6 Geschirrspülmaschinen im Test 2022

Makellos-reines Geschirr – mit maßvollem Wasserverbrauch

28. Januar 2021

Mehr als 73,1 % der in der Bundesrepublik lebenden Menschen haben eine Geschirrspülmaschine im Haus. Das ist auch nicht wirklich verwunderlich: Sie nehmen einem schließlich die alles andere als spannende Arbeit des Geschirrspülens voll ab und erlauben es außerdem, in erheblichem Maße Strom und Wasser zu sparen. Wer sich nun ein neues Modell ins Haus holen will, das die persönlichen Ansprüche abzudecken weiß, wird sich in den aktuell erhältlichen Massen von Geschirrspülmaschinen nur mit Mühe orientieren können: Wie ehrlich all die verschiedenen Versprechen der Hersteller wirklich sind, lässt sich vor dem Erwerb nun einmal nicht ersehen. Wer sich die einzelnen Modelle aber mehr als nur einen Moment vornehmen sollte, der wird erkennen, dass sie in mehreren Aspekten auseinander weichen: So ist bspw. der Strom- und auch der Wasserverbrauch alles andere als einheitlich. Genauso verhält es sich mit den von Werk aus vorhandenen Spülprogrammen, die sich anhand spezieller Optionen mal mehr und mal minder an die Ansprüche des Geschirrs anpassen lassen. Wir nahmen uns in den letzten Wochen sechs derzeit am Markt erhältliche Geschirrspülmaschinen vor und verraten im Anschluss, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle zu sehen sind – wesentlich waren uns dabei vor allem die wirkliche Spül- und Trocknungsleistung sowie der Strom- und der Wasserverbrauch.

Dank des in eine nun schon ausgesprochen ökonomische Technik mündenden Evolutionsvorgangs kommen moderne Geschirrspülmaschinen mittlerweile mit einem alles andere als ausnehmenden Maß an Wasser aus: So haben wir bspw. im Eco-Modus der Modelle Wasserverbräuche von nur 8,1–9,7 Liter (Vmin – Vmax) ermitteln können. Währenddessen waren die Maschinen prallvoll mit Geschirr: Würde man solchermaßen viel Geschirr manuell spülen wollen, so wäre dies mit einem sehr viel ausgeprägteren Wasserverbrauch verbunden.1 Geschirrspülmaschinen sind also durchaus ressourcenschonend, was übrigens nicht nur bzgl. des Wasserverbrauchs, sondern auch bzgl. des Stromverbrauchs erwiesen ist. Freilich spielt hier aber auch immer ein, wie man die Maschine in seinem Haushalt verwendet: Man sollte sie regelmäßig voll mit Geschirr packen, ehe man ein Spülprogramm anstößt, um Wasser und Strom wirklich ersprießlich zu verwenden. Wenn nur einer der Geschirrkörbe mit Geschirr versehen werden soll, kann man aber bei mancherlei Modellen auch einprogrammieren, dass sie von vornherein nur diesen Teil spülen sollen. Dadurch wiederum lässt sich der Wasser- und der Stromverbrauch drosseln. Wertvoll außerdem: Alle Modelle im Test können ein Automatikspülprogramm vorweisen, in welchem sie das Ausmaß der am Geschirr vorhandenen Speisepartikel erkennen und die Modalitäten des Spülprogramms daran anpassen können, also bspw. die Temperatur des Wassers oder die Dauer des Spülgangs. Man sieht also: Eine Geschirrspülmaschine, die zu erwerben wirklich lohnend ist, muss nicht nur Geschirr sauber spülen, sondern auch noch eine Handvoll anderer Ansprüche abdecken können. Wie sich dies mit den im Test vertretenen Modellen verhält, lesen Sie im Weiteren.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen, die ihr Geschirr ohne Mühe und außerdem ressourcenschonend, also mit einem maßvollen Strom- und Wasserverbrauch, schon mit einem Mal vollkommen sauber spülen wollen.

Was ist hervorzuheben?
Die Modelle, derer wir uns hier annahmen, kommen ohne eine sie von vorne abschließende Blende. Eine solche muss also immer anderswo erworben werden, um das Modell von außen voll an den Stil der Küche an- und in dieselbe einzupassen.

