So klappt’s mit der reinen Atmosphäre

Hausstaub, Pollen & Co.

25. Februar 2022

Mittlerweile verweilen wir schon mehr als 90 % unseres Lebens indoors, also in Häusern aus Holz, Metall und Stein, die uns von der Welt da draußen voll abschirmen.1 Auch wenn das Ausmaß den ein oder anderen verwundern wird, ist die sich darin äußernde Vorliebe der Menschen doch allemal verständlich: Schließlich schirmen Häuser uns wirksam vor den vor allem im Winter alles andere als willkommenen Gewalten des Wetters ab. Dass wir einen Großteil unseres Werkens und Wirkens drinnen vollziehen, ist aber mit so mancherlei anderen Risiken verbunden: Man muss sich nur die Massen an Partikeln, die sommers wie winters durch alle Häuser wirbeln, vorhalten. Sie zu inhalieren kann Gesundheitsschäden von wirklich ausnehmendem Maß verursachen.2 Wie real dieses Risiko ist, lässt sich auch anhand der Annahmen der World Health Organization erkennen: So sollen nach dem aktuellen Stand mehr als 3,8 Millionen Menschen pro Jahr an verschiedenen Ausprägungen der Indoor Air Pollution versterben. Gerade in der jetzigen, noch immer von der Coronaviruspandemie geprägten Zeit, in der viele Menschen auch ihre Arbeit von den vier Wänden ihres Haushalts aus verrichten müssen, sollte man sich dieses Risikos annehmen. Man kann hier verschiedenes versuchen: Wirklich wirksam aber ist mit Filtern versehenes Equipment, welches all das, was zu inhalieren man lieber vermeiden will, in sich hineinziehen und im Weiteren auch ebenda halten kann. Das Mittel der Wahl sind also moderne Luftreiniger. Diese sollen aber nicht nur Partikel, sondern auch Gase aus der Atmosphäre des Haushalts holen können. Sie kommen dadurch auch einem Großteil der allergiegeplagten Verbraucherinnen und Verbrauchern zupass: Aktuell leiden allein in der Bundesrepublik Deutschland mehr als 12,5 Millionen Menschen an einer Gräserpollenallergie, die vor allem in den Monaten des Frühjahrs und in denen des Sommers erhebliche Einbußen der Lebensqualität verursachen kann.3 Vor den draußen hin und her wirbelnden Gräserpollen ist man schließlich auch in seinem Haus nie vollends sicher: Sie können schon mit den Textilien in den Haushalt hinein kommen und sich anschließend weiter in allen Winkeln desselben verteilen.

Wir hatten nun ROWENTAs neuen Pure Home PU8080 in unserem vier Wochen währenden Test, in dem wir uns aller wesentlichen, in die Qualität des Modells einspielenden Momente annahmen: Das dank seines modernen Stils wirklich ansprechend aussehende und sich durch so mancherlei wertvolle Gimmicks wie bspw. die Air Quality Box abhebende Modell, das aktuell ab einem Marktpreis von nur 479,16 € erhältlich ist, will nicht allein mit einem viererlei verschiedene Membrane einschließenden Filter verzücken: Wie sich der Pure Home PU8080 verwenden lässt, wie es sich mit der Qualität der mit Android & iOS kompatiblen Pure Air-App verhält und wie wirksam das Modell bei der Filtration von Gasen und von Teilchen verschiedenen Maßes wirklich ist, lesen Sie im Weiteren. Selbstverständlich haben wir aber auch erhoben, wie es mit dem Stromverbrauch und dem Schallausstoß im vollen Modusspektrum des Modells aussieht: Schließlich werden viele Menschen das Modell auch am Abend verwenden und bspw. während des dann regelmäßig anstehenden Streamens von Filmen, Serien usw. nicht andauerndes Tönen der hier werkenden Technik wahrnehmen wollen.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen, die sich eine vollends cleane Atmosphäre in ihrem Haus wünschen und deshalb einen Großteil der in vielen Haushalten immer wieder vorkommenden Partikel (Pollen, Rauch, Staub usw.) loswerden wollen. Gerade allergiegeplagte Menschen können durch regelmäßige Filtration eine wahrnehmbare Steigerung des Wohlseins im Haus erreichen.4

Was ist interessant?
Das Modell kann dank seines NanoCaptur+-Filters auch Formaldehyd neutralisieren – diese Chemikalie kann als Gas aus all solchen Fußböden, Möbeln usw. heraus wabern, bei deren Fabrikation Formaldehyd verwendet worden ist, bspw. in verschiedenen Lacken, Leimen usw.

Was ist hervorzuheben?
Das Modell kommt von Werk aus mit der Air Quality Box, einem nur 93 × 83 × 43 Millimeter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden, vielerlei Sensoren vorweisenden Quader, den man in alle Winkel des Hauses nehmen kann, um so die Masse der ebenda hin und her wirbelnden Schwebepartikel zu ermitteln.

Pure Home PU8080 – Technik im Detail

0,34 × 0,39 × 0,69 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) – das sind die ausladenden Maße des sich in ein vollends weißes, clean wirkendes Material hüllenden Modells. Dieses Weiß arrondieren hier und da nur eine Handvoll silberner und schwarzer Akzente. Wiewohl das Modell seinen Maßen nach also massiver ist, kann man es doch ohne Weiteres auch in einem anderswie nicht verwendbaren Winkel des Hauses abstellen. Wesentlich allein: Da das Modell von 360° Teilchen anziehen kann, sollte man mit ihm circa 0,5 Meter (dmin) Abstand zu Mobiliar, Wänden usw. wahren. Was hier noch ausdrücklich willkommen zu heißen ist: Das pur-plane Finish des Materials, dem es zu verdanken ist, dass man das Modell bspw. während des Anhebens auch voll mit den Händen anpacken kann, ohne dadurch wirklich wahrnehmbare Handabdrücke an dem Material zu verursachen. Daher sieht das Modell von außen immer ansehnlich aus, auch wenn man sich demselben nicht immer wieder mit einem Tuch, Wasser usw. annehmen sollte. Dieses die Technik des Modells voll einschließende Material ist mit einer Stärke von 2,5 Millimetern (tmax) außerdem vollends stabil: Die von uns aus allen Winkeln mit Armen, Beinen usw. simulierten Stöße hinterließen keinerlei Schäden an ihm.

Weiters vorhanden und von wesentlichem Wert ist ein schwarz-weißer Quader, der dank seines auch der Qualität nach strahlenden Liquid Crystal Displays die Kommunikation mit dem Modell sehr viel simpler machen und dadurch schließlich auch die Usability als solche verbessern kann: Die Air Quality Box A. Sie ist es, in der all die verschiedenen Sensoren des Modells vorhanden sind, anhand derer dasselbe bspw. erheben kann, wie es sich aktuell mit der Masse der durchs Haus wirbelnden Teilchen verhält. Die Air Quality Box aber lässt sich auch aus dem Modell herausnehmen, in einem anderen Winkel des Hauses abstellen und so ermitteln, wie die Qualität der Atmosphäre ebenda ist, ob man also das Modell sinnvollerweise anderswo hin schieben sollte.

