XTERRA ERG600W Ruder­maschine mit Wasser­widerstand bis 750,00 € im Test

Der XTERRA ERG600W: Natürliches Training in den heimischen vier Wänden

25. Juli 2019

Während das Rudern ursprünglich nichts weiter als eine simple, nicht von Windverhältnissen abhängige Art der Fortbewegung über Gewässern war, ist es vor 123 Jahren (1896) endlich zur olympischen Disziplin erhoben worden. Nicht grundlos hat sich das Rudern auch in den jüngeren Jahren immer weiter zu einem außerordentlich beliebten (Breiten-)Sport entwickelt: So lassen sich mit jeder einzelnen Ruderbewegung Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur, also alle wesentlichen Muskelgruppen des menschlichen Körpers, ansprechen, ohne Bänder, Sehnen und Gelenke in erheblichem Maße zu belasten. Auch das Herz wird durch regelmäßiges Rudern immer stärker. Leider ist das klassische Rudern aber von den jeweils gegebenen Witterungbedingungen abhängig: Bei herabprasselndem Wasser, herbstlich-winterlichen Temperaturen und hin- und herpeitschenden Windböen bleiben die allermeisten Menschen, so ambitioniert sie in ihrem Sport auch sind, doch lieber im warmen Heim. Mittlerweile muss man sich aber nicht mehr von alledem abhängig machen, sondern kann vielmehr zu jeder Jahreszeit rudern: Mit einer modernen Rudermaschine lassen sich die einzelnen Sporteinheiten nämlich auch bequem in den heimischen vier Wänden absolvieren – verbunden mit Musik, Filmen oder Serien.

XTERRA ERG600
XTERRA ERG600

Wir haben den XTERRA ERG600W über sechs Wochen von 12 verschiedenen Testerinnen und Testern1 zum regelmäßigen Training verwenden lassen und verraten in diesem Test, wo die einzelnen Stärken und Schwächen des Modells wurzeln.

Fußnote

1 Die Testerinnen und Tester decken in puncto Alter (20 bis 65), Gewicht (~60,0 bis 120,0 kg) und Größe (~1,60 bis 2,00 m) ein weites Anspruchsspektrum ab.

Die wichtigsten Merkmale

  • Maße (B × H × T): 56,0 × ​107,0 × ​205,0 (­auseinander) bzw. 56,0 × ​152,0 × ​113,0 (­zusammen)
  • Gewicht: 39,4 kg (ohne ­Wasser) bzw. 52,2 kg (mit ­Wasser)
  • Modi: 3 (MANUAL, RACE, RECOVERY)
  • Widerstandslevel: 6 (abhängig vom Wasserstand)
  • Maximale Last: 136,0 kg

Das Wichtigste

Wem empfiehlt sich der XTERRA ERG600W?
Der XTERRA ERG600W empfiehlt sich jedem, der zwar seine Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur ausbauen und auch sein Herz stärken will, aber weder Zeit noch Muße hat, zu diesem Zweck regelmäßig in ein Fitnesstudio zu springen.

Was ist an dem XTERRA ERG600W besonders?
Das Widerstandssystem des ­XTERRA ERG600W arbeitet ausschließlich mit Wasser und ahmt dadurch diejenige Art von Training nach, die man normalerweise nur in natürlichen Gewässern (Flüssen, Seen usw.) absolvieren kann. Der Widerstand, den man während des Trainings überwinden muss, ist daher auch von dem jeweiligen Wasserstand abhängig.


XTERRA ERG600: Aufbau und Funktion

Der ERG600W selbst besteht nur aus einer Handvoll verschiedener Teile: Dem vollmassiven Korpus aus Stahl A, dem vorderen B und dem hinteren C (Stand-)Fuß mit (immerhin hinten in der Höhe verstellbaren) Endkappen und Transportrollen D, der makellos verarbeiteten Aluminiumschiene E, über die sich der Sitz F vor- und zurückschieben lässt, dem Tank G aus (Hart-)Plastik mit einem stattlichen Maximalvolumen von 12.575 ml, der Hauptkonsole H mit Tastenpanel und Co., den anpassbaren Fußhaltern mit Fußriemen I und natürlich dem mit dem Seilsystem verbundenen Handteil J.

Warum ist das Wasserwiderstandsprinzip so sinnvoll?

XTERRA ERG600: Die Flossen im Tank
Durch den hellblauen Tank lassen sich die einzelnen Flossen des Widerstandssystems erkennen. Dadurch, dass man die Flossen mit jedem Heranziehen des Handteils durch das Wasser schiebt, wird überhaupt erst Widerstand empfunden.

Nur durch ein Wasserwiderstandssystem lässt sich der ursprüngliche Sport in der Natur, also das Manövrieren in Flüssen, Seen usw., realistisch nachahmen; das ist auch dem natürlichen Wasserplätschern zu verdanken, das sich bei jeder einzelnen Ruderbewegung hören lässt. Der Widerstand wird vor allem über das Wasservolumen angepasst; das Ein- und (Wieder-)Ablassen von Wasser nimmt leider ein jedes Mal recht viel Zeit in Anspruch. Er ist allerdings auch von dem Tempo der Ruderbewegung selbst abhängig: Der Trainierende bestimmt also mit jeder Ruderbewegung, wie intensiv die verschiedenen Muskelgruppen (Arme, Beine, Rücken und Schultern) angesprochen werden. Warum das so großartig ist? Weil das System so sicherstellt, dass der Trainierende immer mit idealem Widerstand arbeitet.

Gewicht, Größe und Co.

