Alarmsystem von Verisure

Abschrecken, erkennen und vertreiben

04. Februar 2020

Haus- und Wohnungseinbrüche sind allgegenwärtig. Die aktuellen Zahlen sind noch immer erschreckend hoch: Für das Jahr 2018 verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik 97.504 Einbrüche1 – die wirkliche Zahl wird jedoch weitaus höher anzusiedeln sein, da nicht alle Haus- und Wohnungseinbrüche angezeigt werden und man über das Ausmaß der hier bestehenden „Dunkelziffer“ nur mutmaßen kann. In Anbetracht solcher Daten beschließen immer mehr Menschen, ihre heimischen vier Wände mit einem großangelegten Alarmsystem abzusichern. Dementsprechend viele Modelle sind mittlerweile am Markt erhältlich, mit denen Hersteller die Wünsche der Verbraucher/-innen voll abdecken wollen: Sie alle ähneln einander aber insoweit, als sie mit mindestens einer den Alarm nach außen hin kundbar machenden Sirene und einer Mehrzahl verschiedener Sensoren arbeiten, um Türen und/oder Fenster abzuschirmen. Alarmsysteme kommen außerdem mit einer Basiseinheit daher, über die sich alle Funktionen des Systems zentral ansteuern lassen. All diese Elemente sind auch bei dem Alarmsystem des in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, ansässigen Herstellers Verisure gegeben, welches das ETM TESTMAGAZIN in den vorangegangenen Wochen ausgiebig geprüft hat. Bei diesem System sind aber noch so manch andere, sehr viel interessantere Funktionen gegeben: So wird das Modell beispielsweise nicht nur vom Hersteller selbst an die individuellen Ansprüche der Kundin/des Kunden angepasst und dementsprechend auch von Verisure selbst installiert, sondern auch in regelmäßigen Abständen geprüft. Außerdem ist das Alarmsystem mit der Zentrale von Verisure verbunden, was ein Höchstmaß an Schutz vermitteln und darüber hinaus auch die Anzahl von Fehlalarmen minimieren soll. Schließlich ist dieses Alarmsystem auch imstande, Einbrecher/-innen in ausgesprochen wirksamer Art und Weise wieder aus dem Haushalt zu vertreiben. Wodurch sich die einzelnen Funktionen auszeichnen und ob das Alarmsystem von Verisure hält, was der Hersteller so alles verspricht, lesen Sie im Folgenden!

Ein weiteres, weit verbreitetes Problem stellen Fehlalarme dar. Die meisten Besitzer/-innen eines Alarmsystems haben mindestens schon einmal erlebt, dass eine Person versehentlich einen Alarm auslöst, ohne dass ihr an einem Einbruch gelegen war. Im besten Falle ist dies nichts weiter als ein Ärgernis, das nur ein paar Minuten Zeit abschöpft, um den Sachverhalt zu lichten; im schlimmsten Falle jedoch wird die Polizei anlässlich des vermeintlichen Einbruchs(-versuches) alarmiert, obwohl man sie überhaupt nicht braucht – und das kann mit einer immensen Ersatzpflicht verknüpft sein. Aber selbst wenn das Alarmsystem bei einem wirklichen Einbruch anschlägt, heißt dies noch nicht, dass es die mit dem Einbruch verbundene Gefahr unmittelbar abwenden würde: Die Polizei muss ja zunächst von den (regelmäßig überraschten) Anwohner/-innen informiert werden, was wertvolle Zeit kosten kann. Nicht alle Einbrecher/-innen lassen sich nämlich schon dadurch zur Flucht motivieren, dass ein lauter Alarm ertönt: Bis zum Erscheinen der Polizei braucht es schließlich etwas; bei nur 43,8 % der Einbrüche in Deutschland ist die Polizei innerhalb von 10 Minuten vor Ort2 – nicht selten bleibt den Einbrecher/-innen also mehr als ausreichend Zeit, um vor der Flucht noch ein paar Wertgegenstände in die Tasche zu stecken.

Klassische Alarmsysteme können natürlich schon dadurch großartige Dienste leisten, dass sie Einbrecher/-innen als solche erkennen und anschließend einen (wie auch immer gearteten) Alarm auslösen. Doch sie haben ebenso ihre Schwachpunkte: Dies knüpft bereits daran an, dass sie in den allermeisten Fällen von den Bewohner/-innen des zu überwachenden Haushalts selbst installiert werden müssen. Da aber wohl nur ein außerordentlich kleiner Anteil der Verbraucher/-innen in puncto Sicherheitstechnik versiert sein wird, können bei der Einrichtung des Alarmsystems so manch Fehler passieren. Selbst wenn es gelingt, alle Komponenten ordnungsgemäß zu installieren und anzuschalten, heißt dies beileibe noch nicht, dass der Haushalt nun wirklich ohne Fehl und Tadel überwacht wird: Wer weiß denn schon, wo man am sinnvollsten eine Kamera installiert, damit sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Einbrecher/-innen „identifizieren“ kann, an welchen Fenstern sich die Anbringung von welchen Sensoren empfiehlt etc.? Auch das beste Alarmsystem nützt nun einmal nicht viel, wenn es nicht richtig installiert worden ist.

Mit seinem neuen Alarmsystem hat es sich der Hersteller Verisure jedoch zum Ziel gesetzt, diese Schwachstellen auszumerzen. Das System wird von qualifiziertem Personal des Herstellers selbst so installiert, dass es ideal an die Verhältnisse im Haushalt angepasst ist. Zudem wird bei einem Alarm automatisch die Zentrale von Verisure informiert. Dort kann eine Person über die Kameras und/oder Mikrofone prüfen, ob wirklich ein Einbruch gegeben ist und dann erst den akustischen Alarm auslösen. Obendrein setzt Verisure von hier aus die örtliche Polizeidienststelle in Kenntnis und schickt sie zum Ort des Geschehens. Zuletzt bietet das Alarmsystem noch die ZeroVision®-Funktion, dank derer sich Einbrecher/-innen schnell und vor allem wirksam vertreiben lassen. Durch all die angesprochenen Vorteile möchte Verisure seinen Kunden ein Maß an Sicherheit bieten, das weit über dasjenige eines klassischen Alarmsystems hinaus reicht.

Das Wesentliche

Für wen ist das Alarmsystem geeignet? Das Alarmsystem von Verisure kann in allen Haushalten installiert werden, gleichgültig ob sie privat oder beruflich/gewerblich genutzt werden. Alle, die in den Genuss eines wirksamen Einbruchsschutzes kommen wollen, können hier ein individuell an ihre Ansprüche angepasstes Alarmsystem erhalten.

Was ist an dem Alarmsystem hervorzuheben? Verisure bietet neben dem Alarmsystem als solchem auch ein Spektrum von verschiedenen Dienstleistungen an. Diese schließen neben der Installation des Modells unter anderem auch die menschliche Kontrolle eines jeden einzelnen Alarms ein, ehe die Polizei informiert wird.

Was ist an dem Alarmsystem weiter interessant? Das Alarmsystem weiß sich mit der ZeroVision®-Funktion auszuzeichnen. Hierbei handelt es sich um eine hochwirksame Methode, um Einbrecher/-innen den Diebstahl von Wertgegenständen zu erschweren: Mit dieser Funktion lässt sich nämlich im Falle eines verifizierten Einbruchs eine große Menge Rauch in den Haushalt stoßen, wodurch die Einbrecher/-innen den Großteil ihrer Sicht einbüßen (… und Wertgegenstände nicht mehr als solche identifizieren können).

Die Komponenten des Alarmsystems

Wie wohl jedes Alarmsystem besteht auch das von Verisure aus verschiedenen Komponenten. Diese lassen sich unterteilen in die Sensoren, die Einbrecher/-innen in verschiedener Art und Weise wahrnehmen können, und in die Bedienkomponenten, die sich als „Schnittstelle“ zwischen dem Menschen einerseits und dem Alarmsystem andererseits verstehen lassen. Hinzu kommen bei Verisure aber eben noch diverse Dienstleistungen, welche die Wirksamkeit des Alarmsystems deutlich erhöhen und somit ein Mehr an Sicherheit vermitteln sollen.3 Hier stellen wir nacheinander dar, mit welchen Komponenten das System arbeitet. Was die einzelnen Komponenten in der Praxis leisten, lesen Sie dann an späterer Stelle (s. u., Die Bedienung und Der Alarm).

Die Zentraleinheit

Herzstück des Alarmsystems ist die Zentraleinheit. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Quader (~ 17,0 mal 10,2 mal 3,6 Zentimeter, B × H × T) mit einer Außenhaut aus weißem Hartplastik. Die wesentliche Funktion der Zentraleinheit besteht darin, die Kommunikation der einzelnen Komponenten miteinander sowie die des Alarmsystems mit der Leitstelle von Verisure sicherzustellen. Anders als manch anderes Alarmsystem kann das Modell von Verisure nicht über die Zentraleinheit bedient werden, sondern nur über andere Methoden (s. u.). Dies hat den Vorteil, dass sich die Zentraleinheit auch an einer nicht ohne weiteres ersichtlichen Stelle positionieren lässt und somit von potentiellen Einbrecher/-innen auch nur sehr schwer erreicht sowie deaktiviert werden kann. Bei der Installation sollte man bloß sicherstellen, dass ein Stromquell (i. e. eine Steckdose) in der Nähe ist, da die Zentraleinheit mit dem Stromnetzwerk verbunden sein muss; das Stromkabel ist ~ 66 Zentimeter lang und erlaubt daher nur ein Mindestmaß an Freiraum bei der Standortwahl. Auch die Nähe zu einem Router sollte gegeben sein, damit die Zentraleinheit mit diesem über WLAN oder per RJ45-/Ethernet-Anschluss verbunden werden kann; eine SIM-Karte ist schon von Werk aus im Alarmsystem enthalten.

