12 Babyphone im Test 2022

Das Wohl des Babys im Fokus – via Audio & Video

29. Juli 2022

795.517 Kinder haben im Jahr 2021 allein in der Bundesrepublik das Licht der Welt erblickt – so viele wie das letzte Mal im Jahr 1997.1 Auch wenn viele Eltern sich ihrem Spross im Weiteren andauernd widmen und all die wesentlichen Momente seines Werdens miterleben wollen: Gerade Kleinkinder müssen noch außerordentlich viel ruhen – so sind es in einer Altersspanne von 4–6 Monaten volle 14 Stunden der Ruhe, die sich in viele verschiedene Ruhephasen splitten.2 Diese Ruhephasen sind auch essenziell, verarbeiten die Kinder in ihnen doch viel von alledem, was sie während des Wachens von der ihnen nun endlich erschlossenen Welt so wahrnahmen.3 Von der Quantität und der Qualität der Ruhe in diesem Alter ist schließlich die Gesundheit des Geistes und des Körpers des Kindes auch in den sich anschließenden Altersspannen abhängig.4 Gerade daher sollte man davon absehen, sich während des Ruhens ans Kind heran zu schleichen und dadurch zu riskieren, es versehentlich aus der Ruhephase zu reißen. Wie es sich mit dem Wohl und Wehe des Kindes verhält, lässt sich schließlich auch sehr viel smarter kontrollieren: Mit einem modernen Babyphon! Wir haben uns dieses Mal 12 aktuelle Babyphone von 7links, Alecto, Babymoov, Philips Avant, reer & truelife vornehmen können – eine Gruppe von 4 Modellen, die Verbraucherinnen & Verbrauchern die Kontrolle allein via Audio erlauben (S. 24 – 30), eine Gruppe von 5 Modellen, die Verbraucherinnen & Verbrauchern die Kontrolle via Audio & Video erlauben (S. 31 – 39) und schließlich eine Gruppe von 3 Modellen, die sich allein via App verwenden lassen (S. 40 – 45).

Wie es sich mit der Qualität des und schließlich eine Gruppe von 3 Modellen, die sich allein via App verwenden lassen (S. 40 – 45). Audio- & Videomaterials verhält, aus wie vielen Metern die verschiedenen Einheiten der Babyphone einander noch verlässlich ansprechen können, wodurch sich das den Modellen verliehene Funktionsspektrum abheben kann und vielerlei mehr lesen Sie im Weiteren. Wir haben die Babyphone von 6 Testerinnen & Testern volle vier Wochen verwenden und währenddessen ermitteln lassen, wodurch sich die verschiedenen Modelle wirklich auszeichnen können. Weiters wurde ermittelt, ob und in welchem Maße sich einzelne Babyphone schon smart per Smartphone & Tablet verwenden lassen, ob sie es den Eltern also auch außerhalb des Hauses erlauben, immer schnell, simpel und sicher nach dem Baby zu schauen.

Wesentliches

Für wen?
Für alle Verbraucherinnen & Verbraucher, die ein Kleinkind im Haus haben und die aus wirklich allen Winkeln des Hauses wissen wollen, wie es sich mit dessen Wohl verhält.

Was ist hervorzuheben?
Manche Modelle sollen die Kommunikation ausweislich der Versprechen der Hersteller auch aus 50–1.400 Metern verwirklichen können: Diese Werte aber ließen sich von den Testerinnen & Testern in Häusern mit Mauerwerk verschiedenen Maßes nie erreichen.

Was ist interessant?
Die Qualität der Videos, die 8 der hier interessierenden Modelle streamen können, ist nicht allein von der hier verantwortlichen Technik, sondern auch von den Lichtverhältnissen abhängig. Wie sich die Modelle bspw. abends anstellen, veranschaulichen wir im Weiteren auch.

Babyphone – Technik im Detail

Babyphone sind in wirklich allen nur vorstellbaren Variationen erhältlich, auch wenn sie alle einen sehr smoothen Stil vorweisen können. Sie schließen immer ein Einheitenpaar ein, bei dem es sich einmal um eine Babyeinheit und einmal um eine Elterneinheit handelt – mit nur vereinzelten Ausnahmen, die Audio & Video allein via App wahrnehmen lassen (so bspw. das 7links IPC-410.bp – S. 43 & das Alecto Smartbaby10 – S. 42). Wodurch sich diese Einheiten an sich – den Spezialitäten der verschiedenen Modelle werden wir uns im Weiteren noch widmen – auszeichnen, wollen wir hier schon einmal kurz und knapp veranschaulichen.