Mit Maßen von nur 56,0 mal 107,0 mal 205,0 cm (B × H × T) nimmt der ERG600W nicht allzu viel Fläche ein; er ist viel kompakter als viele andere Rudermaschinen mit Wasserwiderstand. Daher lässt sich das Modell auch in den allermeisten Haushalten verwenden; einerlei, wie viel Fläche (m²) in ihnen nun gegeben ist. Hier kann sich der ERG600W auch noch durch seinen speziellen Ein- und Ausklappmechanismus auszeichnen: Die Mittelschiene des Modells lässt sich nämlich am hinteren (Stand-)Fuß vom Fußboden abheben und in einem Winkel von 90° sicher hochstellen. So kann man den dann nur noch 113,0 cm (T) messenden ERG600W in wirklich jeder Ecke, Nische usw. abstellen.

XTERRA ERG600: Wegstellen des Geräts
Der ERG600W ist so kompakt, dass er sich auch zwischen Mobiliar abstellen lässt (hier: im Wohn­zimmer). Dank des speziellen Klappmechanismus kann man ihn anschließend hochstellen und so noch leichter verstauen.

Das Modell ist mit einem Gewicht von 39,4 kg (ohne Wasser) bzw. 52,2 kg (mit maximalem Wasserstand) nicht leicht. Schwierig ist der Transport im Haushalt allerdings nicht: Der ERG600W ist an seinem vorderen (Stand-)Fuß nämlich mit zwei sich leichtgängig drehenden Transportrollen (Ø: 4,6 cm) versehen worden. Hebt man das Modell an seinem hinteren (Stand-)Fuß nur so weit an, dass die Transportrollen den Fußboden berühren, kann man es ohne erheblichen Widerstand hin- und herrollen: Im Test ließ sich der ERG600W problemlos über verschiedene Holz-,​ Stein- und auch Polyvinylchlorid-/PVC-Fußböden manövrieren, ohne dass die schwarzen Transportrollen auch nur leichte Abriebspuren hinterlassen haben.

Warum ist regelmäßiges Rudern so empfehlenswert?

1. Grund: Muskelaktivität
Anders als beim Jogging, Nordic Walking und Co. beansprucht man mit jeder einzelnen Ruderbewegung nicht nur ein paar Muskelgruppen, sondern vielmehr den Großteil aller Muskeln im Körper: Gerade die Arm-, Bein-, (obere) Rücken- und (hintere) Schultermuskulatur wird während des Ruderns in erheblichem Maße angesprochen.

2. Grund: Ausdauer
Das Rudern ist als hybrider Sport zu verstehen, der verschiedene Elemente des Ausdauer- und des Kraftsports miteinander verbindet; daher handelt es sich bei ihm weder um einen reinen Kraft- noch um einen reinen Ausdauer-, sondern eben um einen Kraftausdauersport. Durch regelmäßiges Rudern werden also nicht nur die angesprochenen Muskeln immer stärker; nein, auch das Herz wird es.

3. Grund: Kalorienverbrauch
Angesichts der ausgeprägten Muskelaktivität verbrennt man während des Ruderns in ein- und derselben Zeitspanne auch viel mehr Kalorien als bei vielen anderen Sport­arten: So lassen sich, abhängig von der jeweils angelegten Trainingsintensität, pro Stunde problemlos 400 bis 800 Kilokalorien (Ø) verbrennen.

4. Grund: Gelenkschonung
Da sich jede einzelne Ruderbewegung normalerweise vollkommen gleichmäßig vollzieht und es während des Ruderns auch nicht zu immensen Stoßlasten, wie bspw. beim Jogging, kommt, werden die Gelenke nur in sehr leichtem Maße belastet.

5. Grund: Entspannung
Gerade in unserer jetzigen, von allgegenwärtigem Stress geprägten Zeit empfiehlt sich regelmäßiger Sport mehr denn je: Das Rudern ist hier deshalb so geeignet, weil die gleichmäßigen Ruderbewegungen sehr entspannend wirken. Wer eine Rudermaschine mit Wasserwiderstand verwendet, kommt außerdem noch in den Genuss des natürlich-idyllischen Wasserplätscherns.

Der ERG600W besteht größtenteils aus massivem Metall (Aluminium, Stahl) und hat sich während des Tests auch als vollkommen stabil erwiesen. So sind die einzelnen Schweißlinien in puncto Ästhetik zwar nicht makellos, halten aber doch erheblichen Gewichten stand: Das Modell kann deshalb auch von Sportlern mit einem Gewicht von maximal 136,0 kg verwendet werden.

Nach dem Auspacken lässt sich der ERG600W leider noch nicht verwenden; nein, man muss ihn vielmehr aus 14 einzelnen Teilen zusammenbauen. Alles, was man während des Zusammenbaus braucht, ist dem Modell schon vom Hersteller aus mitgegeben worden; das schließt auch Inbusschlüssel, Schraubendreher/-zieher usw. mit ein. Der ERG600W ließ sich von unseren Testerinnen und Testern innerhalb von nur 30 (Ø, zwei Personen) bzw. 45 min (Ø, eine Person) zusammenbauen. Das Handbuch handelt den Zusammenbau auch in leicht verständlicher Art und Weise in nur sieben Seiten ab; außerdem enthält es eine Handvoll anschaulicher, schwarz-weißer Graphiken.

XTERRA ERG600: Der Sitz
Der 30,0 mal 24,5 cm (Bmax. x Tmax.) messende Sitz stellt einen Abdruck der natürlichen Gesäßlinien dar; dadurch passt sich das Gesäß wunderbar in den Sitz ein.

