Neato D10 – Saugroboter im Test 2022

Für die smarte Fußbodenreinigung – auch von mehr als 100 m2

25. März 2022

Mittlerweile ist der aktuell im sonnenreichen San José sitzende Hersteller Neato Robotics zu einem der wesentlichen Global Player innerhalb des Robotermarktes avanciert. Dieses Emporkommen ist, wenn man sich die Evolution des Herstellers einmal näher ansehen sollte, auch allemal verständlich: Schließlich arbeiten die verantwortlichen Technikerinnen und Techniker Neatos schon seit mehr als anderthalb Dekaden daran, die Qualitäten ihrer Modelle immer weiter zu verbessern und so vollkommen neue Maßstäbe zu errichten. Wie ersprießlich das Wirken des Herstellers darin ist, all seine Modellpläne und -projekte zu verwirklichen, lässt sich auch schon daran ersehen, dass kontinuierlich neue Modelle aus seinen Werken kommen: Modelle, die sich durch verschiedenerlei Merkmale aus der Sphäre der Hard– und der Software auszeichnen können und die dadurch allerlei Ansprüche abdecken sollen. Nachdem im Jahr 2021 der D8 und der D9 erschienen sind – Modelle, die wir uns schon vornahmen (s. ETM TESTMAGAZIN 06:2021 & 09:2021) – ist nun seit ein paar Wochen auch noch der D10 erhältlich. Dieser soll nun vor allem solche Verbraucherinnen und Verbraucher adressieren, die in Häusern und Haushalten von ausladenderen Maßen wohnen und die Fußbodenreinigung in vollem Maße einer smarten Maschine anvertrauen wollen, die mit einem Mal einen Großteil aller Fußböden abrollen und dieselben dadurch wieder makellos erscheinen lassen kann. Ob die all dies verheißenden Versprechen des Herstellers aber auch wirklich valide sind? Wir haben es erhoben und stellen all unsere Eindrücke im Weiteren dar.

All das, wodurch sich der neue D10 so auszeichnen soll, kann durchaus Eindruck machen. Die vom Hersteller herrührenden Hinweise zur Technik des Modells, die man auch als Verbraucherin resp. Verbraucher schon vor dem Erwerb des D10 einsehen kann, lassen vor allem Eines erkennen: Die mit 300 Minuten wirklich imponierende Ausdauer des hier vorhandenen Akkumulators. Dies ist schließlich um 59,9 % ausdauernder als der Akkumulator des D9. Daher kann man dieses Modell auch ersprießlich in solchen Häusern verwenden, deren Fußböden von wirklich ausladender Fläche sind: Denn das Stromreservoir ist solchermaßen prall, dass der D10 auch solche Flächen in einem Mal voll abrollen und alle Winkel des Hauses erreichen kann, ohne dass es sich währenddessen ans Stromnetzwerk des Haushalts anschließen muss. Doch auch dann, wenn man die ansehnliche Qualität des Akkumulators außen vor lassen sollte, kann das Modell mit so mancherlei anderem prunken: Dank der hier vorhandenen Lasersensoren soll sich der D10 vollkommen verlässlich durchs Haus manövrieren und dasselbe währenddessen mappen können, um sich so bspw. auch die Position von Hindernissen (Mobiliar, Wände usw.) einzuprägen. Der in dem Modell vorhandene HEPA H13-Filter soll außerdem sicherstellen, dass auch allergiegeplagte Menschen sich den D10 ins Haus holen können: Ein Großteil der hier verantwortlichen Milben, Pollen & Co. verlieren sich schließlich in den Membranen. Wie es sich mit den Qualitäten dieses durchaus hochpreisigen1 Flagship-Modells wirklich verhält, lesen Sie in unserem – alle wirklich wesentlichen Stärken und Schwächen abhandelnden – Test.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich makellose Fußböden innerhalb aller Winkel ihres Hauses wünschen, aber das mit der regelmäßigen manuellen Fußbodenreinigung verbundene Arbeitsvolumen scheuen und diese alles andere als erquickliche Arbeit daher von einem smarten Roboter verrichten lassen wollen.

Was ist hervorzuheben?
Der Akkumulator des D10 ist noch einmal sehr viel ausdauernder als der seiner schon eingangs angesprochenen Vorgänger (+199,1 % gegenüber dem D8 & +59,9 % gegenüber dem D9): Er kann im Eco-Modus den Motor des Modells volle 323 Minuten (T) mit Strom speisen.

Was ist interessant?
Der Hersteller arbeitet regelmäßig daran, die bspw. das Manövrieren im Haus kontrollierende Software des Modells zu verbessern. So ist es allemal vorstellbar, dass der ein oder andere von uns erhobene Makel in den kommenden Wochen, Monaten usw. behoben wird.

