkörpers: Dieser wird vor allem von neutralem Weiß vereinnahmt und wirkt dadurch solchermaßen vornehm, dass er sich äußerlich in alle Haushaltsstile einpassen kann. Das Gewicht ist mit 3,3 kg (mmax ohne Mop) so gering, dass man den Roboter ohne Mühe anheben und ihn bspw. wieder an einer anderen Stelle des Haushalts abstellen kann.

Das Modell ist – alles in allem – ordentlich verarbeitet: Der an allen Teilen des Modellköpers vorhandenen, massiven Materialien ist es zu verdanken, dass er auch Stößen schadlos widerstehen kann. Allein derjenige Mechanismus, der den Tank zum Wischen halten soll, ist nicht von idealer Qualität; dennoch sitzt der Tank so stabil, dass er während des Wischvorgangs sicher an Ort und Stelle bleibt.

Ehe man das Modell zum allerersten Mal in die Weiten des Haushalts entlässt, muss man sich noch der Ladestation annehmen: Diese steht dank des immerhin partiell gegebenen Gummis am Boden vollkommen stabil und verrutscht auch dann nicht, wenn man sie bspw. einmal mit dem Fuß anstoßen sollte. Das mit 1,85 m (Lmax) sehr üppige Ladekabel bietet reichlich Freiraum bei der Wahl des Standortes der Ladestation: Man muss sie schließlich nicht in unmittelbarer Nähe eines Stromanschlusses abstellen. Die Testerinnen und Tester monierten aber, dass sich der Teil des Ladekabels, den man nicht braucht, nicht in der Ladestation verstauen lässt: Das ist nicht nur verdrießlich, weil ein Teil des Fußbodens vereinnahmt wird, sondern weil sich das Radwerk des Modells auch in ihm verheddern kann. Das ist aber, das sei an dieser Stelle erwähnt, während des Tests nur einmal passiert.

Die Bedienung

Bedienen kann man das Modell, wenn man sich nur den Basics widmen muss, auch am Modellkörper selbst: An dessen Oberseite sind schließlich zwei leicht erreichbare Tasten vorhanden, die mit weißen Symbolen versehen sind, sodass man vollkommen intuitiv erkennt, welche Funktionen sich mit ihnen anstoßen lassen: Die eine von ihnen schickt das Modell im Auto-Modus (vgl. S 71) ans Werk, die andere lotst es zu seiner Ladestation zurück. Außerdem kann man die andere Taste 3 s drücken, um von der Flächen- hin zur Punktreinigung zu wechseln: Dabei nimmt sich der Roboter nur noch einer 2,25 m2 messenden Fläche um ihn herum an (Amax , 1,5 × 1,5 m). Die Tasten sind von ausreichender Größe (35 × 10 mm, Bmax × Hmax) und heben sich außerdem um 2 mm nach oben hin ab, sodass sie mühelos erreicht und dem Tastsinn nach erkannt werden können, wenn man neben dem Modell steht.

Für alles Weitere indes muss man die neu entwickelte Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App heranziehen: Sie ist kostenlos im App Store (iOS ab 9.0) und im Play Store (Android ab 4.4) zu haben. Die App enthält eine schier eindrucksvolle Anzahl weiterer Funktionen und ist daher weit mehr als nur ein smartes Schmankerl: Mit ihr wird das Smartphone oder Tablet zur wesentlichen Schnittstelle zwischen den im Haushalt lebenden Verbraucherinnen und Verbrauchern und dem Modell. Nachteil an alledem ist, dass die App allein per WLAN mit dem Modell kommuniziert, sodass es, abhängig von der Qualität des im Haushalt gegebenen WLANs, ab und an zu Fehlern kommen kann: Die App ließ während des Tests immerhin ein paar Makel erkennen: Gerade während des Saug- oder Wischvorgangs sprach sie nur stark verspätet (Tmax: 16 s nach Touchinteraktion) an. Auch aus diesem Grund wäre es schön, wenn das Modell auch noch eine klassisch-konventionelle, per Funk arbeitende Remote Control bieten würde.

Für all diejenigen, die in ihrem Haushalt schon einen Smart Speaker haben, ist das Modell wunderbar: Es lässt sich schließlich innerhalb von ein paar Minuten mit einem solchen koppeln, aktuell mit Amazon Echo und/oder Google Home. Das klappte während des Tests auch anstandslos. Leider aber lassen sich hierüber nur ein paar Funktionen erreichen, wie bspw. das Starten und Stoppen des Saug- oder Wischvorgangs. Dennoch: Dass sich der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 voll ins Smart Home einbinden lässt, wird den ein oder anderen sicher verzücken.

