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Proton VPN im Test:
Lohnt sich das Abo – und wo gibt es die besten Rabatte?

16. April 2026

Wer heute im Internet surft, hinterlässt überall digitale Spuren. Ein Virtual Private Network (VPN) verspricht hier Abhilfe. Es verschlüsselt den gesamten Datenverkehr und leitet ihn über einen externen Server, sodass die eigene IP-Adresse verborgen bleibt. Einer der bekanntesten Anbieter in diesem Segment ist Proton VPN, entwickelt von der Proton AG mit Sitz in Genf. Es ist dasselbe Unternehmen, das mit ProtonMail bereits einen der weltweit meistgenutzten verschlüsselten E-Mail-Dienste betreibt.

Ob dieser Anspruch in der Praxis Bestand hat, haben wir in den vergangenen Wochen intensiv geprüft. Wir haben alle drei Abonnementstufen unter die Lupe genommen, die Verbindungsgeschwindigkeiten an verschiedenen Standorten gemessen und getestet, wie zuverlässig Streaming-Dienste entsperrt werden. Außerdem haben wir uns eingehend mit der Datenschutzarchitektur befasst. In unserem Testbericht erfahren Sie, ob sich Proton VPN wirklich lohnt (und wenn ja, für wen).

Wer steckt hinter Proton VPN?

Die Proton Technologies AG wurde 2013 von ehemaligen CERN-Wissenschaftlern in Genf gegründet. Das Unternehmen brachte 2014 zunächst ProtonMail auf den Markt und folgte 2017 mit Proton VPN. Anders als viele kommerzielle VPN-Anbieter positioniert sich Proton den Cybernews-Experten von Cybernews.com zufolge explizit als datenschutzorientiertes Unternehmen.

Sämtliche Apps sind quelloffen auf GitHub einsehbar. Die No-Logs-Richtlinie wurde mehrfach unabhängig geprüft. Auch der Firmensitz in der Schweiz (außerhalb der Five-/Nine-/14-Eyes-Allianz) bietet rechtlich starken Schutz vor ausländischen Datenzugriffen.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten technischen Eckdaten zusammen:

Bereich Beschreibung
Entwickler Proton AG, Genf (Schweiz)
Gegründet 2013 (VPN seit 2017)
Serveranzahl Über 15.000 Server
Serverstandorte Über 120 Länder
Protokolle WireGuard, OpenVPN, IKEv2/IPSec, Stealth
Verschlüsselung AES-256 / ChaCha20
No-Logs-Richtlinie Ja, unabhängig geprüft (Securitum, Juli 2024)
Kill Switch Ja (alle Plattformen)
NetShield (Werbeblocker) Ja, DNS-basiert
Secure Core Ja (Plus/Unlimited)
Tor über VPN Ja (Plus/Unlimited)
Gleichzeitige Geräte 1 (Free) / 10 (Plus & Unlimited)
Plattformen Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Android TV, Apple TV, Firefox, Chrome
Quelloffen Ja, alle Apps öffentlich auf GitHub
Geld-zurück-Garantie 30 Tage (kostenpflichtige Abos)

Proton VPN unterstützt mit WireGuard, OpenVPN und IKEv2/IPSec alle bewährten Tunneling-Protokolle. Ergänzt wird das Angebot durch das hauseigene Stealth-Protokoll. Dieses wurde speziell zur Umgehung von VPN-Blockaden entwickelt. Relevant ist das vor allem für Reisende in China, Russland oder dem Iran.

Besonders hervorzuheben ist auch die Secure-Core-Funktion. Dabei wird der Datenverkehr vor dem eigentlichen Exit-Server zunächst über Server in datenschutzfreundlichen Ländern wie der Schweiz, Island oder Schweden geleitet. Es handelt sich um einen zusätzlichen Schutzwall gegen netzwerkbasierte Angriffe.

Die Abonnements im Überblick

Proton VPN bietet insgesamt drei Tarifstufen an, die sich in Funktionsumfang und Preis deutlich unterscheiden. Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick.

Merkmal Proton Free VPN Plus Proton Unlimited
Preis (mtl., 2-Jahres-Abo) 0,00 € ca. 2,99 € ca. 4,99 €
Preis (mtl., Jahresabo) 0,00 € ca. 4,99 € ca. 5,99 €
Preis (monatlich) 0,00 € ca. 9,99 € ca. 11,99 €
Gleichzeitige Geräte 1 10 10
Serverstandorte 10 (zufällig) 120+ 120+
Serveranzahl begrenzt 15.000+ 15.000+
Geschwindigkeit Mittel Höchste Höchste
Streaming (garantiert)
P2P / BitTorrent
NetShield (Werbeblocker)
Secure Core
Tor über VPN
ProtonMail Premium
Proton Drive (500 GB)
Proton Pass Premium
Geld-zurück-Garantie 30 Tage 30 Tage
Live-Chat-Support

Proton Free – das kostenlose Angebot

Proton Free ist in der VPN-Branche ein Einzelfall. Es gibt kein Datenlimit, keine erzwungene Geschwindigkeitsdrosselung und keinerlei Kompromisse beim Datenschutz. Die kostenlose Version unterliegt denselben Sicherheitsstandards wie die bezahlten Abos. Das heißt, es läuft inklusive No-Logs-Richtlinie, Kill Switch und zusätzlich mit starker Verschlüsselung.

