5 Akku-Schrauber im Test 2022

So wird man aller Schrauben Herr – ausdauernde Akkus & archaische Motoren

25. Februar 2022

Auch wenn uns die Coronaviruspandemie noch immer viele Teile unseres Werkens und Wirkens verleiden wird und wir alle so mancherlei vermissen: Dem ein oder anderen erschlossen sich vor allem während der uns in unseren Häusern halten sollenden Lockdowns des Frühjahrs und des Winters 2020 so manch neue Ambitionen. Gerade das Gestalten des Hauses durch verschiedene Handwerksprojekte wurde wieder außerordentlich populär, wie sich bspw. auch an den 2020 empor schießenden Gewinnen von OBI, Toom usw. erkennen ließ. Das ist auch allemal verständlich: Wenn einem schon all die verschiedenen Genüsse der Welt da draußen verschlossen werden, dann will man doch immerhin eine wundervolle, Wohlsein vermittelnde Atmosphäre im Haus erleben können. Wie sich eine solche erreichen lässt? Durch verschiedenerlei Arbeitsprojekte, die von anspruchsvollerem Wesen, aber auch so schnell und simpel vorzunehmen sein können wie bspw. das Erbauen neuen Mobiliars. Doch einerlei wie es sich mit den Ansprüchen des ersonnenen Handwerksprojekts auch verhalten sollte, wesentlich ist immer Eines: Equipment von ansehnlicher Qualität. Ein Großteil aller hier vorstellbaren Arbeiten schließt auch das Hinein- und Herausdrehen von Schrauben ein. Was sollte man also immer zur Hand haben? Einen Schrauber! Wenn Menschen aber salopp von Schraubern sprechen, so meinen viele von ihnen eben nicht nur klassisch-konventionelle Schrauber, sondern meistenteils Bohrschrauber, die sich schon anhand ihrer Größe, ihres Gewichts und schließlich auch ihrer Mechanik stark von den sehr viel simpleren Schraubern abheben. Wer nun aber bspw. nur dann und wann mal Mobiliar errichten will, dem wird mit ein Schrauber schon voll ausreichen. Hier muss man schließlich nicht schon vorab in anspruchsvolles Material wie bspw. Holz, Metall oder Stein bohren. Wir haben dieses Mal volle vier Wochen die Qualität von verschiedenen Akku-Schraubern der Hersteller Black+Decker, Bosch, Einhell und Ryobi (€min – €max: 31,75 € – 76,39 €) ermitteln können. Wie sich diese Modelle verwenden lassen, wie ausdauernd die in ihnen vorhandenen Akkumulatoren sind und ob manche von ihnen auch sie aus der Masse abhebende Unique Selling Points vorweisen können, stellen wir im Weiteren dar.

