Der Beurer BR 60 Insektenstichheiler im Test

Mückenstich? So lindern Sie die Symptome ohne Medikation!

19. Juli 2020

Weltweit werden die Menschen mittlerweile von circa 3.500 verschiedenen Mückenarten geplagt. Allein in Deutschland sind es bereits 50, von denen die meisten in den Abend- und Nachtstunden der warmen Frühjahrs- und Sommerzeit aktiv werden. Dabei sind es indes allein die Mückenweibchen, die sich immerhin einmal in ihrem rund sechs Wochen dauernden Leben von unserem Blut ernähren müssen: Sie nämlich brauchen die im menschlichen Blut enthaltenen Proteine, um nach dem Paaren bis zu 300 Eier produzieren und mit ihnen eine neue Generation von Mücken anstoßen zu können. Wenn ein Mückenweibchen nun aber zum Zwecke ihrer Blutmahlzeit mit dem Rüssel ins Gewebe sticht, injiziert sie gleichzeitig spezielle, in ihrem Speichel enthaltene Proteine, mit denen unter anderem die natürliche Blutgerinnung gehemmt wird.1 Diese Proteine veranlassen die menschliche Immunabwehr innerhalb von ein paar Minuten zu einer Abwehrreaktion – wie erheblich diese Abwehrreaktion aussieht, ist immer personenabhängig. Gleichgültig aber, wie leicht oder schwer die Symptome auch sind: Ein lokaler Juckreiz an der Stelle des Mückenstichs lässt sich aber doch leider immer wahrnehmen. Wie allerdings kann man den Juckreiz schnell wieder los werden? Mit einem lokalen Wärmeschub (lokale Hyperthermie)! Der Grund: Proteine, also auch diejenigen, die im Speichel des Mückenweibchens enthalten sind, verlieren in dem Moment, in dem sie eine bestimmte Temperaturschwelle erreichen, ihre ursprüngliche Molekularstruktur; und mit ihr büßen sie auch ihre Juckreiz-auslösende Wirkung größtenteils ein. Dieser Tatsache bedient sich Beurer nun mit dem neuen BR 60 Insektenstechheiler: Dieser erreicht an seiner Heizplatte Temperaturen von bis zu ~52,0 °C und soll, wenn er gegen den Mückenstich gepresst wird, die ins Gewebe injizierten Proteinmoleküle „auseinanderbrechen“ können.

Wir hatten den Beurer BR 60 Insektenstichheiler nun mehrere Wochen im Test und haben ihn von zehn verschiedenen Tester/-innen prüfen lassen. Wie wirksam das Modell arbeitet, also ob und in welchem Ausmaß es die Symptome eines Mückenstichs wirklich zu lindern weiß, lesen Sie in diesem Testbericht.

Die wesentlichen Merkmale

  • Größe (Bmax × Tmax × Hmax): 3,59 × 9,83 × 2,00 Zentimeter
  • Gewicht (mmax inklusive 2 AAA-/1,5-Volt-Batterien): 47 Gramm
  • Modi: Drei-Sekunden-Modus (ein Tastendruck), Sechs-Sekunden-Modus (zwei Tastendrücke)
  • Erreichbare Temperatur (tmax): ~52,0 °C

Das Wesentliche

Für wen ist der BR 60 Insektenstichheiler geeignet?
Für all diejenigen, die regelmäßig von Beiß- und Stechinsekten geplagt werden und sich an den mit einem Biss bzw. Stich verbundenen Symptomen stören. Wir haben die Wirksamkeit des BR 60 in diesem Test zwar ausschließlich anhand von Stichen der Gemeinen Stechmücke beurteilt: Das Modell kann aber auch bei allen anderen Bissen bzw. Stichen, bei denen das Insekt seinen Protein-enthaltenden Speichel ins menschliche Gewebe injiziert, verwendet werden – der Wirkmechanismus ist schließlich hier wie da identisch.

Was ist an dem BR 60 Insektenstichheiler besonders?
Das Modell arbeitet ausschließlich mit einem punktuellen, nur drei oder sechs Sekunden dauernden Wärmestoß (tmax: ~52,0 °C): Dadurch werden die mit dem Biss bzw. Stich injizierten Proteinmoleküle denaturiert. Sie können sich, nachdem sie ihre natürliche Molekularstruktur verloren haben, nicht weiter auswirken. Das verhindert, dass sich an den Biss bzw. Stich eine Abwehrreaktion des menschlichen Körpers knüpfen kann.

