Beurer LR 400 – Luftreiniger im Test 2022

So leichtgängig kann die Beseitigung von Mikroben, Pollen & Co. sein – dank HEPA 13 und UV-C

09.09.2022

6 – 10 Liter pro Minute: So viel Luft ziehen wir durch Mund und Nase bis in die Alveolen, die äußersten Winkel unseres Atemsystems, hinein und stoßen sie anschließend wieder aus – und das vor allem in Häusern.1 Wir verweilen mittlerweile schließlich schon 80 – 95 % unseres vollen Lebens – von der Frühe bis in die Späte hinein – innerhalb von verschiedensten Räumlichkeiten. Warum das ein Problem sein kann? Weil die Qualität der Luft in vielen Häusern sehr viel schlechter als die der Luft außerhalb von solchen, also in Wäldern & Co. ist – so ließen sich von Forscherinnen & Forschern in Ersterer vereinzelt schon 100 Mal mehr Gase, Partikel usw. nachweisen als ins Letzterer.2 Dieses Phänomen der Indoor Air Pollution kann viele verschiedene Krankheiten wie bspw. solche des Aderwerks, des Atemsystems und des Herzens verursachen.3 Wie aber soll man derlei Krankheitsrisiken vermeiden, ohne den Mittelpunkt seines Lebens nach draußen zu verschieben? Das Mittel der Wahl sind hier Maschinen, die dank eines verstellbaren Ventilators einen Großteil der durchs Haus wabernden Gase und der durch dasselbe wirbelnden Partikel anziehen und sie anschließend in Membranen aus verschiedenen Materialien verschwinden lassen können: Diese Maschinen heißen Air Purifier (Luftreiniger) und sind aktuell in allen nur vorstellbaren Variationen erhältlich. Das Problem: Verbraucherinnen & Verbraucher, die einen solchen erwerben wollen, wissen sich in der Masse an Modellen nur mit Mühe zu orientieren. Schließlich versprechen alle Hersteller, dass ihre Modelle von einer süperben Qualität seien – Versprechen, von denen man als Verbraucherin resp. Verbraucher im Vorhinein aber nie wissen kann, wie wahr sie wirklich sind. Glücklicherweise nehmen wir uns auch solche Modelle immer wieder in unserem Testlabor vor und erheben, wie es sich mit deren Qualität verhält, ob und in welchen Weisen sich verschiedene Modelle also aus der Masse hervorheben können: Dieses Mal war es der LR 400 des Traditionsherstellers Beurer.

Was dieses Modell – der Beurer LR 400 – alles vorweisen kann, wie wirksam verschiedene Partikel in den hier vorhandenen Membranen verschwinden, wie es mit dem Schallausstoß und dem Stromverbrauch aussieht und noch vieles mehr stellen wir im Weiteren dar – und wie immer bieten wir auch dieses Mal interessierten Verbraucherinnen & Verbrauchern volle Transparenz, indem wir währenddessen alles, was die Testerinnen & Tester maßen, veranschaulichen.

Der Beurer LR 220 im Test

Verbraucherinnen & Verbraucher, denen die 349,99 € des Beurer LR 400 zu hochpreisig sind, die sich aber doch eine exzellente Qualität des Filters und der Filtration von Gasen, Partikeln usw. wünschen, werden vielleicht an dem Beurer LR 220 interessiert sein: Dieses der Größe und dem Gewicht nach sehr viel leichter zu handhabende Modell ähnlichen Stils lässt sich schließlich schon ab 129,99 € erwerben. Wir ließen die Qualität dieses Modells schon vor mehreren Monaten von 12 Testerinnen & Testern ermitteln: Währenddessen ließen sich von ihnen allerlei verschiedene Stärken und nur die ein oder andere Schwäche erkennen – so kann man dieses Modell bspw. nicht in smarter Weise via App verwenden. Wem das aber nicht weiter wesentlich sein sollte, der kann hier auch einmal in den vollen Test des Beurer LR 220 hineinschauen.

Wesentliches

Für wen?
Dieses Modell ließe sich von allen Verbraucherinnen & Verbrauchern, die an einer cleanen Atmosphäre in ihrem Haus interessiert sind, verwenden. Schließlich erwies sich das Modell als sehr wirksam darin, die Masse an Partikeln, Gasen usw. zu vermindern. Gerade aber auch die Menschen, die Milben, Pollen & Co. vermeiden wollen, werden sich mit den Qualitäten des Modells auseinandersetzen wollen – 6 an einer Gräserpollenallergie leidende Testerinnen & Tester haben durch das Verwenden des Modells auch viele der durch die vorher verteilten Gräserpollen verursachten Symptome lindern können (➞ Die Filtrationsleistung).

Was ist hervorzuheben?
Was die Testerinnen & Tester loben wollen, ist der diesem Modell verliehene Modus, in dem das Tempo des hier vorhandenen Ventilators so maßvoll wird, dass sich nur noch ein Minimum an Schall wahrnehmen lässt (Nacht): Wir maßen hier einen Schallausstoß von nurmehr 26,0 dB(A) (LP ∅ aus d: 1,0 Meter), den auch in Sachen Schall sehr sensible Verbraucherinnen & Verbraucher aushalten sollten.

Was ist interessant?
Dass dem Filter dieses Modells auch Aktivkohle verliehen worden ist, verbessert die Qualität der Filtration: So kann Aktivkohle Gase wie bspw. Methanal adsorbieren und so sicherstellen, dass sie nicht wieder ins Haus wabern können. Warum das wesentlich ist? Weil bspw. Methanal noch immer während des Herstellens von vielen Werken aus Holz (Mobiliar, Türen usw.) verwendet wird und anschließend noch sehr viele Monate aus diesen Werken heraus wabern kann: Verbraucherinnen & Verbraucher aber sollten Methanal meiden, weil es mit vielen Gesundheitsrisiken verbunden ist. Wertvoll außerdem: Das Modell kann dank an- und ausschaltbaren UV-Lichts viele der in den Modellkörper hinein wirbelnden Mikroben (Bakterien, Viren usw.) wirksam eliminieren und so bspw. verhindern, dass sie sich in dem Modell vermehren.

