KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) im Test

Schützt selbst empfindlichste Vitamine

30. August 2018

Ihren Ursprung nahmen sie in den 1920er-Jahren in den USA; mittlerweile sind Smoothies aber zum allgegenwärtigen, auch überall in Europa erhältlichen (Gesundheits-)Trend avanciert. Das ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich lässt sich schon mit nur einem ausgewogenen Smoothie die empfohlene Tagesdosis an Gemüse und Obst abdecken – und das ist vor allem bei den jüngsten hochsommerlichen Temperaturen, die einem jeden Appetit abschöpfen, wertvoll. Wer Smoothies nach seinen persönlichen Ernährungsgepflogenheiten selbst zubereiten will, muss nur einen geeigneten Standmixer zur Hand nehmen. Will man den ernährungsphysiologischen Wert eines Smoothies aber maximieren, empfiehlt sich ein spezieller Vakuum-Standmixer, der Gemüse, Obst und Co. im Vakuum verarbeitet. Einen solchen haben wir mit dem neuen KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) geprüft. In diesem Testbericht lesen sie nicht nur, wie sich das Modell in der Praxis handhaben lässt, wie sich mit ihm verschiedene Gemüse- und Obstsorten verarbeiten lassen, wie laut es zu arbeiten und wie viel Strom es zu verbrauchen pflegt; wir haben darüber hinaus ermittelt, ob das Mixen im Vakuum wirklich einen Großteil der gegenüber Sauerstoff empfindlichen Vitamine schützt – das verspricht KRUPS schließlich mit seiner NutriKeep™-Technologie.

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KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D)

Wodurch zeichnen sich Vakuum-Standmixer wie der KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) aber aus? Sie schöpfen einen Großteil des Sauerstoffs noch vor dem Mixen aus dem Mixbehältnis ab und verhindern dadurch die Oxidation von den in Gemüse, Obst und Co. enthaltenen, empfindlichen Vitaminen. Als Oxidation versteht man klassischerweise – anknüpfend an die Arbeiten des Chemikers Antoine Laurent de Lavoisier – die Entstehung von Oxiden, also die Vereinigung von Elementen mit Sauerstoff. Wenn sich empfindliche Vitamine mit Sauerstoff verknüpfen, also oxidieren, kann sie der menschliche Körper nicht mehr oder jedenfalls nicht mehr in vollem Maße verwerten; und das vermindert selbstverständlich auch den ernährungsphysiologischen Wert eines Smoothies. Daher haben wir sorgfältig geprüft, ob und ggf. inwieweit sich die Oxidation mit dem KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) wirklich verhindern lässt.

Die wichtigsten Merkmale

  • Modi: BLEND, VACUUM, VACUUM BLEND, PULSE/ICE CRUSH
  • Max. Volumen im ml: 600
  • Durchschn. Schalldruckpegel in dB(A): 75,6 (VACUUM BLEND)
  • Durchschn. Stromverbrauch in W: 96,4 (VACUUM BLEND)

Das Wichtigste

Für wen geeignet

Für all diejenigen, die ihre (Gemüse- und/oder Obst-)Smoothies in einer schonenden Art und Weise – mit einem Maximum an Vitaminen – selbst herstellen wollen. In den leichten ToGo-Flaschen lassen sich die Smoothies auch problemlos mit zur Arbeit, (Hoch-)Schule o. ä. nehmen.

Interessant

Das Vakuum, mit dem das Modell im VACUUM- und im VACUUM BLEND-Modus arbeitet, minimiert die Oxidation von empfindlichen Vitaminen.

Aufgefallen

Die im VACUUM BLEND-Modus zubereiteten Smoothies zeichnen sich schon äußerlich durch viel ausgeprägtere, vitalere Farben aus.