Will man das Modell verwenden, so kann man dies bspw. durch die 6 hier vorhandenen, den vorderen Teil vereinnahmenden Tasten B verwirklichen: Sie sind mit 10 × 10 Millimetern (Bmax × Tmax) nicht von enormen Maßen, aber doch wunderbar zu erreichen.

Das Modell schließt nach oben hin mit einem sich volle 0,29 × 0,29 Meter (Bmax × Tmax) spannenden Auslass C ab, durch den all das, was die Membranen des Modells hindurch wandern ließen, wieder empor ins Haus wehen kann. Dass der Windstoß das Modell nur nach oben hin verlassen kann, ist auch deshalb dankbar, weil man das Modell so bspw. auch am Arbeitsplatz verwenden kann, ohne andauernd Wind abzukommen. Der Auslass ist mit einem silbernen Teil, das an eine Turbine erinnern will, versehen worden: Die 35 nach außen weisenden Blätter, die in Abständen von 6–24 Millimetern (dmindmax) verbunden worden sind, verhindern bspw. ein Hindurchreichen der Hände bis in die Mechanik des Modell hinein.

Teilchen wiederum schießen durch die 40 in den Wänden des Modells zu erspähenden Spalten D mit einheitlichen Maßen von 3 × 522 Millimetern (Bmax × Hmax) hindurch. Durch diese Spalten kann der in der Mitte des Modells werkende Ventilator die durchs Haus wabernden Teilchen anziehen. Sie wandern anschließend durch die verschiedenen Membrane des Filters E und können sich hier bspw. durch Adhäsion in dem Material verlieren. Der Filter ist hinter einer sich mehr als 90° abklappen lassenden Wand des Modells auszumachen: Hier kann man ihn anhand eines Sliders aus der ihn packenden Mechanik des Modells lösen und ihn anschließend an weißen Laschen hervor- und herausziehen. Das ist bspw. dann wesentlich, wenn man Haare, Pollen und Co. aus allen Winkeln von dem weißen, alle anderen Membrane einschließenden Material abwischen will.

Wer das Modell nur mal den ein oder anderen Meter im Haus verschieben will, der kann dies dank des hier vorhandenen Viererleis an schwarzen Rollen F sehr viel schneller und simpler, als sich beim Anblick des Modells annehmen ließe: Die Rollen sind mit Gelenken aus Metall verbunden, durch die sie sich um 360° hin und her wenden lassen. Obschon sie mit 22 Millimetern (∅max) nicht von wirklich enormer Größe sind, kann man das Modell mit ihnen doch smooth, also ohne einen in ausgeprägtem Maße wahrnehmbaren Widerstand, über einheitlich-ebene Fußböden aus Holz, Stein und Co. rollen. Mit Teppichen wiederum kommen die Rollen nicht so wunderbar aus. Woran man sich auch stoßen kann: Wann immer man während des Voranschiebens des Modells einen sich nur den ein oder anderen Milliliter abhebenden Teil des Fußbodens wie bspw. eine Türschwelle passieren will, können die Rollen blockieren und man das Modell nach vorne kippen. Muss man das Modell bspw. in ein anderes Stockwerk des Hauses hieven, so kann man dies anhand der an den Flanken vorhandenen Mulden G in sicherer Weise verwirklichen. Mit 12.038 Gramm (mmax, mit allen Filtern) ist das Modell auch nicht solchermaßen schwer, wie der ein oder andere anhand des monumentalen Äußeren annehmen würde.

Der Test im Überblick

Wie es sich also mit der Qualität von ROWENTAs neuem Pure Home PU8080 verhält? Das lässt sich, all unsere ans Verwenden des Modells, an die Wirksamkeit der Filtration, an den Schallausstoß, das Maß des Stromverbrauches usw. anschließenden Eindrücke aus den letzten Wochen einstellend, kurz und knapp vermitteln: Stark! Auch wenn wir die ein oder andere Schwäche nicht verhehlen wollen.

Während die Materialien, welche die Technik des Modells von außen her voll einschließen, wirklich nicht erlesenen Ursprungs sind, wurden sie im Werk des Herstellers doch in einem ansprechenden, keinerlei Makel erkennen lassenden Stil verbunden. Das Modell, das wir vier volle Woche immer wieder an verschiedenen Teilen anheben, andrücken usw. mussten, war am Ende noch ohne wahrnehmbaren Materialverschleiß. Mulden und Co. erleichtern außerdem das Hin und Her im Haushalt, bspw. wenn man das Modell nicht immer nur an ein und derselben Stelle verwenden will.

Das Modell ist auch wunderbar zu handhaben: Dies ist dem Verbund aus außerordentlich schnell ansprechenden Tasten, den ihre verschiedenen Funktionen wie bspw. das Anpassen des Modus verständlich machenden Graphiken und dem alles Wesentliche immer in ansehnlicher Weise nach außen hin erkennbar machenden, auch bei prall ins Haus hinein scheinender Sonne noch problemlos ablesbaren Liquid Crystal Displays zu verdanken. Wenn man während des Verwendens des Modells noch nicht sicher sein, also bspw. nicht wissen sollte, durch welche Qualitäten sich welcher Modus auszuzeichnen weiß, wann also welcher von ihnen anzustoßen ist, kann die schwarz-weiße Dokumentation des Herstellers wertvoll sein: Hier kommen schließlich einprägsame Texte und das Textverständnis verbessernde Graphiken zusammen. Auch sind alles lapidar abhandelnde Quick Start Guides vorhanden.

Das Funktionsspektrum des Modells erschließt einen Großteil dessen, was sich viele Menschen von einem Air Purifier wirklich wünschen werden: Man kann bspw. das Tempo des in dem Modell axial drehenden Ventilators und mit ihm auch das Maß der per Minute anziehbaren Teilchen im Modus MANUAL von 1–10 verändern oder dem Modell von vornherein all dies in die Hände reichen: Das Modusdreierlei AUTODAY, AUTONIGHT und ALLERGEN stellt das Tempo des Ventilators im Lichte der von den Sensoren des Modells immer wieder ermittelten Masse an Teilchen (PM2.5 & PM10) und Gasen (VOCs) von sich aus ein, um die Qualität der im Haus herrschenden Atmosphäre schnellstens zu verbessern – im Modus AUTONIGHT indes nur in einem nicht mit exzessivem Schallausstoß verbundenen Maße: Wir ermittelten hier einen niemanden enervieren werdenden Schalldruckpegel von maximal 46,0 dB(A) (LP max aus d: 1,0 Meter). Wirklich löblich ist auch die Filtration, die sich hier verwirklichen lässt: Der hier vorhandene 3-in-1-Filter plus NanoCaptur+ waren bspw. ausreichend, um in nur 15 Minuten mehr als 99,47 % der durch Tabakrauchaerosol verursachten Teilen aus der Atmosphäre zu holen.