Saugroboter – Technik im Detail

Wiewohl der D10 äußerlich von einem verhaltenen Stil ist, wurden ihm doch Massen an verschiedenen, während des Werkens im Haus wirklich wertvollen Technikschmankerln verliehen. Sie sollen – in ihren Qualitäten ineinander einspielend – sicherstellen, dass sich das Modell vollkommen sicher und souverän durch alle Winkel des Haushalts manövrieren und schließlich die Fußböden makellos erscheinen lassen kann – einerlei ob es sich nun um Holz, Stein, Vinyl o. Ä. handeln sollte. Wenn man sich den D10 von außen vornehmen sollte, wird man vor allem an der Seitenbürste A interessiert sein: Dieser ist es schließlich zu verdanken, dass das Modell einen Großteil der den Fußboden vereinnahmenden Teilchen bis hin zur Mitte seines Bauches schieben kann, wo das Modell sie schließlich an- und in sich hineinziehen soll: Gerade da ist ein 280 × 40 Millimeter (Bmax × Tmax) messender Einlass B zu erspähen, vor dem die sich während des Saugvorgangs einheitlich voran schnellende Walzenbürste C installiert worden ist: Diese soll die Teilchen vom Fußboden nicht nur heran-, sondern bspw. auch aus dem nach oben empor sprießenden Textil eines Teppichs herausziehen können: Hier können sich vor allem Gras, Erde, Sand usw. verheddern. Solcherlei Teilchen schießen anschließend weiter in ein spezielle Behältnis D (Vmax: 700 Millimeter) innerhalb des Modells. Dieses Behältnis lässt sich nach oben hin aus dem Modellkörper hoch- und herausheben, um es im Weiteren innerhalb von nur einem Moment voll ausleeren zu können. Der D10 ist schon von Werk aus mit einem HEPA H13-Filter E versehen worden und kann dadurch Eines sicherstellen: Dass das Modell einen Großteil der vom Fußboden verschwundenen Teilchen auch wirklich in sich wahren kann und dieselben nicht wieder ins Haus wirbeln lässt. Der D10 kann sechs ihrer Größe nach wirklich ausladende Räder F vorweisen, mit denen sich das Modell durch alle Teile des Haushalts zu schieben weiß: Nur ein einzelnes Räderpaar aber ist auch mit dem innerhalb des Modells wirkenden Motor verbunden worden. Die anderen vier Räder dienen vor allem dazu, das Modell während eines Saugvorgangs seitlich zu stabilisieren und dadurch bspw. ein sich an einen Stoß anschließendes Ausbrechen zur einen oder zur anderen Seite hin zu verhindern. Weiters ist auch noch eine Vielzahl von verschiedenen Sensoren im Modell installiert worden: Sie erlauben es ihm, viele der in Häusern regelmäßig vorhandenen Hindernisse als solche zu erkennen und sich innerhalb des Haushalts verlässlich zu koordinieren. Gerade hier ist die LaserSmart-Technik G zu nennen: Der D10 kann anhand von Lasern alle im Haus vorhandenen Objekte abscannen und soll sie so schon von vornherei sicher erkennen. Die Fallsensoren H wiederum sehen sich das Areal vor dem Modell an, um so bspw. herab weisende Treppen als solche auszumachen. Sie halten den D10 in solchen Momenten dazu an, den aktuellen Winkel zu verändern, um nicht herab zu purzeln. Schließlich soll sich das Modell dank seines außerdem vorhandenen Wandsensors I an den Wänden des Haushalts orientieren können, um den Fußboden auch hier, vor allem also an den abschließenden Fußleisten, voll abzurollen. Auch die sich nach vorne hin wölbende Stoßleiste J des D10 wurde mit Sensoren versehen: Sie aber erspähen Hindernisse nicht schon vorab, sondern sehr viel später – in dem Moment, in dem das Modell vor sie stößt. Mit neuem Strom versehen kann man den Akkumulator des D10 in der schon von Werk aus enthaltenen Station K, an die er mit seinen Ladekontakten L andocken kann.

Der Test im Überblick

Der D10 ist nun das 3. Modell, das Neato innerhalb von nur ein paar Quartalen auch in den europäischen Markt hineingetragen hat und das sich durch allerlei vielversprechende Qualitäten auszeichnen soll. So soll vor allem die Ausdauer des als Stromreservoir wirkenden Akkumulators imponieren: 300 Minuten will das Modell seinen Motor werken lassen können. Dieses Versprechen verstand der D10 auch in vollem Maße zu verwirklichen! Doch auch außerhalb dieser Ausdauer kann das Modell durch so manch andere Stärken prunken: Während sich der D8 und der D9 bspw. noch nicht vollends sicher durchs Haus manövrieren wollten, verhält es sich nun schon anders. Nur noch der ein oder andere Makel war von uns zu verzeichnen.

Eindruck kann das Modell aber auch dank seiner Materialien und seines Materialverbunds machen: Der äußere Mantel in metallischem Stil (Metallic) ist nicht nur von edlem Anblick, sondern auch vollends stabil, sodass das Modell allen Strapazen, die sich während der Fußbodenreinigung stellen können, schadlos widerstehen kann. Sehr schön außerdem: Der D10 lässt sich sehr viel schneller und auch simpler einstellen als noch der D8 und der D9. Die App MyNeato kann innerhalb eines Moments mit dem Modell verbunden werden; nur dann, wenn die Software des Modells aktualisiert wird, muss man circa 15–20 Minuten ausharren.

Nur durch die App lässt sich ein Großteil all der verschiedenen Optionen des D10 erreichen, da keine Remote Control vorhanden ist und man das Modell vermittels der an ihm vorhandenen Tasten nur ans Werk und schließlich wieder in die Station schicken kann. Ein wirklich praller Strauß an Features ist aktuell noch nicht vorhanden. Hervorzuheben ist aber, dass der Hersteller schon das Funktionsspektrum des D8 und des D9 regelmäßig verbessert hat und dies in den Monaten vor uns auch beim D10 so handhaben will. Wertvoll ist vor allem die Option, verschiedene Fußbodenreinigungszonen einzurichten und einzuprogrammieren, wie das Modell in ihnen werken soll. Auch Timer sind vorhanden, die ein smartes Arbeiten des Modells im Haus erlauben. Dank der schon aus sich heraus verständlichen Strukturen der App kann man dieselbe von vornherein intuitiv verwenden. Die Dokumentation des Herstellers aber ist voller kurzer, knapper Texte und könnte das ein oder andere Thema noch detaillierter abhandeln. Das Warten des D10 ist an sich anspruchslos: Allein den Staub & Co. einschließenden Behälter kann man nur mühevoll ausleeren.

Während des Werkens kann sich das Modell planvoll durchs Haus manövrieren. Wirklich exzellent, weil einen Großteil des Fußbodens erreichend, ist die hier zu erkennende Systematik aber nur dann, wenn der Haushalt nicht voller Hindernisse wie bspw. Mobiliar sein sollte: Dann kann es passieren, dass der D10 durch wiederholte Wechsel des Winkels von seinem Arbeitsplan abweichen muss und Teile des Fußbodens voll außen vor lässt. Apropos Hindernisse: Diese können die Sensoren des Modells nicht immer erkennen. Deshalb kann der D10 auch immer mal wieder vor sie stoßen. Wiewohl solche Stöße regelmäßig nicht mit Schäden am äußeren Mantel des Modells verbunden sind, erwiesen sie sich doch als verdrießlich: Der D10 muss nach einem Stoß schließlich immer wieder den Winkel anpassen und sich neu ans Werk machen. Wir haben auch mehrere Male verzeichnen müssen, wie sich das Modell voll in Hindernissen verrennen kann: Dann muss man es manuell an- und anderswo hin heben. Schön wiederum ist, dass der D10 nach dem Abschluss seiner Arbeit schon von sich aus immer wieder verlässlich in seine Station rollen kann.