Pro

  • Ansprechverhalten des Touchpanels
  • Aktivkohle zur wirksamen Adsorbtion von Gasen (Formaldehyd usw.)
  • UV-C zur Elimination von Mikroben (Bakterien, Pilzen, Viren usw.)
  • HEPA-Filter der Filterklasse H13 zur Filtration von 99,95 % aller Partikel mit einer Größe von ≥ 0,3 Mikrometern
  • Schallausstoß wird Verbraucherinnen & Verbraucher während des Verwendens des Modells nur ab dem 3. Modus enervieren (bspw. LP ∅ d. 1. Modus aus d: 1,0 Meter: 30,7 dB(A))
  • dank der App Beurer FreshHome (Android ab 8.0 & iOS ab 12.0) auch von außer Haus voll verwendbar
  • Timer & Timerpläne einprogrammierbar

Contra

Die wesentlichen Merkmale

  • Größe des Modells (Bmax × Tmax × Hmax): 215 × 215 × 505 Millimeter
  • Gewicht des Modells (mmax, mit Stromkabel): 3.822 Gramm
  • Art des Filters: 3 Ebenen (einschließlich eines HEPA H13-Filters)
  • Modusspektrum: 1. Modus, 2. Modus, 3. Modus, 4. Modus, Modus Auto, Modus Turbo & Modus Nacht
  • Timer: 2, 4 oder 8 Stunden & Timerpläne per App (Mo. – So. & 00:00 – 23:59)
  • Stromverbrauch (P, ermittelt): 2,9 W (1. Modus), 8,0 W (2. Modus), 13,3 W (3. Modus), 37,1 W (4. Modus resp. Modus Turbo) & 2,3 W (Modus Nacht)
  • Schallausstoß (LP ∅ aus d: 1,0 Meter, ermittelt): 30,7 dB(A) (1. Modus), 35,7 dB(A) (2. Modus), 41,0 dB(A) (3. Modus), 51,2 dB(A) (4. Modus resp. Modus Turbo) & 26,0 dB(A) (Modus Nacht)

Der Test im Überblick

Der neue Beurer LR 400 wird viele Verbraucherinnen & Verbraucher schon durch seinen wirklich ansprechenden Stil verlocken. Wesentlich ist aber vielmehr, dass sich das Modell schnell und simpel verwenden lässt und eine außerordentliche Qualität während des Adsorbierens von Gasen, Partikeln usw. vorweisen kann. Wie es sich mit den verschiedenen Stärken und Schwächen des Modells verhält, stellen wir nun kurz und knapp dar. Verbraucherinnen & Verbraucher, die Weiteres zu den verschiedenen, von uns angesprochenen Aspekten lesen wollen, müssen nur die am Ende der einzelnen Absätze zu sehenden Marker anklicken – dadurch kommen sie in einem Mal hin zu den sie interessierenden Teilen des Tests, ohne von sich aus auch nur einen einzelnen Millimeter scrollen zu müssen.

Das Weiß der äußeren Materialien des Modells lässt dasselbe verhalten und vornehm wirken, sodass man es in allen Winkeln des Wohnraums abstellen kann. Die Materialien als solche sind von einer anstandslosen Qualität, wie sich bspw. auch während des von den Testerinnen & Testern simulierten Anstoßens ersehen ließ. Auch wurden alle Materialien exzellent verbunden. Mit 215 × 215 × 505 Millimetern (Bmax × Tmax × Hmax) ist das Modell alles andere als monumental: Dadurch haben Verbraucherinnen & Verbraucher viel Spielraum bei der Wahl des Platzes, in dem das Modell schließlich arbeiten soll. Vier Füße aus Grip vermittelndem Material stellen sicher, dass es sich bspw. auch durch den Stoß eines sich den Fußböden widmenden Roboters nicht auch nur einen Millimeter verschieben kann (➞ Größe, Gewicht & Co.).

Verwenden ließ sich das Modell von allen Testerinnen & Testern wunderbar, was auch der Qualität des hier vorhandenen Touchpanels zu verdanken ist: Man kann anhand all der hier vorhandenen Graphiken erkennen, wann welcher Teil des Touchpanels anzurühren ist, um den Modus zu verändern, den Timer zu verstellen usw. Viele Verbraucherinnen & Verbraucher werden das Modell nach dem Auspacken voll verwenden können, ohne sich auch nur einen Moment bspw. dem Quick Start Guide des Herstellers zu widmen. Was außerdem süperb ist: Man kann das Modell auch via App verwenden, wodurch sich noch ein paar smarte Optionen wie bspw. anspruchsvollere Timerpläne erschließen, durch die man die Arbeit des Modells in vollem Maße an die Ansprüche der Verbraucherinnen & Verbraucher anpassen kann (➞ Die Bedienung und ➞ Die Bedienungsanleitung).

Die Qualität der Filtration, die das Modell verwirklichen kann, erwies sich schließlich als exzellent – auch wenn hier die Maße des Wohnraums, die Masse der durch den Wohnraum wirbelnden Gase, Partikel usw. und allerlei mehr einspielen können. Wir haben bspw. auch anhand von verschiedenen Gräserpollen erheben können, wie wirksam das Modell solche problematischen Partikel verschwinden lassen kann. Weiterhin schön ist der spezielle Sensor des Modells, anhand dessen es erkennen kann, wie viele Partikel mit einem Maß von 2,5 Mikrometern (Pollen & Co.) durchs Haus wirbeln (➞ Der Filter und ➞ Die Filtrationsleistung).

Der Stromverbrauch ist über das volle Modusspektrum des Modells wirklich maßvoll: Auch wenn Verbraucherinnen & Verbraucher das Modell 4 – 12 Stunden pro Tag verwenden sollten, ist der Stromverbrauch vollkommen annehmbar – allein der Modus Turbo lässt den Stromverbrauch sehr empor schießen. Wir haben auch ermittelt, welche Stromkosten mit einem solchen Verwenden des Modells verbunden sind (➞ Der Stromverbrauch).

Was die Testerinnen & Tester als wunderbar ansahen, ist der Schallausstoß des Modells: Wer auch während des Ruhens eine cleane Atmosphäre im Haus sicherstellen will, kann das Modell in den Modus Nacht schalten und anschließend nurmehr einen Schallausstoß von 26,0 dB(A) (LP ∅ aus d: 1,0 Meter) wahrnehmen – das Arbeiten des Ventilators lässt sich dann nur noch bei vollkommener Stille hören. Wirklich laut wird es allein im 4. Modus und im Modus Turbo: Dann kann das Modell mit 51,2 resp. 66,8 dB(A) (LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 Meter) bspw. auch während anspruchsvoller Arbeitsprojekte am Arbeitsplatz schon sehr enervieren (➞ Der Schallausstoß).