Aufbau & Funktion

aufbauDie Konstruktion des KRUPS Freshboost Vakuum Standmixers to go (KB181D) ähnelt äußerlich derjenigen eines normalen Standmixers: Die massive Mixerbasis A ist mit einem leicht zu handhabenden Drehelement versehen, über das sich alle Modi (BLEND, VACUUM, VACUUM BLEND und PULSE/ICE CRUSH) nacheinander an- und auswählen lassen. Eines der beiden ToGo-Behältnisse dient als Mixbehältnis B, in dem Gemüse, Obst und Co. direkt verarbeitet werden. Sie ist mit dem edelstählernen Messerwerk C zu verschließen; dieses lässt sich ohne Mühe ein- und nach dem Abschluss des Mixens auch wieder ausdrehen. Das so miteinander verbundene Duo aus ToGo-Behältnis und Messerwerk ist schließlich mit der Mixerbasis zu verknüpfen – auch hier erschöpft es sich wieder in einer leichtgängigen Ein-/Ausdrehbewegung. Danach ist noch das Vakuumbehältnis D mit der Mixerbasis zu verbinden. Will man mit einem Vakuum arbeiten, muss man anschließend noch einen schwarzen Schieber an der Oberseite des Vakuumbehältnisses von dem einen Ende (AIR IN) zum anderen (AIR OUT) hin drücken. Nach dem Mixen ist der Schieber i. Ü. wieder in seine ursprüngliche Position zurück zu ziehen; ansonsten lässt sich das Vakuumbehältnis nicht abheben. Hiernach lässt sich einer der Modi über das Drehelement an-/auswählen und durch einen Druck starten; er lässt sich durch einen weiteren Druck jederzeit pausieren.

Technik & Co.
… was passiert unter Vakuum?

Als Vakuum versteht man die Abwesenheit von Materie in einem Raum; das schließt selbstverständlich auch Sauerstoff mit ein. Schöpft man jegliche Materie aus einem Raum ab, entsteht ein Unterdruck, also ein Druck, der geringer ist als der regelmäßige atmosphärische Druck von 1013 mbar. Dies erfolgt auch dann, wenn man die VACUUM– oder VACUUM BLEND-Funktion des KRUPS Freshboost Vakuum Standmixers to go (KB181D) verwendet. Die zu verarbeitenden Gemüse- und/oder Obststücke werden anschließend nur noch von einem Mindestmaß an Sauerstoff umspielt, mit dem sie wechselwirken könnten.

Allgemeines

Der Mixer kann sich dank seines modernen, schwarzes (Hart-)Plastik und stabiles Edelstahl miteinander verknüpfenden Äußeren in jedes Wohnambiente einpassen. Mit Maßen von nur 13,4 x 34,4 x 17,8 cm (B x H x T) nimmt er ein Mindestmaß an Raum ein. Darüber hinaus vermittelt das 110 cm messende Stromkabel ausreichend Spielraum bei der Wahl des jeweiligen Standortes; mangels einer geeigneten Schiene kann das Stromkabel leider nicht ordentlich unter dem Mixer verstaut werden. Die verwendeten Materialien sind in einer ansehnlichen Art und Weise miteinander verbunden worden; nur vereinzelt lassen sich leichtere Makel erkennen (bspw. Gusslinien an den ToGo-Flaschen). Mit einem (Gesamt-)Gewicht von 2.108 g und vier mit rauem Gummi versehenen Füßen steht der Mixer außerordentlich stabil; im Test ließ er sich nur durch erhebliche Stöße jeweils um ein paar Millimeter verschieben.1 Während des Mixens – einerlei ob im BLEND-, im VACUUM BLEND– oder im PULSE-/ICE CRUSH-Modus – stand er vollkommen still.

zubehoer 2
Der KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) kommt mit einem üppigen Zubehörbündel: Neben der Mixerbasis, dem Messerwerk und dem Vakuumbehältnis sind auch zwei ToGo-Flaschen mit jeweils einem (Trink-)Verschluss und einer den Boden während des Transports abdeckenden Haube dabei.