Die Saugleistung des D10 ist ansehnlich, aber doch nicht anstandslos: Es verbleiben schließlich regelmäßig mehrere Teilchen, die das Modell nicht voll vom Fußboden ab- und sich hineinziehen kann, ohne dass dies von der Größe der Teilchen abhängig wäre. Gerade in den Ecken des Hauses ist dies immer wieder zu vernehmen, da das Modell nicht voll in sie hinein reichen und die Teilchen heran holen kann: Dass nur der vordere Teil des D10 ausbauchend ist und derselbe äußerlich einem D ähnelt, kann hieran leider nichts ändern. Brillieren aber kann das Modell mit der schon hiervor angesprochenen Ausdauer des ihm verliehenen Akkumulators: Die Arbeit in dem in vielen Haushalten vollkommen ausreichenden Eco-Modus lässt sich volle 323 Minuten (T) vollziehen. Hierin ist der D10 konkurrenzlos. Dass man ihn anschließend 258 Minuten (T) am Stromnetzwerk des Hauses lassen muss, um den Akkumulator wieder mit Strom zu versehen, ist daher auch durchaus verständlich.

Was also lässt sich aus alledem nun ableiten? Dass der D10 ein von außen wie von innen wirklich ansprechendes, viele Stärken und so mancherlei Schwächen vorweisendes Modell ist. Während der ein oder andere Makel, der sich bspw. bei dem D8 und bei dem D9 noch monieren ließ, hier nicht mehr auszumachen ist, verhält es sich vor allem mit dem immer mal wieder vorkommenden Anstoßen vor Mobiliar anders. Wir verleihen ihm daher mit 92,0 % das Testurteil „sehr gut“.

Logo des Produkts

Die wesentlichen Merkmale

  • Volumen des Staubbehälters (Vmax): 0,7 l
  • Höhe des Modells (Hmax): 10,1 cm
  • Arbeitszeit (T): 323 min (im Eco-Modus)
  • Ladezeit (T): 258 min

Pro

  • außerordentliche Ausdauer des Akkumulators (T im Eco-Modus: 323 min)
  • exzellente Qualität der Materialien & des Materialverbunds
  • HEPA H13-Filter kann auch Milben, Pollen usw. abscheiden
  • kommt regelmäßig wieder von allein in seine Station zurück

Contra

  • kann mancherlei Hindernisse nicht verlässlich erkennen

Das Modell & die Station

Die Designsprache des D10 wird – wie auch schon die aller anderen Modelle des Herstellers – von einer exklusiven, nach vorne hin ausbauchenden und dadurch an ein D erinnernden Form geprägt: Diese soll es dem Modell erlauben, sich voll bis in alle Winkel des Hauses hinein zu manövrieren, also bspw. auch in die Ecken des Wohnraums. Ob der D10 dies aber auch wirklich kann? Dies haben wir erhoben (s. S. 93). Der metallisch wirkende Stil des die Technik des Modells von außen her einschließenden Materials ist durch und durch modern. Die Qualität des hier vorhandenen Materials und des Materialverbunds an sich ist auch durchaus ansehnlich: Der äußere Mantel bspw. hält wiederholte Stöße vor Mobiliar aus Holz, Metall usw. aus, ohne dass dies in Schäden münden würde. Die einzelnen Teile dieses Mantels sind schon von Werk aus so präzise verbunden worden, dass sich hier keinerlei ausladende, ins Modell hinein weisende Spalten erkennen lassen. Dies ist wertvoll, weil so auch keine während der Fußbodenreinigung immer mal wieder empor wirbelnden Partikel in die Mechanik des Modells kommen können. Tadeln lässt sich allein die Qualität des das Modell von oben her vereinnahmenden Tastenpaars: Dieses ist mit einer klassisch-konventionellen Mechanik versehen worden, lässt sich aber nur mit wahrnehmbarem Widerstand herab drücken.

Mit Maßen von 323 × 336 × 101 Millimetern (Lmax × Bmax × Hmax) ist der D10 alles andere als monumental. Gewiss: Die 101 empor weisenden Millimeter (Hmax) sind mehr als viele andere Modelle vorweisen. Gleichwohl kann der D10 noch immer unter einen Großteil des Fußboden-nah abschließenden Mobiliars wie bspw. Couches, Sessel usw. rollen. Das Gewicht des Modells ist mit 3.712 Gramm (mmax, leer) wunderbar zu handeln: Man kann es also ohne wirkliche Mühen an- und anderswo hin heben. Hier ist auch die Mulde an der Oberseite des D10 lobend hervorzuheben, dank derer sich das Modell vollkommen sicher hoch hieven lässt: Sie vermittelt schließlich ausreichenden Grip.

Das Zubehörensemble des D10 schließt auch eine Station ein, in der man dessen Akkumulator immer wieder mit Strom anreichern kann. Diese muss – wie auch bei anderen Modellen – immer an ein und derselben Stelle des Hauses verweilen. Bei der Wahl dieser Stelle aber kann einem der D10 reichlich Spielraum erschließen: Dies ist vor allem den 1,80 Metern (Lmax) des Stromkabels, mit dem man die Station ans Stromnetzwerk des Hauses anschließen muss, zu verdanken. Die Station wiederum ist alles andere als ausladend: Wir sprechen hier von nur 173 × 77 Millimetern (Bmax × Tmax). Da sie außerdem nur 115 Millimeter (Hmax) hoch ist, wird sie visuell nie wirklich hervorspringen, sondern sich verhalten-vornehm in den Stil des Haushalts einpassen.

