Akku-Rasentrimmer im Test

Mähen mit Präzision

21. Juli 2016

Für den Vergleichstest von fünf Akku-Rasentrimmern schickte das ETM TESTMAGAZIN die Tester ins Grüne: In Gärten und auf Wiesen wurden die Handhabung sowie die Leistung der Rasentrimmer erprobt. Dabei mussten sie u.a. Rasenkanten ordentlich ausputzen und sich ihren Weg durch hohes Gras freischneiden.

Mit dem Rasentrimmer dorthin, wo der Rasenmäher nicht hinkommt

Der Rasenmäher erfreut sich bei Gartenfreunden vor allem wegen der enormen Arbeitserleichterung mit zugleich äußerst präzisen Ergebnissen hoher Beliebtheit. Binnen kurzer Zeit wird der Rasen auch größerer Gärten ordentlich gemäht. Doch stößt ein Rasenmäher derweil auch an seine Grenzen – und so bleibt nach getaner Arbeit Gras in einzelnen Halmen und Büscheln rund um die Beet-Umfassungen, Bäume und entlang der Terrassensteine sowie des Zauns stehen. Das stört das Bild eines ansonsten gepflegten Gartens ungemein. Abhilfe schaffen an diesen Stellen Rasentrimmer, deren Schneidwerkzeuge bis an die Begrenzung herangebracht werden können. Gerade Akku-Rasentrimmer, deren Leistung mit anderen Motorsensen etwa Benzin-Freischneidern nicht direkt verglichen werden kann, empfehlen sich vor allem für das präzise Mähen in regelmäßig gepflegten und zu pflegenden Gärten; für dichteres Gestrüpp und besonders hohen Bewuchs empfehlen sich die anderen Bauarten mit noch stärkerer Leistung.

Die Testfelder zur Erprobung der Schneidleistung: Rasenkanten, Ecken und Flächen

Im umfangreichen Praxistest nutzten die Tester die Akku-Rasentrimmer aber durchaus auch bei sehr dichtem und struppigem Bewuchs, um die Geräte an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu bringen. Vor allem aber wurde – und dies floss in die Bewertung mit ein – neben kleinen Flächen mit hohem und dichtem Gras, Rasen auf einer jeweils gleich großen Fläche von 1 m² geschnitten, um das Schneidverhalten beurteilen zu können. Rasenkanten wurden sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Ausrichtung des Schneidkopfes freigemäht. Schließlich dienten Beton-Pflanzringe als Begrenzungen zum Testen, wie gut sich Rundungen und vor allem wie sauber sich Ecken mit den Akku-Rasentrimmern von unerwünschtem Grün befreien lassen.

Die Schneidsysteme: Mähen mit Messer und Nylonfaden

Vier der fünf getesteten Akku-Rasentrimmer benutzen einfache Nylonfäden zum Schneiden. Die Schneidköpfe werden mit hoher Drehzahl in Rotation gebracht, sodass der aus ihnen herausragende Faden mit hoher Geschwindigkeit durch die Gräser und Halme geführt wird, um sie so abzuschneiden. Ein Modell im Test arbeitet mit Schneidmessern aus Kunststoff, die ebenso mit schneller Drehbewegung durch die zu schneidenden Pflanzenteile fahren und diese dabei abmähen. Das Schneidmesser wird bei Verschleiß kurzerhand abmontiert und durch ein neue ersetzt. Die Nylonfäden befinden sich auf einer Spule und können bei Verschleiß abgewickelt werden. Hierzu stehen vollautomatische Systeme bereit, die den Faden selbständig verlängern und durch ein Messer auf richtiger Länge (in Schnittbreite) abschneiden. Der Faden eines Akku-Rasentrimmers im Test wird durch das Klopfen des Schneidkopfes auf den Boden verlängert.

Ausstattung: Teleskop-Holme, verstellbare Vordergriffe und bewegliche Schneidköpfe

Alle getesteten Akku-Rasentrimmer weisen Holme auf, die sich in der Länge verändern lassen. Damit können sie nicht nur zur Lagerung in platzsparende Ausmaße gebracht werden, vielmehr ist es möglich sie an den Benutzer anzupassen. Gleiches gilt für die Vordergriffe, die sich in der Höhe bzw. Ausrichtung verstellen lassen. Einige Modelle im Test erlauben zudem das Verändern des Neigungswinkels des Schneidkopfes, umso das Gerät zum Beispiel auch an Böschungen optimal nutzen zu können. Des Weiteren können die Schneidköpfe bzw. Griffe der Akku-Rasentrimmer gedreht werden, sodass sie bequem in vertikaler Ausrichtung genutzt werden können; dies ist vor allem für das ordentliche Schneiden von Rasenkanten äußerst hilfreich.

Vielseitigkeit und Sicherheit: Räder, Pflanzenschutzbügel und Schutzkappen

Räder erleichtern das präzise Bearbeiten von Rasenkanten sehr, doch leider warten lediglich zwei Modelle mit dieser hilfreichen Komponente auf. Auch der Pflanzenschutzbügel, mit dem sich ganz dicht an Zierpflanzen arbeiten lässt, da der Bügel die nicht zu mähende Pflanze auf Distanz hält, ist nicht an jedem der getesteten Akku-Rasentrimmer montiert. Zwei Geräte aber können sich über ihre Ausstattungsmerkmale von der Konkurrenz abheben; so können Sie in unserem Testbericht von einem Akku-Rasentrimmer erfahren, der zwei Leistungsstufen zur Verfügung stellt. Ein anderes Modell stellt sich als Hybrid-Gerät vor, das neben dem Akku auch einen Netzanschluss hat und somit auch mit angeschlossenem Netzkabel Verwendung finden kann.

Sicherheit ist bei der Arbeit mit Rasentrimmern ein zentrales Thema. Grundlegende Tipps finden Sie in unseren Beiträgen zur Wartung und zur Gefahrenvermeidung rund um die Testberichte. Grundsätzlich sind die getesteten Akku-Rasentrimmer mit Schutzkappen, Warnhinweisen und Entriegelungstasten ausgestattet.

Im Betrieb: Akku-Laufzeit und Lautstärke

Im Vergleichstest der fünf Akku-Rasentrimmer wurden schließlich die Akku-Laufzeit – diese reichte von gemessenen 18 Minuten beim Testgerät mit kürzester Laufzeit bis zu 65 Minuten beim Akku-Rasentrimmer-Modell mit der längsten Akku-Laufzeit – sowie die entfaltete Lautstärke der Geräte ermittelt und beurteilt.

 

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Getestete Produkte

  • Stiga SGT 2220 A
  • Black + Decker STC1820PC
  • Ryobi RLT1830H15
  • Güde 250/18 RT Set
  • Lux Tools A-RT-18 Li/25

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  • Stiga SGT 2220 A
  • Black+ Decker STC1820PC
  • Ryobi RLT1830H15
  • Güde 250/18 RT Set
  • LUX A-RT-18 Li/25

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