2 Induktions-Reiskocher im Vergleichstest

Die moderne Art des Reiskochens

04. April 2018

Jedes Jahr verzehrt man allein in Asien (Süd-, Ost- und Südostasien) stolze 405,8 Millionen Tonnen von ihm; mit noch immer wachsender Tendenz! Doch auch in Europa nimmt man mehr und mehr mit ihm vorlieb: Die Rede ist von Reis. Es existieren über 100.000 verschiedene Reissorten weltweit; und sie alle zeichnen sich durch andere Charakteristika aus – vor allem in puncto Geschmack, Farbe und Form. Einerlei ob er den Mittelpunkt einer Mahlzeit bildet (bspw. als Risotto) oder eine solche nur anreichert (bspw. als Basmati-, Jasmin- oder GABA-Reis); die kleinen Körner sind ausgesprochen gesund, leicht verdaulich und liefern komplexe Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel gleichmäßig anheben. Wie viel Positives man aus seinem Reis schöpfen kann, ist nicht nur von der Reisart, sondern auch davon abhängig, wie man ihn zubereitet. Moderne Induktions-Reiskocher machen das Reiskochen zum Kinderspiel; sie bieten zahlreiche (sortenspezifische) Funktionen, die sich nicht nur im Reiskochen selbst erschöpfen. Dabei arbeiten sie dank der Induktions-Technologie ausgesprochen zügig. Im Test haben wir zwei dieser modernen Reiskocher miteinander verglichen.

Im asiatischen Raum zählt ein Reiskocher zur Grundausstattung jeder Küche. Mit dem zunehmenden Bewusstsein für gesunde Ernährung finden sie auch hierzulande immer mehr Zuspruch. Während der Reis im Reiskocher punktgenau gegart wird, kann man sich anderen Tätigkeiten wie bspw. dem Kochen von Fleisch, Fisch und/oder Gemüse widmen. Die praktische Warmhaltefunktion hält den Reis ohne weiteres über mehrere Stunden warm, sodass er auch im Voraus zubereitet werden kann.

Die Modelle arbeiten dabei mit der sog. Fuzzy Logic-Technologie. Dabei wird der Zustand des Reises während des Kochens regelmäßig geprüft und der Kochprozess ggf. angepasst. Neben Reis kann in den multifunktionalen Geräten auch Gemüse gedämpft, Eintopf gekocht oder sogar Kuchen gebacken werden.

Das Wichtigste

Für wen geeignet: Für alle, die regelmäßig Reis essen und sich einen wirklich qualitativen, Arbeit und Zeit sparenden Reiskocher wünschen.

Interessant: Dank der Induktions-Technologie wird der mit Reis und Wasser befüllte (Innen-)Topf gleichmäßig erhitzt; dadurch wird auch der Reis vollkommen einheitlich gegart.

Aufgefallen: Mit beiden getesteten Modellen lässt sich auch GABA-Reis zubereiten.


Aufbau & Funktion

reiskocher buchstaben

Induktions-Reiskocher zeichnen sich vor allem dadurch aus, den Reis ausgesprochen gleichmäßig zu garen. Das liegt nicht zuletzt an der Induktions-Technolohgie; denn der Innentopf, in den der Reis und das Wasser eingefüllt werden, wird nicht nur am Boden, sondern auch an den Wänden gleichmäßig erhitzt. So gart der Reiskocher jedes Korn auch bei maximaler Füllmenge punktgenau, egal ob es sich nun an oberster oder an unterster Stelle des Topfes befindet. Aus Sicherheitsgründen ist wie bei den meisten induktionsbetriebenen Geräten ein Sicherheitskontakt A verbaut. Dieser prüft, ob sich der Innentopf B im Reiskocher befindet. Ohne den Innentopf lässt sich der Kochvorgang nicht starten. Durch unterschiedliche Programme C wird die Temperatur bestimmt. Davon und von der eingefüllten Reismenge D hängt schließlich die Zubereitungsdauer ab. Eines der getesteten Modelle nutzt zudem ein Drucksystem, welches die ohnehin schon kurze Zubereitungsdauer nochmals reduziert.


Vielseitigkeit & Co. … mehr als nur Reis

reiskocher vielseitig

Sushi
Zu der Familie der Rundkornreissorten zählt auch der Sushi-Reis. Ursprünglich stammt er aus Japan, allerdings werden nur geringe Mengen in das Ausland exportiert, um den Eigenbedarf der japanischen Bevölkerung nicht zu gefährden. Daher stammt ein Großteil des hierzulande erhältlichen Sushi-Reises aus anderen Ländern wie z. B. den USA (hier vor allem aus Kalifornien). Rundkornreis ist kleiner und runder als herkömmlicher Reis. Zudem enthält er besonders viel Stärke, welche er zum Teil beim Kochen auch an das Kochwasser abgibt. Dadurch kleben die einzelnen Körner stärker zusammen; und das ist vor allem beim Formen von Sushi wesentlich.

Vollkornreis
Neben dem herkömmlichen weißen Reis ist auch der etwas dunklere Vollkorn- bzw. Naturreis erhältlich: Er ist deshalb dunkler, weil er noch vom sog. Silberhäutchen umhüllt ist; man pflegt ihn nach der Ernte also nicht zu schälen. Das Silberhäutchen schützt nicht nur jedes einzelne Reiskorn, sondern enthält auch noch eine Handvoll Mineralien und Vitamine. Daher ist er ausgesprochen gesund und nahrhaft, wenn auch im Biss etwas härter als weiße Reissorten.

Reis Congee
In asiatischen Ländern wird sehr viel mehr Reis verzehrt als in Europa (s. o.); so pflegt man bspw. in China einen speziellen Reisbrei (sog. Congee) zum Frühstück zu essen. Genossen wird er pikant oder süßlich. Er besteht aus einem Teil Reis und 10 bis 12 Teilen Wasser/Gemüse-/Hähnchen- oder Rinderbrühe. Man kocht ihn typischerweise vier Stunden; es empfiehlt sich, einen weißen Reis wie Basmati- oder Jasminreis zu verwenden.

Getestete Produkte

  • cuckoo CRP-HP06 Fuzzy Series
  • KeMar Kitchenware KIC-180

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