Die Bedienung

Am D10 ist nur ein Tastenpaar zu erkennen, dessen Tasten mit Maßen von 15 & 37 Millimetern (je ∅max) wunderbar zu erreichen, aber – wie schon vorher angesprochen – nur mit einem wahrnehmbaren Maß an Widerstand herab zu drücken sind. Die Technik des Modells kann Tastendrücke immer verlässlich erkennen, vereinzelt aber kann dies 0,5–1,5 Sekunden (Tmin – Tmax) dauern. Mit der ausladenderen Taste lässt sich das Modell an- und wieder ausschalten sowie ein Saugvorgang im Eco-Modus starten resp. stoppen. Die andere Taste wiederum ist da, um sich über den aktuellen Status des D10 unterrichten zu lassen: Nach einem Tastendruck ist von dem Modell ein deutschsprachiger Hinweis zu vernehmen (bspw. „Ich bin bereit zur Reinigung!“). So kann man mit einem Mal erkennen, wie es sich mit dem D10 aktuell verhält, was insbesondere bei ab und an mal vorkommenden Technikproblemen wertvoll ist.

Die Tasten wurden von Werk aus mit LEDs versehen, anhand derer sich ersehen lässt, wann welche Taste zu verwenden ist; obendrein kann man hier erkennen, ob das Modell momentan an oder aus ist und ob von ihm her ein Fehler in der Hardware zu verzeichnen ist. Daneben sind aber noch weitere LEDs vorhanden: Die eine von ihnen strahlt in einer von drei Farben (i. e. Grün, Gelb oder Rot) und illustriert so den aktuellen Stand des Stromreservoirs des Modells. Die andere von ihnen stellt nach außen hin dar, ob der D10 aktuell mit einem der WLANs des Hauses verbunden ist und sich so mit der App MyNeato verwenden lässt.

Diese App ist elementar, wenn man all die wirklich wesentlichen, das Modell durch und durch smart machenden Mechanismen in Anspruch nehmen will: Die Tasten, derer wir uns hiervor annahmen, erschließen nun einmal nur die Basics. Da die allermeisten Menschen mittlerweile aber regelmäßig ein Smartphone oder Tablet in den Händen halten, stellt dies kein erhebliches Problem dar; außerdem lässt sich ein Großteil aller aktuellen Modelle in vollem Maße nur vermittels einer App verwenden. Die App MyNeato ist mit Android (ab 7.0) und auch mit iOS (ab 13.2) kompatibel: Man kann sie außerordentlich schnell installieren und anschließend ebenso schnell mit dem D10 koppeln. Noch bei dem D8 und bei dem D9 kam es hier immer wieder zu Kommunikationsproblemen; diese wurden vonseiten des Herstellers behoben, sodass man dieses Modell endlich vollkommen smooth mit Smartphone und/oder Tablet koppeln kann.

Die App allein erschließt einem also alle Features des D10: Die Quantität dieser Funktionen aber ist nicht so prall-pompös wie bei mancherlei anderen Modellen. Endlich sind aber, nachdem dies beim D8 und beim D9 noch anders war, drei verschiedene Modi vorhanden, anhand derer man die Power des Motors präziser an die Ansprüche des Fußbodens anpassen kann: Der Eco-Modus ist mit einem maßvollen Stromverbrauch verbunden und wunderbar, um ebene Fußböden aus Holz, Stein usw. eilends wieder ansehnlich erscheinen zu lassen. Der Turbo-Modus wiederum vereinnahmt sehr viel mehr Strom, kann aber auch Fußböden aus Textil, also vor allem Teppiche aus Polyacryl, Polyamid usw., wirksam zu säubern. Der nun den D10 auszeichnen sollende Max-Modus will den Motor in einem noch ausnehmenderen Maße placken lassen, um auch anspruchsvollere, bspw. Gras, Erde, Sand usw. einschließende Malheure verlässlich verschwinden zu lassen. Verwunderlich ist nur, dass man den Modus nicht während der Arbeit des Modells spontan anpassen kann, sondern das aktuelle Arbeitsprojekt im Haus abbrechen und den D10 in seine Station resp. zum Startpunkt zurückschicken muss. Verdrossen waren wir auch darüber, dass sich noch immer nicht einprogrammieren lässt, wie sich das Modell durchs Haus manövrieren, welche Muster es währenddessen also bspw, verwirklichen soll. Dies übernimmt das Modell vielmehr von allein, ohne dass sich hier intervenieren ließe; man kann ihm also nicht bspw. vorschreiben, ausschließlich die Wände des Haushalts abzurollen o. Ä.

Wann immer der D10 erstmals durch den Wohnraum rollen sollte, muss er diesen aus allen Winkeln erkunden, um so eine Map des von ihm anschließend abzurollenden Fußbodens zu erstellen. Zum einen orientiert sich das Modell im Weiteren immer wieder an diesem Fußbodenplan, zum anderen kann man ihn per App einsehen und verändern. So lassen sich bspw. Zonen einzeichnen und einprogrammieren, wie sich der D10 in diesen Zonen verhalten soll: Wenn man hier No-Go-Areas vorsehen sollte, kann das Modell nicht in sie hinein rollen. Hier erwies sich der D10 als sehr verlässlich. Doch man kann auch einstellen, dass das Modell hier oder da den Modus wechseln muss, um sich so an die Ansprüche des Fußbodens anzupassen. Dies ist auch ausgesprochen praktisch, lässt sich doch so bspw. ein einzelner Teppich immer im Turbo-Modus abrollen, während der D10 sich aller anderen Teile des Fußbodens im Eco-Modus annehmen soll. Es lassen sich mehrere Zonen einprogrammieren und auch mit Namen („Kinderzimmer“, „Wohnzimmer“ usw.) versehen.

Wie bei vielen anderen Modellen kann natürlich auch hier ein Fußbodenreinigungsplan erstellt werden: Es lässt sich also einprogrammieren, wann und wie sich der D10 von allein ans Werk machen soll. Währenddessen lässt sich nicht nur der zu verwendende Modus, sondern außerdem einstellen, welcher Zonen sich das Modell annehmen soll. So lassen sich auch nur einzelne Teile des Haushalts abdecken, bspw. also diejenigen, die regelmäßig in stärkerem Maße verwendet und dadurch auch verschmutzt werden. Diese Timer erschließen einem alles wirklich Wesentliche, wodurch man die Fußbodenreinigung mit dem D10 voll automatisieren kann. Auch hier erwies sich das Modell als durch und durch verlässlich: Alle angesprochenen Parameter wurden immer wieder einprogrammierungsgemäß verwirklicht.