Der Mixer bietet mit dem BLEND-, dem VACUUM BLEND-, dem VACUUM– und schließlich dem PULSE-/ICE CRUSH-Modus vier verschiedene, jeweils mit einer speziellen Funktion verknüpfte Modi. Diese lassen sich über ein leichtgängiges, mit rauem Silikon versehenes und dadurch exzellenten Grip vermittelndes Drehelement (Ø 28,5 mm) wählen. Neben dem leicht ablesbaren Namen eines jeden Modus ist jeweils rechtsseitig eine Leuchtdiode (LED) gelegen; durch ihr hellblaues Blinken wird die Auswahl des jeweiligen Modus angezeigt. Das Drehelement dient i. Ü. auch als START-/STOP-Taste mit sehr prägnantem Druckpunkt. Durch einen Druck lässt sich der Mixer nach der Wahl eines Modus starten bzw. stoppen.

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Das Drehelement leistet nur leichten Widerstand und erlaubt damit eine exakte An-/Auswahl der verschiedenen Modi.

Welchen Zwecken dienen die einzelnen Modi aber? Der BLEND-Modus stellt den normalen Modus dar und lässt die Messer 60 s mit einheitlichem Tempo drehen. Mit ihm kann man die allermeisten Gemüse-/Obstsorten in einer gleichmäßigen Art und Weise verarbeiten.

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Das Drehelement dient außerdem als Start-/Stopp-Taste; hierzu muss man es nur leicht eindrücken.

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Das Vakuumbehältnis ist immer zu verwenden; auch dann, wenn man nicht mit einem Vakuum arbeiten will.

Mit dem VACUUM-Modus lässt sich die Luft aus einer ToGo-Flasche in 50 s abschöpfen; dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn man einen Smoothie von vornherein ohne Vakuum zubereitet hat oder wenn man einen solchen zwar mit Vakuum zubereitet hat, aber später wieder vermehrt Luft in die ToGo-Flasche hineingelangt ist. So lässt sich der Smoothie bspw. während eines anschließenden Transports vor (weiterer) Oxidation schützen. Der VACUUM BLEND-Modus schließlich verknüpft die Funktionen des BLEND– und des VACUUM-Modus miteinander: Der Mixer stellt vorab in 50 s ein Vakuum her und lässt die Messer anschließend noch 60 s mit gleichmäßigem Tempo drehen. Der Modus empfiehlt sich also immer dann, wenn man Smoothies aus empfindlichen Zutaten mixen und sie schon währenddessen vor der Oxidation schirmen will. Mit dem PULSE-/ICE CRUSH-Modus kann – wie der Name schon erahnen lässt – Eis in verschiedener Größe zerkleinert werden. Hier ist von Werk aus keine Dauer vorgegeben.

Das Vakuum verhindert die Oxidation und erhält damit auch die Farbintensität in vollem Maße.

Die Bilder stellen die Smoothies 30 Minuten nach dem Abschluss des Mixens dar: Links ohne Vakuum (BLEND-Modus) und rechts mit Vakuum (VACUUM BLEND-Modus).

Mit einem Mindestmaß an Wasser wurden im Test alle Lebensmittel ordentlich verarbeitet; bspw. bei Blatt-Gemüse blieben vermehrt Partikel im Smoothie zurück.

praxis 1
Ob Blau-, Brom-, oder Himbeeren: Für sommerliche Smoothies sind sie alle bestens geeignet! Die edelstählernen Messer des Modells pürieren solch weiches Obst ohne jegliches Problem. Manchmal bleiben allerdings ein paar der Samen unter den Messern zurück; wenn man sie mit der Hand nicht erreichen kann, empfiehlt sich ein anschließender Mixvorgang mit warmem Wasser.

Leistung

Der Mixer lässt sich nur dann in Betrieb nehmen, nachdem das Messerwerk mit der ToGo-Flasche verschraubt und diese anschließend mit dem Motorblock verbunden worden ist; interessanterweise muss das Vakuumbehältnis auch dann noch mit dem Motorblock verknüpft werden, wenn man die Vakuum-spezifischen Modi (VACUUM und VACUUM BLEND) überhaupt nicht verwenden will. Die einzelnen Mixerelemente lassen sich dank exzellent verarbeiteter Gewinde problemlos in- und wieder auseinander schrauben – ohne Hakeleien o. ä.