Was ist weiter an dem BR 60 Insektenstichheiler hervorzuheben?
Dadurch, dass das Modell dermaßen kompakt ist, kann man es auch wunderbar außerhalb des Haushalts verwenden. Wer also beispielsweise in Orte mit viel stehendem Wasser (Seen usw.) reist, kann und sollte den BR 60 ohne weiteres mitnehmen: Als Stromquelle braucht das Modell schließlich auch nur zwei normale AAA-/1,5-Volt-Batterien.

Der Test im Überblick

Bewertungssiegel Beurer BR 60 Insektenstichheiler

Der Traditionshersteller Beurer hat mit dem neuen BR 60 nun einen außerordentlich leicht zu handhabenden Insektenbiss- bzw. -stichheiler im Sortiment, der allein mit einem punktuellen Wärmestoß arbeitet: Nachdem man das keramische Heizelement an die Biss- resp. Stichstelle gepresst hat, bedarf es bloß einen Tastendruck. Dann erhitzt sich das Heizelement innerhalb von nur rund einer Sekunde bis zu einer Temperatur von maximal ~52,0 °C (tmax) und zerstört dadurch die Molekularstruktur der mit dem Biss bzw. Stich ins Gewebe injizierten Proteinmoleküle. Dadurch büßen die Proteinmoleküle ihre Funktion weithin ein und es wird verhindert, dass das Immunsystem eine mit Biss- resp. Stich-Symptomen verbundene Abwehrreaktion auslösen kann: Bei vielen Tester/-innen kam es immerhin dann, wenn sie den BR 60 unmittelbar nach dem Insektenbiss bzw. -stich verwendet hatten, schon von vornherein zu keinen wirklich wahrnehmbaren Symptomen (Näheres s. u., Die Wirksamkeit). Trotz des schnellen Heißwerdens haben die Tester/-innen den Wärmestoß auch nicht als schmerzlich beurteilt.

Das Wundervolle an diesem an sich eher simplen Wirkprinzip: Dadurch, dass das Modell ohne Chemikalien, insbesondere also ohne Antihistaminika oder Cortison, arbeitet, kann es von den meisten Verbraucher/-innen problemlos verwendet werden – auch und vor allem von denjenigen, die entsprechende Medikamente nicht verwenden können oder angesichts des mit ihnen verbundenen Nebenwirkungsrisikos immerhin nicht verwenden möchten.

Die Material- und Materialverarbeitungsqualität ist in allen Hinsichten „sehr gut“ und das Modell auch aus der Sicht der Tester/-innen vollkommen leicht zu handhaben. Schließlich sind hier auch nur zwei Tastenelemente vorhanden, die sich sowohl als Rechts- als auch als Linkshänder/-in mühelos erreichen lassen, um den BR 60 an- bzw. auszuschalten und das Heizsystem anzustoßen. Anhand von hellblauen LEDs kann man außerdem immer erkennen, wie es um den aktuellen Status des Modells bestellt ist, ob der BR 60 also an oder aus ist und ob er in dem Drei- oder in dem Sechs-Sekunden-Modus heizt. Apropos Modi: Die Tester/-innen lobten, dass hier überhaupt zwei verschiedene Modi zur Auswahl stehen: So können nämlich wirklich alle Verbraucher/-innen das Modell verwenden – sowohl diejenigen, die gegenüber punktueller Wärmeeinwirkung empfindlich sind (im Drei-Sekunden-Modus) als auch diejenigen, die‘s nicht sind (im Sechs-Sekunden-Modus).

Das Stromreservoir des schon von Werk aus mit enthaltenen AAA-/1,5-Volt-Batteriepaars reicht aus, um den BR 60 durchschnittlich 297 Mal im Drei-Sekunden-Modus zu verwenden. Mit ihm kann man also alle während einer auch insektenreichen Sommersaison zu erwartenden Insektenbisse bzw. -stiche behandeln, ohne das Batteriepaar auch nur einmal auswechseln zu müssen.

Also: Wenn man den BR 60 innerhalb von ein paar Momenten nach einem Biss bzw. Stich verwendet, ist er äußerst wirksam und verhindert von vornherein so manches Symptom. Weil er obendrein noch vollkommen intuitiv zu handhaben ist und – anders als Medikamente – von den allermeisten Verbraucher/-innen verwendet werden kann, wird ihm von uns das wohlverdiente Testurteil „sehr gut“ (93,8 %) verliehen.