Wenn der D10 sich der Fußböden annehmen sollte, während man außerhalb des Hauses ist, möchte man vielleicht im Nachhinein noch nachvollziehen, wie das Modell der Fußbodenreinigung nun wirklich nachgegangen ist. Dies lässt sich durch die App auch eilends anstellen, kann man in ihr doch bspw. einsehen, wie sich der D10 wann über die Fußböden das Haushalts rollte. Eine weitere durchaus wertvolle Funktion der App: Man kann das Modell veranlassen, einen mit einem Schalldruckpegel von 65,9 dB(A) (LP max aus d: 1,0 Meter) durchaus hörbaren Ton auszustoßen. Dies ist immer dann praktisch, wenn sich das Modell verrannt haben und sich nicht mehr von allein anderswo hin schieben können sollte.

Wirklich epochal ist das Funktionsspektrum der App also wahrlich nicht. Der Hersteller aber will die App und den durch sie erreichbaren Aktionskreis immer weiter ausbauen, sodass in den kommenden Monaten voraussichtlich immer wieder neue Funktionen hinzukommen und eventuelle Fehler behoben werden. Genauso verhält es sich auch mit der Software des Modells: Auch sie wird immer mal wieder aktualisiert, was 15–20 Minuten dauern kann.

Die App lässt sich ohne Mühen verwenden: Schon anhand des Mainscreens kann man mit nur einem Mal die verschiedenen Teile der App anvisieren; über die am Fuße zu erspähenden Icons kann man in alle Menüs der App hinein wechseln, um so bspw. den Fußbodenplan zu verändern, einen Timer einzuprogrammieren usw. Man muss sich also nur die ein oder andere Minute nehmen, um die App zu verstehen; dann kann man sie schnell in vollem Maße verwenden, da sich sämtliche Funktionen intuitiv erschließen. Noch abschließend ein Hinweis zum Handhaben der App: Man kann das Modell auch per Sprachassistent (Amazon Alexa & Google Home) kommandieren. Der D10 lässt sich also, wenn man dies wollen sollte, voll ins Smart Home einspannen.

Was sich aber noch verbessern ließe, ist das Leeren des Staub & Co. enthaltenden Behälters des Modells: Diesen kann man mit einem Mal hoch- und herausheben, den ihn verschließenden Teil aber nur mühevoll abziehen. Dies kann durch den Widerstand der Mechanik mit einem Mal passieren, sodass viele der hier vorhandenen Teilchen empor wirbeln und dadurch wieder den Fußboden verschandeln können. Glücklicherweise ist hier ein ansehnliches Volumen von 700 Millilitern (Vmax) vorhanden, sodass man sich das Modell nur alle paar Sessions mal vornehmen muss.

Doch auch andere Teile des D10 muss man sich regelmäßig ansehen, damit das Modell weiter planvoll die Fußböden des Hauses abrollen kann. Die Sensoren bspw. lassen sich schon wirksam mit einem weichen Tuch abwischen. Sehr viel anspruchsvoller ist hier schon die Arbeit an den Bürsten des Modells. Hier kommt einem indes das zum Zubehörpack des D10 zählende Reinigungswerkzeug zupass: Dieses Reinigungswerkzeug schließt einen Kamm ein, mit dem sich Gras, Erde usw. aus den Borsten heraus kämmen lassen, sowie ein Messer, mit dem man versponnene Haare o. Ä. kappen kann.

Manche Komponenten des Modells verschleißen während der Fußbodenreinigung, sodass man sie in regelmäßigen Abständen auswechseln muss. Bei den Bürsten bspw. ist dies nach 6–12 Monaten der Fall, während man den Filter schon nach 2 Monaten erneuern sollte, um dessen volle Funktionalität zu erhalten. Apropos Filter: Hierbei handelt es sich um einen HEPA-Filter der Filterklasse H13, der bis zu 99,97 % aller bis in die Alveolen, also bis in die äußersten Teile unseres Atemsystems hinein wandern könnenden Partikel abscheiden soll. Für Menschen, die gegenüber Milben, Pollen usw. sensibel sind, ist dies ausgesprochen wertvoll: Auch sie können sich den D10 ohne Weiteres ins Haus holen. Ein Ersatzteil-Kit, bestehend aus einer Walzenbürste, einer Seitenbürste, einem Reinigungswerkzeug und einem Filterpaar, kann im Onlineshop des Herstellers erworben werden (59,99 €).

Auch den Akkumulator des Modells muss man nach 12–18 Monaten auswechseln. Schön, dass man beim D10 einen solchen Wechsel vollziehen kann; schließlich haben viele andere Modelle von Werk aus starre Akkumulatoren. Wenn es also einmal zu einem ausgeprägten Verschleiß des Akkumulators – bspw. durch den Memory Effect – kommen sollte, kann man ihn erneuern, ohne ein neues Modell erwerben zu müssen. Das ist natürlich sehr viel ökonomischer.

Wann man aber die verschiedenen Teile des Modells auswechseln soll, wird löschen leider nicht auch nur einmal in der von Werk aus vorhandenen Dokumentation des Herstellers angesprochen. Diese kann nur Basics vorweisen und kurz und knapp veranschaulichen, wie man den D10 installieren muss. Glücklicherweise lässt sich über die Website des Herstellers eine sehr viel inhaltsvollere Dokumentation im Portable Document Format einsehen. Wie man aber bspw. die doch so wesentliche App verwenden muss, lässt auch diese Dokumentation voll außen vor. Dies muss man also per Trial & Error lernen, was dank der verständlichen Strukturen der App auch durchaus machbar ist.