Die Babyeinheit

Alle Babyeinheiten können ein Mikrophon A vorweisen, anhand dessen sich all das, was ein Baby so an Schall ausstoßen kann (Schreien, Weinen & Co.), auch von der Elterneinheit aus wahrnehmen lässt. Viele Modelle erlauben es, die Sensitivität des Mikrophons so zu verstellen, dass sich Baby- & Elterneinheit bspw. nicht schon durch ein maßvolles Quietschen, Schnarchen usw. anschalten und die Eltern anlasslos alarmieren.

Die Babyeinheiten all der Babyphone, die Audio & Video streamen, können schließlich auch noch eine Kamera B vorweisen. Die Qualität der hier vorhandenen Kameras ist verschieden: Während viele von ihnen Videos mit 1.920 × 1.080 Pixeln erstellen können, reichen die Qualitäten der Screens der Elterneinheiten vieler Modelle nicht aus, um all die Pixel parallel abzubilden (so bspw. beim Alecto DVM 135 mit nur 352 × 264 Pixeln – S. 34). Wertvoll ist dieses Mehr an Qualität aber bspw. dann, wenn sich die Videos auch per App einsehen lassen: Aktuelle Smartphones & Tablets können schließlich auch sehr viel mehr als 1.920 × 1.080 Pixel problemlos abbilden (so bspw. beim Philips Avent SCD923/26 – S. 34). Wesentlich außerdem: Der Winkel vieler Babyeinheiten lässt sich dank eines Gelenks C verstellen – vereinzelt nur in einer Achse (so bspw. beim reer BabyCam L – S. 36), vereinzelt auch in allen Achsen (so bspw. beim Babymoov YOO-Moov – S. 33). Dies kann einem schon sehr viel mehr Spielraum während der Wahl eines Abstellorts erschließen.

Die hier vorhandenen Tasten C erlauben bspw. das Anpassen des Schallausstoßes, der sich während des Sprechens ins Mikrophon der Elterneinheit hier vernehmen lässt, das Abspielen von verschiedenen Lullabies usw. Was außerdem willkommen zu heißen ist: Manche Modelle erlauben es, per Tastendruck nach der Elterneinheit zu suchen, wann immer man sie verloren haben sollte (so bspw. das Babymoov Premium Care – S. 26).

Endlich können viele Babyeinheiten auch noch ein sehr maßvolles Nachtlicht E ausstrahlen, das dem Baby eine sicher erscheinende Atmosphäre während seiner Ruhephasen vermitteln soll: Manche Modelle erlauben es währenddessen auch, die Stärke resp. Schwäche des Nachtlichts zu verstellen und es so an die Ansprüche des Babys anzupassen (so bspw. bei dem Babymoov YOO-Moov – S. 33).

Die Elterneinheit

Vielen Elterneinheiten ist ein alles Wesentliche wie bspw. den aktuellen Modus, die Temperatur usw. veranschaulichendes Display F verliehen worden. Die Qualität all dieser Displays aber ist vollkommen verschieden – wesentlich ist vor allem, ob es sich um ein Audio- oder um ein Audio- & Video-Babyphon handelt: Die Babyphone, die auch Videos streamen können, können hier verständlicherweise sehr viel anspruchsvollere Technik vorweisen (so bspw. das Philips Avent SCD923/26 – S. 32) als die Modelle, die ausschließlich Audio streamen können (so bspw. das Babymoov Premium Care – S. 26). Anderen wiederum wird von Werk aus nur ein Tastenpanel verliehen (so bspw. beim reer Rigi Digital – S. 28).

Mit den hier vorhandenen Tasten G, von denen viele von klassisch-konventioneller Mechanik sind, kann man wieder allerlei verschiedenes wie bspw. das Maß des Schallausstoßes, die Schwellen aller hier vorhandenen, an Temperatur & Co. anschließenden Alarme und noch vieles mehr verstellen: Wann welche Tasten zu verwenden sind, lassen manche Elterneinheiten schon anhand von verständlichen, sich vom Material abhebenden Graphiken erkennen (so bspw. beim Alecto DBX-88 ECO – S. 25). Alle Elterneinheiten können außerdem noch eine Taste H vorweisen, welche das Ansprechen des Babys erlauben soll: Während des Tastendrucks können die Eltern in das hinter der vorderen, den Schall der Sprache durch mehrere Einlässe hindurch lassenden Wand vorhandene Mikrophon I hineinsprechen.

Verschiedentlich sind aber auch noch LEDs J zu erspähen, anhand derer sich bspw. mit einem Mal ersehen lässt, ob die Einheiten des Modells einander noch erreichen können (so bspw. beim Alecto DBX120 – S. 27 & beim Alecto DBX-88 ECO – S. 25).