Die Einschränkungen sind dennoch spürbar. Die Nutzung ist auf ein Gerät gleichzeitig begrenzt und die Serverauswahl beschränkt sich auf zufällig zugewiesene Server in zehn Ländern. Streaming-Zugang wird ebenfalls nicht garantiert und Torrenting ist nicht möglich. Für gelegentliches sicheres Surfen (z. B. im Hotel-WLAN oder auf Reisen) ist Proton Free jedoch eine bereits gute Option.

Proton VPN Plus – der empfohlene Haupttarif

VPN Plus ist das Herzstück des Angebots und für die meisten Nutzerinnen und Nutzer die richtige Wahl. Der Tarif erlaubt bis zu zehn simultane Geräteverbindungen und bietet Zugang zu über 15.000 Servern in mehr als 120 Ländern. Alle Premium-Funktionen sind freigeschaltet. Dazu gehören NetShield (Werbeblocker), Secure Core, Tor-über-VPN, P2P/BitTorrent-Unterstützung, garantierter Streaming-Zugang sowie priorisierter Support mit Live-Chat.

Beim Preis lohnt sich ein Blick auf die Laufzeit. Monatlich kostet VPN Plus rund 9,99 €. Mit einem Jahresabo sinkt der Monatspreis auf ca. 4,99 €. Mit einem Zwei-Jahres-Abo sind es sogar nur ca. 2,99 €. Damit bewegt sich Proton VPN Plus im Wettbewerbsvergleich im unteren Preissegment, ohne bei Sicherheit oder Transparenz Abstriche zu machen. Alle kostenpflichtigen Abos beinhalten zudem eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.

Proton Unlimited – das Rundum-sorglos-Paket

Proton Unlimited bündelt VPN Plus mit den Premium-Versionen aller weiteren Proton-Dienste:

  • ProtonMail: bis 500 GB Speicher, eigene Domains, 15 E-Mail-Adressen
  • Proton Drive: 500 GB verschlüsselter Cloud-Speicher
  • Proton Pass: Passwort-Manager mit Dark-Web-Monitoring und unbegrenzten Aliasen
  • Proton Calendar: bis zu 25 eigene Ende-zu-Ende-verschlüsselte Kalender

Das Abo kostet beim Zwei-Jahres-Tarif rund 4,99 € pro Monat. Wer ohnehin nach einem sicheren E-Mail-Dienst und Cloudspeicher sucht, profitiert hier erheblich. Einzeln abonniert würden diese Dienste deutlich mehr kosten. Proton Unlimited ist damit nicht nur ein VPN-Abo, sondern eine vollständige datenschutzkonforme Digitalinfrastruktur aus einer Hand.

Wie lässt sich beim VPN-Abo sparen?

Der einfachste Weg zu einem günstigeren Preis ist die Wahl einer längeren Laufzeit. Beim Zwei-Jahres-Abo spart man gegenüber der monatlichen Abrechnung bis zu 70 Prozent. Regelmäßige Aktionen (z. B. Spring Sale mit bis zu 65 Prozent Rabatt) erscheinen auf der offiziellen Webseite. Studierende erhalten außerdem über das Proton-Studentenprogramm einen gesonderten Rabatt.

Lohnt sich ein Proton-VPN-Abo – und für wen?

Die Antwort hängt natürlich vor allem von den eigenen Anforderungen ab. Wer lediglich gelegentlich öffentliche WLANs nutzt und keine spezifischen Streaming-Anforderungen hat, ist mit Proton Free gut bedient. Es ist tatsächlich das beste kostenlose VPN auf dem Markt, weil es ohne Hintergedanken betrieben wird. Es gibt keinen Datenverkauf, keine Werbung und auch keine versteckten Kosten.

Das VPN Plus-Abo empfiehlt sich insbesondere für folgende Zielgruppen:

  • Vielreisende, die regelmäßig auf öffentliche Netzwerke in Hotels, Cafés oder Flughäfen angewiesen sind
  • Personen, die regelmäßig auf geoblockierte Streaming-Inhalte zugreifen möchten (Netflix US, Disney+, Amazon Prime Video usw.)
  • Homeoffice-Nutzer, die auf sensible Unternehmensdaten von unterwegs zugreifen
  • Nutzer in Ländern mit Internetzensur oder auf Reisen in entsprechende Regionen
  • alle, die Wert auf ein unabhängig geprüftes, vollständig quelloffenes VPN legen

Das Proton Unlimited-Abo rechnet sich vor allem dann, wenn man ohnehin einen sicheren E-Mail-Dienst und Cloudspeicher sucht oder das gesamte Proton-Ökosystem nutzen möchte. Wer ProtonMail Plus, Proton Drive und Proton VPN Plus einzeln abonnieren würde, zahlt hier im Vergleich deutlich mehr.

Weniger geeignet ist Proton VPN für passionierte Online-Gamer, die auf allerniedrigste Latenzen angewiesen sind. Hier bieten spezialisierte Gaming-VPNs teils bessere Werte. Auch die Streaming-Abdeckung ist etwas schmaler als bei anderen Anbietern, deckt aber alle gängigen Plattformen zuverlässig ab.