5 Edelstahlbräter im Vergleichstest

Für den perfekten Weihnachtsbraten

28. November 2019

Für viele ist die Weihnachtszeit die wohl schönste Zeit des Jahres: Wann sonst kann man an wundervollen Winterabenden im Familien- und Freundeskreis zusammenkommen, die ach so selten gewordene Zeit miteinander genießen und sich gesellig dem Wesentlichen widmen: Dem Essen! Ganz gleich, ob’s nun ein klassischer Gänsebraten mit aromatischem Majoran, ein edler, dem Geschmack nach herrlich „wilder“ Rehrücken an Wacholderbeeren oder — will man Fleisch und Fisch außen vor lassen — ein moderner Linsenbraten mit süßlich-pikanter Glasur sein soll. Für all diese Leckereien braucht man bloß eines: Einen geeigneten Bräter, in dem sich die Speisen nicht nur gleichmäßig anrösten lassen, sondern in dem sie anschließend auch schonend vor sich hin schmoren können. Hierdurch zeichnen sich Bräter ja auch schließlich aus: Dass sie Fleisch, Fisch und Gemüse durch das viele Stunden dauernde Schmoren bei maßvoller Temperatur großartig-zart werden lassen. Dabei sind die aktuell erhältlichen Bräter aus Edelstahl sehr viel leichter als die ursprünglichen Modelle aus Gusseisen und können auch noch ausgesprochen schnell gereinigt werden. Wir haben 5 verschiedene Edelstahlbräter geprüft.

Bräter können aus Edelstahl, Emaille, Gusseisen, Keramik oder einem beschichteten Material bestehen; manche von ihnen sind oval, andere vollkommen rund und wieder andere haben klassischerweise vier Ecken. Sie alle haben aber eines gemein: Sie kommen von Werk aus mit einem passenden, den Bräter rundum abschließenden Deckel daher. Ein solcher ist auch sehr sinnvoll: Schließlich verhindert der Deckel, dass der Sud im Bräter verdampfen und schließlich aus dem Bräter herauswabern kann. Dadurch bleiben die im Bräter schmorenden Speisen, sei’s nun Fleisch, Fisch oder Gemüse, wundervoll „saftig“. Grundsätzlich lassen sich Bräter in zweierlei Arten verwenden: Zum einen über dem Herd — das empfiehlt sich zum Röstaromen bescherenden Anbraten von Fleisch und Fisch. Zum anderen im Backrohr — das wiederum ist ideal zum schonenden, sich ans Anbraten anschließenden Schmoren. Bei manchen Modellen kann man übrigens selbst den Deckel verwenden, um in ihm Speisen zuzubereiten.

Bräter aus Edelstahl sind sehr viel leichter als ähnliche Modelle aus Gusseisen und dadurch auch sicherer zu handhaben, vor allem wenn sie voll mit Fleisch, Gemüse und Co. sind. Da Edelstahl äußerst stabil ist und den allermeisten Strapazen widersteht, sind viele Modelle dieses Tests auch spülmaschinengeeignet. Das erleichtert die Arbeit mit ihnen immens. Die von uns geprüften Bräter sind mit allen normalen Herdarten (d. h. Gas, Glaskeramik, Elektro und Induktion) kompatibel und lassen sich selbstverständlich auch ins Backrohr schieben – wie viel Hitze sie aushalten können, ist modellabhängig. Zwei Bräter kommen außerdem mit einem optional verwendbaren Gitter: Mit einem solchen lassen sich alle erdenklichen Lebensmittel schonend dämpfen. Wie sicher die einzelnen Bräter zu handhaben sind, wie schnell sie sich erhitzen und wie sie Hitze verteilen sowie anschließend speichern, lesen Sie in diesem Test.

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Edelstahlbräter – Aufbau und Funktion

Edelstahl ist ein Material, das bei Kochgeschirr mittlerweile allgegenwärtig ist. Das Zahlenpaar „18/10“ hinter dem „Edelstahl“, das zumeist in Töpfen, Pfannen und auch Brätern verwendet wird, verdeutlicht den jeweiligen Anteil an Chrom (18,0 %) und Nickel (10,0 %). Wer gegenüber Nickel empfindlich ist, sollte besser mit Edelstählen ohne Nickel oder von vornherein mit vollkommen anderen Materialien vorliebnehmen. An Edelstahlbrätern ist besonders praktisch, dass sie in allerhöchstem Maße stabil sind: Sie widerstehen auch allen Lebensmittelsäuren schadlos und halten höchste Temperaturen aus, ohne sich zu verziehen. Darüber hinaus ist Edelstahl geruchs- und geschmacksneutral und dem Gewicht nach leichter als viele andere Materialien. Edelstahlbräter können an sich sehr leicht gereinigt werden: Meistens reicht’s schon aus, den Bräter per Hand mit einem milden Spülmittel und warmem Wasser abzuwischen. Die meisten Modelle sind aber mittlerweile auch spülmaschinengeeignet. Falls sich Lebensmittel in erheblichem Maße einbrennen sollten, empfiehlt sich ein Einweichen in warmem Wasser und mildem Spülmittel. Nicht heranziehen sollte man Scheuermittel oder Stahlwolle. Diese können den Edelstahl nämlich „abschaben“ und schließlich in Roststellen münden.

Wer einen neuen Bräter zu erwerben plant, sollte — einerlei, um welches Material es sich handelt — vor allem eines beachten: Dass der Bräter einen vollkommen planen Boden A hat und dadurch eben über dem Herd steht. Ansonsten braucht der Bräter, wenn dessen Boden den Herd nicht an allen Stellen berührt, viel mehr Zeit, um gleichmäßig heiß zu werden: Dadurch wiederum wird Strom verschwendet. Für die meisten Schmorgerichte werden die einzelnen Zutaten zunächst im unteren Teil des Bräters B angebraten, anschließend wird Flüssigkeit eingegossen und alles zusammen wird mit geschlossenem Deckel C stundenlang weiter geschmort. Dies kann entweder klassisch im Backofen oder über dem Herd erfolgen. Die seitlichen Handteile D sollten sich nicht in die Hand einschneiden und ausreichend Spielraum zur heißen Bräteraußenwand lassen; sie müssen außerdem hinreichenden Halt vermitteln, sodass man den Bräter auch vollbeladen noch sicher hin- und herhieven kann. Da die meisten Handteile auch aus Edelstahl bestehen, erhitzen sie sich im Backofen – hier muss man also regelmäßig einen Handschutz verwenden (bspw. Topfhandschuhe/-lappen). Wer bloß über dem Herd schmort, kann die Handteile immerhin bei vielen Brätern problemlos berühren, ohne sich zu verbrennen (… nicht indes bei allen).

Getestete Produkte

  • ELO Bella Gusto
  • Fissler Edelstahlbräter Induktion 38 cm
  • Kela IVO Art. Nr. 12402
  • Schulte-Ufer Allzweck-Bräter
  • WMF Extrabräter

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