Wer sich auch nur ab und an mal neues Mobiliar ins Haus holen und dessen verschiedene Teile anschließend verbinden will, der muss, wenn er sich nicht in ausnehmendem Maße placken will, so mancherlei Equipment zur Hand haben. Wertvoll vor allem, weil vollkommen variabel verwendbar, ist ein Schrauber, der einen Akkumulator als mobiles Stromreservoir vorweisen und dadurch einen endlosen Aktionsspielraum während des Handwerkens erschließen kann. Das Maß an Strom, mit dem ein solches Modell seinen Motor speisen kann, ist auch vollends ausreichend, um Handwerksprojekte wie bspw. solche des Möbelbaus schnell und simpel abschließen. Doch von welchen Merkmalen ist die Qualität eines solchen Schraubers wirklich abhängig? Das stellen wir im Weiteren kurz und knapp dar, ehe wir uns anschließend all der verschiedenen Modelle einzeln annehmen: Viele Menschen sehen sich während der Suche nach einem Schrauber nur einzelne Aspekte der Technik wie bspw. das Drehmoment oder die Drehzahl an. Diese Aspekte sind auch durchaus wesentlich, doch sollte man sie immer ins Verhältnis stellen: Die Drehzahl (fmax in min-1) lässt das von der Mechanik des Motors zu verwirklichende Tempo erkennen, das Drehmoment (Mmax in Nm) wiederum, wie druckvoll die Mechanik ins Material hinein wirken kann. Will man also die Qualität der Mechanik resp. des Motors einordnen, so muss man das Eine wie das Andere einstellen, wobei es sich regelmäßig so verhält, dass die Drehzahl während des hier außen vor zu lassenden Bohrens und das Drehmoment während des Schraubens erheblich ist. Weiterhin wertvoll ist die Ausdauer des in dem Modell vorhandenen Akkumulators: Dessen Stromreservoir sollte schließlich ausreichen, um auch anspruchsvollere Arbeitsprojekte in einem Mal abschließen zu können. Auch hier kann man sich an manchen schon von außen erkennbaren Werten orientieren: Dies ist zum einen die das Maß des im Stromreservoir speicherbaren Stroms erkennen lassende Kapazität (C in Ah) und zum anderen die Spannung (U in V), anhand derer man ersehen kann, wie viel Strom der Akkumulator in einem Mal bis in die Mechanik des Motors weiter leiten kann. Auch nicht voll ausblenden sollte man den Typ des Akkumulators: Mittlerweile herrschen die wesentlich dankbareren Lithium-Ionen-Akkumulatoren vor, die auch, aber anders als bspw. Nickel-Cadium- und Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren in einem sehr viel annehmbareren Maße an dem die voll verwendbare Kapazität immer weiter vermindernden Memory Effect leiden.1 Modelle mit anderen Akkumulatoren sollte man also, wenn man sie regelmäßig verwenden will, von vornherein aus der Wahl ausschließen.

Wesentliches

Für wen?
Für alle Menschen, die sich inner- oder außerhalb ihres Hauses immer mal wieder an verschieden anspruchsvollen Handwerksprojekten versuchen und währenddessen auch Schrauben in verschiedenerlei Materialien hinein oder aus solchen heraus drehen müssen.

Was ist hervorzuheben?
Dank der die Modelle nach vorne hin abschließenden LEDs kann man die Modelle bspw. auch in anspruchsvoll erreichbaren Winkeln von Mobiliar vollkommen sicher handeln: Das aus den LEDs heraus strahlende Weiß ist schließlich außerordentlich hell.

Was ist interessant?
Die Stromreservoirs aller Modelle sollten vollends ausreichen, um solche Arbeitsprojekte, derer sich viele Menschen ab und an mal annehmen müssen, wie also bspw. solche des Möbelbaus, in einem Mal voll abschließen zu können. Dennoch sind manche Modelle hier sehr viel ausdauernder als andere (Tmin – Tmax: 41 – 96 Minuten, s. S. 50 & 52).

Akku-Schrauber – Technik im Detail

Die Mechanik eines Schraubers soll vor allem Eines sicherstellen: Ein schnell, simpel und sicher zu verwirklichendes Schrauben in allen Materialien, derer man sich als Heimwerkerin resp. Heimwerker immer mal wieder annehmen muss. Wesentlich sind hier vor allem die alle Modelle nach vorne hin abschließenden Spannbacken A, in welche sich die Bits einspannen lassen. Diese halten sich anschließend, vereinzelt auch dank anderer hier einspielender Mechaniken wie bspw. bei dem Modell von Bosch (s. S. 51), während des Werkens sicher in dem Modell. Anders als Bohrern resp. Bohrschraubern wird den uns hier allein interessierenden Schraubern von Werk aus keine Spannmechanik von ausladendem Maß verliehen. Danach lässt sich auch schon das Sechskant-Futter B erspähen, an dessen Stelle sich bspw. auch Exzenter-, Winkel- und allerlei andere Adapter anschließen lassen – immerhin bei manchen Modellen.