Viel warten muss man an dem Modell wirklich nicht. Wesentlich ist allein, dass man alle 6 Monate – nach dem Willen des Herstellers alle 4.320 Stunden – einen Wechsel des die Filtration verwirklichenden Filters vornimmt (➞ Die Reinigung).

Verbraucherinnen & Verbraucher, die nach einem wirksamen Luftreiniger suchen und sicherstellen wollen, dass durch dessen Verwenden auch wirklich ein Großteil der durchs Haus wehenden Gase, Partikel & Co. verschwinden, werden sich den neuen LR 400 von Beurer ohne Weiteres holen können – auch und vor allem dann, wenn sie an smarten Spielereien interessiert sind und das Modell bspw. durch anspruchsvollere Timerpläne in die Automatiken ihres Smart Homes einbinden wollen. All die weiteren Schmankerl, die das Modell so vorweisen kann – wie bspw. die Option, Mikroben via UV-Licht zu eliminieren –, erhöhen dessen Wert noch weiter. Wir verleihen dem Beurer LR 400 daher mit 94,9 % das Testurteil „sehr gut“.

Bewertungssiegel

Größe, Gewicht & Co.

Das Modell lässt sich aber auch schon dank seiner Maße von nur 215 × 215 × 505 Millimetern (Bmax × Tmax × Hmax) in verschiedenen Winkeln des Hauses abstellen, ohne sich nun sonderlich wahrnehmen zu lassen. Dies ist auch wieder dem Weiß des Modellkörpers zu verdanken, der sich so bspw. in vielen Teilen des Hauses mit dem Weiß der Wände visuell vermischen kann. Da das Modell außerdem nur 0,05 Quadratmeter (Amax) des Fußbodens vereinnahmt, haben Verbraucherinnen & Verbraucher viel Spiel bei der Wahl eines Abstellorts.

Wunderbar ist auch, dass das Weiß des Modellkorpus von einer einheitlichen Mattheit ist: Dadurch kann man das Modell schließlich auch mit den Händen anheben, ohne dadurch wahrnehmbare Spuren am Material zu verursachen. Wem die Ästhetik des Modells wesentlich ist, wird dies willkommen heißen: Man muss hier wirklich nur ab und an mal mit einem Tuch ans Werk, um das Modell von außen ansehnlich zu halten. Auch wenn bspw. ein weißer Lack sicherlich edel wirken würde: Ein solcher ließe sich nie so schnell und simpel sauber halten.

Wann immer man vor den oberen Teil des Modellkörpers stoßen sollte, kann dieser in wahrnehmbarem Maße kippeln: Hin zum Fußboden herab kippen aber kann das Modell nur durch ein Anstoßen mit wirklich viel Momentum.

Während der Wahl eines Abstellplatzes im Haus sollten Verbraucherinnen & Verbraucher Eines sicherstellen: Einen Abstand von 0,3 Metern (dmin) hin zu allen Seiten des Modells. Schließlich muss ein Versperren der verschiedenen Löcher des Modells vermieden werden (s. S. 8 der Dokumentation).

Wann immer man aber einen Teil des Stromkabels nicht verwenden muss, um das Modell anzuschließen, lässt sich dieser Teil leider nicht am Modellkörper verräumen: Manche Modelle können hier verschiedene Halter vorweisen, an denen sich ein solcher Teil des Stromkabels verankern resp. verwickeln lässt. Das ist auch in puncto Sicherheit wertvoll, weil sich dadurch das mit Stromkabeln immer verbundene Stolperrisiko vermindern lässt.

Die Qualität des Materials & des Materialverbunds

Die Testerinnen & Tester sahen sich all die Modelle aber auch noch nach dem vier Wochen währenden Verwenden in den verschiedenen Tests an: Sie haben keinerlei Makel, wie sie bspw. durch einen Verschleiß der Materialien vorstellbar wären, erkennen können. Auch das Touchpanel, dem wir uns im Weiteren noch widmen werden, war von ansehnlicher Qualität: Nach 1.000 Malen des Anrührens sprach das Touchpanel noch immer in demselben Maße verlässlich an wie nach dem Auspacken.

Die Bedienung

Was vor allem die Verbraucherinnen & Verbraucher, die sich in ihrem Haus noch nie ein Modell wie den Beurer LR 400 vornahmen, verlocken wird: Man kann schon dank der vielen verschiedenen Graphiken, die sich in einem Grauweiß vom Anthrazit des Touchpanels abheben, erkennen, wann man welchen Teil des Touchpanels anrühren muss, um dies oder das zu erreichen. So ist bspw. von vornherein verständlich, dass das mit der Graphik eines Ventilators versehene Touchelement dem Verstellen des Modus und damit auch des Tempos des sich in dem Modell drehenden Ventilators dient. Man kann all die hier vorhandenen Graphiken auch noch erkennen, während man als Verbraucherin resp. Verbraucher vor dem Modell stehen und aus mehr als einem Meter herab schauen sollte.

Wir veranschaulichen im Weiteren, was sich anhand der verschiedenen Touchelemente des Modells nun alles verstellen lässt. Wollen Sie aber wissen, in welcher Weise man das Modell via App verwenden kann, so müssen Sie weiter herab scrollen: Da illustrieren wir auch all die Qualitäten der App anhand von vielen, von den Testerinnen & Testern erstellten Screenshots (➞ Die Beurer FreshHome-App).

Was wesentlich ist: Man kann Modus, Timer usw. nicht mit einem Mal einprogrammieren, sondern muss das Touchpanel mehrmals anrühren. Dies lässt sich anhand der Wahl des Modus illustrieren: Wenn man nun bspw. in den Modus Auto wechseln will, so muss man das mit dem Modus verbundene Touchelement vier Mal anrühren, um so vom 1. Modus zum 2. Modus zum 3. Modus zum 4. Modus und endlich zum Modus Auto zu wechseln; durch anhaltendes Drücken stellt man schließlich den Modus Turbo ein, der das Tempo des 4. Modus mit dem Mikroben eliminierenden UV-C-Licht des Modells verbindet. Dank des exzellenten Ansprechverhaltens des Touchpanels aber ließ sich dies von den Testerinnen & Testern nicht monieren: Man kann auch so alles Wesentliche in schneller und simpler Weise verstellen.