Die App Pure Air, die mit allen aktuelleren Androidund iOS-Smartphones ab 5.1 resp. 13.0 verwendbar ist und durch deren Menüs man sich wunderbar manövrieren kann, erlaubt schließlich auch noch eine exzellente Timerplanung, mit der man vorsehen kann, wann und wie sich das Modell an- resp. ausschalten soll, einerlei ob nur einmal oder mehrmals. Eine Schwäche ließe sich allein darin sehen, dass diese App noch keine vollkommen smarten Routinen erschließt: Man kann hier regelmäßig nur an Zeitpunkte (Mo. – So. & 00:01–24:00 Uhr) anknüpfen, nicht aber an Anlässe wie bspw. ein vorher einzuprogrammierendes Ausmaß an Teilchen, Gasen usw. Das aber könnte ROWENTA in der App sicherlich noch nachreichen.

Mehr als nur ein spaßiges Gimmick und, vor allem weil es sich hier um einen Unique Selling Point allein dieses Modells handelt, abschließend noch ausdrücklich hervorzuheben ist die Air Quality Box: Der schwarz-weiße Quader, mit dem das hiervor angesprochene Liquid Crystal Display verbunden ist, lässt sich dank seines Akkumulators voll aus dem Modell herausnehmen, um so in anderen Winkeln des Haushalts ermitteln zu können, wie viele Teilchen hier oder da vorhanden sind, ob man das Modell also mal anderswo abstellen sollte. Hier schließlich sind auch alle Sensoren des Modells auszumachen, die all das erkennen, was unseren Sinnen immerhin größtenteils verschlossen bleibt.

Gerade weil der ROWENTA Pure Home PU8080 exzellent zu verwenden ist, das Funktionsspektrum einen Großteil aller Ansprüche abdecken sollte und sich seine Filter in allen von uns veranstalteten Tests als sehr wirksam erwiesen haben, wird ihm von uns das Testurteil „sehr gut“ (95,4 %) verliehen. Doch wird den ein oder anderen sicherlich stoßen, dass man einzelne Teile des Funktionsspektrums wie bspw. die elaborierten Timerpläne allein per Smartphone resp. Tablet und nicht am Modell selbst einprogrammieren kann.

Logo des Produkts

Die wesentlichen Merkmale

  • Größe des Modells (Bmax × Tmax × Hmax): 343 × 389 × 690 mm
  • Gewicht des Modells: 12.038 g
  • Art des Filters: 3-in-1-Filter & NanoCaptur+-Filter
  • Modi: AUTODAY, AUTONIGHT, ALLERGEN & MANUAL
  • Timer: ja (auch per Pure Air-App einstellbar)
  • Leistung (P, ermittelt): 7,1 W (Tempo 1), 11,2 W (Tempo 5) & 61,5 W (Tempo 10)
  • Schalldruckpegel (LP max aus d: 1,0 m, ermittelt): 29,2 dB(A) (Tempo 1), 38,6 dB(A) (Tempo 5) & 62,2 dB(A) (Tempo 10)

Pro

  • Air Quality Box ist in manchen Momenten wirklich wertvoll zu verwenden
  • ansprechende Qualität, in der die hier vorhandenen Materialien verarbeitet worden sind
  • Modusspektrum stellt auch die zeitpunktsabhängigen Ansprüche vieler Menschen bzgl. des Maßes des Schallausstoßes ein (v. a. durch AUTODAY & AUTONIGHT)
  • NanoCaptur+-Filter erlaubt auch die Filtration von Formaldehyd (Methanal)
  • Wirksamkeit der Filtration bei Teilchen & Gasen

Contra

  • anspruchsvolle Timerprogrammierung ausschließlich per Smartphone resp. Tablet zu verwirklichen
  • verwunderliche Sprachgestaltung bzgl. der Quick Start Guides

Kurzbewertung

Filtrationsleistung:
5,0 von 5,0
Handhabung:
4,5 von 5,0
Funktionsspektrum:
5,0 von 5,0
Schallemissionen:
4,5 von 5,0
Material:
5,0 von 5,0

Die Qualität des Materials

Das Modell ist von einer alles in allem ansprechenden Qualität: Die von außen erkennbaren Materialien, bei denen es sich vor allem um außerordentlich stabile Copolymere handelt, sind ihrer Ästhetik nach sicherlich nicht so anspruchsvoll wie bspw. mancherlei Metall. Sie sind aber im Werk des Herstellers wirklich exzellent verarbeitet worden: Daran, dass sich an all den Stellen, an denen verschiedene Teile des Modells verbunden wurden, Spalten erkennen lassen, wird niemand Anstoß nehmen. Die hier vorhandenen Spalten sind schließlich mit 0,5 Millimetern von einem Maß, das sie nur schwerlich als Makel erscheinen lassen kann.

Wiewohl wir das Modell volle vier Wochen verwendet haben und den Motor währenddessen mehr als 768 Stunden werken ließen, war am Ende doch weder von außen noch von innen Materialverschleiß wahrzunehmen. Dass die Qualität passt, lässt sich bspw. auch schon anhand der vorderen Graphiken, welche die verschiedenen Optionen des Modells illustrieren sollen, ersehen: Nach mehr als 1.000 Malen des mal mehr und mal minder druckvollen Anrührens sahen die Graphiken noch immer aus wie nach dem ursprünglichen Auspacken des Modells.

Die Bedienung

Dass es sich hier um ein wirklich exklusives Modell handelt, lässt sich auch anhand des sehr viel mehr als nur das Wesentliche einschließenden Funktionsspektrums erkennen: So sind hier schon allein viererlei verschiedene Modi vorhanden, durch die man die Arbeit des Modells voll an die wechselnden Ansprüche der im Haus wohnenden Menschen anpassen kann.

All die verschiedenen Funktionen des Modells lassen sich anhand von nur 6 einzelnen Tasten ansprechen: Sie schließen sich an die Areale neben der Air Quality Box an und sind mit Maßen von 10 × 10 Millimetern (Bmax × Tmax) wunderbar zu erreichen. Schön außerdem: Die hier vorhandenen, sich schon durch ihr pures Schwarz ausdrucksvoll vom vorherrschenden Weiß des Modells abhebenden Graphiken sind vollkommen verständlich und lassen mit einem Mal erkennen, mit welcher der Tasten man nun was einstellen kann. Nur ein Graphikpaar wollte der Hersteller auch noch mit die Funktionen versprachlichenden Worten (ALLERGEN & MODE) versehen. Das Ansprechverhalten der plan und eben mit dem Material des Modells abschließenden Tasten ist exzellent: Ans Anrühren der Tasten schließt sich immer ein mit 37,4 dB(A) (LP max aus d: 0,5 Meter) maßvoller Akustikhinweis an – das ist dankbar, weil hier nunmal keine klassischkonventionelle, den Tastendruck als solchen wahrnehmbar machende Mechanik vorhanden ist.

