Wissenswertes rund um EPA, HEPA & Co.

Feinstaubemissionen durch Staubsauger – was muss ich beachten?

25. Februar 2022

Die Funktion eines Staubsaugers – gleichgültig ob es sich nun um einen klassisch-konventionellen, mit dem Stromnetzwerk des Haushalts verbunden bleiben müssenden Staubsauger oder um einen modernen, einen endlosen Aktionsradius erschließenden Staubsauger mit Akkumulator handelt – ist doch immer die Gleiche: Er soll Fußböden, aber auch allerlei andere Flächen im Haushalt wie bspw. Möbel, Textilien usw. makellos-sauber strahlen lassen. Dies klappt – abhängig immer von der Qualität des verwendeten Staubsaugers – auch mal mehr und mal minder ersprießlich, sodass man darüber schnell außen vor lässt, dass die hier vorhandene Mechanik nicht nur Teilchen an- und in sich hinein ziehen, sondern auch wieder aus sich heraus stoßen kann: Tatsächlich emittieren Staubsauger nämlich eine Vielzahl von nicht ohne Weiteres erkennbaren Kleinstpartikeln, die durch die Atmosphäre des Haushalts wirbeln und wirklich erhebliche Schäden im menschlichen Körper verursachen können.1

EPA- und HEPA-Filter

Will man verhindern, dass ein Großteil der Partikel wieder die Mechanik des Staubsaugers verlässt, so ist ein Filter von ansehnlicher Qualität wesentlich. Die Membrane eines solchen halten die Partikel ab und stellen bspw. durch Adhäsion sicher, dass sie nicht wieder in die Atmosphäre des Hauses wirbeln können. Doch ist durchaus erheblich, welcher Typus von Filter verwendet wird: Hier liest man regelmäßig die englischsprachigen Akronyme EPA und HEPA. EPA heißt nichts anderes als Efficient Particulate Air Filter: Hier sind alle Filter der Filterklassen E10, E11 und E12 einzuordnen, die mehr als 85,0 % resp. 95,0 % resp. 99,5 % der Partikel mit einer Größe von unter einem Mikrometer abscheiden. HEPA wiederum heißt High Efficiency Particulate Air Filter: Das hier zu lesende High impliziert schon die noch weiter reichende Wirksamkeit solcher Filter. Filter der Klasse H13 können mindestens 99,95 %, solche der Klasse H14 mindestens 99,995 % aller Partikel mit einer Größe von unter einem Mikrometer abscheiden. Hierbei handelt es sich um allerlei problematische Partikel wie bspw. Hausstaubmilben resp. Hausstaubmilbenexkremente, Pollen usw.

Gerade dann also, wenn man von Allergien gegen die angesprochenen Partikel geplagt ist, sollte man sich während der Suche nach einem neuen Staubsauger vor allem den Typus des in demselben vorhandenen Filters ansehen und sicherstellen, dass mindestens ein EPA-Filter, idealerweise aber ein HEPA-Filter vorhanden ist: Durch einen solchen kann man das Maß derjenigen Partikel, denen gegenüber regelmäßig Allergien gegeben sind, messbar vermindern.2 Doch welcher Filter auch immer die Partikel abscheiden soll: Will man seine Funktionalität viele Monate in vollem Maße erhalten, so muss man ihn regelmäßig säubern und auch auswechseln. Wann ein solcher Wechsel veranlasst ist, lässt sich nicht allgemeingültig aussprechen: Schließlich spielen hier schon das Maß der im Haus immer wieder vorkommenden und durch die Mechanik wandernden Teilchen, die Frequenz der Fußbodenreinigung im Haus und allerlei mehr mit ein.

Das Leeren des Staubbehälters

Doch auch dann, wenn ein Staubsauger mit einem wirksamen Filter versehen worden sein sollte, kann es durch ihn zu wieder empor wirbelnden Massen an Partikeln kommen; immerhin dann, wenn es sich nicht um einen Staubsauger handelt, der die Partikel von vornherein in einen Staubbeutel leitet und sie in demselben einschließt. Beim Leeren eines der sehr viel verbreiteteren Staubbehälter kommt es schließlich immer mal wieder dazu, dass nicht alle Partikel heraus und dann ausschließlich herab wandern: Gerade Partikel von minimalem Maß, die bis in die Alveolen, also die äußersten Teile unseres Atemsystems, wandern können, sind alles andere als schwer, können also während des Auskippens durchaus auch nach oben schießen und alsdann viele Stunden herum schweben, wo sie sich von den im Haushalt wohnenden Menschen inhalieren lassen. Dies kann man nie vollends verhindern, aber doch dem Ausmaß nach vermindern, indem man den Staubbehälter mit maßvollem Tempo herab kippt und währenddessen minimalen Abstand hin zum Mülleimer wahrt. Gerade diejenigen Menschen, die von einer wirklich starken Allergie gegen die angesogenen Partikel geplagt werden, sollten sicherheitshalber nur einen mit Staubbeutel operierenden Staubsauger verwenden: Einen Staubbeutel kann man nämlich als Ganzes in den Müll schmeißen.