Die Kommunikation zwischen der Zentraleinheit und den anderen Komponenten bedient sich verschiedener Frequenzen. Dies stellt einen wirksamen Schutz vor Manipulationen dar: Wird eine Frequenz nämlich mittels eines Störsenders (eines sog. „Jammers“) unterbrochen, wird automatisch eine andere verwendet: Der Manipulationsversuch bleibt erfolglos. Auch bei einem Einbruch des Stromnetzes kommt es zu keiner Sicherheitslücke: Die Zentraleinheit ist nämlich mit einem Akku versehen, der immer dann, wenn das System keinen Strom mehr aus dem Stromnetz schöpfen kann, einspringt (mindestens 24 Stunden). Hier stellten sich während des Tests keinerlei Probleme: Wurde die Stromversorgung über das Stromkabel unterbrochen, konnte die Zentraleinheit ihren Strom unmittelbar aus dem Akku ziehen, ohne dass sich auch nur einen Moment ein Funktionsverlust nachweisen ließ. Auch wenn bei einem Einbruch also die normale Stromversorgung nicht klappen sollte, kommen die Anwohner/-innen weiterhin in den Genuss eines vollen Schutzes.

Das Portal

Die Interaktion mit dem Modell kann man in verschiedener Art und Weise vornehmen. Zunächst ist hier das Verisure-Portal zu nennen. Das Portal lässt sich wahlweise an der Wand anschrauben oder schlicht anderswo, bspw. über einem Low-/Side-/Highboard, abstellen; dank seiner Kompaktheit (~ 18,9 mal 12,4 mal 6,0 Zentimeter, B × H × T) sollte es wohl in jedes Zimmer passen. Die zurückhaltende Farb- und Formgestaltung mit einem Gehäuse aus weißem Hartplastik ist durchaus sinnvoll, da die Komponente so nicht ohne weiteres in den Blick „springt“ und daher auch keine (optische) Störung darstellt.

Auch das Portal ist gegen Stromprobleme geschützt: Wenn die Stromversorgung über das ~ 200 Zentimeter messende und daher bei der Standortwahl sehr viel mehr Spielraum vermittelnde Stromkabel nicht (mehr) gegeben sein sollte, kommt automatisch ein von Werk aus verbauter Akku zum Einsatz; auch dies klappte im Test ein jedes Mal reibungslos. Die Bedienung über das Portal ist also auch dann weiter vorstellbar, wenn die Stromversorgung (aus welchem Grund auch immer) unterbrochen ist. Im Falle eines Alarms ertönt am Portal außerdem eine Sirene.

Die Tastatur

Bedienen lässt sich das Alarmsystem auch über die Tastatur. Diese sollte idealerweise in der Nähe des Haus-/Wohnungseingangs installiert werden, damit man über sie das Alarmsystem direkt aus- bzw. einschalten kann, je nachdem ob man in den Haushalt eintritt oder ihn wieder verlässt. Wie auch alle anderen Komponenten ist die Tastatur größtenteils in schlichtem Weiß gehalten, wobei allein die äußere Fassung aus matt daher strahlendem Metall besteht. Alles in allem wirkt auch dieses Element designmäßig so zurückhaltend, dass man es problemlos installieren kann, ohne dadurch mit dem jeweiligen Wohnraumstil zu „brechen“, zumal die Maße der Tastatur mit ~ 8,3 mal 15,3 mal 3,1 Zentimetern (B × H × T) so überschaubar sind, dass sie an der Wand nur bei näherem Hinsehen zu erkennen ist. Die Tastatur erhält ihren Strom aus einer Batterie in ihrem Inneren. Zuletzt ist hier auch eine Sirene verbaut worden, die sich im Falle eines Alarms lautstark bemerkbar macht (s. u.).

Ab dem 3. Februar 2020 wird die Tastatur in einem noch moderneren Gewand erhältlich sein: Sie erhält nämlich einen Touchscreen, bietet aber noch immer dieselben Funktionen wie die hier geprüfte Version.

Der Nachtschalter

Schließlich ist auch ein akkubetriebener Nachtschalter vorhanden, der mit Abstand die simpelste Option darstellt, in grundlegender Art und Weise mit dem Alarmsystem zu arbeiten. Bei dem Nachtschalter handelt es sich um ein kleines (d. h. ~ 9,5 mal 9,5 mal 2,7 Zentimeter messendes, B × H × T) Element in Gestalt eines weißen Quaders, das mit zwei großzügig gestalteten Tasten versehen ist.

Die Schocksensoren

In dem Alarmsystem kommen zwei Arten von Sensoren zum Einsatz, die sich gegen Einbrecher/-innen richten. Die erste Hürde bilden aus der Perspektive der Einbrecher/-innen die Schocksensoren, die aus zwei einzelnen Teilen bestehen: Das eine von ihnen ist an der zu überwachenden Tür bzw. dem zu überwachenden Fenster, das andere von ihnen am Tür- bzw. Fensterrahmen anzubringen. Der Schocksensor lässt sich schon angesichts seiner kompakten Maße von 2,5 mal 9,8 mal 2,5  bzw. 1,0 mal 4,6 mal 1,45 Zentimetern (je B x H x T) kaum wahrnehmen; seiner weißen Farbgestaltung ist zu verdanken, dass er an den meisten moderneren Türen und/oder Fenstern schlicht verschwindet.

Die Fotodetektoren

Die Fotodetektoren dagegen arbeiten mit einem klassischen Bewegungsmelder: Dieser spricht bei Wärme an, die vom menschlichen Körper nach außen hin abgegeben wird. Der Detektor löst anschließend nicht nur einen Alarm aus, sondern schießt mit der in ihm verbauten Kamera auch eine Serie von Fotos. Auch diese Sensoren sind so klein (jeweils 6,2 mal 14,1 mal 4,8 Zentimeter, B × H ×T) und dezent, dass sie sich als solche nur schwerlich erkennen lassen.

ZeroVision®

Das Alarmsystem ist aber nicht nur imstande, Einbrüche als solche zu erkennen, sodass die Mitarbeiter/-innen von Verisure die Polizei alarmieren können, nein: Das System kann die Einbrecher/-innen vielmehr in Panik versetzen. Wie? Dank der Komponente ZeroVision®. Hierbei handelt es sich um einen Zylinder mit einer Außenhaut aus weißem Hartplastik, der an der Wand installiert wird. Dank seiner Maße (~ 10,2 Zentimeter, Ø) nimmt er dort nicht allzu viel Fläche ein und stört auch weiterhin nicht, da er nur ~ 14,8 Zentimeter hervorspringt und daher nicht so weit in den Raum hineinreicht, dass er während des Lebens im Haushalt stören würde. Einmal aktiviert, produziert ZeroVision® innerhalb von ein paar Sekunden Massen an weißem Rauch, der den Einbrecher/-innen die Sicht vollkommen verklärt.

Schilder und Sticker

Da viele Einbrecher/-innen es vermeiden, in Häuser einzubrechen, die mit einem Alarmsystem versehen sind, kommt das Modell von Verisure mit einer Handvoll verschiedenen Schildern bzw. Stickern in unterschiedlichen Größen (~ 2,5 mal 4,0 Zentimeter bis 14,9 mal 23,9 Zentimeter, je B x T). Diese können leicht sichtbar außen an dem jeweiligen Objekt angebracht werden, um potentielle Einbrecher/-innen erkennen zu lassen, dass ein Einbruch mit erheblichen Risiken verknüpft ist. Erwiesenermaßen kann man allein dadurch schon viele Einbruchsversuche von vornherein verhindern.4

Alle Komponenten des Alarmsystems zeichnen sich also vor allem durch eines aus: Sie können ohne jegliche Besorgnis an verschiedenen Stellen installiert werden, ohne dass sie die Anwohner/-innen stören würden. Durch ihre Kompaktheit einerseits und ihre zurückhaltende Farb- bzw. Formgestaltung andererseits passen sie sich in modernere Wohnstile wunderbar ein. Und hierin äußert sich auch ein Grundanspruch, den viele Verbraucher/-innen an ein modernes Alarmsystem stellen: Es soll sich nicht allgegenwärtig wahrnehmen lassen, im „worst case“ dann aber umso wirksamer sein.

Die Einrichtung des Systems

Die ursprüngliche Einrichtung des Alarmsystems ist anders, als man es vielleicht von anderen Alarmsystemen her kennt. Verisure vertreibt nämlich nicht nur das System als solches, sondern bietet damit verbunden auch eine Vielzahl anderer Dienste an; dies knüpft schon an einen Zeitpunkt vor der Installation der einzelnen Komponenten an.