Der 30,0 mal 24,5 cm (Bmax. × Tmax.) messende Sitz vermittelt dem Gesäß eine vollkommen ausreichende (Sitz-)Fläche von 735 cm²; er ist an allen Stellen gleichmäßig-weich gepolstert und lässt einen Abdruck der natürlichen Gesäßlinien des Menschen erkennen. Daher haben ihn auch unsere schwereren Testerinnen und Tester (~100,0 bis 120,0 kg) während jeder einzelnen, 30 bis 60 min dauernden Einheit als angenehm empfunden.

XTERRA ERG600: Striktur der Sitzfläche
Das Außenmaterial des Sitzes lässt zwar eine spezielle, um circa 0,5 mm (H) erhabene Struktur erkennen; dem Gesäß wird dadurch allein aber auch kein erhöhter Grip vermittelt.

Für die meisten Testerinnen und Tester hat sich auch die Sitzhöhe von circa 36,0 cm (H) als wunderbar erwiesen: Dadurch werden nämlich allzu spitze Winkel in den Knien vermieden. Die Höhe lässt sich aber leider nicht verändern.

XTERRA ERG600: Rollen des Sitzes
Das Rollensystem, über das sich der Sitz vor- und zurückschieben lässt, ist sicher mit der massiven Aluminiumschiene verbunden. Während des Tests kam es hier nicht auch nur einmal zu Hakeleien.

Der Sitz ist mit einer massiven Aluminiumschiene verbunden und lässt sich über circa 1 m (L) vor- und zurückschieben. Während des Tests war die Sitzbewegung ein jedes Mal gleichmäßig und interessanterweise auch nicht vom Gewicht der jeweiligen Testerin bzw. des jeweiligen Testers abhängig; Hakeleien ließen sich hier nicht auch nur einmal wahrnehmen. Der Sitz ist auch ausgesprochen leise: Aus 1 m Abstand maßen wir einen A-bewerteten Schalldruckpegel von nur 55,9 dB(A) (Ø) bzw. 60,1 dB(A) (max.).

XTERRA ERG600: Transportrollen
Die Transportrollen sehen mit ihren 31,0 mm (Ø) nicht allzu eindrucksvoll aus, erlauben aber doch einen erstaunlich leichten Transport des ERG600W innerhalb des Haushalts.

XTERRA ERG600: Der Standfuß
Der ERG600W lässt sich hochklappen und vertikal abstellen; dank eines mit weichem Gummi abschließenden (Stand-)Fußes nehmen auch empfindliche Fußböden keinen Schaden.

Die Handhabung

All Funktionen des ERG600W lassen sich über das in der Mitte gelegene Tastenpanel an- und auswählen: Das Tastenpanel zählt sechs verschiedene, je 15,0 mal 17,5 mm (H × B) messende Tasten: RECOVERY, RESET, START/STOP, ENTER, UP und DOWN. Die Tasten sind alle leicht erhaben (H: 0,5 mm) und lassen sich daher auch dem Tastsinn nach (also: haptisch) leicht wahrnehmen. Dank seiner Mittelposition lassen sich die einzelnen Tasten ebenso leicht von der linken wie auch von der rechten Hand erreichen.

Jede Taste ist nicht nur mit dem jeweiligen englischsprachigen Funktionsnamen, sondern auch noch mit einem weißen Symbol versehen worden. Während des Tests ist jeder einzelne Tastendruck auch als solcher erkannt worden; das System sprach schon circa 0,5 s (Ø) nach einem Tastendruck an.

XTERRA ERG600: Das Display
Das Tastenpanel des ERG600W ist sehr übersichtlich. Die einzelnen Tasten sind zwar nur mit den jeweiligen englischsprachigen Funktionsnamen (RECOVERY, RESET, START/STOP, ENTER, UP und DOWN) versehen: Dank der weißen Symbole lässt sich aber doch leicht erkennen, welche Funktion mit welcher Taste an- und auszuwählen ist – und zwar auch ohne exzellente Sprachkenntnisse. Die Tasten sind leicht, also ohne allzu hohen Widerstand einzudrücken. Trotz Hunderter Tastendrücke kam es während des Tests zu keinem Farbabrieb: Weder vonseiten der Tasten selbst noch vonseiten der weißen Tastensymbole.

Das monochrome, 12,25 mal 5,75 cm (B × H) messende Display (LCD) stellt 8 verschiedene Werte dar: Während des Trainings sind dies die Zielzeit in min (TIME, 1 bis 99), diejenige Zeit in min, in der eine Strecke von 500 m überwunden wird (TIME / 500M), die Ruderbewegungen pro min (SPM), die Zielstrecke in m (DISTANCE, 0 bis 99.900), die Zielzahl an Ruderbewegungen (STROKES, 0 bis 9.990), die Ruderbewegungen, die während des jeweiligen Trainings absolviert worden sind (TOTAL STROKES), die Zielzahl an Kalorien (CALORIES, 10 bis 9.990) und schließlich der Zielpuls in bqm (PULSE, 30 bis 240). Manche Werte werden allerdings nur im Wechsel angezeigt (TIME und TIME / 500M sowie STROKES und TOTAL STROKES).

XTERRA ERG600: Kippwinkel des Displays
Beim ERG600W lässt sich nicht nur der Winkel des Displays, ­sondern auch derjenige des ­Display­halters an die Größe des Trainierenden anpassen. Hier bestehen jeweils mehr als 90° ­Spielraum.