Apropos Air Quality Box: Der vordere Teil des Modells lässt diesen erhabenen, sich den ein oder anderen Millimeter aus dem Weiß des Materials hervor hebenden, schwarz-weißen Quader erkennen: Dieser ist mit einem 52 × 42 Millimeter (Bmax × Hmax) messenden Liquid Crystal Display von wirklich exzellenter Qualität versehen und stellt regelmäßig, während er mit dem Modell verbunden ist, alles Wesentliche aus dessen Wirkkreis nach außen hin dar wie bspw. den aktuellen Modus. Da das Liquid Crystal Display ausgesprochen hell vor sich hin strahlen kann, lassen sich alle hier zu erspähenden Zeichen auch ohne von anderswo her scheinendes Licht noch wunderbar ablesen.

Das Modell lässt schon durch den Ton des im Liquid Crystal Display der Air Quality Box zu erspähenden Kreises erkennen, wie es sich aktuell mit der Qualität der Atmosphäre im Haus verhält: Diese Qualität wird immer wieder durch smarte, die von den Sensoren des Modells erhobenen Werte voll einspannende Formeln erhoben – wesentlich ist hier vor allem die Masse an Teilchen mit einem Maß von 2,5 und 10,0 Mikrometern (PM2.5 & PM10 in μg/m3) und die Konzentration an Aerosolen, Gasen usw. (VOC in %). Das vom Modell erschlossene Spektrum ist mit 5 verschiedenen Graden der Qualität mehr als ausreichend. Schön ist auch, dass die Air Quality Box den aktuellen Grad immer auch noch durch einen Text wie bspw. Moderate Pollution herausstellt, sodass man sich all die verschiedenen, die einzelnen Qualitäten veranschaulichenden Töne nicht merken muss.

Die Air Quality Box ist ein Unique Selling Point allein dieses Modells, das noch sehr viel mehr kann, als nur verschiedenerlei Werte zu visualisieren: Die an dem mit 194 Gramm alles andere als schweren Quader vorhandenen Sensoren können die Qualität der Atmosphäre im Haus anhand von mehreren Sensoren ermitteln. Die hier vorhandenen Sensoren erkennen, wie es sich mit der Masse an durchs Haus wirbelnden Teilchen mit einer Größe von 2,5 resp. 10,0 Mikrometern (PM2.5 & PM10) und mit dem Ausmaß von verschiedenen, bspw. aus dem Material des Fußbodens, der Wände usw. wabernden Gasen verhält. Durch ein maßvolles Herabdrücken der Air Quality Box an den äußeren, das Liquid Crystal Display schwarz einschließenden Arealen kann man sie aus der Mechanik des Modells lösen und anschließend voll herausziehen. Dann kann man sie in einem anderen Winkel des Hauses abstellen und durch ein Anrühren von OK ebenda einen Messvorgang anstoßen: Nach regelmäßig nur 16–18 Sekunden (Tmin – Tmax) lässt einen die Air Quality Box anschließend wissen, wie es sich hier mit der Qualität der Atmosphäre verhält. Durch ein Anrühren von > kann man die hier einspielenden Werte einsehen, einmal also die Masse an Partikeln in μg/m3 und einmal das Ausmaß an Gasen & Volatile Organic Compounds in %. Während die Air Quality Box außerhalb des Modells ist, lässt sie auch immer den aktuellen Stand ihres Stromreservoirs erkennen: Der ihr verliehene Akkumulator kann die Air Quality Box viele Stunden mit Strom speisen, ehe er schließlich wieder mit dem Modell verbunden werden muss: Mit einem vollen Akkumulator lassen sich also auch Anwesen von wirklich ansehnlicher Größe in einem Mal abdecken. Die Mobilität der Air Quality Box ist durchaus dankbar: Man kann mit ihr schließlich alle Winkel des Hauses abwandern und so erheben, wo das Modell am sinnvollsten zu verwenden ist. Hier ist dem Hersteller allem Anschein nach ein Lapsus passiert: Wiewohl wir die Air Quality Box alle Texte einprogrammierungsgemäß deutschsprachig ausweisen ließen, stellt sie während des Messvorgangs MODE MESURE, nach Abschluss desselben aber MODUS: MESSEN dar.

Wir haben eingangs schon von dem durchaus ansehnlichen Modusspektrum des Modells gesprochen. Wann aber sollte man welchen Modus wählen? Gerade das ist von den hiervor angesprochenen Ansprüchen abhängig:

Wer dem Modell allein alles Wesentliche anvertrauen will, der stellt den Modus AUTODAY oder AUTONIGHT ein, abhängig von der Sensibilität der denselben Winkel des Hauses okkupierenden Menschen gegenüber dem Schallausstoß. Das Modell verwertet in dem einen wie in dem anderen Modus all die Werte, die von den in der Air Quality Box vorhandenen Sensoren erhoben werden und passt das Tempo des Ventilators immer wieder daran an, um die Qualität der Atmosphäre dadurch schnell und simpel zu verbessern. Weil das Modell die Arbeit des Ventilators an diesen Werten ausrichten muss, kann man AUTODAY und AUTONIGHT nur einstellen, wenn die Air Quality Box mit dem Modell verbunden ist und nicht bspw. anderswo verwendet wird. Während das Modell im Modus AUTODAY aber ein Tempo von 1–7 anstoßen kann, ist es im Modus AUTONIGHT nur ein solches von 1–3. Warum? Weil das Maß des Schallausstoßes allein mit dem Tempo des Ventilators in dem Modell verbunden ist und man abends regelmäßig keinen ausnehmenden Schallausstoß mehr wahrnehmen will: Der Schalldruckpegel ist mit Tempo 7 nunmal sehr viel ausgeprägter als mit Tempo 3 (LP max aus d: 1,0 Meter: 46,0 dB(A) versus 31,8 dB(A)). Was außerdem schön ist: Die Air Quality Box schaltet sich nicht im Modus AUTODAY, aber 15 Sekunden nach dem Wechsel in den Modus AUTONIGHT von allein aus, um so vor allem abends niemanden durch das andauernde Strahlen zu stören.