Der erste Schritt besteht darin, dass eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter von Verisure das Haus, in welchem das Alarmsystem installiert werden soll, näher prüft und so ein spezifisches Gutachten erstellt. Es wird ermittelt, in welcher Art und Weise potentielle Einbrecher/-innen ins Objekt gelangen könnten, indem diverse Schwachstellen, wie bspw. die Tür zum Garten hin, nacheinander „abgeklopft“ werden. Dadurch kann das System in jedem Haus ein Maximum an Sicherheit bieten: Als Laie, den man als Verbraucher/-in ja regelmäßig darstellen wird, kann man nun einmal nicht wissen, an welchen Stellen im Haus sich welch Sicherheitsmechanismus wirklich empfiehlt.

Anhand dieses Gutachtens kann im Weiteren ermittelt werden, wie viele und welche Art von Sensoren sinnvoll sind, um die entsprechenden Räumlichkeiten gegenüber Einbrecher/-innen am besten zu schützen. Dementsprechend ist das Sensorspektrum (und auch der Preis) des Alarmsystems vom jeweiligen Objekt abhängig; durch die Option, das System individuell an die Ansprüche der Verbraucher/-innen anzupassen, hebt sich das Modell vom restlichen Wettbewerb ab.5 Übrigens: Das Alarmsystem kann mit einer stolzen Zahl von 128 Komponenten verbunden werden (inklusive Zentraleinheit und Sternschlüssel) – das ist mehr als ausreichend, um die allermeisten Objekte von innen und auch von außen abzusichern.

Die Mitarbeiter/-innen von Verisure richten das Alarmsystem anschließend auch im Haushalt ein. Hierdurch wird, wie eingangs angesprochen, ein Mehr an Sicherheit erreicht: Schließlich kann es vor allem dann, wenn man keinerlei Fachkenntnisse haben sollte, schon bei der Installation einzelner Sensoren zu erheblichen Fehlern kommen. Das wiederum heißt, dass das System in kritischen Situationen vielleicht nicht so arbeitet, wie es sollte. Eine weitere, mit dem Dienst von Verisure verbundene Annehmlichkeit besteht darin, dass die Einrichtung des Alarmsystems weder mit Arbeits- noch mit Zeiteinsatz vonseiten der Verbraucherin/des Verbrauchers verknüpft ist – man muss keine Hand rühren.

Verisure übernimmt nicht nur die Einrichtung, sondern auch jegliche Wartung des Alarmsystems. Dies schließt beispielsweise den regelmäßigen Wechsel der Akkus/Batterien in den Sensoren sowie die Reparatur einzelner Komponenten ein. Dadurch, dass der Hersteller die Funktionalität des Systems kontinuierlich prüft (und ggf. wieder herstellt), muss man sich selbst keine Gedanken um manuell vorzunehmende Funktionalitätskontrollen machen.

Aber: Das Alarmsystem kann man nach dem Erwerb auch ohne Mitarbeiter/-innen von Verisure einrichten und regelmäßig warten. Wenn man nämlich an der Dienstleistungserbringung von Verisure nicht weiter interessiert sein sollte, kann man sich die allmonatliche Dienstleistungspauschale in Höhe von 39,99 € sparen, muss sich dann aber auch all der oben angesprochenen Arbeiten selbst annehmen: Um das Alarmsystem allein verwalten zu können, ist es notwendig, das Online-Tool My Pages zu verwenden (s. u.>); mit ihm ist es außerordentlich leicht, alle Funktionen des Alarmsystems anzusteuern. Während der Installation des Alarmsystems weisen die Mitarbeiter/-innen von Verisure alle anwesenden Haushaltsangehörigen ein, sodass sie, obwohl sie das System nicht selber einrichten müssen, doch alles Wesentliche über seine Funktionen verstehen. Obendrein ist es natürlich bedeutsam zu wissen, wie man das neue System denn nun handhaben soll. Gerade solch ein modernes und seinem Funktionsspektrum nach großangelegtes Alarmsystem wird dem ein oder anderen sicherlich sehr komplex erscheinen, sodass wir nur empfehlen können, all die verschiedenen Hinweise von Verisure „mitzunehmen“.

Erstaunlich: Das Alarmsystem kommt bislang ohne klassische Bedienungsanleitung in Papierform daher. Das heißt aber natürlich nicht, dass man sich nicht doch noch in verschiedene Themenkreise einlesen könnte: Das Online-Tool My Pages (s. u.) hält nämlich zu jeder einzelnen Komponente des Alarmsystems einen kurzen und knappen „Guide“ bereit, der alles Wesentliche, was man über die jeweilige Komponente wissen sollte, enthält. Finden kann man hier beispielsweise auch leicht verständliche Hinweise zur Installation einer neuen Komponente. Lobend herauszustellen ist aber insbesondere die immense Anzahl von Videos, die Verisure anbietet: Diese Videos vermitteln Wissenswertes über das Alarmsystem und sind dadurch, dass sie sich eben nicht nur in Text erschöpfen, sondern die einzelnen Themen sehr schön veranschaulichen, auch leicht zu verstehen. Weitere Hinweise sind schließlich nur noch über die Webseite von Verisure einzusehen.

Der Hersteller stellt in einem reinen Online-Medium, das sich nur als Kundin/Kunde von Verisure einsehen lässt, alle wesentlichen Punkte des Alarmsystems kursorisch dar. Einen entsprechenden Weblink erhält man während (oder unmittelbar nach) der Installation des Systems. Verisure erklärt in diesem Dokument in einer kurzen, knappen und daher leicht verständlichen Manier, wie man das Alarmsystem einschließlich all seiner Komponenten verwalten kann. Dabei deckt der Hersteller nicht alle vorstellbaren Details ab, sondern vermittelt wirklich nur das, was Verbraucher/-innen normalerweise wissen möchten (und sollten). Wer sich aber noch näher mit diesem oder jenem Thema auseinandersetzen möchte, kommt leider nicht umhin, noch andere Quellen von Verisure heranzuziehen:

Hier kann man sich des Onlineportals (My Pages), der Webseite des Herstellers und der Servicezentrale von Verisure bedienen: Die hier arbeitenden Mitarbeiter/-innen von Verisure sind wahlweise per E-Mail oder per Telefon zu erreichen. Während des Tests kam es daher bei unseren Tester/-innen nicht auch nur einmal zu einem Problem, das sich nicht durch die an verschiedenen Stellen zu suchenden Hinweise (s. o.) oder durch ein Gespräch mit den Mitarbeiter/-innen von Verisure lösen ließ.

Alles in allem werden den Verbraucher/-innen also recht viele Hinweise zum Alarmsystem vermittelt. Kritisieren ließe sich hieran nur, dass diese Hinweise über mehrere Quellen (scil. My Pages, das online einsehbare Handbuch usw.) verteilt sind, man also eventuell hier und da nachschauen muss, um alles Wesentliche abzudecken. Aber: Das mindert natürlich nicht den Wert der Hinweise.

Die Bedienung

Verisure Alarmsystem: Kontrolleinheit
Am Portal lassen sich verschiedene Daten über das Alarmsystem einsehen. Natürlich kann das System hierüber auch aktiviert oder deaktiviert werden.

Alle wesentlichen Funktionen des Alarmsystems lassen sich über das Portal erreichen, was von unseren Tester/-innen auch als sehr bequem beurteilt worden ist: Der Bildschirm ist mit Maßen von ~ 15,5 mal 8,7 Zentimetern (B × H) nämlich so ausladend, dass sich die einzelnen Inhalte (Symbole, Texte usw.) problemlos ablesen lassen. Darüber hinaus spricht das System bei jedem virtuellen Tastendruck sehr schnell an. Von dem Startbildschirm aus lässt sich das System mit nur zwei Tastendrücken in den jeweils passenden Alarmmodus (s. u.) versetzen; außerdem kann man von hier einen manuellen Alarm (sog. SOS-Alarm) auslösen. Bei einem solchen SOS-Alarm wird über das Portal eine Sprachverbindung zu der Zentrale von Verisure errichtet, sodass man mit den Mitarbeiter/-innen sprechen und darum bitten kann, einen privaten Sicherheitsdienst und/oder die Polizei zu alarmieren. Bei jedem Kontakt mit der Zentrale von Verisure muss man sich zudem über ein bei der Einrichtung des Alarmsystems vereinbartes Kennwort ausweisen: Dadurch lässt sich sicherstellen, dass Einbrecher/-innen nicht nach dem Einbruch ans Alarmsystem schreiten, Verisure kontaktieren und schlicht behaupten können, dass es sich nicht um eine wirkliche Alarmsituation handle, sondern man nur das Abschalten des Alarmmodus versäumt habe. Dies stellt eine weitere Methode dar, um eine Manipulation des Alarmsystems durch Einbrecher/-innen zu verhindern.

Natürlich kann man das Alarmsystem über das Portal nicht nur an-, sondern auch wieder ausschalten. Obendrein lässt sich ein aktueller Alarm dadurch, dass man den vorab einprogrammierten Code einpflegt, abstellen. Dass man demnach alle „normalen“ Funktionen des Alarmsystems über das Portal schnell und und simpel an- und auswählen kann, bedeutet einen immensen Mehrwert: Schließlich soll ein Alarmsystem den Verbraucher/-innen nicht auch noch wertvolle Zeit abschöpfen.

