Zu viel kann schädlich sein

02. Februar 2018

Die deutsche Verbraucher lieben Nahrungsergänzungsmittel und glauben, damit etwas für ihre Gesundheit zu tun. Viele gehen dabei getreu dem Motto nach „viel hilft viel“. Dass sie damit nicht immer ganz richtig liegen, lesen Sie im Folgenden.

Nahrungsergänzungsmittel sollen den Körper mit Vitaminen und Nährstoffen versorgen und das Wohlbefinden steigern. Dabei greifen viele Anwender zu hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln. Dass das eine Überversorgung das Risiko unerwünschter Nebeneffekte birgt, weiß jedoch kaum einer.

Aus diesem Grund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) seine Empfehlungen der Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmittteln überarbeitet. Produkte welche die neuen Empfehlungen einhalten, sollen demnach für Menschen ab dem 15. Lebensjahr keine Probleme darstellen.

Zusätzlich empfiehlt der BfR weitere Angaben auf den Verpackungen für einzelne Vitamine und Mineralstoffe einzuführen. Beispielsweise sollten Vitamin A-Präparate den Zusatz tragen, dass es in der Schwangerschaft nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden sollte. Für Vitamin K-Präparate empfiehlt der BfR, dass Personen, die gerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen, vor der Einnahme ihren Arzt konsultieren sollten. 

Und Nahrungsergänzungsmittel mit Kupfer oder Bor sollten den Vermerk tragen, dass sie nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind.
Gesetzlich bindend sind diese Vorschläge zwar nicht, aber es handelt sich dabei um wissenschaftliche Standards, welche als Grundlage für zukünftige gesetzliche Regelungen dienen können.  

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