Für mehr Tierschutz

07. Februar 2018

Jeder kennt die Kennzeichnung von Eiern; je nach Haltungsart sind die Eier mit einer Ziffer versehen, sodass die Haltungsbedingungen für den Verbraucher auf den ersten Blick erkenntlich sind. Der Discounter Lidl führt eine vergleichbare Kennzeichnung ab April auch für Fleisch ein.

Umfragen zufolge wären 90 % der Verbraucher bereit, mehr für ihr Fleisch zu bezahlen, wenn es aus besserer Haltung stammen würde. Lidl führt ab April den sogenannten „Haltungskompass“ ein, der das Fleisch von Rind, Schwein, Puten und Hähnchen seiner Herkunft nach kennzeichnen soll. Die erste Stufe steht dabei für eine Stallhaltung. Stufe zwei kennzeichnet die Stallhaltung Plus. Hier stehen den Tieren mehr Platz und Beschäftigungsmaterialien zur Verfügung. Stufe drei bietet neben mehr Platz noch Auslauf im Freien und eine gentechnikfreie Ernährung. Stufe vier kennzeichnet Fleisch, welches die gesetzlichen Regeln der Biolandwirtschaft entspricht.

Auch andere Händler wie Rewe, Edeka und Aldi haben in den vergangenen Jahren Initiativen gestartet, um Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Die Erfolge waren bislang jedoch nur mäßig. Auch die Initiative von Lidl wird nur wenig bewegen, wenn andere Handelsketten und insbesondere die Politik nicht mitziehen. Leicht verständlich kann bei Lidl künftig der Verbraucher wählen, wie viel mehr er für das Tierwohl und ein gutes Gewissen beim Fleischgenuss bezahlen möchte.  

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