Wer aber Haare, Pollen und Co. aus dem Haus verbannen will, weil er in erheblichem Maße allergiegeplagt ist, der sollte wiederum den Modus ALLERGEN wählen: Die Sensoren der Air Quality Box sind in diesem Modus nochmals sensibler als in AUTODAY und AUTONIGHT und stellen außerdem sicher, dass der Motor das Tempo des Ventilators schnell empor schießen lässt, wann immer sie ein Mehr an Teilchen im Haus erkennen sollten. Hier kann das Modell daher auch ein Tempo von 1–9 verwirklichen. Das ließ sich von uns auch erproben: Bei ein und demselben Maß von Tabakrauchaerosol, das wir vor dem Modell ausstießen, stellte dasselbe im Modus AUTODAY resp. AUTONIGHT ein Tempo von 3 resp. 7 ein, im Modus ALLERGEN währenddessen ein solches von 9. Warum das herauszustellen ist? Weil allergiegeplagte Menschen diejenigen Teilchen, die ihnen Symptome verursachen, schnellstens los werden wollen: Das Modell kann durchs Haus wirbelnde Teilchen mit einem Tempo von 9 sehr viel schneller anziehen als mit einem solchen von 3.

Wer aber alles in den Händen halten, das Modell also ausschließlich nach seinem Willen werken lassen will, der kann dies im Modus MANUAL anstellen. Hier lässt sich ein Tempo von 1–10 einprogrammieren, welches das Modell im Weiteren hält. Dieser Modus ist bspw. dann sinnvoll anzustoßen, wenn man die Air Quality Box aktuell außerhalb des Modells verwendet, um die Atmosphäre in anderen Winkeln des Hauses zu sondieren. Dieser Modus ist schließlich, anders als all die anderen, nicht von den in der Air Quality Box vorhandenen Sensoren abhängig.

Der aktuelle Modus des Modells lässt sich dank einer ihn veranschaulichenden weißen Graphik im oberen linken Eck des Liquid Crystal Displays erkennen. Dass die hier zu erspähenden Graphiken mit ihren 4 × 4 Millimetern (Bmax × Tmax) alles andere als epochal sind, wird niemanden stoßen: Schließlich sind es nur vier Graphiken, die solchermaßen verschieden sind, dass sie sich auch in dieser Größe sicher auseinanderhalten lassen. So wird bspw. der Modus AUTODAY durch eine volle Sonne, der Modus AUTONIGHT durch ein Mondviertel, der Modus ALLERGEN durch empor wirbelnde Pollen und der Modus MANUAL durch einen das aktuelle Tempo des Ventilators von 1–10 einschließenden Kreis illustriert.

Weiters kann man das Modell auch anhand eines durch mehrere Male zu wiederholenden Tastendruck schnell und simpel anpassbaren Timers veranlassen, die Technik nach 1:00, 2:00, 4:00 oder 8:00 Stunden des Werkens im aktuellen Modus von allein auszuschalten. Wenn man das An- oder Ausschalten nicht nur einmal, sondern planmäßig vorsehen will, kann man anspruchsvollere Timer auch per App einprogrammieren.

Die Bedienungsanleitung

Das Modell kommt von Werk aus mit einer 11-sprachigen, schwarzweißen Dokumentation: Der deutschsprachige Teil derselben schließt 13 Seiten ein, deren Maße mit 140 × 209 Millimetern (Bmax × Tmax) wirklich alles andere als epochal sind. Die Texte aber sind einprägsam und vermitteln alles, was man wissen muss, um das Modell ersprießlich zu verwenden. Wertvoll sind auch die verschiedentlich vorhandenen Graphiken, die, wiewohl auch sie nur schwarz-weiß sind, so mancherlei Texte wie bspw. die sich dem Ausund Wiedereinbau des 3-in-1-Filters des Modells widmenden sehr viel anschaulicher machen.

Wer das Modell schon Momente nach dem Auspacken voll verwenden will, der wird die außerdem vorhandenen Quick Start Guides willkommen heißen: Sie stellen die Basics kurz, knapp und mit vielen Graphiken dar. Wir stießen uns aber daran, dass einzelne Quick Start Guides Sprachen vermischen: So ist die Vorderseite des einen bspw. mit niederländischsprachigem Text versehen worden, die Rückseite desselben aber mit deutschsprachigem. Das ist vor allem deshalb, weil Vorder- und Rückseite der Quick Start Guides vollkommen verschiedene Aspekte des Modells abhandeln, wirklich verdrießlich.

Die App

Die Pure Air-App, die mit allen aktuelleren Android- und iOS-Smartphones ab 5.1 resp. 13.0 verwendbar ist, erschließt viele Optionen, die sich mit dem Tastenpanel des vorderen Teils des Modells schon von vornherein nicht erreichen lassen: Hervorzuheben sind hier vor allem die elaborierten Timer, dank derer sich die Arbeit des Modells so vorprogrammieren lässt, dass man dasselbe nicht einmal mehr an- und ausschalten muss und dennoch immer in den Genuss einer cleanen Atmosphäre kommen kann. Man kann hier anhand mehrerer Timer vorsehen, wann sich das Modell anschalten, in welchem Modus es werken und wann es sich endlich wieder ausschalten soll (Mo.–So. & 00:00–23:59 Uhr).

Auch schön: Durch die App wird das mit ihr versehene Smartphone zur Remote Control, vermittels derer man das Modell auch aus anderen Winkeln des Hauses oder von außerhalb des Haushalts kontrollieren kann. Wer also bspw. von seinem Arbeitsplatz aus sicherstellen will, dass die Qualität der Atmosphäre im Moment der Wiederkehr ins Haus süperb ist, der kann den Motor des Modells auch schon von da aus anstoßen: Schließlich lässt sich mit der App das Modell an- und ausschalten, der aktuelle Modus verändern und, wenn man das Modell im Modus MANUAL werken lassen will, auch noch das Tempo des Ventilators von 0–10 anpassen.

Die App stellt in ihrem Mainscreen immer dar, wie es sich im Moment mit der Qualität der Atmosphäre im Haus verhält: Der sich hier hervorhebende Kreis, der die Qualität durch eine Handvoll verschiedener Farben veranschaulichen will, lässt sich auch dank des außerdem vorhandenen Textes (Excellent usw.) schon aus sich heraus verstehen. Weiters kann man anhand eines linearen Graphen auch erkennen, in welchem Maße es bspw. während der Woche oder des Wochenendes zu einem Schwanken dieser Qualität kam: Währenddessen lässt sich auch erkennen, wie viele Teilchen mit einer Größe von 10,0 Mikrometern (PM10 in μg/m3) und wie viele Gase (VOC in %) sich von den Sensoren der Air Quality Box in den verschiedenen Momenten erheben ließen. Hier waren aber leider mehrere Male 10–30 Minuten währende Aussetzer, in denen keinerlei Werte von der Air Quality Box weitervermittelt wurden, zu verzeichnen.