Über ein weiteres Menü lassen sich unter anderem die Fotodetektoren ansteuern; darüber hinaus können diverse Parameter des Portals angepasst werden – hierzu bedient man sich größtenteils mehrerer Schieber, die sich ohne Hakelei hin und her ziehen lassen. Auch ist‘s ein Leichtes, durch die verschiedenen Menüs durchzublättern, da die Anzahl der Menüs überschaubar ist und die Menüstrukturen aus sich heraus verständlich sind.

Nicht schwerer zu handhaben ist die Tastatur des Alarmsystems. Die einzelnen Tasten sind mit einer Größe von ~ 1,5 mal 1,5 Zentimetern (B x T) nicht ausladend, aber doch allemal ausreichend, um sie sicher auszuwählen; weiterhin ist der Tastendruck nicht mit wirklichem Widerstand verbunden, bietet aber doch ein Mindestmaß an mechanischem Feedback. Dank der gleichmäßigen Tastenbeleuchtung kann man die Tasten auch inmitten der Nacht problemlos erkennen. Mit der Tastatur lässt sich das Alarmsystem aktivieren und auch wieder deaktivieren. Dies kann man wahlweise über eine individuell wählbare Zahlenkombination oder mit dem speziellen Sternschlüssel realisieren; bei Letzterem handelt es sich um einen Chip, der sich per „Radio-Frequency Identification“ (RFID) mit der Tastatur verbindet und den man nur vor das silberne Symbol am oberen Ende der Tastatur halten muss. Wie man den Sternschlüssel zu handhaben hat, ist aus sich heraus verständlich und empfiehlt sich vor allem in Familien, da auch Kinder so die wesentlichen Funktionen des Alarmsystems ansteuern können: Das ist essentiell, wenn die Kinder das Haus nach ihren Eltern verlassen und/oder vor ihren Eltern wieder ins Haus zurückkehren.

Außerdem kann man über die Tastatur einen SOS-Alarm auslösen, indem man die beiden mit dem passenden Text („SOS“) versehenen Tasten zur selben Zeit drückt. Das ist auch sinnvoll, denn: Dadurch, dass der Alarm nur bei dieser gleichzeitigen Tastenbetätigung auslöst, kann man ihn nicht versehentlich anstoßen. An der Tastatur sind darüber hinaus vier Symbole zu sehen, die ggf. durch eine LED beleuchtet werden und den Verbraucher/-innen zum Beispiel vermitteln, ob eine mit einem Schocksensor verbundene Tür nicht verschlossen ist; außerdem leuchtet eine der LEDs natürlich während aktueller Alarmsituationen. Daher reicht meistens schon ein schneller Blick zur Tastatur aus, um den Zustand des Alarmsystems zu prüfen.

Der Nachtschalter hat an sich nur drei verschiedene Funktionen: Mit ihm lässt sich (1.) das Alarmsystem schnell und simpel ausschalten, (2.) in den Zuhause-Alarm-Modus versetzen (s. u.) oder (3.) durch simultanen Druck beider Tasten ein SOS-Alarm absetzen. Da die hier verbauten Tasten sehr üppig sind (~ 4,2 mal 4,2 Zentimeter, B x T), kann man sie (auch in Situationen, in denen man unter Druck steht) vollkommen problemlos ansteuern; auch sind die sich an den Tasten abzeichnenden Symbole sehr leicht zu erkennen.

Will man aber die Fundamentalparameter des Alarmsystems verändern, so muss man mit dem von Verisure an die Hand gegebenen Online-Tool My Pages arbeiten – einer Webseite, die dem Funktionsspektrum nach zumindest dem ersten Anschein nach recht komplex ist. Da sich My Pages nur über die mit dem Alarmsystem verbundene E-Mail-Adresse und ein individuelles Passwort erreichen lässt, können sich Dritte nicht ohne weiteres ins Alarmsystem einklinken. Will man manche Parameter verändern, so sind die Sicherheitsmechanismen noch einmal „schärfer“: My Pages setzt als zusätzliche Bestätigung der Identität der Verbraucherin/des Verbrauchers auch noch die Einpflegung eines Codes voraus, der per SMS an das Smartphone der Verbraucherin/des Verbrauchers versandt wird; es ist also praktisch nicht vorstellbar, dass ein Dritter ohne jegliche Berechtigung an die entsprechenden Menüs herankommen könnte.

Da My Pages so reich an Funktionen ist, brauchten auch unsere Tester/-innen ein paar Momente, bis sie sich innerhalb der verschiedenen Menüs sicher zu orientieren wussten; praktischerweise machen die Mitarbeiter/-innen von Verisure einen während der Installation des Alarmsystems nicht nur mit demselben, sondern auch mit My Pages vertraut. Daher ist es keinerlei Problem, das Alarmsystem hierüber zu bedienen, zumal die meisten Verbraucher/-innen die meisten der hier anpassbaren Parameter ohnehin nie werden verändern müssen. Außerdem: Die wirklich wesentlichen Funktionen, die man regelmäßig an- und ausschalten muss (wie beispielsweise die „Scharf-“ und „Unscharfschaltung“), kann man ohnehin sehr viel simpler über die anderen Komponenten erreichen (s. o.).

Über den Startbildschirm von My Pages kommt man in einem Mal zu allen essentiellen Funktionen des Systems: Hier lässt sich das Alarmsystem an- und wieder ausschalten, die Fotodetektoren einsehen und die Schocksensoren kontrollieren. Durch Letzteres kann man ohne weiteres erkennen, ob und ggf. welche Türen bzw. Fenster im Haus nicht verschlossen worden sind – um sie anschließend, vor dem Verlassen des Haushalts, doch noch zu schließen.

Der Reiter „Verlauf“ stellt dasjenige dar, was man hinter diesem Namen vermutet: Eine Liste von allem, was das Alarmsystem in letzter Zeit verzeichnet hat, wie beispielsweise einzelne Alarme – verbunden mit dem jeweiligen Datum und der jeweiligen Zeit. Diese Liste erschöpft sich aber nicht allein in den Alarmen, sondern enthält auch alle weiteren Vorkommnisse (Fehler, Hinweise von den Sensoren usw.). Dadurch, dass alles solchermaßen minutiös protokolliert wird, kann man einzelne Situationen auch im Nachhinein noch präzis rekonstruieren: Das kann bei Einbrüchen bzw. Einbruchsversuchen sehr wertvoll sein.

Besonders praktisch und vor allem auch ein wahres „Plus“ in Sachen Sicherheit stellt die Option dar, das Alarmsystem in verschiedener Hinsicht zu automatisieren: So kann man anknüpfend an jeden Tag der Woche bestimmen, zu welcher Uhrzeit sich das System anschalten und in einen der beiden Alarmmodi versetzen und/oder sich wieder ausschalten soll. Der Vorteil: Man muss nicht mehr selbst daran denken, das System vor dem Verlassen des Haushalts noch schnell „scharf“ zu stellen; die automatisierte „Scharfschaltung“ stellt sicher, dass man das Haus immer sicher zurücklässt. Dass diese Funktion natürlich nur dann wirklich sinnvoll verwendet werden kann, wenn die Zeiten der „Scharf-“ und „Unscharfschaltung“ des Alarmsystems immerhin größtenteils vorhersehbar sind, muss wohl nicht betont werden. Für Unternehmen mit von vornherein bestimmten Unternehmenszeiten ist solch ein automatisierter Rhythmus also ideal. Einem ähnlichen Zweck dienen die sog. „Erinnerungen“: Das Alarmsystem kann vorher einspeicherbare Personen über verschiedene Medien (E-Mail, Push-Benachrichtigung und SMS) zum Beispiel daran erinnern, das System zu einem bestimmten Zeitpunkt an- oder auszuschalten, wenn dies bis dahin noch nicht passiert ist. So kann man beispielsweise Kinder, die das Haus nach ihren Eltern verlassen, an eine „Scharfschaltung“ des Alarmsystems erinnern.

Über My Pages kann auch eine Liste der verschiedenen Nutzer/-innen des Alarmsystems angelegt und verwaltet werden. Von allen Nutzer/-innen können Kontaktdaten abgespeichert werden, sodass sie in einer Alarmsituation (oder beispielsweise bei Fehlern) von dem System selbst oder von Verisure-Mitarbeiter/-innen kontaktiert werden können. Den Nutzer/-innen lässt sich auch ein individueller Sternschlüssel und ein persönlicher Zahlencode zuweisen, um die Tastatur verwenden zu können. Ein sehr schönes „Funktionschmankerl“: Bei jedem Sternschlüssel bzw. jedem Code lässt sich von vornherein einprogrammieren, zu welchen Zeiten er nur gültig sein soll. So kann man zum Beispiel in einem Unternehmen einzelnen Arbeitnehmer/-innen einen Sternschlüssel geben oder einen Code zuweisen und sicherstellen, dass sie tatsächlich nur zu ihren Arbeitszeiten Zutritt erhalten – zu einer anderen Zeit würde die Person das Alarmsystem nicht bedienen können. Das System erlaubt es, bis zu 63 verschiedene Nutzer/-innen einzuspeichern: Das sind mehr, als man in normalen Verbraucher/-innen-Haushalten je brauchen wird; sinnvoll wiederum kann eine solche Anzahl in Unternehmen mittlerer Größe sein.