Die Systematik

Vor allem hier will sich der D10 von vielen anderen Modellen abheben: Er soll sich, wann immer man ihn ins Haus rollen lässt, in alle Winkel desselben manövrieren. Wie er das verwirklichen will? Dadurch dass er vorab die äußeren Teile des Fußbodens eines Raumes, die er bspw. anhand der Fußleisten erkennen kann, abrollt und sich von da aus die inneren Teile vornimmt. Diese Systematik erlaubt es dem Modell auch wirklich, mehr als 90 % der Fläche des Fußbodens zu erreichen, um so einen Großteil aller ihn vereinnahmenden Teilchen verschwinden zu lassen. Dies aber kann das Modell nur innerhalb von solchen Flächen anstandslos verwirklichen, in denen keinerlei Hindernisse (Mobiliar usw.) vor- handen sind. Wann immer die Sensoren des D10 ein Hindernis erspähen, halten sie das Modell an, diesem Hindernis auszuweichen. Dadurch muss er von dem ursprünglichen, von außen nach innen hin weisenden Arbeitsplan abweichen. Daher kann es allemal passieren, dass das Modell manche Teile des Fußbodens nie, andere wiederum mehrmals erreicht. Wiewohl sich der D10 an der von ihm erstellten Map des Hauses orientieren soll, lässt er ab und an auch mal Areale des Fußbodens vollkommen aus.

Hindernisse kann der D10 anhand vielerlei verschiedener Sensoren erkennen. Wirklich verlässlich ist hier der Wandsensor: Das Modell kann Wände immer wieder als solche erkennen und sie anschließend mit maßvollem Tempo abrollen, um so auch die Flächen vor den Fußleisten voll zu erreichen. Genauso verhält es sich mit den Fallsensoren: Vor herab weisenden Treppen hielt das Modell immer wieder mehrere Millimeter vorher an und verschwand wieder in einem anderen Winkel. Man muss sich also keinerlei Gedanken um kapitale Schäden machen, die das Modell während einer bspw. durch Timer veranlassten Arbeit im Haus erleiden könnte. Hierin sind die Sensoren solchermaßen verlässlich, dass man derlei Stellen nicht auch noch per App als No-Go-Areas einprogrammieren muss.

Manövrieren kann sich das Modell vor allem dank seiner nach oben hin abschließenden Lasersensoren: Durch sie lassen sich aber allein Hindernisse mit ausladenderen Maßen (Hmin: 80 Millimeter) wirklich sicher erkennen. Hindernisse wiederum, die solche Maße vermissen lassen, kann das Modell nie erspähen: Hier kann es also regelmäßig zu Stößen kommen. Die hier vorhandenen Stoßsensoren erkennen dies und veranlassen das Modell anschließend dazu, den aktuellen Winkel zu verändern und dem Hindernis so auszuweichen. Wir haben hier aber mehr als nur einmal verzeichnen müssen, wie der D10 mehrere Male vor ein und dasselbe Hindernis stieß. Während solcher Stöße kam es aber – auch dank der das Modell von vorne her einschließenden Stoßleiste – nie zu Schäden. Dennoch: Durch solcherlei Stöße und die sich an sie schließenden Wechsel des Winkels verschwendet das Modell Strom, der sich anderswie ersprießlicher verwenden ließe. Wirklich verdrossen waren wir aber über einen anderen Makel des Modells: Flachere Hindernisse (Hmax: 35 Millimeter) will das Modell überrollen, kann sich währenddessen aber vom Fußboden abheben und dadurch vollends verrennen. Gerade daher sollte man sich das Werken des D10 das ein oder andere Mal anschauen, ehe er anhand von Timern alles von allein vollziehen soll. Teppiche, Türschwellen usw. kann das Modell aber meisterlich passieren: Dank des hier vorhandenen Rollensechserleis lassen sich solche Hindernisse problemlos erklimmen.

Wann immer sich der D10 von seiner Station aus ans Werk machen sollte, so kann er regelmäßig auch wieder von allein in sie zurück rollen – vor dem Abebben des in seinem Akkumulator vorhandenen Stromreservoirs. Das Modell kann sich schließlich einprägen, wo es wieder hin muss. Weiters ist es solchermaßen smart, dass es die Wiederkehr in einem Moment anstößt, in dem noch in ausreichendem Maße Strom vorhanden ist. Bei den Modellen D8 und D9 kam es mehrmals vor, dass sie mit vollem Tempo in die Station rollten und sich dadurch nicht mit dem Stromnetzwerk des Hauses verbanden, sondern die Station vielmehr an der Wand hinter ihr nach oben schoben. Dies aber ließ sich mit dem D10 nicht auch nur einmal verzeichnen: Hieran lässt sich wunderbar erkennen, was der Hersteller durch die Software des Modells so alles nachpolieren kann.

Die Saugleistung

Wie viel ein Modell wie der D10 während seines Manövrierens durchs Haus wirklich von den Fußböden abziehen kann, ist von mehreren Momenten – vor allem aber von dem Material des Fußbodens sowie von der Qualität des Motors und der Fußbodendüse – abhängig. Den D10 sollte man plane Fußböden aus Holz, Stein usw. ausschließlich im Eco-Modus abrollen lassen: Hier verschwinden schließlich schon 92,0 % aller Teilchen, wobei vor allem solche mit Maßen von maximal einem Millimeter (∅max) verblieben. Wirklich ersprießlich ist die Wahl des sehr viel mehr Strom verbrauchenden Turbo- und des Max-Modus nicht: Das Modell ließ hier auch nur 93,0 resp. 93,5 % aller Teilchen in sich hinein wandern. Wann immer das Modell die den Fußboden abschließenden Teile abrollen, sich also bspw. an den Fußleisten voran schieben muss, verbleiben anschließend sehr viel mehr Teilchen: Dank der dem Modell verliehenen Form kann dasselbe voll in Ecken hinein rollen, in ihnen dann aber doch nicht alle Teilchen erreichen. 13 % waren anschließend noch immer in den Ecken auszumachen. Weshalb das Modell hier solchermaßen schwach ist? Weil die hier vorhandenen, seitlichen Borsten nur 25 Millimeter (Lmax) messen: Würden sie den ein oder anderen Millimeter mehr vorweisen können, könnten sie auch weiter in die Ecken reichen und ein Mehr an Teilchen hin zur Mitte des Modells schieben.