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Die Symbole machen es leicht, die einzelnen Teile ordentlich miteinander zu verschrauben.

Der Motor schöpft maximal nur 800 Watt aus dem Stromnetzwerk und kann damit natürlich nicht an diejenige Leistung anknüpfen, die von sog. Hochleistungsstandmixern erbracht wird; solche schöpfen schließlich üppige 1.200 bis 2.400 (+) Watt ab. Dennoch kam das Modell mit dem Großteil der von uns herangezogenen Gemüse-/Obstsorten zurecht: Während sich weiches Gemüse/Obst, wie bspw. Brom-, Heidel- und Himbeeren, ohne Mühe purieren ließ, wurde der Motor von hartem Gemüse/Obst, wie bspw. Ananas und (junger) Papaya, doch erheblich mehr beansprucht. Auch solches wurde aber letzten Endes gleichmäßig verarbeitet. Nur Lebensmittel mit hohem Faseranteil, wie bspw. Rhizome (Ingwer und Co.), stellten das Modell ab und an vor Probleme: Hier blieben vereinzelt Faserrückstände in den Smoothies zurück.

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Will man mit einem Vakuum arbeiten, muss man den Schieber an der Oberseite des Vakuumbehältnisses hin zu AIR OUT drücken.

Während des Tests hat sich erwiesen: Die jeweiligen Zutaten sollten in allen Modi nur eine maßvolle, ähnliche Größe haben; ansonsten können sie nicht gleichmäßig in das Messerwerk hineingezogen und dadurch auch nicht gleichmäßig verarbeitet werden. Falls der Wasseranteil der Zutaten nicht ausreichend hoch sein sollte, empfiehlt es sich außerdem, mit ein paar Millilitern Wasser o. ä. – geeignet ist bspw. auch Sojamilch – zu arbeiten. Hierdurch können die Messer ihre Arbeit erheblich leichter verrichten; so pflegen sie sich auch nicht in den Zutaten zu verhaken.

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Es empfiehlt sich vor allem bei hartem Gemüse/Obst, mit einem Mindestmaß an Wasser zu arbeiten.

Des Weiteren haben wir natürlich auch das Wesensmerkmal des Modells, die NutriKeep™-Technologie, en detail betrachtet; wir haben geprüft, ob und ggf. in welchem Maße sich die Oxidation wertvoller Vitamine mit diesem Modell wirklich vermindern ließ. Hierzu haben wir eine Handvoll verschiedener Früchte verarbeitet und deren jeweiligen Anteil an Vitamin C (Ascorbinsäure) ermittelt – zum einen 30 Minuten nach dem Mixen ohne Vakuum (BLEND-Modus) und zum anderen 30 Minuten nach dem Mixen mit Vakuum (VACUUM BLEND-Modus).

KRUPS hat das mit der NutriKeep™-Technologie gegebene Versprechen einhalten können: Die von uns mit dem VACUUM BLEND-Modus (mit Vakuum) zubereiteten Smoothies enthielten durchschnittlich 30,7 % mehr Vitamin C als solche, die mit dem normalen BLEND-Modus (ohne Vakuum) zubereitet worden sind. Das hat sich übrigens auch in der Farbe niedergeschlagen: Durch das Mixen im Vakuum ließ sich die ursprüngliche, von den Früchten herrührende Farbintensität größtenteils erhalten.

Auch der PULSE-/ICE CRUSH-Modus arbeitet ordentlich: Wir haben ein jedes Mal 100 g Eis (12 Blöcke zu jeweils circa 8 g) in nur 3 s ebenmäßig pulverisieren können. Die Größe der hieraus geschöpften Eispartikel war immerzu einheitlich. Die edelstählernen Messer haben dem Eis auch ohne weiteres widerstanden: Nach erschöpfenden Tests im PULSE-/ICE CRUSH-Modus ließ sich noch immer an die ursprüngliche Mixleistung bei Gemüse/Obst anknüpfen. Die Messer wurden hierdurch also nicht in wahrnehmbarem Maße stumpf.