Die einzelnen Zahlen (H: 10,0 bis 15,0 mm) lassen sich immerhin bei normalen Lichtverhältnissen leicht vom Display ablesen; außerdem kann die Neigung des Displays durch maßvollen Druck gegen dessen Enden verstellt und so an die Größe des Trainierenden angepasst werden – über einen Winkel von circa 135°.

Was unsere Testerinnen und Tester aber doch sehr verwundert hat: Der ERG600W sieht keine Einprogrammierung persönlicher Daten, wie bspw. des Alters, des Gewichts und der Größe, vor dem jeweiligen Training vor. Darüber hinaus ist leider auch kein Nutzerspeicher, in dem die Trainingsprotokolle abgelegt werden könnten, gegeben. Wie das System aber ohne all diese Daten bspw. den während des Trainings herrschenden Kalorienverbrauch (akkurat) errechnen soll, ist nicht ersichtlich.

Der ERG600W muss nicht mit dem Stromnetzwerk verbunden werden: Das System zieht den Strom nämlich aus zwei normalen Batterien (1,5 V, Typ: AA); ein geeignetes Batterienpaar ist im Zubehör enthalten. Wann immer man die Batterien auswechselt, verliert das System alle vorher einprogrammierten Werte, wie bspw. das Datum, die Uhrzeit usw. Die Batterien werden übrigens in ein leichtgängig erreichbares Fach an der Rückseite des Displays eingelegt.

Nach 4 min und 3 s (Ø) ohne Tastendruck schaltet sich das System vollautomatisch in den Standby-Modus. Dann stellt das Display auch nur noch drei Werte dar: Das Datum (yyyy/mm/dd), die Uhrzeit (h:min) und die aktuelle Temperatur in °C.

Das Training

XTERRA ERG600: Der Stöpsel des Tanks
Nach dem Wassereinlass muss man den Tank wieder mit dem Stöpsel verschließen; ansonsten kann das Wasser durch das Hin- und Herdrehen des Widerstandssystems heraus spritzen.

XTERRA ERG600: Der Trichter zum Befüllen
Der ERG600W kommt mit einem simplen Trichterset, um den Wassereinlass zu erleichtern.

An allererster Stelle muss man Wasser in den Tank des ERG600W einlassen: Der 22,5 mm messende (Ø) Ein- und Auslass des Tanks ist an dessen Oberseite auszumachen. Er wird durch einen Stöpsel verschlossen, den man sowohl zum Ein- als auch zum (Wieder-)Auslassen des Wassers herausziehen muss. Für das Ein- und Auslassen des Wassers kann man auch die zum Zubehör zählende Siphonpumpe verwenden.

XTERRA ERG600: Skala am Wassertank
Der hellblaue Tank ist mit einer weißen Skala versehen, welche die sechs Widerstandslevel in weißen Zahlen ausweist. Hier lässt sich auch erkennen, dass man viel mehr als nur sechs verschiedene Widerstände verwirklichen kann: Durch die Wahl eines zwischen den Leveln stehenden Wasserstandes.

Der Tank kann an seiner linken Seite eine bei allen Lichtverhältnissen leicht abzulesende Skala vorweisen: Hier lassen sich die sechs verschiedenen Fülllevel, einschließlich des minimalen (MIN. FILL) und des maximalen (MAX. FILL) Füllstandes, ablesen. Wie viel ml Wasser aber hinter den einzelnen Fülllevelen stehen, wird leider nirgends angegeben. Die jeweiligen Werte haben wir aber selbstverständlich auch während des Tests ermittelt:

Die verschiedenen Fülllevel

  • 1. Fülllevel (MIN. FILL): 8.750 ml
  • 2. Fülllevel: 9.750 ml
  • 3. Fülllevel: 10.500 ml
  • 4. Fülllevel: 11.250 ml
  • 5. Fülllevel: 11.925 ml
  • 6. Fülllevel (MAX. FILL): 12.575 ml

Der Widerstand während des Ruderns ist von dem jeweiligen Fülllevel abhängig: Je höher das Wasserlevel ist, desto höher ist auch der Widerstand; ebenso verhält es sich andersherum.

Schließlich ist noch ein Tab zur Wasserreinigung im Tank zu versenken; vier solcher Tabs zählen von vornherein zum Zubehörensemble des Modells. Alle sechs Monate (Ø) muss eine weiterer Tab ins Wasser gegeben werden. Der Hersteller (XTERRA) sieht außerdem ausdrücklich vor, kein Chlor zu verwenden. Chlor nämlich kann Schäden am (Hart-)Plastik des Tanks verursachen.

XTERRA ERG600: Zugband
Das mit dem Handteil verknüpfte Band ist ordentlich vernäht und hat sich während des Tests als äußerst stabil erwiesen: Am Ende des Tests ließen sich keinerlei Verschleißspuren an ihm erkennen.

XTERRA ERG600: Haken und Seilende
Das Seilende lässt sich über einen von drei verschiedenen Haken stülpen; dadurch lässt sich die jeweilige Seilspannung anpassen. Die Haken sind leider an einer nur schwer erreichbaren Stelle verschweißt worden.

Die Trainingsintensität kann auch durch die Seilspannung angepasst werden: Die Maschine ist mit drei verschiedenen Haken (A, B und C) versehen, in denen sich das eine Ende des Seils einhaken lässt. Beim ersten Haken (A) ist das Seil nur unter leichter, beim zweiten (B) schon unter mittel-leichter bzw. -schwerer und beim dritten (C) schließlich unter starker Spannung; von der jeweiligen Spannung ist auch abhängig, wie langsam oder schnell sich der Gurt während des Trainings zurückzieht.