Warum sich das Modell aber weder an den Modus Auto noch an den Modus Nacht erinnern will, wollte sich den Testerinnen & Testern nicht erschließen: Wenn man das Modell vor dem Ausschalten in dem einen oder in dem anderen Modus werken lassen sollte, wird es nach dem Wiederanschalten immer den 1. Modus einstellen.

Wie Verbraucherinnen & Verbraucher die Wahl des einen oder des anderen Modus wahrnehmen können, stellen wir im Weiteren noch dar – einschließlich all der von den Testerinnen & Testern erhobenen Schallausstöße, Stromverbräuche usw. Welcher Modus im Moment an ist, kann man anhand der LEDs ersehen: Während aber der Modus Auto an ist, schaltet das Modell all die hier vorhandenen LEDs im Wechsel an und aus.

Das Tempo des Ventilators ist in diesem Modus maßvoll, was sich anhand des von den Testerinnen & Testern ermittelten Schallausstoßes erkennen lässt: Mit 26,0 resp. 35,6 dB(A) (LP ∅ resp. LP max aus d: 1,0 Meter) ist das Modell solchermaßen leise, dass man es aus einem Meter nur noch bei vollkommener Stille vernehmen kann (➞ Der Schallausstoß). Was weiterhin schön ist: Dieser Modus lässt alle LEDs des Modells erlöschen. Das ist auch wertvoll, würde ein andauerndes Strahlen von LEDs doch auch die Melatoninlevel der Ruhe suchenden Verbraucherinnen & Verbraucher vermindern können. Die Testerinnen & Tester, die wir das Modell auch während des Ruhens in ihren Häusern verwenden ließen, sahen aber auch das Leuchten der LEDs nicht weiter als Problem an: Das ist, wenn man sich vorhält, dass die einzelnen LEDs nur Maße von 2 Millimetern vorweisen und mit einem opaken Cover versehen worden sind, auch verständlich – doch auch die LEDs unterhalb des Touchpanels, die Verbraucherinnen & Verbraucher über die aktuelle Qualität der Atmosphäre im Haus unterrichten sollen, erlöschen.

Das aber ist noch nicht alles: Hier kann man das Modell auch veranlassen, per UV-Licht die in ihm vorhandenen Mikroben zu eliminieren und so zu verhindern, dass sie sich vermehren können. Dass UV-Licht das verwirklichen kann, ist schon in vielen Studien erhoben worden, bspw. anhand von verschiedenen Viren.4 Doch lässt sich dadurch noch so mancherlei mehr erreichen: UV-Licht kann, wie man mittlerweile weiß, auch viele solcher Moleküle verschwinden lassen, die als Gase durchs Haus wabern und die Verbraucherinnen & Verbraucher vor allem als Gerüche wahrnehmen (Ammoniak usw.).5

Warum ein solcher Timer wesentlich ist? Hier sind viele verschiedene Gründe vorstellbar: So lässt sich bspw. anhand eines Timers sicherstellen, dass das Modell auch dann, wenn man schon das Haus verlassen muss, noch eine Weile werken kann, um so die Masse an Pollen & Co. im Haus zu vermindern, ohne anschließend aber noch weiter Strom zu verbrauchen. Man stelle sich vor, dass man in der Frühe des Sommers die Fenster kippen will, um Frische ins Haus zu lassen, währenddessen aber auch Pollen ins Haus wirbeln. Muss man nun bspw. an den Arbeitsplatz, kann man das Modell anschalten und einen Timer einprogrammieren, um sicherzustellen, dass die Atmosphäre nach der Wiederkehr ins Haus wieder clean ist, aber darüber hinaus kein Strom verschwendet wird. Die Qualität der Timer ist anstandslos: Das Modell schaltete sich immer einprogrammierungsgemäß aus.

Wie man all dies anstellt und aus welcherlei Gründen es wirklich wertvoll ist, das Modell via App smart verwendbar zu machen, werden wir noch anderswo herausstellen (➞ Die Beurer FreshHome-App).

Was wir hier hervorheben wollen: Das Modell kann anhand dieses Maßstabs nur spekulieren, wie wirksam die Membrane des Filters noch wirklich sind. Schließlich sind hier keinerlei Sensoren vorhanden, anhand derer das Modell nun erkennen würde, in welchem Maße das Material in den Membranen schon verschlissen ist. Daher muss man auch nach dem Wechsel des Filters das Touchelement, mit dem man das Modell an- und wieder ausschalten kann, eine Weile halten, ehe die einen Filterwechsel anmahnende LED erlischt.

Wann aber ist die eine oder die andere Qualität zu verzeichnen? Das lässt sich, wenn das Modell vorab schon mit der App Beurer FreshHome verbunden worden ist, in derselben verstellen und so an die Sensitivität der Verbraucherinnen & Verbraucher anpassen (➞ Die Beurer FreshHome-App).

Die Bedienungsanleitung

Die Dokumentation, die sich auch im Shop des Herstellers im Portable Document Format downloaden lässt, ist von einer exzellenten Qualität: Ein Großteil der in ihr vorhandenen Texte ist von einem einprägsamen Stil, den alle Verbraucherinnen & Verbraucher ohne Weiteres verstehen sollten. Wesentlich vor allem: Sie handelt alle Themen ab, derer man sich nach dem Auspacken des Modells annehmen sollte, also bspw. wie man den Modus verstellen, Timer einprogrammieren usw. muss. Was auch wertvoll ist: Am Ende stellt der Hersteller noch einmal in einer Tabelle heraus, welche Probleme während des Verwendens des Modells vorkommen können und wie sich diese Probleme lösen lassen (s. S. 12 der Dokumentation).

Der Filter

Nach dem Abheben kann man auch den Filter erreichen: Da hier keine ihn sichernde Mechanik vorhanden ist, lässt er sich allein mit den Händen hervor- und herausziehen. Nach dem Auspacken des Modells muss man auch noch den Filter auspacken – der Modellkörper ist auch mit einem Verbraucherinnen & Verbraucher in Gelb warnenden Hinweis versehen worden: Der Filter ist schon von Werk aus mit einer Schäden vermeiden sollenden Folie versehen. Sie soll sicherstellen, dass sich nicht schon vor dem Verwenden Partikel im Material des Filters verhaken und dadurch dessen Qualität in puncto Filtration vermindern können.

