Neue EU-Regel für die Lebensmittelbranche

11. April 2018

Ab heute gelten die im vergangenen Jahr beschlossenen neuen Regelungen zur Acrylamid-Vermeidung. Denn obwohl viele von uns die Pommes, das Brot oder die Chips gerne etwas dunkler mögen, sind diese ungesund.

Werden beim Rösten, Backen, Braten oder Fritteren stärkehaltiger Speisen zu hohe Temperaturen verwendet, so bildet sich Acrylamid. Laut einem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gilt es als bestätigt, dass der Stoff das Krebsrisiko für alle Verbraucher unabhängig vom Alter erhöht. Bereits in den vergangenen Jahren wurden freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung von Acrylamid angemahnt, welche jedoch nicht zum erhofften Erfolg führten, sodass im vergangenen Jahr eine EU-Regel beschlossen wurde.

Laut foodwatch sieht die EU-Regelung unter anderem vor, dass übermäßige Frittieren zu vermeiden und Brote möglichst hell zu backen. Die Gastronomen stehen dem wegen der zusätzlichen Dokumentations- und Nachweispflicht noch kritisch gegenüber. Politiker wie der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese ist hingegen zufrieden. „Acrylamid ist nicht nur wesentlich gefährlicher als das aus dem Eier-Skandal bekannte Fipronil und das Pflanzenschutzmittel Glyphosat, sondern auch beispielsweise als Stickoxide, die im Moment die Diskussion um die Fahrverbote in Deutschland bestimmen“, so Liese zum Start der neuen Regel.

Doch auch der Verbraucher muss aufgeklärt werden, denn Zuhause entsteht bei der Zubereitung von Speisen ebenfalls Acrylamid.

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