Fake-News bei Facebook

03. Januar 2018

Um seine Nutzer vor Fake-News zu schützen, führte Facebook zu Jahresbeginn Warnhinweise ein. Mit einem roten „Disputed“-Hinweis wurden umstrittene Inhalte deutlich gekennzeichnet. Nun werden statt der Markierung, verwandte Artikel zu den Themen angezeigt. Diese sollen helfen, die Informationen richtig einzuordnen.

Warnhinweise helfen wenig

Als Grund für die Änderung werden zum einen die Voraussetzungen für die Kennzeichnung mit dem Warnhinweis gesehen. Um einen Post als „Disputed“ (umstritten) einordnen zu können, mussten mindestens zwei unabhängige Organisationen den Inhalt als Falschmeldung einordnen. So konnte es sich teils Tage hinziehen, bis der Warnhinweis für Nutzer sichtbar wurde. Zum anderen machte der Hinweis nicht deutlich, welche Inhalte eines Artikels tatsächlich falsch oder umstritten waren.

Verwandte Artikel sollen bei Fake-News aufklären

Statt des Warnhinweises zeigt Facebook nun Artikel mit ähnlichen Themen an, die aus vertrauenswürdigen Quellen stammen. So können die Nutzer nicht nur sehen, dass ein Inhalt umstritten ist, sondern sie erhalten weiterführende Informationen und Kontext zu den Themen. Facebook ist zudem davon überzeugt, dass mit verwandten Artikeln versehene Inhalte wesentlich seltener geteilt würden. Bereits jetzt würden als Fake-News gekennzeichnete Inhalte 80 % ihrer Aufrufe verlieren.

Quelle: www.heise.de

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