Da das Modell während seiner Arbeit im Haushalt mit allen nur vorstellbaren Partikeln in Kontakt kommen kann, muss es auch selbst immer wieder gereinigt und gepflegt werden. Bei dem X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 ist dies nur mit ein paar Minuten Arbeit pro Woche verbunden: So muss man in regelmäßigen Abständen den mit 350 ml (Vmax) Maximalvolumen ausreichend bemessenen Staubbehälter leeren. Dieser lässt sich nach einem Tastendruck leicht aus der Oberseite des Modellkörpers herausnehmen. Leeren kann man ihn anschließend, indem man einen Teil von ihm nach unten hin abklappen lässt, ohne dass man vorher bspw. den Filter ausbauen müsste. Dies alles nimmt wirklich nur den ein oder anderen Moment in Anspruch. Damit sich das Modell immer planvoll durch den Haushalt manövrieren kann, muss man sich auch den äußeren Sensoren am Modellkörper widmen: Sie sind idealerweise abzupinseln, um zu verhindern, dass sich niederlassende Staubpartikel ihre Funktionalität mindern. Das Modell kommt hierzu schon von Werk aus mit einem speziellen Pinsel, der außerdem mit einem Messerkamm versehen ist: Dieser Messerkamm ist primär dazu da, Menschen- und Tierhaare aus den Bürsten des Roboters zu lösen und sie anschließend herauszuziehen. Die Testerinnen und Tester ließen sich bloß darüber aus, dass man die Seitenbürsten nicht von Hand herausnehmen kann, sondern vorab noch ein paar Schrauben lösen muss. Bei der in der Mitte installierten Walzenbürste verhält es sich interessanterweise anders: Sie lässt sich ohne Weiteres aus dem Modellkörper herausnehmen.

Da die Bürsten und der Filter mit den Monaten aber immer weiter verschleißen, muss man sie in regelmäßigen Abständen aus- wechseln. Die App stellt hier präzise dar, wann ein solcher Wechsel vorzunehmen ist: Hier ist nämlich zu sehen, wie viele Stunden die einzelnen Teile des Modells voraussichtlich noch halten. Freilich sind diese Zeitspannen immer auch von den im Haushalt gegebenen Strapazen abhängig, bspw. von dem Material der Fußböden, der Art und der Größe der immer wieder einzuziehenden Grob- und Feinpartikel et cetera. Neue Seiten- und Walzenbürsten sind aber aktuell noch nicht im Onlineshop von Rowenta erhältlich.

Die Bedienungsanleitung

Wie das Modell in Betrieb zu nehmen und während des Betriebs zu bedienen ist, lässt sich aus der inhaltlich exzellenten Bedienungsanleitung herauslesen: Sie kann vor allem mit ihren reichlich gegebenen Graphiken punkten, die den Text arrondieren und das Textverständnis an vielen Stellen verbessern. Aber: Die Bedienungsanleitung als Ganzes ist alles andere als übersichtlich, da die Texte in bis zu 16 verschiedenen Sprachen nah beieinander stehen und man den Text in derjenigen Sprache, die einen interessiert, nicht in einem Mal durchlesen kann. Man muss, wann immer man einen Absatz zu lesen abschließt, immer wieder den neuen Absatz in der passenden Sprache suchen. Wenn man dies nun einmal außen vor lässt, ist an der Bedienungsanleitung aber nichts auszusetzen – zumal auch noch ein kurzer, knapper Quick Start Guide vorhanden ist, der alles Wesentliche zum Modell instruktiv und vollkommen verständlich darstellt. Leider, und das ist nur schwerlich zu verstehen, werden an keiner Stelle Worte zur Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App verloren, sodass man sich allein mit ihren Funktionen vertraut machen muss. Wer kein Digital Native ist und Apps nur ab und an verwendet, wird dies schon angesichts der Masse an Funktionen, die über die App erreichbar sind, als ausgesprochen schwierig ansehen.

Der Saug-/Wischvorgang

Den Saug- oder Wischvorgang stößt man entweder durch Druck der entsprechenden Taste am Modellkörper oder per App übers Smartphone resp. Tablet an. Freilich kann man das Modell auch vollautomatisch, zu vormals einprogrammierten Zeiten, in den Haushalt schicken: Die App hat nämlich einen Timer in petto, sodass sich präzise einstellen lässt, wann der Saug- oder Wischvorgang starten soll, bspw. jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 08:30 Uhr. Wenn man selbst also seine Wohnräume planmäßig zu einer bestimmten Zeit verlässt, kann man den Roboter immer dann werkeln lassen, wenn man außer Haus ist; so kommt man später immer wieder in den Genuss eines wunderbar-reinen Fußbodens.

