Eierfärben leicht gemacht

14. März 2018

Das Osterfest rückt näher und besonders Familien mit kleinen Kindern sind bereits fleißig damit beschäftigt, das langweilige Weiß und Braun der Eier in bunt gefärbte Ostereier zu verwandeln. Dabei muss jedoch nicht immer gleich in den Chemiebaukasten der Färbetabletten gegriffen werden, denn die Natur gibt ein breites Spektrum an Färbemitteln her.

Von Grün bis Weinrot

Egal ob zarte oder kräftige Farben, ob mit Muster oder ohne – mit natürlichen Farben lassen sich (fast) alle gewünschten Ergebnisse erzielen. Dabei haben Farben aus der Natur einen großen Vorteil: Sie kommen ganz ohne E-Nummern und künstliche Inhaltsstoffe aus. Zum Färben können sowohl weiße als auch braune Eier verwendet werden, das Ergebnis wird auf weißen Eier naturgemäß jedoch wesentlich kräftiger als auf braunen.

Unterschiedliche Färbemethoden

Vor dem Färben kommt zunächst die Vorbereitung: Die Eier sollten mit Essigwasser abgewaschen werden, da sie so die Farbe besser aufnehmen. Das aufgestempelte Mindesthaltbarkeitsdatum kann durch das Essigwasser zudem leicht entfernt werden.

Eine Färbemethode verlangt, dass die Eier zunächst gekocht werden. Statt sie anzupieksen, um zu vermeiden dass sie beim Kochen aufplatzen, sollten sie lieber langsam im kalten Wasser erwärmt und nicht erst in das bereits kochende Wasser gelegt werden. Nach dem Kochen müssen sie unbedingt abgeschreckt werden. Alternativ können die Eier natürlich auch in einem Eierkocher zubereitet werden.

Zum Färben können sie dann in Schalen oder Töpfe gegeben werden, bevor sie mit dem Färbesud übergossen werden. Sie sollten mindestens 30 Minuten in dem Sud liegen; für besonders farbintensive Ergebnisse können sie auch bis zu zwei Stunden im Färbebad verbringen. Danach werden sie zum Trocknen auf ein Küchentuch oder ein Blatt Küchenrolle gelegt. Für einen besonderen Glanz werden sie nach dem Färben mit etwas Speiseöl eingerieben.

Kochen im Farbsud

Eine andere Färbemethode ist das Kochen der Eier im Farbsud. Dazu wird zunächst ein Sud hergestellt und die Eier anschließend darin für etwa 10 Minuten gekocht. Als Grundrezept für grüne Ostereier eignet sich gehackter Spinat (etwa 500 g), der zunächst 10 Minuten in 1,5 Litern Wasser kochen muss, bevor die Eier hineingelegt werden. Für rote Ostereier wird Rote-Bete-Saft zunächst etwa 10 Minuten eingekocht. Ein schöner Gelbton entsteht durch Kümmelsamen oder Kurkumapulver, das vorab in 1,5 Litern Wasser 10 Minuten aufgekocht wird.

Eine klassische Färbemethode sind Zwiebelschalen, die mit Wasser und den Ostereiern zum Kochen gebracht werden und unterschiedliche Brauntöne erzeugen. Daneben gibt es aber noch viele andere natürliche Farbstoffe, so z.B. Safranpulver, unterschiedliche Teeblätter oder Heidelbeeren, mit denen sich schöne Farbnuancen erzeugen lassen.

Wer schöne Muster auf den Ostereiern erzeugen will, kann die Eier vor dem Färben mit Faden umwickeln, mit Blättern verzieren oder in gehäkelte oder gestrickte Stoffstücke einwickeln.

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