Weiters können alle Modelle eine LED C vorweisen, die ihr helles Weiß nach vorne hin, also vor den Teil des Arbeitsprojekts, dem man sich aktuell annehmen will, scheinen lässt: Das ist nicht allein, aber vor allem dann wertvoll, wenn man mit dem Modell in Winkeln von Mobiliar schrauben muss. Manche Modelle wie das von Ryobi (s. S. 49) erlauben es durch einen den Motor außen vor lassenden Modus, der sich durch den die Schraubmechanik verstellenden Schieber D wählen lässt, auch nur die LED allein anzuschalten, ohne währenddessen schon den Motor anzuschmeißen. Durch das Anziehen des an sich den Motor anstoßenden Tasters E kann man also die LED verwenden, um sich so den Winkel, in dem man anschließend werken muss, schon mal vorab anschauen zu können. Dass bspw. dem Modell von Bosch (s. S. 51) kein solcher Modus verliehen worden ist, lässt sich verschmerzen: Wenn man den Taster dieses Modells wirklich nur maßvoll, also 1–3 Millimeter anziehen sollte, kann man schließlich auch so allein die LED anschalten. Dieser Taster, den man während des Schraubens anziehen muss, ist mit dem nach vorne hin ausbauchenden Areal des Handteils F verbunden und lässt sich dadurch wunderbar mit der das Modell haltenden Hand erreichen. Einen sichereren Grip wollen die Modelle vor allem durch ein nicht vollkommen smoothes Material verwirklichen: Das Modell von Einhell (s. S. 48) bspw. ist von Werk aus schon mit ein paar Mulden versehen worden, in die sich Teile der Hand während des Haltens hineinschieben lassen. Noch mehr kann hier aber das Modell von Black+Decker (s. S. 50): Dadurch dass ihm auch vordere, also den Motor von außen her einschließende Mulden verliehen wurden, kann man die Hand weiter nach vorne hin schieben und das Modell während des Schraubens in noch sichererem Maße stabilisieren.

Außer der das Modell nach vorne hin abschließenden und das Arbeitsprojekt vor einem anvisierenden LED sollten auch noch ein paar weitere LEDs G vorhanden sein, anhand derer das Modell visualisieren kann, wie es sich mit dem aktuellen Stand seines Stromreservoirs verhält, wie viel Strom also noch vorhanden und wann voraussichtlich wieder ein Anschluss des Modells ans Stromnetzwerk des Hauses veranlasst ist. Eines der Modelle von Black+Decker (s. S. 50) lässt dies bspw. durch drei sich aneinander reihende LEDs erkennen, die Stromreservoirsspannen von 100–66,7 % (3 LEDs), 66,6–33,4 % (2 LEDs) und 33,3–0,1 % (1 LED) ausweisen. Der Anschluss H, über den man das Modell schließlich wieder mit Strom speisen kann, ist mehrheitlich am Ende des Handteils zu erspähen: Hier verwenden die Hersteller mittlerweile Micro-USB-B-Anschlüsse. Will man das Modell aber schließlich auch mit dem Stromnetzwerk des Hauses verbinden, so ist dies über ein Netzteil zu verwirklichen. Ein solches ist aber bei allen Modellen, mit Ausnahme des einen von Black+Decker (s. S. 52), schon von Werk aus im Zubehörpack enthalten.

Wodurch sich nur eines aller Modelle, ein solches von Black+Decker (s. S. 50), auszeichnen kann: Eine Taste in der Mitte des Modellkörpers, durch deren Druck sich eine das Modell während des Werkens starr haltende Mechanik lösen und der Modellkörper anschließend voll auseinander klappen lässt. Warum das wertvoll ist? Weil man die Maße des Modells mit einem Mal so verändern kann, dass es sich danach sehr viel schneller und simpler in anderswie nur schwer erreichbaren Arealen verwenden lässt, ohne dass man vorab bspw. einen Adapter (Extension o. Ä.) erwerben muss.

Getestete Produkte

    • Black+Decker BCRTA01
    • Black+Decker CS3653LC-QW
    • Bosch IXO 6 Classic 06039C7100
    • Einhell TE-SD 3,6/1 Li
    • Ryobi ERGO-A2

Fußnoten:

1 Dass, wie sich noch immer verschiedentlich lesen lässt, Lithium-Ionen-Akkumulatoren nicht an diesem Phänomen litten, ist schlechterdings nicht richtig, vgl. Sasaki, T. et al.: Memory effect in a lithium-ion battery. In: Nature Materials, Vol. 12 (2013): S. 569 – 575.

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