Mädchen stärker betroffen

28. März 2018

Eine häufige Nutzung von Social Media beeinflusst jungendliche Mädchen offenbar stärker als Jungen. Für eine Studie der University of Essex und der University College London wurden fast 10.000 britische Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen: Mädchen nutzen nicht nur öfter soziale Netzwerke als Jungen des gleichen Alters, sondern lassen ihr Befinden davon auch stärker beeinflussen.

Längere Nutzdauer sozialer Medien

Die Befragung ergab, dass bereits im Alter von 13 Jahren etwa die Hälfte der befragten Mädchen über eine Stunde am Tag in den sozialen Netzwerken aktiv war – unabhängig davon, ob es sich um einen Schultag handelte oder nicht. Dagegen traf dies nur auf etwa ein Drittel der Jungen des gleichen Alters zu. Bei den Mädchen, die bis zu einem Alter von 10 Jahren bereits über eine Stunde täglich in den sozialen Medien verbracht hatten, stellte sich im Alter von 15 Jahren ein geringeres Wohlbefinden heraus.

Weniger Zufriedenheit im gesamten Jugendalter

Bei einer Bewertung der Zufriedenheit der Jugendlichen, die unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte ihres Lebens vorgenommen wurde, wurden bei den Mädchen im gesamten Jugendalter schlechtere Werte festgestellt als bei den Jungen. Gleichzeitig blieb die Nutzung der sozialen Medien aktiver als die der männlichen Teenager, obwohl sie sich bei beiden Geschlechtern mit zunehmendem Alter steigerte. Die Wissenschaftler betonten, dass die Auswirkungen einer häufigen Nutzung von sozialen Netzwerken auf das Wohlbefinden bislang unterschätzt wurde.

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