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Motor und Messerwerk haben kein Problem damit, Eis in nur 3 s einheitlich zu pulversieren.

ToGo-Flaschen

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Will man seinen Smoothie in der ToGo-Flasche mitnehmen, sollte man ihren Boden vorab mit der schwarzen (Hartplastik-)Haube abdecken.

Das Modell kommt mit zwei ToGo-Flaschen aus Plastik (ohne Bisphenol A, BPA) mit einem ordentlichen Maximalvolumen von je 600 ml und einer leicht ablesbaren Skala; dank ihres maßvollen Gewichts von jeweils 226 g kann man sie nach dem Mixen eines Smoothies ohne Mühe mit zur Arbeit, zur Schule usw. nehmen. Sie schließen die Smoothies auch bei den regelmäßigen Hin- und Herbewegungen, die bspw. beim Transport in einer Tasche zu gewärtigen sind, vollkommen sicher ein: Während der in unserem Test simulierten Märsche – mit Strecken von jeweils 5 km, Geschwindigkeiten von 5 bis 10 km/h und Steigungen von 0 bis 10 % – haben sie nicht auch nur einen Milliliter nach außen hin abgegeben. Sie haben sich i. Ü. auch als außerordentlich stabil erwiesen: Selbst durch wiederholtes Fallenlassen aus einer Höhe von maximal 1,50 m über Erde, Holz und Stein kam es nur zu ein paar äußeren Schäden (Macken u. ä.) – kein Tropfen ist nach außen gelangt.

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Die ToGo-Flaschen schließen die Smoothies vollkommen sicher ab; während des Tests verloren wir nicht auch nur einen Tropfen.

Ein Problem der ToGo-Flaschen knüpft allerdings an ihr Material an: Plastik kann mit der Zeit manche Aromen, Farben und Co. annehmen. Wer seine Smoothies bspw. regelmäßig mit Kurkuma anreichern will, muss hinnehmen, dass auch dem Plastik die ein oder andere Gelb-/Goldnuance eingespeist wird.

Dokumentation

Dem Modell ist eine vier DIN A5-Seiten zählende, deutschsprachige Dokumentation beigelegt. Sie bietet nur eine Handvoll verschiedener Graphiken, handelt aber in einer leicht verständlichen Art und Weise alle wesentlichen Themen (Nutzung, Reinigung usw.) ab.

Rezepte

Dem Modell beigelegt ist außerdem ein (auch) deutschsprachiges, 23 Seiten zählendes Büchlein, in dem viele verschiedene Rezeptideen zu Cremes, Smoothies und Co. enthalten sind. Gerade diejenigen, die sich bislang noch nicht am Smoothiemixen versucht haben, können hieraus erste Inspiration schöpfen. Designmäßig ist das Büchlein sehr ansprechend; löblich ist auch die instruktive, leicht verständliche Art und Weise, in der jedes Rezept erklärt wird.

Lautstärke

Der Mixer wird mit 75,6 dB(A) (durchschnittlich) bzw. 86,9 dB(A) (maximal) außerordentlich laut;2 dies ist angesichts der Tatsache, dass ein einzelner Mixvorgang regelmäßig nur 60 s in Anspruch nimmt, aber noch hinnehmbar.

Stromverbrauch

Ein Mixvorgang im VACUUM BLEND-Modus schöpft durchschnittlich 96,4 W aus dem Stromnetzwerk; das ist mit Stromkosten von jeweils nur 0,008 € verknüpft.3

Reinigung

Das edelstählerne Messerwerk und die ToGo-Flaschen (in ihrer Gesamtheit) können bei einer Temperatur von maximal 80 °C in der Spülmaschine gereinigt werden; im Test ließ sich hierdurch ein Großteil der verbleibenden (Gemüse-/Obst-)Fasern lösen. Nur vereinzelt musste man noch von Hand nacharbeiten. Den empfindlichen Motorblock schließlich sollte man nur mit einem weichen Tuch abwischen. Es empfiehlt sich allerdings, die Reinigung direkt nach dem Mixen vorzunehmen, denn: Trocknen die jeweiligen (Gemüse-/Obst-)Rückstände erst einmal ein, lassen sie sich nur noch mit viel Mühe ablösen.