Natürlich können hier auch alle mit dem Alarmsystem verbundenen Komponenten erreicht werden. So lässt sich hier der Name eines jeden Sensors anpassen, um (Alarm- und/oder Warn-)Hinweise seitens des Systems leichter einordnen zu können: Namen, wie beispielsweise „Schocksensor Gartentür“, erleichtern es, sich innerhalb des Systems zu orientieren. Gerade dann, wenn das Alarmsystem mit einer Vielzahl verschiedener Sensoren im Außen- und Innenbereich verbunden worden ist. Freilich lässt sich hier aber auch noch so manch anderes einstellen: Exemplarisch ist hier die Option zu nennen, dem von Verisure in einer Alarmsituation entsendeten Sicherheitsdienst alle wesentlichen Hinweise zum Einbruch bzw. Einbruchsversuch schon vorab zu übermitteln – das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Verbraucher/-innen im jeweiligen Zeitpunkt nicht zuhause sind.

Nützlich ist auch noch der Pausenmodus: Hier lassen sich individuell auswählbare Komponenten des Alarmsystems nämlich während eines einprogrammierbaren, beliebig langen Zeitraums abschalten. Dies ist zum Beispiel dann nützlich, wenn man in seinem Haus Handwerksarbeiten vornehmen und zu diesem Zweck ein paar der an Ort und Stelle installierten Komponenten abnehmen muss. Wenn der Pausenmodus aktiv ist, löst das System auch dann keinen Alarm aus, wenn man die Komponenten abnimmt; die Manipulationsschutzmechanismen arbeiten in diesem Modus also auch nicht weiter. Nachdem die Zeitspanne verstrichen ist, müssen die Komponenten dann wieder neu installiert werden: Hieran wird man aber auch noch einmal von Verisure erinnert, um sicherzustellen, dass es zu keinen zeitlichen Sicherheitslücken kommt.

Über My Pages lassen sich schließlich auch ein paar „organisationsmäßige“ Angelegenheiten verwalten: Man kann beispielsweise die Parameter seines persönlichen Nutzer/-innen-Kontos von My Pages bzw. der Verisure-App (s. u.) ändern und so manches mehr.

Verisure Alarmsystem: My Pages Warnungen
Wenn ein Sensor einen Fehler meldet, wird dies über die Startseite von My Pages angezeigt – so lässt sich alles Wesentliche mit einem Blick erkennen.

Die Startseite von My Pages blendet außerdem aktuelle (Warn-)Hinweise ein, die äußerlich an Push-Benachrichtigungen eines Smartphones bzw. Tablets erinnern. So setzt einen das System mit solchen Hinweisen über Manipulationen bzw. Manipulationsversuche an einzelnen Sensoren und über Kommunikationsprobleme zwischen einzelnen Komponenten des Systems in Kenntnis. So kann man sich schnell daran machen, die jeweiligen Probleme zu beheben bzw. von Verisure-Mitarbeiter/-innen beheben zu lassen.

Also: Man kann das Alarmsystem über My Pages in allen nur vorstellbaren Nuancen steuern – und das auch noch in einer aus der Sicht unserer Tester/-innen recht simplen Art und Weise; man muss sich nur ein paar Momente nehmen, um sich in die Menüstrukturen „einzuarbeiten“. Da die Menüs aber auch nicht ineinander verschachtelt, sondern nachvollziehbar miteinander verbunden sind, stellte dies während des Tests kein wirkliches Problem dar. Dadurch, dass Verisure in My Pages so viele Funktionen eingepflegt hat, kann man mit einer Handvoll Klicks alle wesentlichen Parameter des Alarmsystems an die individuellen Ansprüche anpassen, ohne zwischen verschiedenen Komponenten hin- und herspringen zu müssen.

Die Verisure-App

Das Alarmsystem lässt sich auch über die Verisure-App bedienen. Diese ist sowohl mit Android (ab Android 5.0) als auch mit iOS (ab iOS 8.1) kompatibel und lässt sich kostenlos aus dem Play Store (hier) bzw. aus dem App Store (hier) herunterladen. Dadurch ist es sehr leicht, sich auch dann bequem über den Zustand des Systems unterrichten zu können, wenn man selbst nicht im Haus ist. Viele Funktionen der App sind mit denjenigen des Online-Tools My Pages identisch, nur dass die App übers Smartphone bzw. Tablet sehr viel intuitiver zu handhaben ist.

Besonders praktisch ist natürlich, dass man das Alarmsystem über die App auch in einen der beiden Alarmmodi (s. u.) versetzen kann. Hat man dies also beim Verlassen des Hauses versäumt, bedeutet das nicht, dass nun ein Sicherheitsrisiko bestünde – man kann das System schließlich mit einem virtuellen Tastendruck über die App doch noch „scharf“ stellen.

Im Startbildschirm lässt sich beispielsweise der Status der mit Schocksensoren überwachten Fenster und Türen ablesen. Außerdem kann man auch die Fotodetektoren ansteuern, in den Haushalt spähen und (wenn das System im Abwesend-Alarm-Modus (s. u.) vorab aktiviert worden ist) auch Fotos schießen – so kann man jederzeit nachschauen, was momentan zuhause passiert.

Im Reiter „Verlauf“ lassen sich alle mit dem Alarmsystem verbundenen Phänomene nachprüfen: So lässt sich beispielsweise erkennen, wann, wo und ggf. auch durch wen eine „Scharf-“ oder „Unscharfschaltung“ erfolgt ist. Man muss also nicht zuhause sein, um sich über die aktuelle (Sicherheits-)Situation im Haushalt zu unterrichten.

Die App erlaubt es des Weiteren, das Alarmsystem in verschiedener Weise zu automatisieren. Beispielsweise lassen sich all diejenigen Zeiten, zu denen eine „Scharf-“ oder „Unscharfschaltung“ erfolgen soll, vorab einprogrammieren; außerdem kann man sich über die App so, wie man‘s von My Pages her kennt, erinnern lassen.

Zuletzt kann man auch verschiedene grundlegende Einstellungen über die App vornehmen: So lassen sich die Rechte der einzelnen im Alarmsystem abgespeicherten Nutzer/-innen verwalten. An vielen Stellen leitet einen die App aber unmittelbar weiter zu My Pages, sodass man letzten Endes doch mit dieser Webseite vorliebnehmen muss. Das wurde von unseren Tester/-innen zwar nicht als störend beurteilt, wirkt aber doch so, als wäre die App nicht vollkommen konsistent.

Der Alarm

Ein Alarm kann natürlich nur dann auslösen, wenn das Alarmsystem einschließlich seiner Sensoren „scharf“ ist. Diese „Scharfschaltung“ lässt sich mit dem Alarmsystem von Verisure in zwei verschiedenen Weisen verwirklichen: Entweder kann man das System mit allen Sensoren (Abwesend-Alarm) oder aber das System mit nur einem individuell bestimmbaren Teil der Sensoren (Zuhause-Alarm) „scharf“ schalten. Letzteres bietet sich vor allem dann an, wenn man selbst im Haus ist und daher nicht alle Sensoren aktiv sein müssen; empfehlenswert ist es natürlich, in diesem Fall nur die Sensoren an den Außenwänden und Türen sowie an den Fenstern „scharf“ zu stellen, da man die Sensoren im Inneren des Hauses, bspw. also die Fotodetektoren, ja ansonsten selbst auslösen würde. Welche Sensoren im Zuhause-Alarm-Modus aktiviert sein sollen, lässt sich nach Belieben einstellen: Hierzu braucht‘s dank der simplen Menüstrukturen nur ein paar Momente.

Das Alarmsystem bietet außerdem eine sog. „Scharfschaltungsverzögerung“. Das bedeutet, dass die Sensoren des Systems erst 45 Sekunden nach der „Scharfschaltung“ auch wirklich „scharf“ sind. Die damit verbundenen Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen: So kann man, wenn die „Scharfschaltung“ über das Portal oder die Tastatur erfolgt, noch problemlos das Haus verlassen, ohne dabei und dadurch selbst einen Alarm auszulösen; die Zeitspanne von 45 Sekunden ist normalerweise vollkommen ausreichend, lässt sich aber leider nicht individualisieren. Während dieser Zeit stellt das Display des Portals eine Art Countdown dar, sodass immer erkennbar ist, wann die „Scharfschaltung“ wirklich einsetzt; außerdem wird alle 10 Sekunden eine automatisierte Sprachbenachrichtigung ausgegeben. Auch an der Tastatur stößt das System bei Beginn und bei Beendigung der „Scharfschaltungsverzögerung“ Töne aus, sodass anhand ihrer erkannt werden kann, dass das System bald „scharf“ ist. Die wirkliche „Scharfschaltung“ nach 45 Sekunden quittiert die Basis noch einmal mit einer abschließenden Sprachbenachrichtigung.