Das also sind die verschiedenen Teile des Filters: Wie wirksam dieser Filter aber die Filtration verwirklichen kann, haben die Testerinnen & Testerinnen anhand von anspruchsvollen Partikeln und Gasen ermittelt – vereinzelt auch über die von den Testerinnen & Testern selbst verliehenen Urteile (➞ Die Filtrationsleistung).

Die Filtrationsleistung

Wir stellten die Geruchsquellen immer einzeln in der Mitte eines 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden Testraums ab und ließen sie anschließend volle 24 Stunden in demselben verweilen (t∅ d. Testraums: 20 °C & φ∅ d. Testraums: 70 %). Der Testraum wurde während dieser 24 Stunden von allen Seiten verschlossen: Die Gerüche sollten schließlich in dem Testraum verbleiben. Danach nahmen wir die Geruchsquellen wieder aus dem Testraum heraus und ließen die Testerinnen & Tester einzeln ein Urteil über das Ausmaß des von ihnen zu vernehmenden Geruchs verleihen. Schließlich stellten wir das Modell in der Mitte des Testraums ab, ließen es 15 Minuten im Modus Turbo und 45 Minuten im 1. Modus werken. Der Testraum wurde währenddessen wieder von allen Seiten verschlossen. Endlich ließen wir die Testerinnen & Tester wieder einzeln in den Testraum hinein und von ihnen auch wieder ein Urteil über das Ausmaß des nach dem Abschluss der Filtration noch wahrzunehmenden Geruchs verleihen.

Dies ließen wir die Testerinnen & Testern mit allen Geruchsquellen 3 Male, also in summa 9 Male wiederholen, um valide Urteile zu erhalten: Dieses Wiederholen ist wesentlich, weil Maßstab all dieser Urteile allein der Geruchssinn der Testerinnen & Tester ist und der Geruchssinn eines Menschen auch ein und dieselben Gerüche nicht immer in derselben Weise wahrnehmen muss. Wir haben also von unseren 12 Testerinnen & Testern letztlich 216 einzelne Urteile über das Ausmaß des von ihnen zu vernehmenden Geruchs – 108 vor der Filtration & 108 nach der Filtration – verarbeiten können.

Warum Aktivkohle?

Dass ein Teil des dem Modell verliehenen Filters von Werk aus Aktivkohle (Carbo medicinalis) vorweisen kann, haben wir schon angesprochen. Warum aber ist dieses Material ein solch wirksames Medium in puncto Filtration? Weil Aktivkohle allerlei verschiedene Gase adsorbieren kann. Wenn das Modell nun also durch seinen Ventilator Gase durch die Aktivkohle hindurch wabern lässt, sammeln sich viele der das Gas ausmachenden Moleküle von außen an den Molekülen der Aktivkohle an. Dies können auch solche Moleküle sein, die Verbraucherinnen & Verbraucher vermeiden wollen, weil sie mit Gesundheitsrisiken verbunden sein können: Hier ließe sich bspw. das noch immer in vielen Werken aus Holz (Mobiliar, Türen usw.) vorkommende Formaldehyd (Methanal) heranziehen. Diese Chemikalie kann als Gas aus solchen Werken heraus wabern – es wurde und wird verschiedentlich noch immer als Teil des Hölzer verbindenden Holzleims verwendet. Dass die Moleküle der Aktivkohle Massen an anderen Molekülen an sich sammeln können, ist ihrer speziellen Struktur zu verdanken: Ein einzelnes Aktivkohlemolekül kann so 2.000 Quadratmeter Fläche pro Gramm vorweisen. Die anderen Moleküle – vor allem also solche eines Gases – sammeln sich schließlich nach und nach an dem Aktivkohlemolekül an. Wenn die Aktivkohlemoleküle von außen voll mit anderen Molekülen sind, kann die Aktivkohle nicht mehr als Medium der Filtration wirken. Will man also sicherstellen, dass das Modell auch weiter solche Gasmoleküle aus dem Haus holen kann, so muss man ab und an den Filter erneuern – wann dies veranlasst ist und wo Verbraucherinnen & Verbraucher einen neuen Filter erwerben können, stellen wir im Weiteren auch noch dar (➞ Die Reinigung).

Dass das Modell also auch viele der im Haus vorkommenden Gerüche schnell verschwinden lassen kann, werden viele Verbraucherinnen & Verbraucher sicher willkommen heißen – vor allem solche, die auch in ihrem Haus Tabak verbrennen und dadurch immer wieder Massen an Tabakrauch verursachen. Auch wenn sich der Tabakrauch von den Testerinnen & Testern anschließend noch immer wahrnehmen ließ, wurde der Geruch des Tabakrauchs doch schon sehr viel maßvoller.

Wir haben eine Mixtur aus Pollen innerhalb des 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden Testraums von vier in einem Winkel von 45° nach oben hin weisenden Ventilatoren verwirbeln lassen. Danach ließen wir die Testerinnen & Tester einzeln 3 Minuten in dem Testraum verweilen und im Anschluss ein Urteil über das Ausmaß der von ihnen wahrzunehmenden Symptome in drei verschiedenen Teilen des Körpers verleihen. Das Modell stellten wir auch nun wieder in der Mitte des Testraums ab, ließen es ein weiteres Mal 15 Minuten im Modus Turbo und 45 Minuten im 1. Modus arbeiten, während wir den Testraum von allen Seiten verschlossen ließen. Wiederholt ließen wir die Testerinnen & Tester einzeln 3 Minuten im Testraum verbleiben und von ihnen wieder über das Ausmaß der Symptome urteilen.

Diesen Test wiederholten wir mit allen Testerinnen & Testern 3 Male innerhalb einer Woche, weil wir auch hier wieder valide Urteile erheben wollten. Von den 6 Testerinnen & Testern ließen sich so in summa 36 Urteile über das Ausmaß der verschiedenen, von ihnen vernommenen Symptome – 18 vor der Filtration & 18 nach derselben – verwerten.

Die Gruppe der Testerinnen & Tester, deren Urteile wir hier veranschaulichen, war nur von einer mittleren Größe. Man wird aber aus den vor und nach der Filtration mit dem Modell verliehenen Urteilen ableiten können, dass Verbraucherinnen & Verbraucher, die das Vorkommen von Gräserpollen & Co. in ihrem Haus vermindern wollen und daher das Modell verwenden, ihre Symptome lindern können sollten. Gewiss: Wie stark oder schwach sich die Symptome lindern lassen, ist bspw. auch von der Sensitivität der Verbraucherinnen & Verbraucher abhängig. Viele Testerinnen & Tester aber kamen dank des Modells ohne Antihistaminikum aus, auch wenn sich von ihnen noch das ein oder andere Symptom wahrnehmen ließ: Dies ist, weil das andauernde Verwenden solcher Medikamente ausweislich aktueller Studien mit so manchen Gesundheitsrisiken verbunden sein kann, sehr wertvoll.