Zum Nachmachen


Waldbeeren-Smoothie
Für einen herrlich sommerlichen Smoothie empfiehlt sich eine Mixtur aus Waldbeeren (bspw. Blau-, Brom- und Himbeeren), Ananas und Kokoswasser.


Grüner Smoothie
Grüne Smoothies sind noch immer in aller Munde – erlauben sie es doch, nicht nur Obst, sondern auch Gemüse in leichter, wohlschmeckender Art und Weise zu sich zu nehmen. Basilikum, Blattspinat, Birnen und Kiwi bilden eine wundervolle Kombination.


Der Klassiker
Äpfel und Möhren sind die Klassiker schlechthin; wer ein bisschen mehr Süße wünscht, kann eine Banane mitpürieren. Für noch mehr Farbintensität empfiehlt sich eine Prise Kurkuma.

Gesunde Smoothies – Vitamine erhalten

Nicht alle Vitamine sind in gleichem Maße empfindlich. Fettlösliche (lipophile) Vitamine, wie bspw. Vitamin A, D, E und K, können regelmäßig auch hohen Temperaturen standhalten; vollkommen anders verhält es sich bei vielen wasserlöslichen (hydrophilen) Vitaminen, wie bspw. Vitamin B1, B2, B6 und C. Die allermeisten Vitamine allerdings, mit Ausnahme von Niacin und Vitamin K, werden durch die (an den Kontakt mit Sauerstoff anknüpfende) Oxidation zerstört. Gerade deshalb sind die VACUUM– und VACUUM BLEND-Modi des KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) so wertvoll. Werden Gemüse, Obst und Co. im Vakuum püriert, bleibt ein Großteil der insoweit empfindlichen Vitamine erhalten – und kann letzten Endes auch vom Körper voll verarbeitet werden.

Bewertungskriterien auf einen Blick

Handhabung (50%)

Hier wurde vor allem geprüft, wie sich das Modell in praxi bedienen lässt – unsere Testerinnen und Tester haben das volle Funktionsspektrum ausgeschöpft und ermittelt, ob und ggf. inwieweit sich bei der (Erst-)Inbetriebnahme und dem hieran anschließenden Betrieb selbst Probleme stellen. Darüber hinaus wurde ermittelt, wie die einzelnen Modellkomponenten jeweils von verbleibenden Gemüse-/Obstpartikeln gereinigt werden können, insbesondere ob sie ein jedes Mal eine erschöpfende Handwäsche voraussetzen. Schließlich spielte hier auch die deutschsprachige Dokumentation mit ein, die nach äußeren (typographischen) und nach inneren Aspekten beurteilt worden ist; ihre Lektüre sollte jede durchschnittliche Verbraucherin bzw. jeden durchschnittlichen Verbraucher ohne weiteres in den Stand versetzen, das Modell ordnungsgemäß zu verwenden und ggf. auch Rezeptideen, Tipps zur Beseitigung von Fehlern usw. enthalten.

Leistung (30%)

Die Leistung des Modells haben unsere Testerinnen und Tester geprüft, indem allerlei verschiedene Gemüse- und Obstsorten4 sowie Eis verschiedener Größe mehrmals in den jeweils geeigneten/empfohlenen Modi verarbeitet worden sind; die hieraus geschöpften Gemüse-/Obstpürees wurden anschließend nach einer sorgfältigen Sinnesprüfung (anknüpfend an Aroma, Farbe und Konsistenz) durch alle Testerinnen und Tester beurteilt. Weiterhin wurde die Wirksamkeit des Vakuums geprüft, indem eine Handvoll verschiedener Früchte derselben Provenienz5 einmal in einem mit Vakuum arbeitenden Modus und einmal in einem ohne Vakuum arbeitenden Modus püriert worden sind und der jeweilige Anteil an Vitamin C (Ascorbinsäure) jeweils 30 Minuten nach Beendigung des Mixens ermittelt worden ist.