Durch den Timer kann man aber nicht nur den Zeitpunkt eines vollautomatisch startenden Saug- oder Wischvorgangs einprogrammieren, sondern auch den Modus, in dem das Modell arbeiten soll. Selbstverständlich lässt sich der Modus aber auch dann bestimmen, wenn man den Saug- oder Wischvorgang manuell einleitet: Es sind hier in summa vier verschiedene Modi vorhanden (scil. Geräuschlos, Standard, Leistung und Max.). Die ersten beiden sind ideal, um Hartböden zu säubern; sie zeichnen sich außerdem durch einen maßvolleren Stromverbrauch und einen passablen Schallausstoß aus, sodass man das Modell bspw. auch zur Abendzeit verwenden kann: Wir maßen im Standard-Modus 57,9 bis 63,9 dB(A) (L bis LP max aus d: 1,0 m). Mit dem Geräuschlos-Modus lassen sich die Schallemissionen um circa 13  % vermindern (LP max aus d: 1,0 m: 55,5 dB(A)). Der Max.-Modus wiederum ist mit 63,2 dB(A) bis 65,1 dB(A) (L bis LP max aus d: 1,0 m) sehr viel lauter, verbraucht natürlich auch mehr Strom und sollte daher nur punktuell bei stark verschmutzten Flächen eines Teppichs verwendet werden (vgl. S. 72–73). Damit man die aktuellen Arbeitszonen des Modells aber nicht andauernd im Fokus haben muss, um den Modus immer passend zum Material des Fußbodens einstellen zu können, lässt sich in der App die Auto-Boost-Funktion wählen: Mit ihr erkennt der Roboter von allein, ob er im Moment nun Hart- oder Teppichboden abrollt und passt seine Saugleistung demgemäß an. Während des Tests klappte dies immer verlässlich innerhalb von nur 2,5 s (TØ im Test), sodass diese Funktion einen wirklichen Mehrwert darstellt.

Die Systematik

Des Weiteren lässt sich auch die Art und Weise, in der sich das Modell durch den Haushalt manövrieren soll, einprogrammieren. Mit dem Auto-Modus bspw. kann man eine systematische Fußbodenreinigung verwirklichen: Hier rollt das Modell an den Wänden eines Zimmers entlang, ehe es die Flächen des Fußbodens in parallelen Fahrbahnen abarbeitet. Dadurch lässt sich wirklich ein erheblicher Teil des Fußbodens erreichen (AØ im Test: circa 99 % der vollen Fläche). Nur dann, wenn Hindernisse vorhanden sind, muss der Roboter seinen Fahrplan natürlich anpassen, da er ihnen ausweichen muss; dennoch weiß sich das Modell auch in solchen Fällen so souverän zu lenken, dass es sich auch durch eine Mehrzahl von Hindernissen im Test nicht verwirren ließ.

Der Grund, aus dem der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 so eindrucksvoll daher rollt, ist vor allem in dessen Lasern zu sehen: Er scannt den Haushalt nämlich andauernd mit speziellen Lasern ab und erstellt mit alledem eine virtuelle Karte des Haushalts. An dieser Karte, die von dem Modell abgespeichert wird, orientiert es sich während jedes einzelnen Saug- oder Wischvorgangs. Außerordentlich praktisch ist auch, dass sich bis zu vier verschiedene Karten erstellen und speichern lassen: Dies ist bspw. in Häusern mit mehreren Stockwerken relevant, da hier pro Ebene eine andere Karte erhoben werden kann.

Die von dem Modell erstellten Karten lassen sich dank der App aber noch anderswie weiter verwenden: So erkennt der Roboter bspw. vollautomatisch verschiedene Zimmer im Haushalt und stellt dies anhand von mehreren Farben auch visuell dar. Sollte sich das Modell dabei einmal irren, kann man natürlich noch selbst einzelne Zimmer einpflegen, mehrere Zimmer miteinander verbinden und/oder löschen. Des Weiteren lassen sich alle Zimmer individuell benennen. Dadurch kann man den Roboter nun anhalten, nur die Fußböden einzelner Zimmer zu säubern; auch lässt sich einprogrammieren, in welchem Saugleistungsmodus das Modell welche Zimmer abarbeiten soll. So kann man bspw. den Max.-Modus in normalerweise stärker verschmutzten Zimmern, wie dem Flur, vorsehen.