XTERRA ERG600: Fußhalter
Die aus (Hart-)Plastik bestehenden Fußhalter stehen in einem Abstand von circa 10,75 cm zueinander: Das erlaubt einen vollkommen natürlichen Fuß- und Beinstand.

Der ERG600W bietet jedem Fuß eine vollmetallische (Abstell-)Fläche mit einem Fußhalter aus (Hart-)Plastik: Dieser kann mit Maßen von 30,0 mal 10,4 cm (H × B) eine ordentliche Fläche vorweisen. Die jeweilige Fußposition lässt sich immerhin der Höhe nach anpassen: Hierzu muss man den Fußhalter nur hervorziehen und anschließend hoch- oder herabschieben – bis zum jeweiligen Lochpaar. Da jeder Fußhalter mit sechs verschiedenen, um jeweils 7,5 mm (H) auseinander gelegenen Lochpaare versehen ist, lassen sich so auch sechs verschiedene Höhenpositionen einstellen.

XTERRA ERG600: Halteband der Fußhalter
Mit den hellblauen Kordeln an den Enden der Fußriemen lassen sich dieselben leicht vor-, zurück- und vom Klettmaterial abziehen.

Die beiden Fußhalter stehen in einem Abstand von 10,75 cm zueinander und erlauben eine normale Fuß- und Beinposition während des Trainings.

An den Fußhaltern sind außerdem 10 erhabene Linien zu erkennen, die den Füßen in ordentlichem Maße Halt (Grip) vermitteln. Damit die Füße aber auch wirklich an Ort und Stelle bleiben, kann man sie in Höhe des oberen Fußdrittels mit schwarzen Fußriemen einspannen: Die 5,75 cm (B) messenden Fußriemen lassen sich durch eine Metallöse leicht hin- und herziehen und dadurch an die Füße des Trainierenden anpassen; sie erschließen hier einen eindrucksvollen (Einstell-)Spielraum von 22,0 cm (L). Das Ende der Fußriemen ist mit Klettverschlüssen vernäht worden, die auch während des druckvollen Abstoßens von den (Abstell-)Flächen vollkommen sicher halten. Bis zum Ende des Tests haben die Klettverschlüsse nichts an Funktionalität verloren; das ist Ausdruck einer ordentlichen Materialqualität.

Dadurch, dass man die Fußriemen über 22,0 cm (L) hin- und herziehen kann, ließen sich alle Testerinnen- und Tester-Füße sicher einspannen: Mit den hier vertretenen Größen (36 bis 48, EU) kam es zu keinerlei Problemen.

XTERRA ERG600: Handteil
Das Handteil lässt sich in einen simplen Halter am Mittelteil des ERG600W einspannen. Aus dieser Position kann man das Handteil bspw. vor der nächsten Einheit viel leichter erreichen.

XTERRA ERG600: Oberflächenstruktur des Handteils
Das Außenmaterial des Handteils ist solchermaßen rau, dass es einen exzellenten Grip vermittelt. Selbst (schweiß-)nasse Hände bleiben hier an Ort und Stelle: Während des Tests kam es weder zu einem Ab- noch zu einem Hin- und Herrutschen.

Nachdem die Füße ordentlich eingespannt sind, ist das Handteil in die Hände zu nehmen: Dieses ist an seinen Enden leicht nach außen gebogen und mit einem sehr rauen Außenmaterial versehen worden: Hierdurch wird ein vollkommen sicherer Halt (Grip) vermittelt, den man auch durch herabperlenden Schweiß nicht verliert. Im Test verlor keine Testerin bzw. kein Tester je den Grip – weder bei minimalem noch bei maximalem Widerstand. Das Handteil ist mit seinem Durchmesser von 31,0 mm (Ø) aber doch sehr dick.

Der ERG600W muss während des Trainings vollkommen eben stehen: Zu diesem Zweck lassen sich die Endkappen des hinteren (Stand-)Fußes verstellen und an den Fußboden anpassen. Trotz des millimeterweiten Hin- und Herschiebens während des Trainings hinterließen die schwarzen Endkappen keinerlei Abriebspuren am Fußboden.

Während des 8 Wochen dauernden Tests wurde der ERG600W von 12 verschiedenen Testerinnen und Testern in jeweils drei 30, 45 und 60 min dauernden Trainingseinheiten pro Woche verwendet: Das Training selbst wurde von allen Testerinnen und Testern als großartig beurteilt. Gelobt wurden hier vor allem die vollkommen gleichmäßigen, nicht vom Gewicht abhängigen Ruder- und Sitzbewegungen – und das bei minimalem, bei mittlerem und auch bei maximalem Widerstand. Während des Tests kam es hier nicht auch nur einmal zu Hakeleien (Rucklern usw.). Der vom Wasser vermittelte Widerstand ist nicht nur ausgesprochen natürlich, sondern auch vollkommen ausreichend, um Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur auszulasten. Schließlich lässt sich auch über den Wasserstand mit dem Widerstand spielen.

Das Training mit dem ERG600W

1. Die Startposition

XTERRA ERG600: Training: Die Startposition

Nachdem die Füße sicher mit den Fußriemen eingespannt worden sind, ist das Handteil in die Hände zu nehmen. Die Hände müssen das Handteil von oben sicher einschließen (sog. pronierte Handposition). Sie sollten, um Gelenkschäden zu vermeiden, außerdem nicht nach oben oder unten hin abknicken. Die Knie haben in dieser Position noch ihren spitzesten Winkel. Die Muskulatur ist in diesem Moment voll gespannt.