Wiewohl die App schon allein durch die sich mit ihr einstellen lassenden Timer sehr wertvoll ist und man sich dank der verständlichen Strukturen auch wunderbar durch die hier vorhandenen Menüs manövrieren kann, ohne sich auch nur einmal in ihnen zu verlieren, werden manche Menschen vielleicht noch weiterreichende, das Modell wirklich in vollem Maße smart verwendbar machende Optionen vermissen: So wäre es willkommen zu heißen, wenn sich das An- und Wiederausschalten des Modells auch an andere Momente wie die von ihm erhobene Qualität der Atmosphäre im Haus koppeln ließe. Dann könnte man bspw. vorsehen, dass das Modell bei von ihm ermittelter High Pollution im Haus im 10. Tempolevel anspringen sollte, bis es nurmehr eine Slight Pollution erkennen kann, um alsdann in das zum Erhalten der so erreichten Qualität ausreichende 4. Tempolevel zu wechseln.

Der Filter

Der im Pure Home PU8080 vorhandene Filter ist sehr viel komplexer als der vieler anderer Modelle, schließt er doch viererlei Membrane ein, die sich schon dank ihrer Materialien durch verschiedene Qualitäten auszeichnen und im Verbund einen Großteil der durchs Haus wirbelnden Teilchen und vieler empor wabernder Gase abscheiden können: Die äußere Membran, deren Maschen nur 2,5 × 3,5 Millimeter (Bmax × Hmax) messen, ist vor allem dazu da, um Teilchen von ausladenderem Maß wie bspw. Haare, Flusen usw. abzuhalten.

Wie aber kann das Modell denn nun eine cleanere Atmosphäre im Haus verwirklichen? Die all die hier wesentliche Technik einschließenden, weißen Wände des Modells werden volle 40 Male durch einheitliche Spalten mit Maßen von 3 × 522 Millimetern (Bmax × Hmax) durchbrochen. Durch diese Spalten schließlich kann der in der Mitte des Modells werkende Ventilator nun bspw. die anziehen. Diese Teilchen wandern alsdann durch den sich an die Spalten anschließenden 3-in-1-Filter des Modells und versuchen, die drei in ihm vorhandenen Membrane, derer wir uns im Weiteren noch näher annehmen werden, zu passieren. Währenddessen aber verlieren sich mehr als 99 % von ihnen schon in dem Material der einen oder der anderen Membran durch Adhäsion und können dadurch auch nicht wieder in den Haushalt wirbeln.

Der Motor des Modells kann außerdem mit ausgesprochen viel Power prunken: Wenn man ihn in vollem Maße placken, ihn also das 10. aller 10 einprogrammierbaren Tempolevel verwirklichen lässt, kann der Ventilator ein eindrucksvolles Volumen von 515 Kubikmetern pro Minute durch das Modell wandern lassen. Die sich hierin äußernde Clean Air Delivery Rate ist exzellent.

Die Filtrationsleistung

Wie aber verhält es sich nun mit der Wirksamkeit des Modells? Das haben wir durch vielmals wiederholte Tests ermitteln wollen. Ob und in welchem Maße sich bspw. Gerüche in dem Filter verlieren, haben wir anhand von mehreren, wirklich ausgeprägten Geruchsquellen erproben können: Wir haben hier Tabak, ein in der Kultur und Kulinarik Koreas wurzelndes Fermentationsprodukt (Kimchi) und schließlich auch noch einen aus der Schweiz kommenden, vor Aroma nur so überströmenden Käse (Appenzeller) verwendet. Wir ließen die Geruchsquellen 24 Stunden in der Mitte eines 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden Testraums verweilen, um die aus ihnen heraus wabernden Gerüche wirken zu lassen. Danach nahmen wir die Geruchsquellen wieder aus dem Testraum heraus und verliehen nacheinander Urteile über den in demselben wahrzunehmenden Geruch – von 1 (sehr schwach) bis 10 (sehr stark). Nun wurde das Modell in der Mitte des Testraums positioniert und 60 Minuten im Modus MANUAL mit Tempo 10 verwendet. Wir haben den Testraum ein weiteres Mal nacheinander betreten und den in diesem Moment noch wahrzunehmenden Geruch beurteilt – abermals von 1 (sehr schwach) bis 10 (sehr stark). Die Geruchsintensitäten wurden ursprünglich mit 9,2 von 10 (bzgl. des Tabaks), 8,6 von 10 (bzgl. des Kimchis) und 7,7 von 10 (bzgl. des Appenzellers), also alles in allem als sehr stark beurteilt. Nach 60 Minuten der Filtration des Modells mit maximalem Tempo ließ sich von uns eine enorme Reduktion der Geruchsintensitäten verzeichnen: Diese wurden nurmehr mit 2,9 von 10 (bzgl. des Tabaks, -68,1 %), 1,6 von 10 (bzgl. des Kimchis, -81,2 %) und 1,3 von 10 (bzgl. des Appenzellers, -82,7 %), also nur noch als sehr schwach beurteilt.

Wie ersprießlich die Arbeit des Modells in Häusern allergiegeplagter Menschen sein kann, haben wir mit denen von uns ermittelt, die schon langjährig an einer Gräserpollenallergie leiden und die vor allem bei einer Exposition gegenüber den Pollen des Wiesenrispengrases (Poa pratensis) im Frühjahr bis Sommer immer leicht bis stark ausgeprägte Symptome zu verzeichnen haben. Wir haben daher auch solcherlei Pollen einschließende Pollenmixturen verwendet, um zu ersehen, ob und in welchem Maße das Modell auch Pollen aus dem Haushalt einziehen und dadurch das Wohl von allergiegeplagten Menschen verbessern kann. Wir haben die Pollenmixtur in dem 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden Testraum von mehreren nach oben hin weisenden Ventilatoren verteilen lassen. Danach sind wir einzeln 3 Minuten in dem Testraum verblieben und haben anschließend das Maß der von uns vernommenen Symptome in drei verschiedenen Sphären (bzgl. der Augen, bzgl. des Halses resp. Rachens und bzgl. der Nase) vermerkt – auch dieses Mal wieder von 1 (sehr schwach) bis 10 (sehr stark). Alsdann ließen wir das Modell wieder 60 Minuten in der Mitte des Testraums mit maximalem Tempo werken. Danach haben wir ein weiteres Mal einzeln 3 Minuten in der Testkammer verweilt und das Ausmaß der verschiedenen Symptome vermerkt – abermals von 1 (sehr schwach) bis 10 (sehr stark). Die uns ursprünglich verzeichneten Symptome waren mit 7,1 von 10 (bzgl. der Augen), 5,9 von 10 (bzgl. des Halses resp. Rachens) sowie 7,9 von 10 (bzgl. der Nase) als stark zu verstehen. Nachdem das Modell aber 60 Minuten mit maximalem Tempo werkelte, nahm das Ausmaß der Symptome in ausnehmendem Maße ab: So ließ sich das, was wir anschließend noch wahrnahmen, mit 1,9 von 10 (bzgl. der Augen, -72,4 %), 1,6 von 10 (bzgl. des Halses resp. Rachens, -72,9 %) und 2,3 von 10 (bzgl. der Nase, -70,4 %) als nurmehr sehr schwach beurteilen.