Die App erlaubt es außerdem, mehrere Flächen mit individuell einstellbarer Größe einzurichten, die das Modell anschließend im Zone-Modus abarbeiten kann. Mit dem Punkt-Modus wiederum kann man eine einzelne Stelle im Haushalt auswählen, die der Roboter schließlich intensiv säubert (1,5 × 1,5 m, Amax: 2,25 m2). In all diesen Fällen kann man das Modell aber auch manuell per App steuern: Diese Funktion ist auch dann praktisch, wenn der Roboter während seines vollautomatischen Saug- oder Wischvorgangs einmal eine Stelle des Fußbodens nicht erreicht haben sollte, da man das jeweilige Areal dann manuell ansteuern und säubern lassen kann.

Schließlich lassen sich über die in der App einsehbare Karte auch spezielle No-Go-Flächen einprogrammieren: Diese schließt das Modell dann von der Fußbodenreinigung aus. Sinnvoll ist dies vor allem dann, wenn die so deklarierten Flächen im Moment anders verwendet werden, bspw. während des Spiels mit dem Nachwuchs. Während des Tests hat der Roboter diese Flächen immer erkennen können und vermieden, in sie hinein zu rollen.

Die verschiedenen, in dem Roboter installierten Sensoren erkennen viele Hindernisse ausgesprochen verlässlich, sodass es nur dann und wann einmal zu Kollisionen kommt: Wenn Objekte eine ausreichende Größe haben, wie es bspw. bei vielen Möbeln von vornherein der Fall ist, werden sie von dem Modell auch ohne Weiteres erkannt. Manch andere Objekte indes, wie die Füße eines Stuhls oder diejenigen eines Tisches, stellen regelmäßig ein Problem dar: Hier stößt das Modell immer wieder an. Dabei ist das Tempo des Roboters aber so maßvoll, dass es weder hier noch da zu Materialschäden kommt. Dies ist auch der Stoßleiste des Modellkörpers zu verdanken: Sie ist nämlich üppig mit weichem Gummi gepolstert. Die außerdem vorhandenen Absturzsensoren arbeiten ohne Fehl und Tadel und verhindern, indem sie den Fußboden vor dem Modell andauernd abscannen, dass es an prekären Stellen herab purzelt, insbesondere an den im Haushalt bestehenden Treppen. Nach oben hin erhabene Flächen, wie sie bspw. ein Teppich darstellen kann, werden von dem Radwerk des Modells meisterlich erklommen, ohne sich hier zu verhaken (Hmax im Test: 15 mm); nur ab und an kann es währenddessen passieren, dass das Modell seinen aktuellen Winkel leicht verändert, sodass die einzelnen Fahrbahnen nicht mehr vollends parallel sind.

Nach Abschluss des Saug- oder Wischvorgangs rollt der Roboter von allein zurück zur Ladestation. Da er deren Position einspeichert, erreichte er sie während des Tests in 97 % aller Fälle. Gerade bei einem Start von außerhalb der Ladestation ist das eindrucksvoll: Hier scheitern so manch andere der aktuell am Markt erhältlichen Modelle.

Der Akku

Auch dann, wenn sich der Akku des Modells allmählich leert, kehrt es vollautomatisch zur Ladestation zurück. Dies war während des Tests nach durchschnittlich 114:14 min (TØ, im Standard-Modus) der Fall. Danach bleiben dem Modell noch immer 25:28 min (TØ), um die Ladestation zu erreichen, was sich in den von uns simulierten Haushaltsituationen (AminAmax: 40–100 m²) als vollkommen ausreichend erwiesen hat. Der sich anschließende Ladevorgang ist mit durchschnittlich 4:00 h (TØ) äußerst langwierig: Das Modell muss also mehr als 2 min laden, um sich anschließend 1 min der Fußbodenreinigung annehmen zu können. Glücklicherweise macht sich der Roboter schon ab einem Füllstand von 80 % wieder ans Werk; dabei setzt er an derjenigen Stelle des Fußbodens an, die er während des vorangegangenen Saug- oder Wischvorgangs zuletzt bearbeitet hatte.