Falls ein Schocksensor erkennen sollte, dass die Tür oder das Fenster, an dem er montiert worden ist, zum Zeitpunkt der „Scharfschaltung“ des Alarmsystems nicht ordnungsgemäß verschlossen worden ist, so stellt dies kein Hindernis dar; das System wird dennoch aktiviert. Da nicht-verschlossene Fenster und Türen aber ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, erinnert das System bei jeder „Scharfschaltung“ daran, ein solches Fenster bzw. eine solche Tür noch zu schließen. Hierzu bedient sich das Alarmsystem zum einen einer speziellen LED an der Tastatur, die warnend vor sich hin leuchtet (s. o., Bild), und zum anderen der App: So stellt das mit der App versehene Smartphone bzw. Tablet unmittelbar eine Push-Nachricht dar, nachdem einer der Schocksensoren während der „Scharfschaltung“ ein solches Fenster- und/oder Türproblem erkannt hat. Interessanterweise lässt sich nur am Portal kein entsprechender (Warn-)Hinweis erkennen. Dennoch: Die anderen beiden Hinweismethoden sollten in den meisten Situationen vollkommen ausreichen, um die Verbraucher/-innen nachdrücklich ans Schließen von Fenstern und/oder Türen zu erinnern. Auch insoweit weiß das Alarmsystem also ein hohes Maß an Sicherheit zu vermitteln.

Das Alarmsystem von Verisure arbeitet mit verschiedenen Barrieren, um idealen Schutz zu bieten. Die erste, eher „weiche“ Barriere bilden die verschiedenen Schilder und Sticker, die potentielle Einbrecher/-innen darüber in Kenntnis setzen, dass das jeweilige Objekt mit einem Alarmsystem versehen und es daher sehr viel schwerer ist, hier in sicherer Art und Weise zu stehlen. Die Hinweise sind so deutlich, dass sie sich nicht missverstehen lassen; hiervon können sich immerhin diejenigen Einbrecher/-innen abhalten lassen, die ein eher leichtes Einbruchsobjekt suchen.

Die zweite Barriere wird von den Schocksensoren errichtet. Diese verrichteten ihre Funktion im Test vollkommen verlässlich: Vibrationen, wie sie beispielsweise während des Einbruchs durch ein Fenster oder eine Tür verursacht werden, erkannte der Sensor ein jedes Mal und löste durchschnittlich ~ 2,1 Sekunden nach dem Start eines Einbruchsversuchs einen Alarm aus. Wenn man bedenkt, dass versierte Einbrecher/-innen ein Fenster in unter zehn Sekunden überwinden können,6 ist ein solchermaßen schnell arbeitender Sensor sehr wertvoll. Im besten Falle muss also nicht erst ein Schaden (etwa in Form eines malträtierten Fensters oder einer malträtierten Tür) entstehen, bevor der Alarm die Täter/-innen verschreckt.

Aber auch wenn der Schocksensor nicht auslösen sollte, etwa weil die Einbrecher/-innen in einer vibrationsarmen Art und Weise arbeiten, ist er noch immer nicht überwunden: Er erkennt ja außerdem das Eindrücken der Tür oder des Fensters dadurch, dass seine beiden Komponenten immer weiter auseinander weichen: Ab dem Moment, ab dem der Abstand zwischen ihnen 1,5 Zentimeter überschreitet, löst der Sensor unmittelbar einen Alarm aus. Das heißt: Auch wenn die Einbrecher/-innen die Tür oder das Fenster nur einen schmalen Spalt weit eindrücken, um in den Haushalt zu spähen, reicht dies aus, damit das System alarmiert wird. Die Reaktionszeit war auch hier großartig: Im Durchschnitt dauerte es nur ~ 2,2 Sekunden, bis die Sirene los heulte; obendrein sprach der Sensor auch hier bei allen, während des Tests simulierten Einbrüchen bzw. Einbruchsversuchen an, erwies sich also als sehr verlässlich.

Gleichermaßen verhält es sich mit dem Manipulationsschutz: Während des Tests ist es keiner Testerin und keinem Tester gelungen, den Schocksensor auch nur einmal auszuschalten oder ihn abzulösen, ohne dadurch einen Alarm anzustoßen; der Manipulationsschutz spricht außerdem sehr schnell an: Wir maßen eine durchschnittliche Reaktionszeitspanne von nur ~ 1,1 Sekunden. Für Einbrecher/-innen ist es daher praktisch nicht vorstellbar, den Schutz eines Schocksensors auszuhebeln: Sie können über das jeweilige Fenster bzw. über die jeweilige Tür schlechterdings nicht ins Haus gelangen, ohne einen Alarm auszulösen.

Man kann aber auch einstellen, dass der Schocksensor den Alarm erst 30 Sekunden, nachdem er einen Einbruch (oder immerhin: einen Einbruchsversurch) erkannt zu haben meint, auslösen soll: Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Schocksensor an der Tür des Hauses montiert worden ist. Schließlich würden die Anwohner/-innen ansonsten bei jeder Wiederkehr ins Haus den Alarm auslösen – bevor sie das Alarmsystem über die Tastatur oder das Portal ausschalten könnten. Mit der Alarmverzögerung hat man aber mehr als ausreichend Zeit, um den Alarm zu deaktivieren.

Ein Alarm macht sich normalerweise auch und vor allem akustisch bemerkbar: Die in der Tastatur verbaute Sirene ertönt nach einer Dauer von ~ 0,1 Sekunden mit einem A-bewerteten Schalldruckpegel von durchschnittlich ~ 73,1 dB(A) (maximal 78,7 dB(A)). Dadurch ist der Ton weit hörbar und alle Anwohner/-innen sollten die Notsituation als solche erkennen können. Aber auch am Portal ertönt ein Alarm: An allererster Stelle werden mehrere automatisierte Sprachbenachrichtigungen ausgegeben, welche die Täter/-innen dazu anhalten, sich (gegenüber den Verisure-Mitarbeiter/-innen) auszuweisen. Nach durchschnittlich ~ 32,7 Sekunden ertönt dann ein Alarmton, der vereinzelt sehr viel lauter ist als derjenige, den die Tastatur ausstößt (durchschnittlich 78,9 dB(A), maximal 94,0 dB(A)). Dies ist so laut, dass der Einbruch auch von Nachbar/-innen bemerkt werden kann – und das ist etwas, was Einbrecher/-innen zu vermeiden suchen!

Die Alarmbenachrichtigung kann aber zusätzlich auch noch in anderer Art und Weise ausgegeben werden: Dies ist einstellungsabhängig und lässt sich leicht über My Pages individualisieren (s. o.). So können verschiedene Personen noch per E-Mail, Push-Benachrichtigung (App) oder SMS über den Alarm unterrichtet werden. Dies stellt sicher, dass man auch dann Kenntnis von dem Alarm erhält, wenn man selbst nicht vor Ort ist. Die Zeitverzögerung bei diesen Arten der Benachrichtigung ist auch nur minimal (durchschnittlich ~ 0,2 Sekunden), sodass die Benachrichtigung auch hier praktisch unmittelbar ihr Ziel erreicht und man alles Weitere veranlassen kann.7

Bei jedem Alarm wird außerdem, wie mehrmals angesprochen, die Zentrale von Verisure informiert. Hier wird von den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen zunächst kontrolliert, ob es sich um eine wirkliche Alarmsituation handelt oder ob bloß ein Fehlalarm gegeben ist. Gerade diesem Zweck dienen nun auch die Fotodetektoren, die es dem Fachpersonal von Verisure erlauben, die Situation nicht nur akustisch, sondern auch visuell „abzuklopfen“ und die (vermeintlichen) Einbrecher/-innen zu identifizieren.

Die Fotodetektoren werden im Inneren des Hauses installiert. Auch sie lösen einen Alarm aus, wenn der in ihnen verbaute Bewegungsmelder einen Menschen bemerkt. Praktischerweise lässt sich die Sensibilität des Bewegungsmelders einstellen, sodass er nicht auslöst, wenn beispielsweise nur das Haustier durch die von ihm überwachte Zone wandert. Tatsächlich klappte dies ohne Fehl und Tadel: Während des Tests ließen wir Katzen drei verschiedener Größengruppen (mmin: 6,0 Kilogramm, mmax: 10,0 Kilogramm) in die Testräumlichkeiten, um den Fotodetektor zu „verwirren“>; bei entsprechender Bewegungsmeldereinstellung löste der Alarm nie aus – sehr wohl aber weiterhin bei Menschen. Hier dauerte es im Durchschnitt ~ 26,4 Sekunden, bis sie von dem Bewegungsmelder erkannt wurden und der Alarm auslöste. Diese eher durchwachsene Reaktionszeit wird aber dadurch relativiert, dass der Alarm ja normalerweise bereits vorher aktiviert worden sein wird (durch die an Türen und/oder Fenstern verbauten Schocksensoren nämlich). Daher stellt es immerhin meistens kein allzu großes Problem dar, wenn die Bewegungsmelder etwas lahmen.

Verisure Alarmsystem: Aufnahme Photodetektor
Für die Verisure-Mitarbeiter/-innen ist es anhand der erstellten Fotos sehr viel leichter zu entscheiden, ob wirklich ein Einbruch gegeben ist oder es sich doch nur um einen Fehlalarm handelt. Die Fotos sind sowohl bei normalem Sonnenlicht (im Bild: links) als auch bei nächtlicher Finsternis (im Bild: rechts) von ausreichender Qualität.