Doch es sind auch noch andere Alternativen vorstellbar: Staubsauger mit einem Wasser-Filter. Wodurch sich ein solcher auszuzeichnen weiß? Dadurch dass der Staubbehälter vorab mit Wasser versehen wird. Die Schmutzpartikel, die angesogen werden, wandern dann in dieses Wasser und lassen sich schließlich in einem Mal auskippen; da sie mit dem Wasser vermischt sind, können sie währenddessen natürlich nicht mehr empor wirbeln. Die solcherlei Filter vorweisen könnenden Staubsauger – es handelt sich dabei vorrangig um solche, die während der Fußbodenreinigung mit dem Stromnetzwerk des Hauses verbunden bleiben müssen – können obendrein noch mit einem normalen EPA– oder HEPA-Filter prunken, um sicherzustellen, dass wirklich kein ausnehmendes Maß an Partikeln in den Haushalt schießen kann. Solche mit Wasser werkenden Staubsauger können, wie sich schon in mancherlei Studien nachweisen ließ,3 außerordentlich wirksam darin sein, Pollen und Co. abzuscheiden.

Bisweilen kann man das Problem des Leerens des Staubbehälters aber auch noch anderswie lösen: Manche Hersteller bieten zu ihren – einen Akkumulator als Stromreservoir verwendenden – Staubsaugern nämlich spezielle Reinigungsstationen an. An solche muss man den Staubbehälter nur anschließen: Die Station stößt das Leeren von allein an; alle Partikel wandern in einem Mal weiter in einen Staubbeutel, den man schließlich, wenn er voll ist, in den Müll schmeißen kann. Da die Station das Leeren des Staubbehälters allein vornimmt, ohne dass sich dies von außen auch nur einsehen ließe, muss man sich auch hier keinerlei Gedanken um wieder neu verwirbelnde Partikel machen.

Akku-Staubsauger im Test 2022

Einen Akku-Staubsauger, der einen starken HEPA-Filter der Klasse H14 vorweisen kann, hatten wir vor ein paar Wochen im Testlabor: Den Jet 90 complete VS20R9046/EN aus dem Hause Samsung. Für all diejenigen, die von Allergien geplagt werden, ist dieses Modell also allemal geeignet, aber wie lässt es sich während der Fußbodenreinigung verwenden und wie sauber werden Fußböden aus verschiedenerlei Materialien mit ihm wirklich? Dies alles und noch viel mehr können Sie in unserem jüngsten Akku-Staubsauger-Test nachlesen.

Luftreiniger im Test 2022

Darüber hinaus haben wir auch noch die Qualität eines modernen Air Purifiers, des Pure Home PU8080 von ROWENTA, ermittelt. Mit diesem Modell sollen sich beinahe alle Feinpartikel aus der Atmosphäre des Haushalts abscheiden lassen, einerlei ob es sich dabei nun um die hiervor angesprochenen Teilchen o. Ä. handelt. In unserem aktuellen Luftreiniger-Test lesen Sie, wie sich dieses Modell handeln lässt, ob und in welchem Maße es auch durch smarte Mechanismen punkten kann und wie wirksam seine Filter bei verschiedenen Aerosolen, Gasen und Co. sind.

Fußnoten

1Vgl. Duchaine, C. et al.: Vacuum cleaner emissions as a source of indoor exposure to airborne particles and bacteria. In: Environmental Scientific Technology, Vol. 46, 1 (2021), S. 534 – 542 (hier).

2Vgl. Bao-Qing, S. et al.: Efficacy of air purifier therapy for patients with allergic asthma. In: Allergologia et Immunopathologia, Vol. 49, 5 (2021): S. 16 – 24 (hier).

3Vgl. Han, T. et al.: Assessment of penetration through vacuum cleaners and recommendation of wet cyclone technology. In: Journal of the Air & Waste Management Association, Vol. 63, 4 (2013), S. 453 – 461 (hier).

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