Was ist interessant?
Will man die Modelle wirklich ökonomisch spülen lassen, so sollte man sie regelmäßig voll mit Geschirr beladen. Die verschiedenen Teile des Geschirrs sollten einander aber nicht vom Wasser abschirmen: Ansonsten kommt es zu Beeinträchtigungen der Reinigungsleistung.

Geschirrspülmaschinen – Technik im Detail

Auch wenn das Modusspektrum der Modelle vollkommen verschieden ist: Der wirklich wesentlichen, in ihnen werkenden Technik nach ähneln sie einander doch. Sie alle können auch von außen einheitliche Maße von circa 820 × 598 × 555 Millimetern (Hmax × Bmax × ​Tmax) vorweisen und lassen sich daher ohne Mühe verbauen: Schließlich handelt es sich hierbei um ein Standardmaß. Sie alle enthalten regelmäßig ein Korbpaar: Ein Korb A ist in der oberen Ebene, ein Korb B in der unteren Ebene vorhanden. Dieses Korbpaar wird vereinzelt noch durch eine Schublade C arrondiert, in der man Gabeln, Messer usw. ordentlich verräumen kann. Damit sich das Geschirr in den verschiedenen Ebenen aber auch sicher arretieren lässt, existieren diverse Mechanismen, bspw. in Gestalt von Klappen D. Für Geschirrspülmittel (als Pulver, Tab o. Ä.) ist ein Fach E vorhanden, in das man das Spülmittel vor dem Start des Spülgangs einlassen kann; bisweilen ist auch noch ein weiteres Fach zu erspähen, in das sich während eines Vorspülgangs zu verwendendes Spülmittel hinein kippen lässt: Dann kann man das Geschirr vor dem regelmäßigen Spülgang schon einmal voll abspülen lassen, um durch das währenddessen verwendete Wasser anspruchsvollere Speisepartikel einzuweichen. Auch ein Salzbehälter F ist immer vorhanden: Das hier hinein wandernde Salz dient dem Entkalken des Wassers, bevor es weiter in die Maschine rinnen kann, sodass sich nach Abschluss des Spülgangs keinerlei weißlicher Kalk (Calciumcarbonat) am Geschirr erkennen lässt. Ein weiteres Fach G beheimatet schließlich noch den Klarspüler. Während man das Spülmittel vor dem Start eines jeden Spülgangs ins Modell kippen muss, ist dies bspw. beim Salz anders: Das Modell stellt, wann immer dies veranlasst ist, einen verständlichen Hinweis nach außen hin dar – vereinzelt wunderbar-modern per Liquid Crystal Display H. Während des Spülgangs lassen verschiedenerlei Düsen, die meistens an drehenden Spülarmen I installiert sind, das Wasser druckvoll vor das Geschirr prasseln, um es ab- und auszuspülen. Durch ein Tastenpanel J kann man die verschiedenen Spülprogramme erreichen und einzelne Spülparameter, wie bspw. die Temperatur des Wassers, anpassen. Das sich hier erschließende Spektrum ist aber modellabhängig; immer vorhanden (wenn auch mit variabler Terminologie) sind ein Automatikspülprogramm, in dem der Geschirrspüler die Art und das Ausmaß der vorhandenen Flecken erkennen und die Spülleistung daran anpassen kann, ein Eco-Spülprogramm, welches sich durch einen maßvollen Strom- und Wasserverbrauch auszeichnen soll, sowie ein Express-Spülprogramm, das durch ein erhebliches Tempo verlocken will. Auch ein Selbstreinigungsprogramm ist regelmäßig vorhanden, das alleine aber nicht ausreicht: Viele Speisepartikel sammeln sich nämlich in einem Filter an, den man in regelmäßigen Abständen herausnehmen muss.

Getestete Produkte

    • Amica EGSP 596 915
    • Bauknecht BCIO 3T341 PLET
    • Gorenje GV 671C60
    • privileg RBO 3T131 A F X
    • Samsung DW6KR7051BBEG
    • Sharp QW-NA 24S42DI-DE

Fußnoten:

1 Mit einer Geschirrspülmaschine kann man circa 50 % Wasser einsparen, vgl. Richter, C. P.: In-house Consumer Study on Dishwashing Habits in Four European Countries: Saving Potentials in Households with Dishwashing machine, 2010.

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