Die Saug-/Wischleistung

Die Saugleistung des Modells ist, abhängig vor allem von den Materialien der im Haushalt vorhandenen Fußböden, „gut“ bis „sehr gut“ und damit sehr viel stärker, als man es von einem solchen Roboter erwarten würde. So lässt sich im Standard-Modus über Hartböden ein Großteil aller Grob- und Feinpartikel einziehen: Wir maßen hier eindrucksvolle 95 %, die letzten Endes verschwunden sind. Dass ein paar von ihnen nicht ins Modell hinein wanderten, ist vor allem dadurch zu erklären, dass die seitlichen Bürsten des Modells manche Grobpartikel davon schießen. Dies passiert über Teppichen von vornherein nicht, da sich Grob- und Feinpartikel hier in den Fasern des Flors verheddern. Grobpartikel holt das Modell hier meistenteils aus dem Textil heraus, Feinpartikel indes nicht: Sie sind, insbesondere wenn man sie vorher bspw. mit dem Schuhwerk im Flor des Teppichs vertreten hat, zu stark in ihm verworren. Wann immer das Modell Teppiche vor sich hat, sollte man den passenden Modus wählen: Während des Tests ließen sich nämlich im Standard-Modus nur 78 % der Grob- und Feinpartikel einziehen, im Max.-Modus wiederum stattliche 94 %. Dies verdeutlicht auch noch einmal den Wert der Auto-Boost-Funktion, welche die Saugleistung immer an die Ansprüche des aktuellen Fußbodens anpasst, sie also bspw. über Teppichen verstärkt und über ebenen Fußböden aus Holz, Stein et cetera wieder abschwächt; das ist vor allem dann sinnvoll, wenn im Haushalt mehrere Typen von Fußboden vertreten sind und man keinen Strom verschwenden will.

Ein Manko leistet sich der Roboter hingegen bei der Arbeit in Ecken und über den Flächen vor Fußboden- abschlüssen, bspw. in Gestalt von Fußleisten. Der Grund ist in der runden Form des Modellkörpers und in den seitlichen Bürsten zu sehen: Sie reichen nämlich nicht voll bis in die Ecken hinein und können dort vorhandene Partikel daher auch nicht hin zur Mitte des Modellkörpers kehren, um sie anschließend einzuziehen. Gerade an diesen Stellen bleiben also immer ein paar Partikel zurück, derer man sich letztlich leider von Hand annehmen muss. Dies kommt indes bei vielen Robotern vor und stellt auch an sich keinen massiven Makel dar.

Eine Spezialität des X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 besteht darin, dass er die volle Fußböden verwirklichen, er eine volle Fußbodenreinigung also im Anschluss auch noch wischen kann (Smart Aqua Force). Damit dies klappt, muss man den im Modellkörper vorhandenen Tank herausnehmen, ihn mit maximal 90 ml Wasser (Vmax) versehen und ihn anschließend wieder am Fuß des Modells anschließen; dies alles ist innerhalb von einer Minute abzuwickeln. Das maximale Wasservolumen reichte im Test aus, um Fußböden mit einer Fläche von bis zu 30 m2 (Amax) einmal voll abzuwischen: Danach muss man neues Wasser heranholen. Am Tank ist vorher noch eines der drei im Zubehörpack enthaltenen Tücher zu installieren. Alle drei Tücher sollen sich durch andere Merkmale auszeichnen: Das blaue Tuch bspw. soll dem normalen Wischen, das sich durch sein helles Grün hervorhebende Tuch dem Trockenwischen und das rote Tuch schließlich der intensiven Fußbodenreinigung dienen, wann immer einzelne Flächen also wirklich stark verschandelt sind. Schön ist auch hier, dass man das Modell individualisieren und es dadurch an die Ansprüche im Haushalt anpassen kann. Natürlich ist das Tuch nach dem Wischen abzuziehen und von Hand auszuwaschen, da das Modell ansonsten Spuren über den Fußboden ziehen kann.

Alles in allem kann einem der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 also einen erheblichen Teil der normalen Fußbodenreinigung abnehmen: Wer makellos-reine Flächen innerhalb seines Haushalts erreichen will und dabei hinnimmt, dass er sich immerhin in verwinkelten Arealen auch mal selbst ans Werk machen muss, wie dies bspw. an Fußleisten der Fall ist, kann sich das Modell ohne Weiteres ins Haus holen.

Im Überblick: Die Saugleistung

Hier veranschaulichen wir anhand von Fotopaaren aus unserem Test, wie ordentlich die Fußbodenreinigung mit dem Modell wirklich ist: Die Fotos bilden Flächen von circa 70 × 65 cm (Bmax × Hmax), also ein Flächenmaß von 4.550 cm2 ab. Bei den von uns hier verwendeten Fußböden handelt es sich um solche aus Steinwerk (100 % Granit), Holz (100 % Eiche) und Textil („Velours“, 100 % Polyamid mit einer Florhöhe von circa 3 mm). Die Fußböden wurden zu 75 % mit Grobpartikeln in Form von Getreide-Flocken und zu 25 % mit Feinpartikeln in Gestalt von Feinsand vorbereitet. Die linken Fotos bilden das Fußbodenareal vor und die rechten Fotos dasselbe nach Abschluss des Saugvorgangs im Standard– (Hartböden) bzw. Max.-Modus (Teppichböden) ab.