Hinweis: Der Rücken sollte in dieser Position nur maßvoll nach vorne geneigt werden, um die Brustwirbelsäule nicht in zu hohem Maße zu belasten. Hier wird ein maximaler Neigungswinkel von 10° empfohlen. Durch ein Zurückziehen der Schultern bleibt die Wirbelsäule in einer natürlichen Position.

2. Die Mittelposition

XTERRA ERG600: Training: Die Mittelposition

Nun werden Arm-, Bein-, Rücken- und Schultermuskulatur voll angesprochen: Während man sich nämlich mit der Beinmuskulatur abstößt, zieht man auch das Handteil, vor allem aus der Rückenmuskulatur heraus, in einer einheitlichen Linie zur Körpermitte hin; der Rücken wird währenddessen nur leicht nach hinten geneigt. Der ideale Zielpunkt des Handteils ist von den Proportionen des Trainierenden abhängig; anzupeilen ist aber bei den meisten Menschen der Oberbauch.

Hinweis: Die Oberarme sind nicht vom Torso abzuspreizen, sondern sollten lieber an ihn angelegt werden. Während man sich der Endposition nähert, also Widerstand zu überwinden hat, sollte man ein jedes Mal ausatmen.

3. Die Endposition

XTERRA ERG600: Training: Die Endposition

Das Handteil erreicht nunmehr die Körpermitte und der Rücken seine maximale Neigung nach hinten: Die Knie haben in dieser Position nun ihren stumpfesten Winkel.

Hinweis: Der Rücken sollte während des Hinziehens nicht allzu weit nach hinten geneigt werden, da die Lendenwirbelsäule ansonsten in erheblichem Maße belastet wird. Ein maximaler Neigungswinkel von 15° empfiehlt sich hier. Während man ohne weiteren Widerstand in die ursprüngliche Startposition zurückkehrt, sollte man ein jedes Mal wieder einatmen.

Die Trainingsprogramme

Dem ERG600W sind von XTERRA nur zwei verschiedene Trainings­modi einprogrammiert worden: Hierbei handelt es sich – zum einen – um einen manuellen Trainingsmodus (MANUAL), bei dem sich an einen bestimmten, während des Trainings zu erreichenden Zielwert anschließen lässt, und – zum anderen – um einen Trainingsmodus (RACE), in dem man 500-m-Abschnitte in einer vorbestimmten Zeitspanne abrudern muss. Da sich jedes Trainingsprogramm an den jeweiligen Trainingsstand anpassen lässt, reichen diese zwei Trainingsprogramme auch vollkommen aus, um ein jedes Mal wieder ein anspruchsvolles Training absolvieren zu können.

Während sich viele moderne Maschinen mit einer absurd-hohen Anzahl von Trainingsprogrammen hervorzuheben versuchen, handelt es sich bei ihnen doch meistens nur um ein- und dasselbe Trainingsgrundprogramm, das vonseiten des Herstellers nur in einzelnen Nuancen verändert worden ist.

MANUAL

An allererster Stelle steht das manuelle Trainingsprogramm (MANUAL), in dem sich das Training an eines von 5 verschiedenen Zielen anknüpfen lässt: Dies kann die Zielzeit in min (TIME, 1 bis 99), die Zielstrecke in m (DISTANCE, 0 bis 99.900), die Zielzahl an Ruderbewegungen (STROKES, 0 bis 9.990), die Zielzahl an Kalorien in cal (CALORIES, 10 bis 9.990) oder schließlich der Zielpuls in bpm (PULSE, 30 bis 240) sein. Die einzelnen Ziele lassen sich leider nur nacheinander an- und auswählen; mit jedem Druck der ENTER-Taste wird zum jeweils nächsten Ziel gesprungen (TIME, DISTANCE, STROKES, CALORIES und schließlich PULSE). Nach An- und Auswahl des Ziels ist auch noch der Wert über die UP- und DOWN-Tasten einzustellen; abhängig vom jeweiligen Ziel in 1er- (PULSE, TIME), 10er- (CALORIES, STROKES) oder 100er-Schritten (DISTANCE). Das Training endet in demjenigen Zeitpunkt, in dem der jeweilige Zielwert vom Trainierenden erreicht wird.

RACE

Mit dem Rennprogramm (RACE) kann man ein virtuelles Rennen absolvieren: Hier lässt sich eines von 15 verschiedenen Leveln (L1 bis L15) wählen, von denen die jeweilige Trainingsintensität abhängig ist: Hinter jedem einzelnen Level steht nämlich eine von XTERRA vorbestimmte Zeitspanne, innerhalb derer man immer wieder 500 m rudern muss: Das leichteste Level ist L1 mit einer Zeitspanne von 8:00 min und das schwerste Level ist L15 mit einer Zeitspanne von nur noch 1:00 min: Die Zeitspannen zwischen unmittelbar nebeneinander stehenden Leveln, bspw. zwischen L7 und L6 bzw. L8, unterscheiden sich um jeweils 30 s. Nach der An- und Auswahl eines Levels ist noch die Zielstrecke in m (500 bis 10.000 m) über die UP- und DOWN-Tasten einzustellen. Während des Rennens stellt der ERG600W anhand einer simplen Animation dar, wie weit die beiden Kontrahenten jeweils sind. Wird das eingespeicherte Ziel von einem der beiden Kontrahenten erreicht, endet das Rennen vollautomatisch: Der ERG600W nennt anschließend nur noch den Gewinner (PC WIN oder USER WIN).