Verarbeitungsqualität (10%)

Hier wurde nicht nur die Qualität der verwendeten Materialien selbst, sondern auch die Art und Weise, in der diese miteinander verbunden worden sind, geprüft. Makel in Gestalt von erheblichen, nicht einheitlichen Spaltmaßen o. ä. sollten von Werk aus vermieden werden. Ferner wurde auch geprüft, ob die verschiedenen Behältnisse sicher abschließen und wie sie den regelmäßig zu gewärtigenden Strapazen (u. a. beim Transport in einer Tasche) standhalten.

Sicherheit (10%)

Hier wurden vor allem die (mechanischen) Sicherheitsmechanismen des Modells geprüft. Das Modell sollte sich nur dann in Betrieb nehmen lassen, wenn das Messerwerk nicht mehr mit den Händen erreicht werden kann; die Inbetriebnahme sollte bspw. voraussetzen, dass das Mixbehältnis vorab in einer nicht ohne weiteres ablösbaren Art und Weise mit dem Motorblock verknüpft wird. Löst man diese Verknüpfung wieder, sollte das Messerwerk jegliche weitere (Rotations-)Bewegung einstellen. Des Weiteren wurde die Stabilität des Modells im Betrieb geprüft; diese kann nicht nur durch die Maße und das Gewicht desselben, sondern auch durch mit geeignetem Material (Silikon o. ä.) versehene (Stand-)Füße vermittelt werden.

Unsere Tester für Sie im Einsatz

Kurzbewertung

Handhabung:
4,5 von 5,0
Leistung:
4,5 von 5,0
Verarbeitungsqualität:
4,5 von 5,0
Sicherheit:
5,0 von 5,0

Pro/Contra

  • hohe Leistung bei allen verwendeten Gemüse-/Obstsorten
  • leichte Handhabung
  • leichte Reinigung
  • NutriKeep™-Technologie schützt empfindliche Vitamine vor der Oxidation
  • hohe Lautstärke
  • Vakuumbehältnis muss auch dann montiert werden, wenn man keinen Vakuum-spezifischen Modus verwenden will

Technische Daten

Hersteller/Modell KRUPS Freshboost
Vakuum Standmixer to go (KB181D)
Maße in cm (H x B x T) 34,4 x 13,4 x 17,8
Gewicht in kg (Gesamtheit) 2.108
Material (ToGo-Flasche) Plastik (ohne Bisphenol A, BPA)
Maximale Kapazität in ml (ToGo-Flasche) 600
Skala (ToGo-Flasche) ja, von 200 bis 600 in 100er-Schritten
Maximale Leistung in W 800
Taste(n) Drehelement (um 360° drehbar)
Funktionen NutriKeep™-Technologie
Modi BLEND, VACUUM, VACUUM BLEND, PULSE/ ICE CRUSH
Zubehör Dokumentationen (2), edelstählernes Messerwerk (1), Motorblock (1), ToGo-Behältnisse (2), ToGo-Deckel (2), Vakuumbehältnis (1), Stromkabel (1)
Dauer der Modi in s BLEND: 60;
VACUUM: 50;
VACUUM BLEND: 110; PULSE/ ICE CRUSH: manuell
Max. Lautstärke in dB(A)
Gemessen aus 1 m Distanz im VACUUM BLEND-Modus
86,9
Durchschn. Lautstärke in dB(A)
Gemessen aus 1 m Distanz im VACUUM BLEND-Modus
75,6
Durchschn. Lautstärke in dB(A)
Gemessen aus 1 m Distanz im VACUUM BLEND-Modus
Max. Stromverbrauch in W
Gemessen im VACUUM BLEND-Modus
212,3
Durchschn. Stromverbrauch in W
Gemessen im VACUUM BLEND-Modus
96,4