Gewicht, Größe und Co.

Der weiße Außenkörper des BR 60 ist schon von Werk aus süperb verarbeitet. Das stabile Material widersteht auch versehentlichen Stößen, ohne Schäden zu erleiden: Während des Tests haben die Tester/-innen das Modell wiederholt aus einer Höhe von exakt einem Meter herab purzeln und mit verschiedenen auch in Verbraucher/-innen-Haushalten weit verbreiteten Fußböden (i. e. aus Holz, Stein und Polyvinylchlorid) kollidieren lassen, ohne dass dadurch in wahrnehmbarem Maße Schäden an oder in dem BR 60 verursacht worden wären. Die Funktionalität blieb bei allen hier verwendeten Testexemplaren voll erhalten.

Die runde Form des BR 60 hat sich im Test als exzellent erwiesen: Alle Tester/-innen haben das Modell nicht nur außerordentlich bequem, sondern auch mit ausreichend Grip in der Hand halten können: Dadurch, dass der Modellkörper „harter“ Kantenlinien entbehrt, schneidet er sich während des Haltens nämlich nicht wahrnehmbar ins Handinnere ein.

Während des Betriebs holt der BR 60 den Strom aus einem normalen Batteriepaar des Typs AAA mit 1,5 Volt: Ein solches ist schon von Werk aus mit enthalten und im Handel normalerweise ab einem Preis von ~0,50 € zu haben. Dadurch, dass das Modell sein Stromreservoir also immer mit dabei hat und man es nicht ans Stromnetz anschließen muss, lässt es sich an allen nur vorstellbaren Orten außer- und innerhalb des Haushalts verwenden: Gerade dann, wenn man zur warmen Sommerzeit verreist und einen am Reiseziel die Beiß- bzw. Stechinsekten heimsuchen, ist der BR 60 ideal.

Wenn das Stromreservoir des Batteriepaars größtenteils leer ist und nicht mehr ausreicht, um das Modell ein weiteres Mal zu verwenden, blinkt die Statusleuchte drei Mal hintereinander hellblau; der BR 60 stößt im selben Moment einen lauten Ton aus, arrondiert den visuellen Warnhinweis also auch noch mit einem akustischen. Dann weiß man, dass man alsbald die Batterien auswechseln muss.

Mit einem vollen AAA-/1,5-Volt-Batteriepaar lässt sich das Modell durchschnittlich 297 Mal im Drei-Sekunden-Modus verwenden, ehe der Strom erschöpft ist. Das heißt, dass die Batterien immerhin eine Sommersaison vollkommen problemlos durchhalten sollten – das aber richtet sich natürlich immer nach der Biss- bzw. Stichinzidenz vor Ort.

Der BR 60 lässt sich außerordentlich leicht in Betrieb nehmen, zumal an ihm nur zwei mechanische Bedienelemente vorhanden sind: Mit dem am oberen Drittel des Modellkörpers verbauten An-/Aus-Schieber lässt sich das Modell an- und wieder ausschalten. Das Schiebeelement reicht 0,5 bis 1,5 Millimeter aus dem Modellmantel heraus und kann dadurch problemlos erreicht werden: Am Schiebeelement sind sinnvollerweise auch die internationalen An- (i. e. ❘) bzw. Aus-Symbole (i. e. ○) in hellem Grau zu sehen, sodass man sich beim Hin- und Herschieben nur schwerlich vertun kann.

Mit der mittleren Taste stößt man das Heizsystem im BR 60 an: Mit der Anzahl der Tastendrücke wird bestimmt, ob die Heizplatte drei Sekunden – nach einem Tastendruck – oder sechs Sekunden – nach zwei Tastendrücken – beheizt wird. Die Taste kann wunderbar mit dem Daumen, sowohl mit demjenigen der rechten als auch mit demjenigen der linken Hand, erreicht werden und bietet überdies einen harten Druckpunkt. Nach dem Tastendruck braucht es bloß einen Moment, bis das Temperaturmaximum an der Heizplatte erreicht wird.