Der Stromverbrauch

Was aber wird viele Verbraucherinnen & Verbraucher letzten Endes allein interessieren? Welche Stromkosten mit dem Verwenden des Modells in ihrem Wohnraum verbunden sind! Wir stellen in der sich anschließenden Tabelle dar, welche Stromkosten voraussichtlich mit dem regelmäßigen, 4, 8 oder 12 Stunden pro Tag währenden Verwenden des Modells im 1. – 4. Modus verbunden sind. Während des Erstellens dieser Tabelle nahmen wir den aktuellen durchschnittlichen Strompreis in Deutschland – 0,3714 € pro kWh6 – zum Maßstab:

Modus Dauer des Betriebs pro Tag Stromverbrauch pro Jahr Stromkosten pro Jahr
1. Modus 4 Stunden 4,22 kWh 1,57 €
8 Stunden 8,44 kWh 3,14 €
12 Stunden 12,67 kWh 4,70 €
2. Modus 4 Stunden 11,65 kWh 4,33 €
8 Stunden 23,30 kWh 8,65 €
12 Stunden 34,94 kWh 12,98 €
3. Modus 4 Stunden 19,36 kWh 7,19 €
8 Stunden 38,73 kWh 14,38 €
12 Stunden 58,09 kWh 21,58 €
4. Modus 4 Stunden 54,02 kWh 20,06 €
8 Stunden 108,04 kWh 40,12 €
12 Stunden 162,05 kWh 60,19 €
Modus Nacht 4 Stunden 3,35 kWh 1,24 €
8 Stunden 6,70 kWh 2,49 €
12 Stunden 10,05 kWh 3,73 €

Der Schallausstoß

Die einzelnen Graphen visualisieren den Schallausstoß wieder im 1. Modus (LP minLP max: 29,6 – 32,7 dB(A), LP ∅: 30,7 dB(A)), im 2. Modus (LP minLP max: 34,3 – 36,9 dB(A), LP ∅: 35,7 dB(A)), im 3. Modus (LP minLP max: 39,6 – 42,1 dB(A), LP ∅: 41,0 dB(A)), im 4. Modus resp. im Modus Turbo (LP minLP max: 37,5 – 66,8 dB(A), LP ∅: 51,2 dB(A)) und endlich noch im Modus Nacht (LP minLP max: 23,4 – 35,6 dB(A), LP ∅: 26,0 dB(A)).

Wenn man sich vorhält, dass sich der in dem Modell vorhandene, eine eindrucksvolle Clean Air Delivery Rate von 266 Kubikmetern pro Stunde verwirklichende Ventilator sehr schnell drehen kann, ist der Schallausstoß des Modells exzellent: Wenn man bspw. ausschließlich den 1. – 3. Modus verwenden sollte, so kann man sich in demselben Winkel des Wohnraums auch noch anspruchsvollen Arbeitsprojekten widmen, ohne dass einen die andauernde Ventilation wirklich enervieren würde. Auch wenn Menschen Schall anders wahrnehmen: All die Testerinnen & Tester sahen das Maß des Schallausstoßes im 1. – 3. Modus als „sehr gut“ (100 %) an. Allein der 4. Modus resp. der Modus Turbo ließ sich so sehr wahrnehmen, dass viele Verbraucherinnen & Verbraucher bspw. während des Streamens von Filmen, Serien usw. den Ton des Fernsehers werden anheben wollen.

Ein abschließendes Wort noch zu dem Schallausstoß, der sich im Modus Nacht vernehmen ließ: Wer allein bei vollkommener Stille ruhen können sollte, der wird diesen Modus ausdrücklich willkommen heißen. Schließlich ist der Schallausstoß hier so maßvoll, dass man das Werken des Ventilators wirklich nur ahnen kann. Warum dieser Modus so wesentlich ist? Weil das andauernde Wahrnehmen von Schall die Qualität der Ruhephasen vermindern und sich dies auch in Sachen Gesundheit ruinös auswirken kann. Durch die Wahl dieses Modus ließ sich der Schallausstoß des Modells im Verhältnis zum 1. Modus um 15,3 %, im Verhältnis zum 2. Modus um 27,2 %, im Verhältnis zum 3. Modus um 36,6 % und im Verhältnis zum 4. Modus resp. zum Modus Turbo schließlich um 49,2 % vermindern.

Die Reinigung

Dem der Filtration nach wesentlichen Teil des Modells – dem hier vorhandenen Filter – sollte man sich einmal pro Monat widmen: Hier ist es schon ausreichend, die Außenseite des Filters mit einem weichen Tuch abzuwischen oder sie mit dem Möbelpinsel eines Staubsaugers zu säubern. Darüber hinaus muss man sich auch dann an den Filter machen, wenn ein Wechsel vorzunehmen ist. Waschen sollte man den Filter aber niemals – das ist auch verständlich, wenn man sich nur vorhält, dass der Filter als Mittel der Filtration bspw. auch Aktivkohle verwendet, die in dem während eines Waschversuchs verwendeten Wasser verschwinden würde.

Wann ein solcher Wechsel des Filters veranlasst sein soll, lässt sich aus der Dokumentation des Herstellers herauslesen (s. S. 10 & S. 11 der Dokumentation): Nach vollen 4.320 Stunden der Filtration soll man den Filter auswechseln. Wenn man das Modell nun, wie es viele Pollen vermeiden wollende Verbraucherinnen & Verbraucher vor allem während des Frühjahrs und des Sommers werden, wirklich andauernd verwenden sollte, wäre ein Wechsel schon nach 6 Monaten vorzunehmen. Das aber ist noch immer vollkommen annehmbar: Ein Filter ist im Onlineshop des Herstellers schließlich schon ab 44,99 € (UVP d. Herstellers) zu erwerben, sodass Verbraucherinnen & Verbraucher zusätzlich zu den schon veranschaulichten Stromkosten bloß circa 0,01 € pro Stunde an Filterkosten zahlen müssen – das Modell kann man also wirklich sehr sparsam verwenden.