Bewertung

Hersteller/Modell % KRUPS Freshboost
Vakuum Standmixer to go (KB181D)
Handhabung 30 90,7
Bedienung 50 92,0
Reinigung 40 90,0
Dokumentation 10 86,5
Leistung 50 94,4
Hartes Gemüse/Obst 30 94,0
Weiches Gemüse/Obst 30 96,0
Vakuum
(Schutz vor Oxidation)
30 94,0
Eis 10 92,0
Material-/Verarbeitungsqualität 10 94,0
Sicherheit 10 96,8
Sicherheitsmechanismen 70 98,0
Stabilität 30 94,0
Bonus/Malus
Preis in Euro (UVP) 139,99
Durchschschnittlicher Marktpreis in Euro — *
Preis-/Leistungsindex — *
Gesamtbewertung 93,5 % („sehr gut“)

* Das Modell war im Zeitpunkt des Testabschlusses noch nicht am Markt erhältlich.

Aufgefallen im Praxistest

Dass das Modell die Luft abschöpft, lässt sich auch anhand vieler kleiner Bläschen erkennen, die nach und nach durch das Wasser wandern.

Schon direkt nach dem Mixen haben die Smoothies eine viel intensivere, vitalere Farbe als solche, die ohne Vakuum zubereitet worden sind.

Das Filtersystem kann ohne allzu viel Mühe gepflegt werden, s. o.

Fazit

Mit dem Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) bietet KRUPS einen ordentlich verarbeiteten Mixer, der nicht nur sehr leicht zu handhaben ist und die allermeisten Gemüse- und Obstsorten mit seinen edelstählernen Messern pürieren kann. Dank der mit einem Vakuum arbeitenden Modi (VACUUM und VACUUM BLEND) pflegt er auch in puncto Gesundheit mehr als andere Mixer zu bieten: Die mit ihm zubereiteten Smoothies enthielten durchschnittlich 30,7 % mehr Vitamin C. Der Motor reicht allemal aus, um Eis in Sekunden gleichmäßig zu pulverisieren (PULSE/ICE CRUSH>); und das haben unsere Testerinnen und Tester während der jüngsten, hochsommerlichen Temperaturen voll ausgeschöpft! Die Messer wurden auch durch diese erhebliche Belastung nicht in wahrnehmbarem Maße abgestumpft. Des Weiteren bietet das Modell nicht nur einen stabilen Stand; es ist durch den doppelten Verschlussmechanismus auch immer sicher zu verwenden: Nur nach Anbringung von zwei verschiedenen Behältnissen lässt sich ein Modus auswählen (und anschließend starten). Die beiden ToGo-Flaschen schließen die Smoothies sicher ein, sind außerordentlich solide und damit ideal zum Transport geeignet; dass man sie nach der Heimkehr nur in die Spülmaschine stellen muss, wurde von unseren Testerinnen und Testern auch als prächtig empfunden. Mit maximal 86,9 dB(A) kann das Modell zwar sehr laut werden; da ein Mixvorgang allerdings schon nach 60 s vorbei ist, lässt sich auch ein solcher Schalldruckpegel noch hinnehmen. Schließlich ist auch der Stromverbrauch mit durchschnittlich 96,4 W vollkommen akzeptabel. Mit gleichmäßig sehr guten Leistungen in allen wesentlichen Testdisziplinen und der innovativen NutriKeep™-Technologie hat der Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D) von KRUPS die Note „sehr gut“ (93,5 %) erreicht.

D. Soppoth

Anmerkungen

1 Wir haben die Stabilität über Holz, über Stein und über anderem Material (bspw. künstlichem Mineral-/Quarzmaterial) geprüft.

2 Die Messung des Schalldruckpegels in dB(A) ist aus einem Abstand von 1 m im VACUUM BLEND-Modus erfolgt.

3 Die angegebenen Stromkosten knüpfen an einen durchschnittlichen Strompreis von 0,2916 € pro kWh an.

4 Es wurden u. a. Ananas, Avocado, Bananen, Brom-, Heidel- und Himbeeren, Kiwi, Papaya, verschiedene Wurzeln (bspw. Kurkuma), Spinat und Tomaten verarbeitet.

5 Hier wurden Äpfel, Grapefruits und Zitronen verarbeitet.

Getestete Produkte

  • KRUPS Freshboost Vakuum Standmixer to go (KB181D)

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