Die weiteren Funktionen der Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App im Überblick

Eine immense Stärke des X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 ist in der neuen Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App zu sehen: Mit ihr erschließt sich ein eindrucksvolles Spektrum an Funktionen, von denen viele wirklich sinnvoll sind. Die wesentlichen Funktionen der App haben wir bereits oben innerhalb des Testberichts angesprochen, doch es sind auch noch ein paar weitere vorhanden, die vielleicht nicht elementar sind, einem aber in vielen Situationen zupasskommen können.

So kann man bspw. auch den aktuellen Saug- oder Wischvorgang genau kontrollieren: Die vom Roboter erstellten Karten lassen schließlich nicht nur die verschiedenen Areale des Haushalts erkennen. Man kann anhand einer Linie außerdem sehen, welche Teile des Fußbodens das Modell schon hinter sich hat und welche noch immer ausstehen. Die App stellt währenddessen vollkommen präzise in m2 dar, wie viel Fläche schon von ihm gereinigt worden ist. Auch die voraussichtlich verbleibende Dauer des Saug- oder Wischvorgangs wird hier in min:s angegeben. Des Weiteren wird der aktuelle Füllstand des Akkus in % über die App kommuniziert. Doch nicht bloß der gegenwärtige Zustand lässt sich einsehen, vielmehr können auch noch Protokolle der bereits vollendeten Saug- oder Wischvorgänge betrachtet werden; auch alle Hinweise, die das Modell während eines Saug- oder Wischvorgangs von sich gegeben hat, werden eingespeichert, sodass man im Nachgang noch immer nachvollziehen kann, wann was passiert ist – insbesondere dann, wenn man den Roboter regelmäßig dann ans Werk schickt, wenn man außer Haus ist, ist dies natürlich nützlich.

Während des Tests hat das Modell alle Situationen souverän händeln können. Freilich kann es dennoch passieren, dass es sich einmal an einem Hindernis so verrennt, dass es sich nicht mehr von allein lösen kann, bspw. weil das Radwerk nicht mehr bis an den Fußboden kommt. Das ist vor allem dann misslich, wenn es an einer nicht ohne Weiteres von oben einsehbaren Stelle zu einem solchen Malheur kommen sollte. Auch hier hat die App indes eine passende Funktion zur Hand: Man kann das Modell veranlassen, einen 63,5 dB(A) (LP max aus d: 1,0 m) lauten und dadurch auch aus anderen Winkeln des Haushalts allemal hörbaren Ton auszustoßen: Dadurch lässt sich das Modell in Minutenschnelle lokalisieren.

Normalerweise zieht ein solcher Roboter geradlinige, parallele Bahnen durch den Haushalt, sodass die meisten Flächen des Fußbodens von ihm auch nur einmal bearbeitet werden. Der X-plorer Serie 75 Total Care RR7687 bietet darüber hinaus die vor dem Start des Saug- bzw. Wischvorgangs zu aktivierende AUS-Funktion, um bei der Reinigung immer ein Stück vor und anschließend wieder leicht zurück zu rollen. Dieses Muster ist sehr viel natürlicher, erinnert es doch an dasjenige, das auch Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Fußbodenreinigung vornehmen würden: Auch sie würden die Fußbodendüse voran schieben und anschließend wieder zurück, also zu sich hin ziehen. Durch dieses Muster arbeitet man weite Teile des Fußbodens doppelt ab. Dadurch werden vor allem diejenigen Flächen, die in erheblichem Maße verschandelt sind, sauberer: Dies war nicht nur während des Saug-, sondern auch und vor allem während des Wischvorgangs der Fall.