Doch auch wenn man sich allein die von uns außerdem erhobenen, objektiven Werte zu den Massen an Partikeln vor und nach einer 15 Minuten währenden Filtration mit dem Modell anschauen will, so ist dessen Wirksamkeit noch immer als exzellent anzusehen. Nach 15 Minuten mit maximalem Tempo des Ventilators haben wir schließlich eine wirklich süperbe Abnahme der vor allem durch Tabakrauchaerosol verursachten Partikelmassen in der Atmosphäre erreichen können: Wir maßen hier Abnahmen von 99,49 % (0,3 Mikrometer), 99,68 % (0,5 Mikrometer), 99,54 % (1 Mikrometer), 99,71 % (2,5 Mikrometer), 99,48 % (5 Mikrometer) und 98,93 % (10 Mikrometer). Auch wenn man in Räumen mit ausladenderen Maßen mehr als 15 Minuten einplanen muss: Objektiv ist das Modell außerordentlich wirksam darin, viele der mit Gesundheitsrisiken verbundenen Partikel aus der Atmosphäre des Hauses zu holen.

Die Wartung

Will man die Wirksamkeit des Modells voll erhalten, so muss man sich der in ihm wirkenden Filter regelmäßig annehmen: Schließlich sind es diese Filter, die einen Großteil der in das Modell hinein wandernden Teilchen abhalten und an denen sich diese Teilchen in einem immer ausnehmender werdenden Maße ansammeln.

Während man das alles Weitere von außen einschließende, weiße Metall bspw. schon mit einem Tuch wirksam abwischen kann, muss man die anderen Filter immer wieder auswechseln. Der Hersteller sieht einen einmal pro Jahr vorzunehmenden Wechsel schon als ausreichend an. Dies aber ist in erheblichem Maße davon abhängig, wie man das Modell in seinem Haus regelmäßig verwendet und wie es sich mit dem Volumen der währenddessen ins Modell hinein wehenden Teilchen verhält. Den 3-in-1-Filter kann man als solchen im Onlineshop des Herstellers ordern.

Der sich an denselben anschließende NanoCaptur+-Filter lässt sich aber auch alleine erwerben. Das ist ausdrücklich willkommen zu heißen: Schließlich ist dieser Filter auch in Häusern, in denen verschiedentlich Formaldehyd aus dem Lack des Mobiliars, des Fußbodens usw. wabern sollte, sehr viel ausdauernder als all die anderen Filter. Anhand der Farbe des in ihm vorhandenen Granulats kann man mit einem Mal ersehen, wann ein Wechsel veranlasst ist: Das nach dem Auspacken noch makellos-strahlende Weiß des Granulats verdunkelt sich während der Filtration immer weiter, bis es am Ende ein ausdrucksvolles Scharlach erreicht.

Schall & Strom

Das Maß des Schallausstoßes ist allein von dem Modus und dem in demselben verwirklichten Tempo des Ventilators in dem Modell abhängig: Wir maßen bspw. im Modus AUTONIGHT Schalldruckpegel von 29,2–31,8 dB(A), im Modus AUTODAY währenddessen solche von 29,2–46,0 dB(A) (je LP max aus d: 1,0 Meter). Der Schallausstoß ist also weder in dem einen noch in dem anderen Modus solchermaßen ausgeprägt, dass er bspw. während des Arbeitens, während des Schauens von Filmen oder Serien o. Ä. enervieren würde. Wenn man das Modell auch während der Nacht werken lassen will, dann kann man dies im Modus MANUAL mit dem Tempo 1 wunderbar verwirklichen: Dies ist schließlich der SILENT MODE des Modells, der sich ab einem Meter schon nicht mehr wirklich wahrnehmen lässt.

Genauso verhält es sich auch mit dem Stromverbrauch des Modells: Dieser kann von 7,1–61,5 W (Pmin – Pmax) reichen. Wer das Modell also bspw. 12 Stunden pro Tag verwenden will, davon 8 Stunden im Modus AUTODAY bei einem Tempo von 5 und 4 Stunden im Modus AUTONIGHT bei einem Tempo von 1, der muss bei einem aktuellen Strompreis von 0,3262 € pro kWh mit alljährlichen Stromkosten von 14,01 € rechnen.

Hersteller
Modell
Rowenta
Pure Home PU8080
Maße des Modells
(Bmax × Tmax × Hmax)
343 × 389 × 690 mm
Gewicht des Modells
(mmax, mit Filtern)
12.038 g
Maße des Stromkabels
(Lmax)
1,75 m
Transportrollen des Modells
(∅max)
22 mm
Filtersystem 1 × 3-in-1-Filter (Pre-Filter, Active Carbon Filter & Allergy14 Filter); 1 × Formaldehyd-Filter (NanoCaptur+)
Clean Air Delivery Rate
(CADR, lt. Hersteller)
515 m3/h
Maximale Fläche des Raums
(Amax, lt. Hersteller)
Sensorsystem Partikel (PM2.5 & PM10 in μg/m3); Gase (VOC in %); Temperatur
Modi 1 × Modus mit einprogrammierbarem Tempo des Ventilators (MANUAL-Modus); 3 × Automatikmodus (AUTODAY-, AUTONIGHT– & ALLERGEN-Modus)
Art der Tasten Touch
Funktion der Tasten An- und Ausschalten des Modells; An- und Ausschalten des WLAN-Moduls; An- und Ausschalten des Timers; Anpassen des Tempos des Ventilators im MANUAL-Modus (0 – 10); Anschalten des AUTODAY– oder AUTONIGHT-Modus; Anschalten des ALLERGEN-Modus
Timer
(Tmin – Tmax)
Ausschalten nach 01:00, 02:00, 04:00 oder 08:00 h (per Tastenpanel einprogrammierbar); An- oder Ausschalten um 00:00 – 23:59 h (per App einprogrammierbar)
Stromverbrauch
(Pmax, lt. Hersteller)
Stromverbrauch
(P, ermittelt)
7,1 W (minimales Tempo, 1);
Schallemissionen
(LP min, lt. Hersteller)
32,0 dB(A)
Schallemissionen
(LP max aus d: 1,0 m, ermittelt)
29,2 dB(A) (minimales Tempo, 1); 38,6 dB(A) (mittleres Tempo, 5); 62,2 dB(A) (maximales Tempo, 10)
Zubehör Handbuch (11 Sprachen); Quick Start Guides (5 Sprachen)

Bewertung

Hersteller
Modell
Rowenta
Pure Home PU8080
Filtrationsleistung 50 95,5
Grobpartikel 40 96,9
Feinpartikel 40 97,6
Gerüche 10 85,1
Größe des Raums 10 92,0
Handhabung 20 94,8
Bedienung 60 95,0
Reinigung und Pflege 30 94,3
Bedienungsanleitung 10 93,5
Funktionsspektrum 15 95,0
Schallemissionen 10 93,7
Material- & Materialverarbeitungsqualität 5 96,5
Bonus 0,25 (Air Control Box); 0,25 (NanoCaptur+)
Malus
UVP des Herstellers 549,99 €
Marktpreis
Stand v. 11.02.2022
479,16 €
Preis-Leistungsindex 5,02
Gesamtbewertung 95,4 % („sehr gut“)

Wie haben wir geprüft?