Wann immer das Modell aber auch Fußböden aus Textil, also vor allem Teppiche, abrollen muss, ist der Max– Modus vorzuziehen. Wiewohl es sehr viel anspruchsvoller ist, Teilchen wie Gras, Erde, Sand usw. aus Textil heraus zu ziehen, kann das Modell doch auch hier volle 92,0 % verschwinden lassen. Den Eco– und den Turbo-Modus sollte man hier außen vor lassen, wenn es sich nicht um lose verteilte, also noch nicht bspw. durchs Schuhwerk im Teppich vertretene Teilchen handeln sollte: Hier ließen sich von dem Modell schließlich nur 75,0 resp. 85,1 % einziehen.

Hier ist aber Eines herauszustellen: Wie viele Teilchen das Modell vom Fußboden verschwinden lässt, ist nicht nur von den schon einleitend angesprochenen Momenten (Material des Fußbodens usw.), sondern auch von der Systematik des Modells abhängig: So kann es durch- aus vorkommen, dass der D10 einen einzelnen Teil des Fußbodens vollends außen vor lässt, insbesondere wenn dieses Areal stark verwinkelt ist (s. S. 92); dann verbleiben hier alle diesen Teil des Fußbodens verschandelnden Teilchen. Andere Areale des Fußbodens wiederum kann das Modell auch mehrere Male abrollen; dann verschwinden sehr viel mehr der Teilchen als anderswo.

Strom & Schall

Eine wirklich vorbildliche Qualität kann das D10 aber auch noch anderswo vorweisen: Wir sprechen hier von der Ausdauer des hier vorhandenen Akkumulators (Q: 6.200 mAh & U: 14,4 V), mit dem man sich volle 300 Minuten den Fußböden widmen können soll. Dieses Versprechen des Herstellers verstand das Modell auch in vollem Maße einzulösen: Wir maßen bspw. im Eco-Modus eine 323 Minuten (T) währende Ausdauer – kein anderes Modell, das wir uns bis hierher vornahmen, war solchermaßen ausdauernd. Nun wird auch verständlich, warum man den D10 auch in Häusern mit ausladenden Flächen verwenden kann: Wer das Modell im Eco-Modus werken lässt, wie es bei planen Fußböden aus Holz, Stein usw. auch vollkommen ausreichend ist, kann so in einem Mal 140 Quadratmeter (Amax) des Fußbodens abdecken, ehe das Modell wieder in seine Station rollen muss. Gewiss: Dieser Wert ist stark von den im Haushalt herrschenden Verhältnissen, bspw. also von der Masse und den Maßen des hier vorhandenen Mobiliars abhängig. Mit 188 Minuten (T) im Turbo-Modus und 168 Minuten (T) im Max-Modus kann der Akkumulator auch hier punkten.

Will man den diese Ausdauer erlaubenden Strom aber wieder durch den Anschluss ans Stromnetzwerk des Hauses ins Modell speisen, so ist dies ausgesprochen langwierig: Will man den Akkumulator wieder in vollem Maße mit Strom versehen, ihn also von 0–100 % laden, so muss man regelmäßig 258 Minuten (T) ausharren. Dies aber ist angesichts des prallen Stromreservoirs des Modells auch nicht wirklich verwunderlich.

Wir haben schließlich auch noch erhoben, wie es sich mit dem vor allem im Motor des Modells wurzelnden Schallausstoß verhält, den man während des Werkens im Haus so wahrnehmen kann. Auch dieser ist wie schon die Ausdauer des Akkumulators von dem aktuellen Modus abhängig: Wir maßen hier aus einem Meter 66,2 dB(A) (LP ∅) im Eco-Modus, 72,2 dB(A) (LP ∅) im Turbo-Modus und 73,2 dB(A) (LP ∅) im Max-Modus. Das ist außerordentlich laut und lässt sich auch aus anderen Teilen des Haushalts in vollem Maße wahrnehmen. Wenn man sich aber vorhält, dass das Modell seine Arbeit dank der einprogrammierbaren Timer regelmäßig verrichten wird, wenn niemand im Haus anwesend ist, lässt sich das Maß des Schalldruckpegels noch hinnehmen.

Wie wirksam ist das Modell?

Hier veranschaulichen wir nun anhand von dreierlei verschiedenen Fotopaaren, wie ordentlich die Fußbodenreinigung mit dem Modell zu verwirklichen ist: Die Fotos stellen Flächen von 0,70 × 0,65 Metern (Bmax × Hmax), also Flächenmaße von 0,45 Quadratmetern, dar. Bei den von uns hier verwendeten Fußböden handelt es sich um solche aus Stein (i. e. 100 % Granit) und Textil (i. e. Velours, 100 % Polyamid mit 3 Millimeter empor sprießendem Textil). Die Fußböden wurden von uns vorab zu 75 % mit Grobpartikeln und zu 25 % mit Feinpartikeln versehen, um zu erheben, ob und in welchem Maße die Qualität der Fußbodenreinigungsleistung auch von den Maßen der Partikel abhängig ist. Die linken Fotos bilden das Fußbodenareal vor und die rechten Fotos dasselbe nach Abschluss des Saugvorgangs im Eco– (Hartboden) & im Max-Modus (Teppichboden) ab.

Die Funktionen der MyNeato-App

Technische Daten

Hersteller Modell Neato D10
Größe, Gewicht usw.
Form des Modells D-Form
Maße des Modells
(Lmax × Bmax × Hmax)
32,3 × 33,6 × 10,1 cm
Gewicht des Modells
(mmax)
3,7 kg
Maße des Stromkabels
(Lmax)
1,8 m
Volumen des Staubbehälters
(Vmax)
0,7 l
Zubehör 2 × Filter; Kamm mit Messer; Ladestation; Ladekabel inkl. 2 versch. Anschlüsse
Technik & Mechanik
Mittel der Fußbodenreinigung Zentralbürste (Spirale)
Mittel der Koordination Lasersensoren (LaserSmart)
Typ des Filters HEPA-Filter (H13)
Akkumulator
Typ des Akkus
(Q & U)
Lithium-Ionen (6.200 mAh & 14,4 V)
Arbeitszeit
(Tmax, lt. Hersteller)
300 min
Arbeitszeit
(T, ermittelt im Eco-Modus)
323 min
Ladezeit
(Tmax, lt. Hersteller)
Ladezeit
(Tmax, ermittelt)
258 min
Leistung während des Ladevorgangs
(P resp. Pmax, ermittelt)
24,7 resp. 28,9 W
Leistung während des Ladevorgangs in W (ermittelt) Graph
Schalldruckpegel
(LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 m, ermittelt im Eco-Modus)
62,1 resp. 66,2 dB(A)
Saugmodi
Anzahl der Räder 6
Anzahl der Seitenbürsten 1
Saugleistungsmodi 3 (Eco, Turbo, Max)
Smart Home & Co.
App-Kompatibilität ja (MyNeato-App)
Kompatibilität der App Android (ab 7.0) & IOS (ab 13.2)
Smart Speaker-Kompatibilität ja (Amazon Alexa & Google Home)