Auch wenn das Modell gerade im speziell hierzu gestalteten Geräuschlos-Modus keine großartigen Schallemissionen verursacht (LP max aus d: 1,0 m: 55,5 dB(A)), möchte man vielleicht doch vermeiden, dass es sich inmitten der Nacht ans Werk macht. Daher lässt sich in der App eine Zeitspanne einprogrammieren, in der sich das Modell von vornherein nicht zur Arbeit anschicken soll. Wenn sich der Roboter bspw. abends den Fußböden widmen soll, sich vor Abschluss des Saug- oder Wischvorgangs aber der Akku leeren sollte, so würde er normalerweise in seine Station zurückrollen und den Saug- oder Wischvorgang abschließen, sobald sein Akku wieder voll ist. Das Modell würde dann also in der Nacht los rollen – zum Groll der eventuell schon ruhenden Anwohnerinnen und Anwohner. Dies lässt sich aber mit der Bitte-nicht-stören-Funktion verhindern.

Angesichts des hier gegebenen Funktionsspektrums wird klar, dass die Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App sehr viel mehr als nur eine das Modell hier und da Spielerei ist: Schließlich kann man sich allein mit ihr eines Großteils der Funktionen, die das Modell schon von Werk aus in petto hat, annehmen. Über das Tastenpanel des Modellkörpers lässt sich eben nur das wirklich Wesentliche einstellen (vgl. S. 67–68).

Technische Daten

Hersteller/Modell Rowenta X-plorer Serie 75 Total Care RR7687
Form des Modells rund
Maße des Modells (Lmax × Bmax × Hmax) 34,6 × 34,6 × 10,5 cm
Gewicht des Modells (mmax 3,3 kg
Maße des Stromkabels (Lmax) 185 cm
Maximalvolumen des Staubbehälters (Vmax 350 ml
Maximalvolumen des Wassertanks (Vmax 90 ml
Typ des Filters EPA-Filter
Typ des Akkus Lithium-Ionen
Technik drehende Zentralbürste
Typ der Bürste Haarbürste mit Gummilamellen
Navigation Laser
Arbeitsszeit (Tmax, lt. Hersteller) 120 min
Arbeitszeit (Tmax des Saugvorgangs im Auto– und Standard-Modus, gemessen) 114:14 min (plus 25:28 min zum Finden der Ladestation
Ladezeit (Tmax, lt. Hersteller) 180 min
Ladezeit (Tmax, gemessen) 240 min
Spannung / Kapazität 100–240 V / 2600 mAh
Stromverbrauch während des Ladevorgangs (P / Pmax) 14,1 / 16,3 W
Stromverbrauch während des Ladevorgangs in W Rowenta X-plorer Serie 75 Total Care RR7687: Stromverbrauch
Schallemissionen (LP⌀ / LP max im Standard-Modus aus d: 1,0 m, gemessen 57,9 / 63,9 dB(A)
Schallemissionen in dB(A) (im Standard-Modus aus d: 1,0 m, gemessen Rowenta X-plorer Serie 75 Total Care RR7687: Lautstärke
Saugmodi 4 (scil. Auto, Manuell, Punkt, Zone)
Anzahl der Räder 3
Anzahl der Seitenbürsten 2
Saugleistungsmodi 4 (scil. Geräuschlos, Standard, Leistung, Max.)
Zubehör Bedienungsanleitung, kurze/knappe Bedienungsanleitung, Ladekabel, Ladestation, Reinigungspinsel (inkl. Kamm undSchneide), Rollbürste, Seitenbürste (2 ×), Wassertank, Wischadapter (3 ×)
App Rowenta X-plorer Series 75 & 95
Kompatibilität der App Android (ab Version 4.4),
iOS (ab Version 9.0)
App Rowenta X-plorer Series 75 & 95
Smart Home-Kompatibilität Amazon Echo, Google Home

Bewertung

Hersteller/Modell % Rowenta X-plorer Serie 75 Total Care RR7687
Handhabung 15 90,2
Bedienung 50 88,0
Wartung/Pflegeg 30 94,0
Bedienungsanleitung 20 90,0
Arbeitsweise 25 94,0
Timer 20 92,0
Hindernissen ausweichen 25 92,0
Ladestation erreichen 25 95,0
Bewegungsmuster 30 96,0
Saugleistung 50 93,5
Saugleistung: Teppichboden 40 93,5
Saugleistung: Hartboden 40 94,2
Ecken-/Kantenreinigung 20 87,5
Akku 5 86,5
Arbeitszeit 50 87,5
Ladezeit 50 85,5
Material-/Materialverarbeitungsqualität 5 93,0
Bonus / Malus +0,1 (Rowenta X-plorer Series 75 & 95-App); +0,3 (Smart Aqua Force, 3 Tücher)
Preis in Euro (UVP) 649,99
Durchschnittlicher Marktpreis in Euro 399,00
Preis-/Leistungsindex 4,31
Gesamtbewertung 92,7 % („sehr gut“)

ETM 2021 03 Rowenta X plorer Serie 75 Total Care RR7687 RGB DE

Wie haben wir geprüft?

