Unsichere Smart Toys

18. Dezember 2017

Gerade Eltern stehen nun vor der Herausforderung, was als Geschenk für die Kleinen unter dem Weihnachtsbaum liegen soll. Holzbausteine und Puppen waren gestern – heute gibt es Spielzeug, das mit dem Internet verbunden und mit anderen Geräten vernetzt ist. Verbraucherschützer warnen jetzt allerdings vor den Smart Toys, denn Kinder könnten ausspioniert werden.

Der Roboter im Kinderzimmer

Die Smart Toys sind kleine Roboter, sehen aber aus wie Teddybären und Hunde. Über eine Verbindung zum Internet und per Bluetooth können sie über eine App mit dem Smartphone gesteuert werden. Was Kinder spannend finden, sehen Verbraucherschützer jedoch kritisch. Die Internetverbindung, die die Smart Toys aufbauen, ist teils nicht gesichert. Das heißt, dass sich auch Fremde per Smartphone Zugang zu den intelligenten Spielzeugen verschaffen können. Wenn die kleinen Roboter mit Kameras und Mikrofonen ausgestattet sind, was oft der Fall ist, können Kinder darüber beobachtet und belauscht werden.

Sendeanlage statt Spielzeug

Die Bundesnetzagentur hatte bereits im Februar ein Smart Toy vom Markt nehmen lassen. Die Puppe „Cayla“ wurde weniger als Spielzeug, sondern als Sendeanlage eingestuft. Mit ihr konnten Kinder durch eine ungesicherte Internetverbindung ohne großen Aufwand ausspioniert werden. Seit dem 17. November sind zudem Kinderuhren verboten, die es Eltern erlaubten, die Umgebung ihres Kindes abzuhören. Auch sie wurden als Sendeanlagen eingestuft.

Quelle: www.br.de

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