9 Slow Juicer und 6 Zentrifugen-Entsafter im Test

Gesunde Säfte selbst herstellen

26. Juli 2018

Frisches Obst und Gemüse gehören zu einer gesunden Ernährung einfach dazu. Doch für viele ist es nicht immer einfach, die empfohlenen fünf Portionen in den schnelllebigen Alltag zu integrieren. Säfte aus Obst und Gemüse erfrischen – frisch gepresst – nicht nur mit ihrem leckeren Geschmack, sondern helfen auch, den täglichen Nährstoffbedarf zu decken. Wer nicht in das Supermarkt-Regal greifen will, lässt lieber seiner Kreativität bei der heimischen Saftherstellung freien Lauf und schafft sich einen Entsafter an. Das ETM TESTMAGAZIN hat neun Slow Juicer und sechs Zentrifugen-Entsafter für Sie getestet.

Vor der Saftgewinnung stellt sich zunächst eine Frage: Pressen oder schleudern? Denn wer zuhause entsaften möchte, muss sich zwischen zwei unterschiedlichen Funktionsweisen entscheiden. Die Saftpressen, auch Slow Juicer genannt, arbeiten mit einer Pressschnecke, die den Frucht- und Gemüsesaft sanft aus Karotten, Äpfeln oder Kiwis presst. Dieser Vorgang braucht seine Zeit, schont allerdings auch die enthaltenen Vitamine, da es nur zu einer geringen Wärmeentwicklung kommt. Säfte aus Slow Juicern haben meist eine sehr homogene Konsistenz und enthalten oftmals feines Fruchtfleisch. Wer seinen Saft lieber schneller im Glas hat, sollte einen Zentrifugen-Entsafter nutzen. Bei solchen wird das Obst- und Gemüse durch kleine Messer in viele Teile zerschnitten und der Saft mithilfe der Zentrifugalkraft von den festen Stoffen getrennt. Durch die schnellen Drehungen des Siebs entsteht Reibungswärme, sodass ein paar Vitamine bei der Saftherstellung verloren gehen. Egal, welche Methode gewählt wird – der Saft ist frisch gepresst immer noch gesund und man weiß ganz genau, welche Zutaten verwendet wurden. Wir haben neun Slow Juicer und sechs Zentrifugen-Entsafter auf ihre Funktionalität, ihre Handhabung, ihre Ausstattung, ihre Sicherheit und ihre Lautstärke getestet und bewertet.

Slow Juicer

Aufbau & Funktion

aufbau slowjuicer

Die Zutaten werden in den Einfüllschacht A  gegeben. Bei Saftpressen ist dieser meist recht klein; die Zutaten sollten vor dem Entsaften also entsprechend zerkleinert werden. Idealerweise wird das Pressgut selbstständig eingezogen. Passiert dies nicht, kann der Stopfer B zur Hilfe genommen werden. Slow Juicer arbeiten mit einer sich langsam drehenden Pressschnecke oder -walze C. Je nach Modell dreht sich diese 43 bis 80 mal in der Minute. Dabei gilt: Je langsamer, desto schonender. Die Pressschnecke wird in ein Entsaftungssieb D eingesetzt; dieses ist mit einem engmaschigen Edelstahl-Sieb versehen. Manche Modelle sind zusätzlich mit gröberen Sieben ausgestattet, sodass Beeren und sehr weiche Früchte zu dickflüssigen Säften verarbeitet werden können. Der Siebabstreifer E tut, was sein Name ahnen lässt: Er streift die gepresste Flüssigkeit vom Sieb ab und befördert den Saft in Richtung Saftaustritt F. An diesem sollte der Tropfstopp G gut abdichten, um Kleckereien zu verhindern. Die festen Bestandteile werden durch den Tresteraustritt H in einen Behälter abgeleitet. Im besten Falle ist dieser trocken und fest. Wer vor dem Entsaften alle nicht essbaren Teile von den Zutaten entfernt, kann den Trester weiterverwenden.

Features im Detail

Das Entsaftungssieb wird in den Siebabstreifer und dann in das Presswalzengehäuse gesetzt. Die richtige Position wird meist durch Markierungen angezeigt.

Die Pressschnecke wird schließlich in das Entsaftungssieb gesetzt. Durch das Motorteil wird sie in Rotation versetzt.

Der ausgepresste Saft sammelt sich im Presswalzengehäuse und wird durch den Saftaustritt abgelassen. Nicht jedes Modell verfügt dabei über eine Skala.

Zentrifugen-Entsafter

aufbau slowjuicer

Der Einfüllschacht A im Deckel ist meist groß genug, um Zutaten im Ganzen zu entsaften. Störend kann hier allerdings eine Führung für den Stopfer B sein, die in den Schacht hineinragt. Fällt das Pressgut den Einfüllschacht hinunter, trifft es auf eine Vielzahl von kleinen Messern des Entsaftungssiebs C. Das Sieb dreht sich dabei schnell, sodass die zerkleinerten Zutaten an den mit feinem Edelstahl-Sieb versehenen Rand geschleudert und Flüssiges von Festem getrennt wird. Der Saft sammelt sich in der Saftauffangschale D und fließt durch den Saftaustritt E in einen Behälter oder ein Glas. Idealerweise findet sich hier ein Tropfstopp F, der verhindert, dass Saft nach der Entnahme des Behälters herabtropft. Viele Saftbehälter sind mit einem Schaumtrenner ausgestattet, der den Schaum beim Ausgießen zurückhält. Die festen Bestandteile werden in den Tresterbehälter G geschleudert und können so problemlos entsorgt oder weiterverwendet werden. Bei den meisten Zentrifugen-Entsaftern gibt es zwei Geschwindigkeitsstufen H. Die erste eignet sich für weichere Zutaten wie Tomaten; die zweite für härtere Zutaten wie Karotten.

Bei allen Zentrifugen-Entsaftern kann aus zwei Geschwindigkeitsstufen gewählt werden.

Die kleinen Messer im Boden des Entsaftungssiebs zerkleinern die Zutaten. Durch die schnelle Drehung werden die festen Bestandteile von der Flüssigkeit getrennt.

Der Saft fließt durch den Saftaustritt in den Behälter. Praktisch ist hier ein Tropfstopp, der ein Tropfen nach der Entnahme des Behälters verhindert.

Getestete Produkte

Slow Juicer

  • Domo SLOW JUICER 2.0 DO9139J
  • Kenwood Slow Juicer JMP800SI
  • Klarstein Fruitberry Slow Juicer
  • Omega Juicers® VSJ843
  • Panasonic MJ-L600
  • Rosenstein & Söhne NX-9339-913
  • Severin Slow Juicer ES 3571
  • Syntrox SJ-150W-DC
  • H.Koenig GSX22

Zentrifugen-Entsafter

  • Braun Multiquick J 500 Schwarz
  • Mia SP 2009
  • Magimix JUICE EXPERT 4
  • Philips HR1921/20
  • Russell Hobbs HORIZON ENTSAFTER 24741-56
  • Tristar SC-2284

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