Den Drei-Sekunden-Modus zu verwenden empfiehlt sich den Verbraucher/-innen immerhin beim allerersten Mal, um so zu ermitteln, ob man die örtliche Temperaturspitze von maximal ~52,0 °C aushalten kann. Wer den Wärmestoß als zu warm erachtet, sollte nur mit dem Drei-Sekunden-Modus arbeiten. Allen anderen wiederum ist anzuraten, immer nur mit dem Sechs-Sekunden-Modus vorliebzunehmen. Der dahinter stehende Grund: Die Wirksamkeit des BR 60 richtet sich, das hat sich auch während des Tests erwiesen, in erheblichem Maße nach der Zeitdauer des Wärmestoßes (s. u., Die Wirksamkeit).

Die Wirksamkeit

Während des Tests haben wir den BR 60 von zehn verschiedenen Tester/-innen2 in Abständen von 30 Sekunden, zehn Minuten und 60 Minuten nach dem Stich einer Gemeinen Stechmücke am Handrücken verwenden lassen – einmal im Drei-Sekunden-Modus (ein Tastendruck, s. o.) und ein weiteres Mal im Sechs-Sekunden-Modus (zwei Tastendrücke, s. o.), in summa also 60 Mal. Anschließend haben die Tester/-innen einzeln protokolliert, wie sich die mit dem Stich verbundenen Symptome bei ihnen weiter entwickelt haben – wir wollten vor allem wissen, wie es sich mit dem Verbraucher/-innen am meisten enervierenden Juckreiz verhielt: Hier mussten die Tester/-innen anhand einer 1-bis-10-Punkte-Skala vermerken, wie schwach oder stark der Juckreiz letzten Endes noch war.

1. Die Wirksamkeit des BR 60 ist in denjenigen Testphasen, in denen er 30 Sekunden nach dem Stich verwendet worden ist, von zehn Tester/-innen (100 %) als „sehr gut“ (Sechs-Sekunden-Modus) bzw. von drei Tester/-innen (30 %) als „gut“ und von sieben Tester/-innen (70 %) als „sehr gut“ (Drei-Sekunden-Modus) beurteilt worden. Das Ausmaß der sich an einen Stich anschließenden Symptome, allem voran natürlich des Juckreizes, ließ sich durch den BR 60 stark lindern. Der Großteil der Tester/-innen nahm den Stich nach dem Einsatz nicht einmal mehr wahr.

2. Auch zehn Minuten nach dem Stich verhielt es sich noch ähnlich: Fünf Tester/-innen (50 %) bewerteten die Wirksamkeit des Modells noch immer als „sehr gut“, fünf Tester/-innen (50 %) nurmehr als „gut“ (Sechs-Sekunden-Modus); ansonsten waren es zehn Tester/-innen (100 %), die dem BR 60 eine noch „gute“ Wirksamkeit attestierten (Drei-Sekunden-Modus). Das Problem: Dadurch, dass sich die im Mückenspeichel enthaltenen Proteine bereits zehn Minuten auswirken konnten, kam es auch zu einer Abwehrreaktion. Der Juckreiz wurde also nicht von vornherein verhindert, aber immerhin stark vermindert.

3. Nach einer vollen Stunde schließlich vermochte sich die Wärme nicht mehr in wirklich wahrnehmbarem Maße auszuwirken: Nur drei Tester/-innen (30 %) haben die Wirksamkeit noch als „ausreichend“ (Drei-Sekunden-Modus) bzw. „befriedigend“ (Sechs-Sekunden-Modus) beurteilt, während die anderen sieben Tester/-innen (70 %) überhaupt nichts mehr vernommen haben (weder im Drei- noch im Sechs-Sekunden-Modus). Das Problem, das auch Beurer in der Bedienungsanleitung ausdrücklich anspricht, besteht vorrangig darin, dass sich die Abwehrreaktion des menschlichen Körpers 60 Minuten nach der Mückenspeichelinjektion normalerweise schon voll abspielt. Ob man die im Mückenspeichel enthaltenen Proteinmoleküle, welche die Abwehrreaktion veranlasst haben, dann noch durch die höhere Temperatur „auseinanderbricht“, ist also meistens nicht mehr bedeutsam.