Was sich monieren ließe: Der Hersteller schließt mit seinem Hinweis, den Wechsel alle 4.320 Stunden vorzunehmen, an ein vollkommen starres Zeitmaß an und lässt währenddessen all das außen vor, was in das Ausmaß des Verschleißes des Filters einspielen kann – so ist bspw. auch von der Wahl des Modus durch die Verbraucherinnen & Verbraucher abhängig, welche Massen an Partikeln, Gasen usw. durch die verschiedenen Teile des Filters hindurch wandern und die Wirksamkeit der von ihm zu verwirklichenden Filtration immer weiter vermindern: Die Annahme, dass das Maß des Verschleißes pro Minute bspw. im 1. Modus und im Modus Turbo ein und dasselbe wäre, ist abwegig. Doch wurden dem Modell keine smarten Sensoren verliehen, anhand derer es dies erkennen und das Zeitmaß so anpassen könnte.

Die Beurer FreshHome-App

Der Beurer LR 400 lässt sich dank der vom Hersteller erstellten App Beurer FreshHome auch via Smartphone & Tablet verwenden: Wesentlich ist allein, dass es sich um ein Android (ab Version 8.0, s. hier) oder iOS (ab Version 12.0, s. hier) verwendendes Modell handelt.

Die App ist wirklich wertvoll, kann sie Verbraucherinnen & Verbrauchern doch viele verschiedene Optionen wie bspw. einen das An- und Ausschalten des Modells, das Wechseln des Modus und vieles mehr von allein anstoßenden Timer erschließen. Wir stellen im Weiteren dar, wie sich die App installieren, mit dem Modell verbinden und verwenden lässt – Step by Step.

Das Urteil der Testerinnen & Tester

Die App Beurer FreshHome ließ sich von wirklich allen Testerinnen & Testern anstandslos verwenden: Mit ihr kann man das Modell nicht nur aus anderen Winkeln des Wohnraums, sondern auch von außerhalb desselben ansprechen, um es so an- und wieder auszuschalten, den von ihm zu verwirklichenden Modus zu verändern usw. Die App ist von einer auch dem Stil nach ansprechenden Qualität: Da all die verschiedenen Menüs in einem Mal vom Mainscreen aus erreichbar und von vornherein mit verständlichen Texten versehen worden sind, sollten auch solche Verbraucherinnen & Verbraucher, die nur ab und an mal Apps verwenden, ohne Weiteres mit ihr auskommen.

Technische Daten

Hersteller
Modell
Beurer
LR 400
Maße des Modells
(Bmax × Tmax × Hmax)
21,5 × 21,5 × 50,5 cm
Gewicht des Modells
(mmax, mit Filter)
4,8 kg
Maße des Stromkabels
(Lmax)
2,75 m
Filtersystem 3 Ebenen (Vormembran, HEPA H13 & Aktivkohle)
Clean Air Delivery Rate
(CADR, lt. Hersteller)
266 m3/h (Pollen)
Maximale Fläche des Raums
(Amax, lt. Hersteller)
69 m2
Sensor Partikel (PM2.5)
Modi 1. Modus (schwaches Tempo des Ventilators);
2. Modus (mittleres Tempo des Ventilators);
3. Modus (starkes Tempo des Ventilators);
4. Modus (sehr starkes Tempo des Ventilators);
Modus Turbo (15 Minuten sehr starkes Tempo des Ventilators plus UV-C-Licht);
Modus Nacht (sehr schwaches Tempo des Ventilators);
Modus Auto (Anpassen des Tempos anhand des Maßstabs PM2.5)
Art der Tasten Touch
Funktion der Tasten An- und Ausschalten des Modells;
An- und Ausschalten des UV-C-Lichts;
An- und Ausschalten des Bluetooth- & des WLAN-Modus;
Wahl des Modus;
Einstellen des 02:00-, 04:00 & 08:00-Timers
Timer
(Tmin – Tmax)
02:00, 04:00 & 08:00 h per Touchpanel;
00:00 – 23:59 h per App
Stromverbrauch
(Pmax, lt. Hersteller)
50 W
Stromverbrauch
(P, ermittelt)
2,9 W (1. Modus);
8,0 W (2. Modus);
13,3 W (3. Modus);
37,1 W (4. Modus resp. Modus Turbo);
2,3 W (Modus Nacht)
Schallemissionen
(LP minLP max, lt. Hersteller)
30 – 52 dB(A)
Schallemissionen
(LP ∅ aus d: 1,0 m, ermittelt)
30,7 dB(A) (1. Modus);
35,7 dB(A) (2. Modus);
41,0 dB(A) (3. Modus);
51,2 dB(A) (4. Modus resp. Modus Turbo);
26,0 dB(A) (Modus Nacht)
Zubehör Handbuch (13 Sprachen) & Quick Start Guide

Bewertung

Hersteller
Modell
% Beurer
LR 400
Filtrationsleistung 50 96,1
Grobpartikel 40 96,4
Feinpartikel 40 97,9
Gerüche 10 85,3
Größe des Raums 10 98,0
Handhabung 20 92,5
Bedienung 60 92,0
Reinigung und Pflege 30 95,0
Bedienungsanleitung 10 93,5
Funktionsspektrum 15 93,5
Schallemissionen 10 95,6
Material- und Materialverarbeitungsqualität 5 95,0
Bonus
Malus
UVP des Herstellers 349,99 €
Durchschnittlicher
Marktpreis Stand v. 09.09.2022
366,74 €
Preis-Leistungsindex 3,86
Gesamtbewertung 94,9 % („sehr gut“)

Bewertungssiegel

Wie haben wir geprüft?

Filtrationsleistung | 50 %
Die Testerinnen & Tester haben die Wirksamkeit der Filtration des Modells in verschiedenen Sphären erhoben: Währenddessen wurden Messinstrumente, um die Partikel- resp. Massenkonzentration mit aerodynamischen Durchmessern von 0,3, 0,5, 1,0, 2,5, 5,0 und 10 Mikrometern in unserer 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden Testkammer zu ermitteln – wiederholt vor und nach dem 15, 30 und 60 Minuten dauernden Verwenden des Modells in allen von Werk aus vorhandenen Modi, um zu erheben, in welchem Maße sich die Partikel- resp. Massenkonzentration vermindern ließ. Vorab haben die Testerinnen & Tester innerhalb der Testkammer immer 0,7 Gramm Tabak abbrennen lassen, um die Testkammer einheitlich mit Tabakrauchaerosol anzureichern. Des Weiteren haben wir die Urteile von 12 verschiedenen Testerinnen & Testern einspielen lassen, vor allem über die Wirksamkeit der Neutralisation von Gerüchen: Die hier verwendete Methodik ist schon veranschaulicht worden (➞ Die Filtrationsleistung).