RECOVERY

Des Weiteren bietet der ERG600W auch noch einen RECOVERY-Modus, der sich durch einen Druck der RECOVERY-Taste ans Ende eines jeden Trainingsprogramms (MANUAL oder RACE) anschließen kann: Dieser Modus dient ausschließlich dazu, den kardiovaskulären Stand des Trainierenden zu ermitteln. So lässt sich in regelmäßigen Zeitabständen kontrollieren, ob und in welchem Maße sich durch das regelmäßige Training auch die sog. Herzerholungsrate verbessert. Der ERG600W misst den Puls über 60 s nach dem Ende des jeweiligen Trainingsprogramms und beurteilt anschließend den kardiovaskulären Stand von F1 (sehr gut) bis F6 (sehr schlecht). Da dieser Modus den Puls des Trainierenden heranzieht, lässt er sich leider nur mit einem entsprechenden, anderswo zu erwerbenden Gurt (Frequenz: 5,3 kHz) verwenden.

Aufgefallen im Praxistest

XTERRA ERG600: Aufgefallen im Praxistest

Durch Stellräder am hinteren (Stand-)Fuß des ERG600W lässt sich dessen Höhe an den (evtl. nicht vollkommen ebenen) Fußboden anpassen; so steht das Modell sicher.

XTERRA ERG600: Aufgefallen im Praxistest

Das natürliche Wasserplätschern, das sich bei jedem Hin- und Herdrehen der Flossen im ERG600W hören lässt, wurde von unseren Testerinnen und Testern als sehr entspannend empfunden.

XTERRA ERG600: Aufgefallen im Praxistest

Durch das Lochsystem lässt sich die Höhe des Fußstandes (und damit auch die Position des Fußriemens) individuell an den Trainierenden anpassen. Da der Fußhalter hier nicht sonderlich viel Spiel hat, stellt sich das Hin- und Herschieben als mühsam dar.

Kurzbewertung

Handhabung:
4,0 von 5,0
Training:
4,0 von 5,0
Sicherheit:
4,5 von 5,0

Pro/Contra

  • gleichmäßige, nicht vom Gewicht des Trainierenden abhängige Ruder- und Sitzbewegungen
  • hohe Stabilität (max. Last: 136,0 kg)
  • natürlicher Wasserwiderstand
  • kein Gurt zur Herzfrequenzmessung
  • keine persönlichen Daten ein­programmierbar
  • Widerstand lässt sich nicht allzu leicht verändern

Technische Daten

Hersteller/Modell XTERRA ERG600
Maße des Geräts in cm (B × H × T) 56,0 × 107,0 × 205,0 (auseinander)
bzw. 56,0 × 152,0 × 113,0 (­zusammen)
Gewicht des Geräts in kg 39,4 (ohne Wasser)
bzw. 52,2 (mit Wasser)
Materialien Aluminium, Stahl, (Hart-)Plastik
Maximales Wasservolumen in l 12,75
Maximales Gewicht der ­Nutzerin/des Nutzers in kg 136
Anzahl der Widerstandslevel 6 (manuell ­einstellbar, abhängig vom ­Wasserstand)
Anzahl der Trainings­programme 2 (MANUAL, RACE)
Maße des Sitzes in cm (B × T) 30,0 × 24,5
Höhe des Sitzes in cm (H) 36
Maße der Fußhalter in cm (B × H) 10,4 × 30,0 (6 Höhen einstellbar, je ±7,5 mm)
Abstand der Fußhalter in cm 10,75
Durchmesser des Handteils in mm 31
Display Ja (Liquid Crystal ­Display, LCD)
Maße des Displays in cm (B × H) 12,25 × 5,75
Winkel des Displays in ° circa 135
Displayinhalte Zeit in min:s, Zeit/500 m in min:s, Kalorienverbrauch in kcal, Strecke in km, Ruderbewegungen insgesamt, Ruderbewegungen/min und Puls in bpm (jeweils auch als einprogrammierbarer Zielwert) sowie ­Temperatur in °C und Datum in yyyy/mm/dd (jeweils nur im Standby)
Trainingscomputer Ja
Stromquelle des ­Trainingscomputers 2 Batterien (1,5 V, Typ: AA)
Gurt zur Herzfrequenz­messung Nein (aber optional erhältlich)
Ein-/Ausklappbar Ja (Klappmechanismus)
Transportrollen Ja (2, Ø: 46,0 mm)
Zubehör Batterien (2, Typ: AA, 1,5 V), Dokumentation (deutsch- und englisch­sprachig), Siphonpumpe (mit Schlauch­element), ­Trichter (mit Schlauchelement), ­Wasserreinigungs-Tabs (4)

Bewertung

Hersteller/Modell % XTERRA ERG600
Handhabung 35 86,7
Bildschirm 35 86,5
Tasten 35 83,8
Transport 20 89,3
Dokumentation 10 92,0
Training 50 88,1
Ruderbewegung 40 92,0
Sitz / Sitzbewegung (Größe, Position usw.) 20 92,0
Anzahl der Trainingsprogramme 15 81,0
Trainingsprogramme anpassen / einstellen 5 89,3
Anzahl der ­Widerstandslevel 15 86,5
Widerstandslevel anpassen / einstellen 5 67,0
Sicherheit 15 94,3
Stabilität 50 96,0
Hände 35 92,0
Füße (Fußplatten, -­riemen usw.) 15 94,0
Bonus +0,25 (Klapp­mechanismus)
Malus –0,25 (kein Gurt zur Herzfrequenzmessung)
Preis in Euro (UVP) 699,00
Durchschnittlicher Marktpreis in Euro 646,58
Preis-/Leistungsindex 7,31
Gesamtbewertung 88,5 % („gut“)