Das Resümee des Tests: Wenn der BR 60 innerhalb von 30 Sekunden nach einem Biss bzw. Stich verwendet wird, kann man mit ihm das Ausmaß aller Biss- bzw. Stichsymptome abmildern oder schon von vornherein verhindern, dass der Körper überhaupt eine Abwehrreaktion anstößt: Man sollte aber idealerweise nicht mit dem Drei-, sondern immer nur mit dem Sechs-Sekunden-Modus arbeiten. Außerdem herauszustellen ist, dass sich bei keiner Testerin und keinem Tester durch die an der Heizplatte herrschenden Temperaturen sichtbare Hautirritationen abzeichneten. Trotz der hohen Temperaturspitzen haben die Tester/-innen auch nicht von Schmerzen an den von ihnen behandelten Biss- bzw. Stichstellen berichtet – weder an der Hand- noch an der Armoberseite.

Die Bedienungsanleitung

Der BR 60 enthält von Werk aus eine kompakte, schwarz-weiße Dokumentation in acht verschiedenen Sprachen3. Die von unseren Tester/-innen bemühte Version in deutscher Sprache handelt alle wesentlichen Themenkreise rund um die Inbetriebnahme und den Betrieb mit kurzen, knappen und aus sich heraus verständlichen Texten ab: Eine einzelne Graphik im einleitenden Teil veranschaulicht obendrein, wo welche Elemente des BR 60 installiert worden sind; da die sich anschließenden Texte inhaltlich immer wieder an diese Graphik anknüpfen, muss man während des Lesens vermehrt vor- und zurückblättern. Das wurde von den Tester/-innen aber nicht als sonderlich störend empfunden.

Die Reinigung

Der Modellkörper ist nicht wasserresistent, sodass man ihn ausschließlich mit einem weichen Tuch abwischen sollte. Da man den BR 60 normalerweise ohnehin nur ein paar Momente in der Hand hält und währenddessen höchstens den ein oder anderen Milliliter Schweiß verliert, ist ein solches Abwischen auch allemal ausreichend.

Technische Daten

Hersteller/Modell Beurer BR 60 Insektenstichheiler
Außenmaße (Hmax × Bmax × Tmax) 2,00 × 3,59 × 9,83 cm
Gewicht 47 g (mit 2 × AAA-/1,5-V-Batterien)
Stromquelle 2 × AAA-/1,5-V-Batterien
Ausdauer der Stromquelle durchschnittlich 297 Heizphasen (im 3-s-Modus)
Material der Heizplatte Keramik
Durchmesser der Heizplatte 7,0 mm
Minimal-/Durchschnitts-/Maximal-Temperatur an der Heizplatte ~48,6/~49,8/~51,0 °C
Modi 3-s- und 6-s-Modus
Statushinweise ja, per LED (an/aus, 3-s- oder 6-s-Modus)

Bewertung

Hersteller/Modell % Beurer BR 60 Insektenstichheiler
Leistung 50 94,6
Bedienung/Handhabung 20 95,0
Sicherheit 15 92,0
Material-/Materialverarbeitungsqualität 10 89,3
Bedienungsanleitung 5 86,5
Bonus / Malus
Preis in Euro (UVP) 29,99
Durchschnittlicher Marktpreis in Euro 24,99
Preis-/Leistungsindex 0,27
Gesamtbewertung 93,8 % („sehr gut“)

Bewertungssiegel Beurer BR 60 Insektenstichheiler

Wie haben wir geprüft?

Leistung (50 %)

Dies ist die wesentliche Testdisziplin: Während des Tests haben wir den BR 60 von zehn verschiedenen Tester/-innen (s. u., Fußnote 2) in Abständen von 30 Sekunden, zehn Minuten und 60 Minuten nach dem Stich einer Gemeinen Stechmücke am Handrücken verwenden lassen – jeweils einmal im Drei-Sekunden-Modus und ein weiteres Mal im Sechs-Sekunden-Modus, in summa also 60 Mal. Anschließend haben die Tester/-innen jeweils protokolliert, wie ausgeprägt die mit einem solchen Stich verbundenen Symptome bei ihnen waren – unter besonderer Würdigung des Juckreizes (Pruritus): Hier haben die Tester/-innen anhand einer 1-bis-10-Punkte-Skala vermerkt, wie schwach oder stark der Juckreiz nach der Testphase noch war, wobei 1 eine „sehr schwache Reduktion des Juckreizes“ und 10 eine „sehr starke Reduktion des Juckreizes“ bedeutete.