Was außerdem wertvoll, aber leider nur vereinzelt vorhanden ist: Ein Clip, anhand dessen sich die Elterneinheit schnell und simpel an der Hose eines Elternteils verankern lässt, sodass einen das Modell auch während des Arbeitens in anderen Winkeln des Hauses wirksam alarmieren kann (so bspw. beim Babymoov Premium Care – S. 26).

Das können die Modelle

Welche Qualität haben die Videos?

Während die Qualität der Videos von all den Modellen, die sich ausschließlich per App verwenden lassen, vor allem von den Bildschirmen der verbundenen Smartphones & Tablets abhängig ist, verhält es sich bei den klassisch-konventionellen Audio- & Video-Modellen anders. Diese können die Videos schließlich allein an die schon von Werk aus in den Modellpacks vorhandenen, von den Eltern zu verwendenden Einheiten weitervermitteln – und diese können mit 320 × 240 Pixeln – 480 × 272 Pixeln nicht auch nur annähernd das Maß an Qualität vorweisen, was bspw. moderne Smartphones vorhalten können. Weil vielen Verbraucherinnen & Verbrauchern diese Qualität aber wesentlich ist, wollen wir im Weiteren illustrieren, wie es sich mit dieser Qualität wirklich verhält: Wir haben alle Modelle dasselbe Objekt anvisieren lassen, während die der Optik nach wesentlichen Modalitäten (Winkel & Co.) einheitlich waren und anschließend Bilder von den Bildschirmen der Modelle erstellt – einmal bei einem an Sommersonnenschein erinnerndes Licht und einmal vollkommen ohne Licht. Hier stellen wir nun die Qualität des Modells von Philips Avent vor – die Qualität der Modelle von Babymoov, truelife und reer können Sie sich schnell und simpel ansehen, indem Sie den QR-Code via Smartphone scannen.

Wie können die Modelle nachts sehen?

Wie kann es sein, dass diese Modelle es auch bei vollkommener Schwärze, wie sie bspw. an manchen Winterabenden vorherrschen kann, erlauben, den Spross in Schwarz & Weiß zu sehen? Das ist speziellen LEDs zu verdanken: Sie lassen ein oberhalb des vom Menschen wahrnehmbaren Spektrums von 380 – 740 Nanometern wirkendes Licht viele Meter aus sich heraus scheinen – Infrared! Wie stark oder schwach sich Objekte durch ein solches Licht sichtbar machen lassen, ist aber davon abhängig, wie viel des Lichts von ihnen gespiegelt wird. Die Lichtspiegelung ist vor allem bei weißen Objekten exzellent, aber auch bei Menschen noch immer mehr als ausreichend.

Alecto Baby DVM135

Babymoov YOO-Moov

Philips Avent SCD923/26

reer BabyCam L

truelife NannyCam H32

Getestete Produkte

  • Alecto Baby DBX-88 ECO
  • Alecto Baby DBX120
  • Alecto Baby DVM135
  • Alecto Baby SMARTBABY10
  • Babymoov Premium Care
  • Babymoov YOO–Moov
  • Philips Avent SCD923/26
  • reer BabyCam L
  • reer IP BabyCam Move
  • reer Rigi Digital
  • truelife NannyCam H32
  • 7links WLAN-Video-Babyphone IPC-410.bp

Fußnoten

1 Das im Frühjahr des Jahres 2021 erhobene Geburtenplus ließe sich auch durch die Beendigung vieler in der Sphäre des Social Distancings zu verortender Maßnahmen gegen die Coronaviruspandemie in der Mitte des Jahres 2020 erklären, vgl. Statistisches Bundesamt – Veränderung der Zahl der Lebendgeborenen zum jeweiligen Vorjahr (Stand v. 18.07.2022).

2 Hierbei handelt es sich um einen durchschnittlichen Wert, vgl. Price A. M. H. et al.: Children‘s sleep patterns from 0 to 9 years: Australian population longitudinal study. In: Archives of Disease in Childhood, Vol. 99 (2014): S. 119–125.

3 So sollen bspw. Kinder, die regelmäßig Nickerchen machen, sehr viel simpler Sprachen erlernen können, vgl. Gómez, R. L. et al.: Naps promote abstraction in language-learning infants. In: Psychological science, Vol. 17, 8 (2006): S. 670–674.

4 So ließ sich bspw. ersehen, dass viele Kinder, die vor dem Abschluss des 41. Monats regelmäßig nicht einmal 10 Stunden pro Tag ruhen, Leistungsbeeinträchtigungen ausbilden, vgl. Touchette, E. et al.: Associations between sleep duration patterns and behavioral/cognitive functioning at school entry. In: Sleep, Vol. 30, 9 (2007): S. 1213–1219.

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