Bewertung

Hersteller Modell % Neato D10
Saugleistung 50 92,3
Hartboden 40 93,0
Teppichboden 40 93,0
Ecken- & Kantenreinigung 20 89,3
Arbeitsweise 25 92,5
Bewegungsmuster 30 90,0
Hindernissen ausweichen 25 88,0
Ladestation erreichen 25 97,0
Timer 20 96,0
Handhabung 15 88,3
Bedienung 50 90,0
Reinigung & Wartung 30 83,0
Bedienungsanleitung 20 92,0
Akkumulator 5 90,9
Arbeitszeit 50 98,0
Ladezeit 50 83,7
Material- & Materialverarbeitungsqualität 5 96,5
Bonus 0,1 (MyNeato-App)
Malus
UVP des Herstellers 999,00 €
Durchschnittlicher Marktpreis Stand v. 04.03.2022 716,11 €
Preis-Leistungsindex 7,79
Gesamtbewertung 92,0 %

ETM 2021-12 Gorenje BPS6737E14X RGB DE

Wie haben wir geprüft?

Saugleistung | 50 %
Hier haben die Testerinnen und Tester die Saugleistung des Modells ermittelt: Hierzu wurden Fußböden aus verschiedenen Materialien, einmal aus Holz, Stein und Vinyl sowie einmal aus Textil (Polyamid, Hmin–Hmax des Flors: 5–25 Millimeter), immer einheitlich mit 50 Gramm verschiedener Grob- und Feinpartikel (Erde, Gras, Sand, Staub, Menschenund Tierhaar et cetera) vorbereitet und durch Wägung erhoben, wie viele der so verteilten Partikel das Modell wirklich einzuziehen vermocht hat (m und mmax). Des Weiteren ist auch ermittelt worden, wie viele Grobund Feinpartikel das Modell neben Fußleisten sowie aus Ecken (∡: 90°) heraus einziehen konnte. Die einzelnen Fußbodenareale wurden von den Testerinnen und Tester anschließend inspiziert, um herauszustellen, ob das Modell, abhängig von dem Material des Fußbodens, schwerpunktmäßig Grob- oder Feinpartikel erreicht.

Arbeitsweise | 25 %
Hier wurde erhoben, wie sich das Modell durch den Haushalt manövrieren kann: Die Testerinnen und Tester haben die Fahrten des Modells analysiert und währenddessen vor allem kontrolliert, ob es die verschiedenen Flächen des Fußbodens auch wirklich voll abarbeitet, nach welchem Muster es über die Fußböden rollt und wie es Hindernissen, die sich ihrer Farbe, ihrer Form und auch ihren Maßen nach voneinander unterscheiden, zu händeln weiß. Natürlich wurde auch ermittelt, ob und in welcher Art und Weise das Modell von allein wieder zu seiner Ladestation zurückkehren kann: Dies wurde aus verschiedenen Abständen (dmax: 25 Meter) kontrolliert. Ferner ist auch noch die Funktion des Timers beurteilt worden.

Handhabung | 15 %
Hier haben wir mit zehn Testerinnen und Tester, die vollkommen verschiedene Altersspannen (18–60+) abdecken, ermittelt, wie sich das Modell verwenden lässt, wie leicht oder schwer sich also all seine verschiedenen Funktionen verwenden lassen. Wesentlich war hier vor allem, wie man das sich vollautomatisch vollziehenden Saugprogramm anstoßen kann. Damit inhaltlich verbunden war auch das Einrichten der Ladestation. Wie sich das Modell nach Abschluss eines Saugvorgangs säubern lässt, wurde auch benotet: Der Staubbehälter wurde ein jedes Mal entnommen, entleert und sorgfältig von ggf. verbliebenem Sauggut gereinigt. Wesentlich war hier die Reinigung und Pflege kritischer Bauteile, also vor allem der Bürsten bzw. Bürstenrollen, der Räder und der Sensoren. Schließlich haben die Testerinnen und Tester auch die deutschsprachige Dokumentation des Modells unter Würdigung ihrer äußeren/graphischen und ihrer inneren/ inhaltlichen Gestaltung bewertet.

Akkumulator | 5 %
Des Weiteren maßen die Testerinnen und Tester auch, wie viele Minuten das Modell mit einem vollen Akkumulator arbeiten kann (T und Tmax, abhängig vom aktuellen Modus) und wie viel Zeit das anschließende Laden des Akkus in Anspruch nimmt (T und Tmax).

Material- & Materialverarbeitungsqualität | 5 %
Schließlich wurde auch beurteilt, welche Materialien in dem Modellkorpus verwendet und wie die einzelnen Materialien verarbeitet worden sind: Die Testerinnen und Tester haben alle im Test vertretenen Exemplare des Modells minutiös von außen und auch von innen inspiziert und währenddessen ermittelt, ob sich hier von der Fabrikation herrührende Makel, bspw. in Gestalt von erheblichen Spaltmaßen, ausmachen lassen. Das Modell sollte dank der vorhandenen Materialien vor allem dazu imstande sein, versehentliche Stöße auszuhalten, ohne durch sie Schäden zu erleiden.

Getestete Geräte

  • Neato D10

Fußnoten

1Der aktuelle durchschnittliche Marktpreis dieses Modells ist bei 716,11 € zu verorten (Stand v. 04.03.2021).

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