Bewertungskriterien

Training (50 %)

Hier wurde die Trainingsqualität von 12 verschiedenen Testerinnen und Testern mit einer Altersspanne von 20 bis 65 Jahren, einer Gewichtsspanne von ~60,0 bis 120,0 kg und einer Größenspanne von ~1,60 bis 2,00 m bewertet: Wie gleichmäßig die einzelnen Ruder- und Sitzbewegungen waren, wurde hier bei allen sechs Widerstandsleveln (s. o., S. 9) einzeln ermittelt und beurteilt (40 % bzw. 20 %). Hier wurden auch die Form, die Größe und die Position des Sitzes sowie die Qualität des Sitzpolsters bewertet: Aus der Perspektive verschieden leichter bzw. schwerer Testerinnen und Tester. Weiterhin wurde beurteilt, aus wie vielen Modi man beim ERG600W wählen kann (15 %) und wie sich die einzelnen Modi näher anpassen lassen, bspw. in puncto Intensität (5 %). Wie viele Widerstandslevel man mit dem ERG600W verwirklichen kann (15 %) und wie sich das jeweilige Widerstandslevel durch das Ein- und (Wieder-)Auslassen von Wasser verändern lässt (5 %), wurde außerdem bewertet.

Handhabung (35 %)

Hier haben wir mit denselben 12 verschiedenen Testerinnen und Testern mit einer Altersspanne von 20 bis 65 Jahren, einer Gewichtsspanne von ~60,0 bis 120,0 kg und einer Größenspanne von ~1,60 bis 2,00 m auch noch ermittelt und beurteilt, wie sich der ERG600W in praxi handhaben lässt: Hier spielten nicht nur die Art, die Größe und die Position des Bildschirms sowie die von all diesen Aspekten abhängige Ablesbarkeit der angezeigten Zahlen, Zeichen und Co. (35 %), sondern auch die Art, die Größe und die Position der einzelnen Tasten sowie der jeweils gegebene Druckpunkt (35 %) mit ein. Des Weiteren wurde auch bewertet, wie sich der ERG600W mit leerem Tank und mit vollem Tank hin- und herschieben lässt – über Holz-, Stein- und Poly­vinyl­chlorid-/PVC-Fußböden (20 %). Schließlich wurde noch die Dokumentation beurteilt: Diese musste alle wesentlichen Themenkreise zum ERG600W in verständlicher Art und Weise abhandeln und idealerweise noch mit Graphiken veranschaulichen.

Sicherheit (15 %)

Wie sicher sich das ERG600W handhaben lässt, wurde hier beurteilt: Nicht nur die von der Materialqualität abhängige Stabiltät des Modells (50 %), sondern auch der den Händen (35 %) und den Füßen (15 %) jeweils vermittelte Halt (Grip) wurde hier ermittelt und bewertet. Hier spielten vor allem die einzelnen Materialien einschließlich der Außenmaterialstrukturen und die (mechanischen) Sicherheitsmechanismen, wie bspw. Fußriemen, mit ein.


Das Fazit

XTERRA bietet mit dem ERG600W eine niedrigpreisige Rudermaschine mit Wasserwiderstand an, die nicht nur außerordentlich leicht zu handhaben ist, sondern dank ihrer rundum soliden Mechanik auch ein großartiges Trainingserlebnis bietet: Hier spielen die leichtgängigen Hin- und Herbewegungen des gepolsterten Sitzes, der sichere Grip des gebogenen Handteils und die rundum gleichmäßigen Ruderbewegungen mit ein. Das Spektrum an Trainingsprogrammen ist zwar alles andere als üppig (MANUAL und RACE), reicht aber doch aus, um ein jedes Mal wieder ein anspruchsvolles Training absolvieren zu können; gleichgültig, wie ausgeprägt der persönliche Leistungsstand schon ist.

Das Modell ist, wie sich bspw. anhand der einzelnen Schweißstellen erkennen lässt, nicht makellos verarbeitet worden, nein; die einzelnen Teile sind aber doch in einer vollkommen sicheren Art und Weise miteinander verbunden worden (u. a. mit Querstreben). Der ERG600W hat sich auch während des Tests als außerordentlich stabil erwiesen: Selbst bei unseren sehr schweren Testerinnen und Testern waren keine Probleme in puncto Training bzw. Trainingssicherheit zu verzeichnen.

Leider lassen sich bei dem Modell keine persönlichen Daten (Alter, Gewicht, Größe usw.) einprogrammieren; dadurch kann das System auch nur in einer nicht allzu präzisen Art und Weise errechnen, wie viele Kalorien jeweils verbrannt werden. Darüber hinaus ist dem Modell leider auch kein Gurt zur Messung des jeweiligen Pulses mitgegeben worden. Wer sein Training pulsabhängig absolvieren will, muss also noch anderswo einen geeigneten Gurt erwerben; das ist an sich zwar keinerlei Problem, aber mit Mehrkosten in Höhe von circa 30,00 € (Ø) verknüpft.

Da sich das Modell in allen Testdisziplinen mit gleichmäßig-guten Werten auszuzeichnen weiß, wird dem XTERRA ERG600W das wohlverdiente Testurteil „gut“ (88,5 %) verliehen.

D. Soppoth

Getestete Produkte

  • XTERRA ERG600W

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