Handhabung | 20 %
Hier haben die Testerinnen & Tester ermittelt, wie sich das Modell verwenden lässt: Dies schließt die Art, das Maß und die Position der einzelnen Tasten und die mit alledem verbundene Erreichbarkeit derselben aus der Perspektive von Rechts- und Linkshänderinnen & -händern, die Dauer, innerhalb derer das Modell nach einer Tasteninteraktion anspricht und die Art und Weise, in der sich die verschiedenen Funktionen des Modells mit den Tasten ansprechen lassen, ein. Die Testerinnen & Tester haben außerdem ermittelt, wie sich die Filter des Modells warten lassen, mit wie viel Arbeit dies verbunden ist und in welchen Abständen welche Filter auszuwechseln sind. Schließlich wurde auch noch die Qualität der Dokumentation des Herstellers von allen Testerinnen & Testern beurteilt: Sie sollte alle wesentlichen Themen zum Modell in einer auch aus dem Horizont durchschnittlicher Verbraucherinnen & Verbraucher vollkommen verständlichen Art und Weise abhandeln, einerlei ob nur durch Texte und durch das Textverständnis arrondierende Graphiken. Die Testerinnen & Tester honorierten derweil, wenn sich die Dokumentation auch der sich während der Arbeit mit dem Modell eventuell stellenden Probleme annimmt, bspw. in Gestalt von Frequently Asked Questions/FAQs.

Funktionsspektrum | 15 %
Hier haben die Testerinnen & Tester erhoben, wie viele verschiedene Modi von Werk aus vorhanden sind, wodurch sich diese Modi auszeichnen sowie ob und in welchem Maße sich die einzelnen Modi an die Ansprüche der Verbraucherinnen & Verbraucher anpassen lassen. Währenddessen wurde auch ermittelt, ob es sich bei den Modi des Modells um solche handelt, die sich nur an- und wieder ausschalten lassen oder ob es sich auch um smarte Modi handelt, die das Modell im Lichte der durch Sensoren ersehenen Qualität der Atmosphäre im Haus (Masse der Partikel, der Gase usw.) selbst an- und wieder ausschalten kann. Weiterhin spielten nicht nur die verschiedenen Modi des Modells, sondern auch weiterreichende Features wie bspw. ein Timer zum An- oder Ausschalten des Modells hier ein: Die Testerinnen & Tester erhoben währenddessen, ob sich der Timer nur zum An- oder zum Ausschalten des Modells verwenden lässt, ob und in welchem Maße man ihn individuell einprogrammieren kann et cetera.

Schallausstoß | 10 %
Die Testerinnen & Tester maßen außerdem, wie es sich mit dem Schallausstoß des Modells verhält: Dazu wurde das Modell in der Mitte einer 2,5 × 2,5 × 3,0 Meter (Bmax × Tmax × Hmax) messenden und voll mit Schallwellen absorbierendem Schaum versehenen Testkammer positioniert und anschließend der A-bewertete Schalldruckpegel aus einem Meter vor dem Modellkorpus erhoben (LP ∅ und LP max aus d: 1,0 Meter). Die Testerinnen & Tester ermittelten außerdem, ob sich der Schallausstoß des Modells bspw. durch einen an- resp. ausschaltbaren Modus weiter vermindern ließen, um Verbraucherinnen & Verbraucher vor allem abends nicht in erheblichem Maße zu enervieren.

Material- & Materialverarbeitungsqualität | 5 %
Schließlich haben die Testerinnen & Tester auch erhoben, welche Materialien das Modell ausmachen und wie diese Materialien im Werk des Herstellers verbunden wurden, wie es sich also mit der Qualität der Materialien und des Materialverbunds verhält. Hier sollten sich keine im Herstellen wurzelnder Makel wie bspw. ausladende Spalten erkennen lassen.

 

Fußnoten

1 Das Volumen ist aber immer von verschiedenen Merkmalen wie bspw. der Größe, dem Gewicht und der Gesundheit des einzelnen Menschen abhängig, vgl. Tringe, S. G. et al.: The airborne metagenome in an indoor urban environment. In: PloS One, Vol. 3, 4 (2008): A. E1862 (hier).

2 Dieses Phänomen der Indoor Air Pollution stellt nach Ansicht vieler Forscherinnen & Forscher eines der 5 erheblichsten Gesundheitsrisiken der jetzigen Zeit dar, vgl. Kotzias, D.: Indoor air and human exposure assessment – needs and approaches. In: Experimental and Toxicologic Pathology, Vol. 57, 1 (2005): S. 5 – 7 (hier).

3 Auch ist – abhängig von Art und Ausmaß der Gase, Partikel usw. in der Atmosphäre – eine Steigerung des Krebsrisikos zu gewärtigen, vgl. Koivisto, A. K. et al.: Source specific exposure and risk assessment for indoor aerosols. In: The Science of the Total Environment, Vol. 668 (2019): S. 13 – 24 (hier).

4 Ein Großteil aller Mikroben lässt sich durch eine ausreichendes Maß an UV-C eliminieren, vgl. McDevitt, J. J. et al.: Aerosol susceptibility of influenza virus to UV-C light. In: Applied and Environmental Microbiology, Vol. 78, 6 (2012): S. 1666 – 1669 (hier).

5 Dies ließ sich von Forscherinnen & Forschern bspw. anhand der Geruchsemissionen von Fäkalien ersehen, vgl. Lee, M. et al.: Evaluation of TiO2-Based Photocatalytic Treatment of Odor and Gaseous Emissions from Swine Manure with UV-A and UV-C. In: Animals: An Open Access Journal from MDPI, Vol. 11, 5 (2021): A. 1289 (hier).

6 Dies ist der regelmäßige Strompreis, der von Verbraucherinnen & Verbrauchern mit einem Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr erhoben wird, s. BDEW: Strompreisanalyse April 2022 v. 06.05.2022 (hier).

Getestete Produkte

  • Beurer LR 400
/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de