Filtrationsleistung | 50 %
Vor allem haben die Testerinnen und Tester auch die Qualität der Filtration des Modells in verschiedenen Sphären ermittelt: Währenddessen wurden Messinstrumente, um die Partikel- resp. Massenkonzentration von Partikeln mit aerodynamischen Durchmessern von 0,3, 0,5, 1,0, 2,5, 5,0 und 10 Mikrometern in unserer 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden Testkammer zu erheben – wiederholt vor und nach dem 15, 30 und 60 Minuten dauernden Verwenden des Modells in allen von Werk aus vorhandenen Modi, um zu erheben, in welchem Maße sich die Partikel- resp. Massenkonzentration vermindern ließ. Vorab haben die Testerinnen und Tester innerhalb der Testkammer immer 0,7 Gramm Tabak abbrennen lassen, um die Testkammer einheitlich mit dem Tabakrauchaerosol anzureichern. Des Weiteren haben wir die Urteile von 10 verschiedenen Testerinnen und Testern verwertet, u. A. bzgl. der Neutralisation von Gerüchen: Die hier verwendete Methodik ist schon illustriert worden (➞ Die Filtrationsleistung).

Handhabung | 20 %
Hier haben die Testerinnen und Tester erhoben, wie sich das Modell handhaben lässt: Dies schließt die Art, die Größe und die Position der einzelnen Tasten und die mit alledem verbundene Erreichbarkeit derselben aus der Perspektive von Rechts- und Linkshänderinnen resp. -händern, die Zeitdauer, innerhalb derer das Modell nach einer Tasteninteraktion anspricht und die Art und Weise, in der sich die verschiedenen Funktionen des Modells mit den Tasten ansprechen lassen, ein. Die Testerinnen und Tester haben außerdem ermittelt, wie sich die Filter des Modells warten lassen, mit wie viel Arbeit dies verbunden ist und in welchen Abständen welche Filter auszuwechseln sind. Schließlich wurde auch noch die Qualität der Dokumentation des Herstellers von allen Testerinnen und Testern beurteilt: Sie sollte alle wesentlichen Themen zum Modell in einer auch aus dem Horizont durchschnittlicher Verbraucherinnen und Verbraucher vollkommen verständlichen Art und Weise abhandeln, einerlei ob nur durch Texte und/oder durch das Textverständnis arrondierende Graphiken. Die Testerinnen und Tester honorierten derweil, wenn sich die Dokumentation auch der sich während der Arbeit mit dem Modell eventuell stellenden Probleme annimmt, bspw. in Gestalt von Frequently Asked Questions/FAQs.

Funktionsspektrum | 15 %
Weiters haben die Testerinnen und Tester ermittelt, wie viele verschiedene Modi von Werk aus vorhanden sind, wodurch sich diese Modi auszeichnen sowie ob und in welchem Maße sich die einzelnen Modi an die individuellen Ansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher anpassen lassen. Währenddessen wurde auch erhoben, ob es sich bei den Modi des Modells um solche handelt, die sich nur manuell an- und wieder abschalten lassen oder ob es sich auch um automatische Modi handelt, die das Modell im Lichte der durch Sensoren ermittelten Atmosphäre im Haushalt (Partikelkonzentration usw.) selbst anund wieder abschalten kann. Weiterhin spielten nicht nur die verschiedenen Modi des Modells, sondern auch weiterreichende Funktionen, wie bspw. ein Timer zum An- und/oder Ausschalten des Modells, hier ein: Die Testerinnen und Tester erhoben währenddessen, ob sich der Timer nur zum An- und/oder zum Ausschalten des Modells verwenden lässt, ob und in welchem Maße er sich individuell einprogrammieren lässt et cetera.

Schallausstoß | 10 %
Die Testerinnen und Tester maßen außerdem, wie es sich mit dem Schallausstoß des Modells verhält: Dazu wurde das Modell in der Mitte einer weiteren, wieder 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden und voll mit schallabsorbierendem Melaminharzschaum versehenen Testkammer positioniert und anschließend der A-bewertete Schalldruckpegel aus einem Abstand von einem Meter zum Modellkörper erhoben (LP ∅ und LP max aus d: 1,0 Meter). Die Testerinnen und Tester ermittelten weiters, ob sich die Schallemissionen des Modells bspw. durch einen manuell an- und wieder ausschaltbaren Modus weiter vermindern ließen, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem während der Abend- resp. Nachtzeit nicht in erheblichem Maße zu enervieren.

Material- & Materialverarbeitungsqualität | 5 %
Schließlich haben die Testerinnen und Tester auch erhoben, welche Materialien in der Fabrikation des Modells verwendet und wie diese Materialien miteinander verbunden wurden. Hier sollten sich keine in der Fabrikation wurzelnde Makel, wie bspw. der Größe nach ausladende Spalt- und/oder Schweißmaße, erkennen lassen.

Fußnoten

1 Vgl. Leech, J. A. et al.: It’s about time: a comparison of Canadian and American time-activity patterns. In: Journal of exposure analysis and environmental epidemiology, Vol. 12, 6 (2002): S. 427-432.

2 Vgl. Koivisto, A. J. et al.: Source specific exposure and risk assessment for indoor aerosols. In: The science of the total environment, Vol. 668 (2019): S. 13-24.

3 Vgl. Leynaert, B. et al.: Quality of life in allergic rhinitis and asthma. A population-based study of young adults. In: American journal of respiratory and critical care medicine, Vol. 162, 4 (2000): S. 1391-1396.

4 Dies war auch schon verschiedentlich Studiengegenstand, vgl. bspw. Sublett, J. L.: Effectiveness of air filters and air cleaners in allergic respiratory diseases: a review of the recent literature. In: Current allergy and asthma reports, Vol. 11, 5 (2011): S. 395 – 402 m. w. N.

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