Saugleistung (50 %)

Hier haben die Testerinnen und Tester die Saugleistung des Modells ermittelt: Hierzu wurden Fußböden aus verschiedenen Materialien, einmal aus Holz, Stein und Vinyl sowie einmal aus Textil (Polyamid, Hmin–Hmax des Flors 5–25 Millimeter), immer einheitlich mit 50 Gramm verschiedener Grob- und Feinpartikel (Erd, Gras, Sand, Staub, Menschen- und Tierhaar et cetera) vorbereitet und durch Wägung erhoben, wie viele der so verteilten Partikel das Modell wirklich einzuziehen vermocht hat (mØ und mmax). Des Weiteren ist auch ermittelt worden, wie viele Grob- und Feinpartikel das Modell neben Fußleisten sowie aus Ecken (∡: 90°) heraus einziehen konnte. Die einzelnen Fußbodenareale wurden von den Testerinnen und Testern anschließend inspiziert, um herauszustellen, ob das Modell, abhängig von dem Material des Fußbodens, schwerpunktmäßig Grob- oder Feinpartikel erreicht.

Arbeitsweise (25 %)

Hier wurde erhoben, wie sich das Modell durch den Haushalt manövrieren kann: Die Testerinnen und Tester haben die Fahrten des Modells analysiert und währenddessen vor allem kontrolliert, ob es die verschiedenen Flächen des Fußbodens auch wirklich voll abarbeitet, nach welchem Muster es über die Fußböden rollt und wie es Hindernissen, die sich ihrer Farbe, ihrer Form und auch ihren Maßen nach voneinander unterscheiden, zu händeln weiß. Natürlich wurde auch ermittelt, ob und in welcher Art und Weise das Modell von allein wieder zu seiner Ladestation zurückkehren kann: Dies wurde aus verschiedenen Abständen (dmax: 25 m) kontrolliert. Ferner ist auch noch die Funktion des Timers beurteilt worden.

Handhabung (15 %)

Hier haben wir mit zehn Testerinnen und Testern, die vollkommen verschiedene Altersspannen (18–60+) abdecken, ermittelt, wie sich das Modell in praxi handhaben lässt, wie leicht oder schwer sich also all seine verschiedenen Funktionen verwenden lassen. Wesentlich war hier vor allem, wie man das sich vollautomatisch vollziehenden Saug- oder Wischprogramm anstoßen kann. Damit inhaltlich verbunden war auch das Einrichten der Ladestation. Wie sich das Modell nach Abschluss eines Saug- oder Wischgangs säubern lässt, wurde auch benotet: Der Staubbehälter wurde ein jedes Mal entnommen, entleert und sorgfältig von ggf. verbliebenem Sauggut gereinigt. Wesentlich war hier die Reinigung und Pflege kritischer Bauteile, also vor allem der Bürsten bzw. Bürstenrollen, der Räder und der Sensoren. Schließlich haben die Testerinnen und Tester auch die deutschsprachige Dokumentation des Modells unter Würdigung ihrer äußeren/graphischen und ihrer inneren/inhaltlichen Gestaltung bewertet.

Akku (5 %)

Des Weiteren maßen die Testerinnen und Tester auch, wie viele Minuten das Modell mit einem vollen Akku arbeiten kann (T Ø und T max , abhängig vom aktuellen Modus) und wie viel Zeit das anschließende Laden des Akkus in Anspruch nimmt (TØ und Tmax). Während des Tests wurde auch erhoben, wie viel Zeit dem Modell normalerweise bleibt, um bei sich leerendem Akku wieder zu seiner Ladestation zurückzukehren (wiederum TØ und Tmax).

Material-/Materialverarbeitungsqualität (5 %)

Schließlich wurde auch beurteilt, welche Materialien in dem Modellkorpus verwendet und wie die einzelnen Materialien verarbeitet worden sind: Die Testerinnen und Tester haben alle im Test vertretenen Exemplare des Modells minutiös von außen und auch von innen inspiziert und währenddessen ermittelt, ob sich hier von der Fabrikation herrührende Makel, bspw. in Gestalt von erheblichen Spaltmaßen, ausmachen lassen. Das Modell sollte dank der vorhandenen Materialien vor allem dazu imstande sein, versehentliche Stöße auszuhalten, ohne durch sie Schäden zu erleiden.

Getestete Produkte

  • Rowenta X-plorer Serie 75 Total Care RR7687

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