Es ist so simpel wie kompliziert: Ein Ei zu kochen setzt weder spezielles Küchenequipment noch viel Geschick voraus; und doch streitet man sich von jeher darüber, wie man das Ei denn jetzt idealerweise kocht! Der eine wünscht sich einen nur noch wachsweichen Eidotter, während er bei dem anderen lieber noch wunderbar-viskos hervorquellen soll. Ein Eierkocher soll jeden Wunsch bedienen können – und ein jedes Mal die erstrebte (Ziel-)Härte erreichen. Die Eier müssen so nicht in einem Wasserbad erhitzt werden, sondern lassen sich in schonender und stromsparender Art und Weise mit Wasserdampf kochen. Das ETM TESTMAGAZIN hat 10 Eierkocher geprüft; darunter sind 4 Modelle mit einer Härtegradeinstellung per Wasserstand und 6 Modelle mit einer konkreten Härtegradeinstellung.

Gekochte Eier sind nicht nur zu Ostern beliebt: Schließlich verschönern sie das Frühstück zu jeder Jahreszeit. Ob das Innere dabei nun aber weich, mittel-weich bzw. mittel-hart oder doch vollends hart sein soll, ist aber – wie so vieles – Geschmackssache. Zu Ostern stehen natürlich die harten, in schillernder Farbenpracht strahlenden Ostereier im Mittelpunkt. Für das Zubereiten von Eiern im Eierkocher braucht man keinen Herd>; es reichen ein Mindestmaß an Wasser und eine Stromquelle aus. Die zu erreichende (Ziel-)Härte lässt sich bei manchen Modellen allein über den jeweiligen Wasserstand bestimmen: Sobald das Wasser restlos verkocht ist, schaltet sich das Modell vollautomatisch aus (oder wechselt in den evtl. vorhandenen Warmhaltemodus). Andere Modelle erlauben es, die (Ziel-)Härte unmittelbar über ein Drehelement oder mittelbar über die Kochzeitspanne einzustellen. Bei beiden Modellen kann allerdings das Ergebnis je nach der Größe und (ursprünglicher) Temperatur der Eier variieren; bis die ideale Härte erreicht wird, muss also immer etwas herumexperimentiert werden. Ein Abschrecken der Eier nach dem Kochen stoppt übrigens höchstens den Garprozess. Stattdessen ist die Schälbarkeit von dem Alter des Eis und dem damit verbundenen pH-Wert des Eiweißes abhängig: Je älter das Ei ist, desto höher ist der pH-Wert und desto leichter lässt es sich pellen. In unserem Test müssen sich insgesamt zehn Eierkocher behaupten – davon lässt sich die (Ziel-)Härte bei vier Modellen nur über den Wasserstand einstellen, während man die (Ziel-)Härte bei den anderen sechs Modellen direkt oder immerhin indirekt (nämlich über die Kochzeitspanne) anpassen kann.

Aufbau & Funktion

Aufbau & Funktion

Eierkocher arbeiten nach demjenigen Prinzip, das auch bei Dampfgarern angelegt wird: Sie garen die Eier mit Wasserdampf. Dazu wird die Kochschale A erhitzt und so das in ihr enthaltene Wasser zum Kochen gebracht. Bei manchen Modellen ist die Kochzeit vom jeweiligen Wasserstand abhängig: Sobald das Wasser verkocht ist, schaltet es sich automatisch aus. Auf den Messbechern sind die Wassermengen für den gewünschten Härtegrad und die Anzahl der Eier aufgeführt. Bei anderen Modellen wiederum lässt sich die (Ziel-)Härte oder die Kochzeit selbst einstellen. Der Eierbehälter B ist über die schon mit Wasser versehene Kochschale zu stellen; der Eierbehälter ist mit Einlässen versehen, sodass die Eier während des Kochens stabil an Ort und Stelle stehen bleiben. Der Eierhalter sollte mit einem Griff C ausgestattet sein, mit dem er sich auch bei voller Beladung problemlos anheben lässt. Schließlich ist der Eierkocher nur noch mit dem Deckel D zu verschließen. Dieser sollte vollkommen abschließen, damit während des Kochvorganges nur aus den vorbestimmten Auslässen E Dampf austritt; dies vermindert auch die mit dem heißen Dampf verknüpften Gefahren. Da sich der Deckel naturgemäß während des Betriebs erhitzt, sollte er nur am vorgesehenen Griff angefasst werden. Über ein Bedienelement F, das bspw. auch in einem Drehrad bestehen kann, ist der Eierkocher in Betrieb zu nehmen.

Ei-Spezialität – Pochieren & Co.

Ei-Spezialität – Pochieren & Co.

Das Funktionsspektrum vieler moderner Eierkocher erschöpft sich nicht im Eierkochen selbst; nein, mit zusätzlichem Zubehör lassen sich bspw. auch pochierte Eier und/oder Omeletts zubereiten. Hierzu bieten die Hersteller entsprechende Pochier-/Omelettschalen an. Diese sind mit dem ein oder anderen Tropfen Öl auszuwischen, um zu verhindern, dass das Ei späterhin anklebt. Für pochierte Eier wird jeweils ein Ei in eine Schale aufgeschlagen ; für Omelett wird das Ei außerdem noch verquirlt. Nachdem Wasser in die Kochschale gefüllt wurde, werden die Schalen anschließend in den Eierhalter eingelegt; der Eierkocher wird sodann mit dem Deckel verschlossen. Nun lässt sich der Eierkocher starten. Freilich ist vorab die zum Pochieren empfohlene Temperatur einzustellen. Nach dem Kochende lässt sich das Ei behutsam aus der Eierschale herauslösen und anschließend servieren . Wer sich hier einen noch leicht viskosen Eidotter wünscht, muss den Kochprozess bei den meisten Modellen leicht verkürzen.

Getestete Produkte

Eierkocher mit Härtegradregulierung durch Wassermenge

  • Gastroback Design Eierkocher mini, Artikel-Nr. 42800
  • Krups Ovomat Super
  • Proficook PC-EK 1139
  • Russell Hobbs Cook@Home Eierkocher

Eierkocher mit Härtegradregulierung oder Härtegradanzeige

  • CASO Design ED 10 Eierkocher + Dampfgarer
  • Cloer ART-6070
  • Emerio EB-115560
  • Koenic KEB 350
  • Korona Eierkocher/Mini-Dampfgarer
  • Princess 01.262041.01.001

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