Bedienung/Handhabung (20 %)

Die Tester/-innen haben des Weiteren beurteilt, wie sich der BR 60 in Betrieb nehmen und anschließend bedienen lässt. Hier wurde an die Art, die Größe, die Position und die mit ihr verbundene Erreichbarkeit der Tasten aus der Sicht unserer rechts- und linkshänderischen Tester/-innen angeknüpft. Schließlich wurde auch ermittelt, ob und ggf. in welcher Art und Weise sich der aktuelle Status des Modells anhand äußerer Merkmale, wie beispielsweise Leuchdioden (LEDs), ersehen lässt. Obendrein wurde noch geprüft, ob bzw. wie sich mit der keramischen Heizplatte des BR 60 verschiedene Körperstellen an den Arm-, Bein- und Schulterarealen erreichen lassen.

Sicherheit (15 %)

Hier wurde benotet, wie sicher sich der BR 60 in Betrieb nehmen und während des sich anschließenden Betriebs handhaben lässt. Die Tester/-innen haben sich hier vor allem an dem Außenkörper des Modells orientiert und erhoben, wie er sich in verschiedenen Haltepositionen als Rechts- und als Linkshänder/-in in der Hand halten lässt. Obendrein wurde auch ermittelt, wie heiß das keramische Heizelement an der Spitze des Modellkörpers während des Betriebs wird und ob man sich an ihm verbrennen kann (minimale, durchschnittliche und maximale Temperatur).

Material-/Materialverarbeitungsqualität (10 %)

Die Tester/-innen haben außerdem die Material- und die Materialverarbeitungsqualität des BR 60 bewertet: Der Modellaußenkörper sollte keinerlei äußere Makel in Gestalt erheblicher, nicht-einheitlicher Spaltmaße, einschneidender Kantenlinien o. ä. vorweisen. Auch sollte er den normalen Strapazen widerstehen, zu denen es in Verbraucher/-innen-Haushalten regelmäßig kommen kann: Hierzu haben ihn die Tester/-innen wiederholt aus einer Höhe von einem Meter herabstürzen und ihn gegen verschiedene Fußböden (aus Holz, Stein und Polyvinylchlorid) stoßen lassen. Des Weiteren haben die Tester/-innen ermittelt, ob und ggf. in welchem Ausmaß es bis zum Ende des Tests zu wahrnehmbarem Materialverschleiß an dem Außenkörper des BR 60 kam. Wesentlich waren hier vor allem diejenigen Stellen, die während des Betriebs regelmäßig berührt werden.

Bedienungsanleitung (5 %)

Hier haben die Tester/-innen die Bedienungsanleitung anhand ihrer äußeren und inneren Gestaltung beurteilt: Die Bedienungsanleitung sollte alle wesentlichen Themenkreise rund um den BR 60, vor allem also die Inbetriebnahme und den sich anschließenden Betrieb, in einer leicht verständlichen Art und Weise abhandeln und durchschnittliche Verbraucher/-innen dadurch in den Stand versetzen, den BR 60 bestimmungsgemäß zu verwenden. Die Bedienungsanleitung sollte idealerweise mit Graphiken versehen sein, welche die Texte veranschaulichen und das Textverständnis daher verbessern. Schließlich sollten auch noch alle wesentlichen Sicherheitshinweise (beispielsweise zu den Modi, den Temperaturen, geeigneten/nicht-geeigneten Hautstellen usw.) enthalten sein.

Fußnoten

1 Näher hierzu Langner, K. et al.: Collection and Analysis of Salivary Proteins From the Biting Midge Culicoides Nubeculosus (Diptera: Ceratopogonidae). In: J. Med. Entomol. 2007, Mar.: S. 238 – 248 (hier).

2 Die Tester/-innen waren im Zeitpunkt dieses Tests 24 bis 70 Jahre alt, ~1,60 bis ~2,00 Meter groß und ~60 bis ~120 Kilogramm schwer. Niemand von ihnen litt an Krankheiten, bei denen der BR 60 nicht verwendet werden sollte (wie beispielsweise Diabetes mellitus, vgl. S. 6 f. der deutschsprachigen Bedienungsanleitung).

3 Neben der deutschsprachigen Fassung, die unsere Tester/-innen während des Tests herangezogen haben (S. 2 bis 21), sind auch noch weitere Fassungen in Englisch (S. 22 bis 40), Französisch (S. 41 bis 60), Spanisch (S. 61 bis 80), Italienisch (S. 81 bis 100), Türkisch (S. 101 bis 119), Russisch (S. 120 bis 138) und Polnisch (S. 139 bis 159) enthalten.

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  • Beurer BR 60 Insektenstichheiler