Daher besteht die wesentliche Funktion des Fotodetektors nicht in dem ersten Auslösen des Alarms, sondern in dem Schießen von Fotos. Diese werden also unmittelbar an die Zentrale von Verisure übermittelt und dort von den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen geprüft. Die Fotos lassen in den allermeisten Situationen schnell erkennen, ob tatsächlich Einbrecher/-innen ins Haus gelangt sind. Die Qualität der Fotos wird dem ein oder anderen vielleicht mäßig erscheinen – die Fotos aber sollen ja nicht schön aussehen, sondern nur erkennbar machen, ob es sich um Anwohner/-innen handelt oder nicht. Besonders praktisch ist hier auch das spezielle Blitzlicht (Infrarot) im Fotodetektor: Dieses erlaubt es nämlich, auch bei vollkommener Finsternis noch Fotos zu schießen, anhand derer man die Täter/-innen erkennen kann.

Wird ein Einbruch von den Verisure-Mitarbeiter/-innen verifiziert, kommt ggf. ZeroVision® zum Einsatz. Dies aber nur dann, wenn diese Komponente des Alarmsystems von der Zentrale von Verisure aus manuell aktiviert wird; ZeroVision® kann sich in einer Alarmsituation nicht vollautomatisch anschalten. Und dies hat auch einen allemal verständlichen Grund: Diese Komponente wirkt solchermaßen „stark“, dass sie nie bei einem Fehlalarm zum Einsatz kommen sollte: Einmal aktiviert, produziert sie in kürzester Zeitspanne Massen an hellweißem Rauch, die sich schnell im Raum ausbreiten.

Warum ZeroVision® so wirksam ist? Das ist es vor allem deshalb, weil Einbrecher/-innen regelmäßig nicht mit einem solchen Schutzmechanismus rechnen werden. Da andere Alarmsysteme solcher Mechanismen entbehren, werden die meisten Einbrecher/-innen beim Anblick des sich rapide ausbreitenden Rauch wohl eher geneigt sein, das Haus schnellstens zu verlassen. Darüber hinaus hat der Rauch noch den wertvollen Vorteil, dass er den Einbrecher/-innen die Sicht nimmt. Dadurch wird es natürlich sehr viel schwerer, weiter koordiniert durchs Haus zu schreiten und/oder Vermögensgegenstände zu stehlen. Im Test maß die Sichtweite unserer Tester/-innen, die in einem vollkommen mit Rauch versehenen Testraum standen, unter einem Meter. Das veranschaulicht, wie wirksam ZeroVision® sein kann: Als Einbrecher/-in verliert man jegliche Koordination.

Dass Einbrecher/-innen mit ZeroVision® in die Flucht geschlagen werden, ist auch aus dem Grunde ein gewaltiger Vorteil, dass der Alarm allein nicht in allen Fällen ausreicht, um dies zu bewirken, und es vermutlich etwas dauert, bis weitere Personen vor Ort sind. Das Alarmsystem von Verisure stellt aber immerhin sicher, dass die Polizei so schnell wie nur vorstellbar erscheint: Nachdem der Alarm von den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen kontrolliert worden ist, wird von der Zentrale nämlich unmittelbar die örtliche Polizeidienststelle informiert. Man verliert also keine Zeit, bis die Anwohner/-innen selbst die Polizei alarmiert haben.

Aber nicht nur die Polizei wird alarmiert, sondern auch die Mitarbeiter/-innen eines privaten Sicherheitsdienstes. Diese unterstützen nicht nur die Polizei, sondern übernehmen auch weitere Funktionen, wie beispielsweise die Protokollierung des durch den Einbruch entstandenen Schadens. So stellt Verisure auch nach einem Einbruch bzw. Einbruchsversuch sicher, dass die Verbraucher/-innen unterstützt werden und sich nicht um alles Weitere selbst kümmern müssen.

Sonstiges

Das Alarmsystem von Verisure kommt zwar von Werk aus schon mit einer Vielzahl von Komponenten, lässt sich aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch erweitern. Hier kommen vor allem all diejenigen Komponenten in Betracht, die nicht schon von vornherein zu dem ZEROVISION®-KIT zählen: Die Voicebox beispielsweise erlaubt es den Mitarbeiter/-innen in der Zentrale von Verisure, bei einem Alarm noch präziser als über das Portal in das Haus hineinhören zu können, um zu kontrollieren, ob die aktuelle Alarmsituation wirklich ernst ist. Obendrein können die im Haushalt herumwandernden Personen angesprochen werden: Einbrecher/-innen werden dadurch schnell zur Flucht veranlasst, während sich die Anwohner/-innen bei einem Fehlalarm schlicht per Passwort ausweisen können.

Nützlich sein kann auch der Smart-Plug: Bei ihm handelt es sich um eine minimalistisch aussehende Steckdose, die sich in einer Alarmsituation automatisch anschaltet und die mit ihr verbundenen Geräte mit Strom speist. So ist‘s ein Leichtes, das Licht in mehreren Räumen des Haushalts zu automatisieren und sicherzustellen, dass das Haus während eines Alarms hell illuminiert wird. Das kann Einbrecher/-innen, die unversehens den Schutz der Nacht verlieren, schnell verschrecken.

Für Gewerberäume ideal ist eine spezielle Taste, die sich an einer nicht ohne weiteres ersichtlichen Stelle installieren und in einer Notsituation drücken lässt: Bei einer Tastenbetätigung stößt das mit der Taste verbundene System einen stillen, also ohne Sirene auskommenden Alarm aus. Während die Sirene stumm bleibt, erhalten die Mitarbeiter/-innen in der Zentrale von Verisure eine Benachrichtigung: Diese kontrollieren anschließend, wie bei jedem Alarm (s. o.), ob es sich wirklich um eine Notsituation handelt und kontaktieren anschließend ggf. einen privaten Sicherheitsdienst und/oder die Polizei. Da der Alarm nicht akustisch wahrzunehmen ist, wissen die Einbrecher/-innen nichts von ihm und können daher noch während der Tatbegehung erwischt werden.

Aber nicht nur bei Einbrüchen und Einbruchsversuchen kann sich das Alarmsystem als sinnvoll erweisen. Die Mitarbeiter/-innen in der Zentrale von Verisure kann man über einen SOS-Alarm vielmehr in allen Notsituationen erreichen: Diese Mitarbeiter/-innen prüfen den Sachverhalt und stoßen die sich empfehlenden Schritte an, beispielsweise indem sie im Falle eines Brandes die örtliche Feuerwehr kontaktieren. Passenderweise lassen sich im Alarmsystem auch Rauchmelder installieren, sodass Brände nicht nur schnell erkannt, sondern die Brandquellen auch innerhalb des Haushalts verortet werden können.

Ab dem 3. Februar 2020 wird außerdem eine Innenraumkamera erhältlich sein, die man ins Alarmsystem einbinden und mit der man das Geschehen im Haushalt „live’ kontrollieren kann. Das ist selbstverständlich auch außerhalb von Einbruchssituationen sinnvoll, beispielsweise um als Eltern nach dem Wohl der Kinder zu schauen.

Kurzbewertung

Leistung:
4,5 von 5,0
Handhabung:
5,0 von 5,0
Ausstattung:
5,0 von 5,0

Pro

  • Verisure installiert das Alarmsystem und wartet es anschließend in regelmäßigen Abständen
  • manuelle Verifizierung eines jeden einzelnen Alarms durch Mitarbeiter/-innen von Verisure
  • im Falle eines manuell verifizierten Alarms werden private Sicherheitsdienste und/oder die Polizei von Verisure alarmiert
  • durch erhebliche Sichtbeeinträchtigung wird den Einbrecher/-innen die Tatbeendigung erschwert (ZeroVision®)

Contra

  • Hinweise zum Alarmsystem sind aus verschiedenen Quellen zu schöpfen

Technische Daten

Hersteller/Modell Verisure Alarmsystem
Gewicht der Basisstation in g Zentraleinheit: 400 Portal: 530
Maße der Basis (B x H x T) in cm Zentraleinheit: 17,0 × 10,2 × 3,6  Portal: 18,9 × 12,4 × 6,0
Stromanschluss ja (Netzteilanschluss, 230 V)
Notstrom ja (6 V)
Max. Lautstärke der Sirene in dB(A)
(gemessen aus einem Abstand von 1 m)
94
Fotodetektoren
(Anzahl im ZEROVISION®-KIT)
ja (2)
Schocksensor
(Anzahl im ZEROVISION®-KIT)
ja (3)
Wassersensor
(Anzahl im ZEROVISION®-KIT)
nein
Rauchmelder
(Anzahl im ZEROVISION®-KIT)
nein
Weiteres Zubehör
(ZEROVISION®-KIT)
Tastatur,
Nachtschalter,
ZeroVision®,
3 Sternschlüssel,
Warnschilder/-sticker
Erweiterbar
(max. Anzahl der Komponenten)
ja (128)
Mitteilungen per Telefonanruf versenden
(max. Anzahl der speicherbaren Nummern)
ja (63)
Mitteilungen per SMS versenden
(max. Anzahl der speicherbaren Nummern)
ja (63)
Mitteilungen per E-Mail versenden
(max. Anzahl der speicherbaren Adressen)
ja (63)
Push-Benachrichtigungen via App ja
Scharfschaltung per Portal,
Tastatur (Code),
Tastatur (Sternschlüssel),
Nachtschalter,
App,
My Pages
Verzögerung der Scharfschaltung (Dauer in s) ja (45)
Verzögerung des Alarms (Dauer in s) ja (30)

Bewertung

Hersteller/Modell % Verisure Alarmsystem
Leistung 50 92,6
Funktion 40 86,5
Reaktionszeiten 40 97,9
Schutz (Sabotage) 20 94,2
Handhabung 35 95,7
Bedienung 35 94,0
Installation (Komponenten) 35 98,0
Menüs 30 95,0
Ausstattung 15 95,5
Funktionsspektrum 30 93,0
Zubehör 30 97,5
Erweiterbarkeit 20 98,0
Bedienungsanleitung 10 89,0
Materialverarbeitungsqualität 10 98,0
Bonus/Malus +0,5 (Verisure-App)
Preis in Euro (UVP) 899,00 (+ 39,90 monatl. Gebühr)
Durchschnittlicher Marktpreis in Euro 899,00 (+ 39,90 monatl. Gebühr)
Preis-/Leistungsindex 10,56
Gesamtbewertung 94,6 % („sehr gut“)

Bewertungssiegel Verisure Alarmsystem

Wie haben wir geprüft?

Leistung (50 %)

Wesentlich ist, dass das Alarmsystem im Falle eines Einbruchs bzw. Einbruchsversuchs schnell und sicher anspricht. Daher haben wir in vielmals wiederholten Tests ermittelt, ob und nach welcher Zeitspanne die verschiedenen, von Werk aus mitenthaltenen Sensoren (scil. Schocksensor und Fotodetektoren) einen Alarm auslösen. Außerdem wurden die verschiedenen Mechanismen des Manipulationsschutzes geprüft, indem wir versucht haben, die installierten Sensoren mechanisch und anderswie ohne Auslösen des Alarms auszuschalten. Die Beurteilung knüpfte größtenteils an die durchschnittlichen Zeitdauern an, innerhalb derer das System den Alarm nach den Testmaßnahmen auslöste.

Handhabung (35 %)

Hier wurde ermittelt, wie leicht sich das System und die verschiedenen Komponenten desselben handhaben lassen. Erhoben wurde vor allem, wie leicht oder schwer sich die Funktionen des Systems sowohl aus der Nähe und als auch aus der Ferne ein- bzw. ausschalten lassen. Hier wurden auch die je und je gegebenen Menüstrukturen gewürdigt.

Ausstattung (15 %)

Hier haben wir geprüft, mit welchem Funktionsspektrum sich das Modell auszuzeichnen weiß. So wurde vor allem ermittelt, ob der Alarm in verschiedenen Arten und Weisen (z. B. per Sirene oder Push-Nachricht) abgegeben werden kann und ob mehrere, aus Verbraucher/-innen-Perspektive wirklich sinnvolle Systemmodi gegeben sind. Darüber hinaus wurden alle Zubehörelemente näher geprüft und beurteilt, welchen Mehrwert Verbraucher/-innen aus den jeweiligen Komponenten schöpfen können. Auch die Maximalanzahl der ins System einzupflegenden Komponenten ist bewertet worden. Die deutschsprachige Bedienungsanleitung (scil. die Handbücher auf My Pages etc.) wurde von unseren Tester/-innen beurteilt: Wesentlich war, dass sie alle Themenkreise rund ums System in leicht verständlicher Art und Weise abhandelt. Schließlich haben wir auch noch die Material- und die Materialverarbeitungsqualität der Basis und der Sensoren näher geprüft.

Das Fazit

Mit seinem Alarmsystem verspricht Verisure, den Verbraucher/-innen das höchste Maß an Sicherheit in ihrem Haushalt zu bieten. Der ausgiebige, mehrere Wochen dauernde Test hat erwiesen, dass Verisure dieses Versprechen auch (größtenteils) einzulösen weiß: Das Alarmsystem leistet nämlich in nahezu allen Aspekten großartige Arbeit und kann daher einen exzellenten Schutz vor Einbrecher/-innen bieten. Auch, wenn die Tatbegehung als solche einmal nicht verhindert werden sollte, kann das Alarmsystem dank ZeroVision® den Täter/-innen immerhin die Sicht nehmen und dadurch verhindern, dass sie allzu viele Vermögensgegenstände einpacken können.

Hervorzuheben ist natürlich die mit dem Alarmsystem verbundene Dienstleistungserbringung durch Verisure: Diese soll einerseits die Sicherheit der Verbraucher/-innen nochmals erhöhen, andererseits den Arbeits- und Zeiteinsatz der Verbraucher/-innen minimieren – anknüpfend vor allem an die Installation des Alarmsystems einschließlich aller Sensoren. Aber auch die Handhabung stellt (zumindest nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung) wohl niemanden vor Probleme; besonders bequem erfolgt sie natürlich über die Verisure-App. All die verschiedenen Hinweise, die Verisure über seine Mitarbeiter/-innen, über seine Webseite und an anderen Stellen erteilt, machen es als Verbraucher/-in sehr viel leichter, das Alarmsystem korrekt zu bedienen.

Süperb ist auch die Vielzahl der Sensoren des Alarmsystems: Neben den bereits vorhandenen Komponenten können zahlreiche weitere zusätzlich bei Verisure erworben werden, um Objekte aller Größen in wirksamer Art und Weise absichern zu können. Dabei kann das System ein breites Funktionsspektrum vorweisen, von denen die verschiedenen Alarmmodi natürlich am wertvollsten sind. Alles in allem bietet das System den Verbraucher/-innen also die Freiheit, Art und Maß des Schutzes in vielerlei Hinsicht an die persönlichen Ansprüche (und Gepflogenheiten) anzupassen.

An der Leistung des Alarmsystems ließ sich während des Tests nichts aussetzen: Die Sensoren sprachen nicht nur in höchstem Maße verlässlich, sondern in den allermeisten Testsituationen auch sehr schnell an; allein die Fotodetektoren brauchten immer einen Moment mehr, was in der Praxis aber normalerweise kein Problem darstellen sollte. Dadurch, dass jeder einzelne Alarm von Verisure-Mitarbeiter/-innen manuell geprüft wird, können zudem die Konsequenzen eines Fehlalarms (wie bspw. anlasslose Polizeieinsätze) vermieden werden.

Die Sicherheit wird auch durch den ausgeprägten Manipulationsschutz an den Sensoren und an den anderen Komponenten erhöht: Die Manipulationsschutzmechanismen sprangen während des Tests bei jedem mechanischen Manipulationsversuch an. Dadurch schließlich, dass das Alarmsystem permanent mit der Zentrale von Verisure verbunden ist, wird es kontinuierlich überwacht: Für Einbrecher/-innen sind Manipulationen daher nur sehr schwer zu verwirklichen.

Das Alarmsystem von Verisure erreicht in den meisten Testdisziplinen „gute“ bis „sehr gute“ Noten und erhält daher die wohlverdiente Gesamtnote „sehr gut“ (94,6 %).

Bewertungssiegel Verisure Alarmsystem

Fußnoten

1 So die vom Bundesministerium des Inneren publizierte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Jahres 2018 (S. 16), vgl. hier.

2 Vgl. Dreißigacker, A., Wollinger, G. R., Blauert, K., Schmitt, A., Bartsch, T., Baier, D.: Wohnungseinbruch: Polizeiliche Ermittlungspraxis und justizielle Entscheidungen im Erkenntnisverfahren: Ergebnisse einer Aktenanalyse in fünf Großstädten (KFN-Forschungsberichte No. 130). Hannover 2016. S. 26 (online).

3 Diese Dienstleistungserbringung ist mit einer monatliche Pauschale verknüpft: Bei dem hier geprüften ZEROVISION® KIT sind 39,90 € pro Monat zu zahlen.

4 Dies ist die Ansicht vieler versierter Kriminalisten, vgl. nur bspw. hier.

5 Das hier im Test vertretene ZEROVISION® KIT bietet eine Zentraleinheit, ein Verisure-Portal, eine Tastatur, drei Sternschlüssel, einen Nachtschalter, drei Schocksensoren, zwei Fotodetektoren und einen ZeroVision®-Zylinder; der Preis dieses Systems siedelt sich bei 899,00 € an. Werden zusätzlich weitere Komponenten erworben, erhöht sich der Preis natürlich – ebenso wie die allmonatlich zu zahlende Dienstleistungspauschale.

6 Dies ist von einem örtlichen Sicherheitsunternehmen erhoben worden, vgl. hier. Hinweis: Die hier angegebenen Werte knüpfen an ein durchschnittliches, in den meisten Verbraucher/-innen-Haushalten vertretenes Fenster an. Gesicherte Fenster halten den Einbrecher/-innen viel eher stand.

7 Dies setzt natürlich voraus, dass die Person im jeweiligen Zeitpunkt ein exzellentes Signal mit ihrem Smartphone empfängt – in der Praxis kann es daher durchaus zu Signal- bzw. Signalstärke-abhängigen Verzögerungen von mehreren Sekunden kommen.

Getestete Produkte

  • Verisure Alarmsystem
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