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11 Blutdruckmessgeräte im Test 2025

Bluthochdruck rechtzeitig erkennen

31. Januar 2025

Bluthochdruck stellt eine ernstzunehmende Krankheit dar, an der allein hierzulande ≈ 30 Millionen Menschen leiden. Bei ihnen ist der Druck, den das Blut auf die Gefäßwände ausübt, durchgängig so weit erhöht, dass er im Laufe der Zeit eine zu starke Belastung für die Gefäße darstellt. Dadurch können alle auch mittelbar betroffenen Organe Schaden nehmen, was letztlich in einem Schlaganfall, einem Herzinfarkt oder einem anderen – gleichfalls potentiell lebensbedrohlichen – Notfall resultieren kann. Glücklicherweise kann man selbst einen Beitrag dazu leisten, das Risiko für Bluthochdruck und alles, was sich daran knüpfen kann, zu verringern. Zwar lassen sich manche der hierfür verantwortlichen Faktoren wie bspw. das Alter, das Geschlecht oder eine erblich bedingte Veranlagung nicht beeinflussen, wohl aber andere wie das Körpergewicht, die Ernährungsgepflogenheiten, der Konsum von Alkohol und Tabak oder chronischer Stress. Diese Dinge sollte man also nach Möglichkeit vermeiden – und seinen Blutdruck regelmäßig messen, um beim ersten Anzeichen dauerhaft erhöhter Werte professionellen Rat einzuholen. Wer seinen Blutdruck bequem zu Hause kontrollieren und dafür nicht immer zu seiner Ärztin bzw. seinem Arzt gehen möchte, braucht dafür lediglich ein Blutdruckmessgerät.

Misst man seinen Blutdruck auf diese Weise selbst, gilt es allerdings einige Aspekte zu beachten: So muss das Gerät richtig angelegt und verwendet werden, weil es ansonsten keine korrekten Werte ermittelt; da viele Blutdruckmessgeräte einem hierbei aber behilflich sind, ist dies zum Glück nicht allzu anspruchsvoll. Ebenfalls sollte man bedenken, dass der Blutdruck in bestimmten Situationen auch kurzfristig erhöht sein kann, was im Normalfall jedoch unbedenklich ist. Hierzu kommt es bspw. bei starken körperlichen Belastungen, weshalb eine Messung des Blutdrucks unmittelbar nach sportlicher Betätigung nicht unbedingt sehr erkenntnisreich ist. Mit dem nötigen Wissen kann man ein Blutdruckmessgerät dennoch gut selbst verwenden und präzise Ergebnisse erhalten. Um herauszufinden, mit welchem auf dem Markt erhältlichen Modell dies am besten gelingt, haben wir insgesamt 11 Blutdruckmessgeräte getestet. Diese haben wir in insgesamt 3 Untergruppen aufgeteilt: 2 Modelle messen den Druck am Handgelenk, während die Messung mit den übrigen 9 Modellen am Oberarm erfolgt. Die Gruppe der Oberarm-Blutdruckmessgeräte haben wir noch einmal untergliedert: Ein Teil der Geräte ist nämlich in der Lage, die gespeicherten Messergebnisse im Display anzuzeigen, während man bei den anderen Modellen die gespeicherten Werte nur über die zugehörige App einsehen kann.

Wesentliches

Für wen?
Für all diejenigen Verbraucherinnen & Verbraucher, die regelmäßig zu Hause Blutdruck und Puls messen wollen – gleichgültig ob sie unter Bluthochdruck leiden oder die einschlägigen Werte bloß zur Kontrolle ermittelt werden sollen.

Was ist hervorzuheben?
So akkurat die im Test vertretenen Modelle regelmäßig auch messen: Für eine wirklich verlässliche Messung des Blutdrucks sowie ggf. auch eine Deutung der Messwerte sollte man sich auf jeden Fall an eine Ärztin bzw. einen Arzt wenden.

Was ist interessant?
Viele Modelle lassen sich mit einer App verbinden. Diese erlaubt es unter anderem, die jeweiligen Werte im Nachhinein einzusehen, und stellt die Entwicklung des Blutdrucks über denjenigen Zeitraum dar, an dem man interessiert ist.

Blutdruckmessgeräte – Technik im Detail

Alle Blutdruckmessgeräte, die wir dieses Mal getestet haben, bestimmen den Blutdruck oszillometrisch: Bei dieser Methode werden die Schwingungen des Blutes in den Gefäßen gemessen und darauf basierend der Blutdruck ermittelt. An allererster Stelle muss man die Manschette A des Blutdruckmessgeräts um den – idealerweise voll entblößten – Oberarm bzw. das Handgelenk wickeln. Die Manschette ist entweder unmittelbar oder über einen Schlauch B mit dem Modell verknüpft. Wo und wie die Manschette vor Beginn des Messvorgangs angelegt werden muss, kann normalerweise einer simplen Graphik C am Manschettenkörper entnommen werden. Messen sollte man regelmäßig nur im Sitzen. ≈ 60 min vor Beginn des Messvorgangs sollte man keine Genussmittel wie bspw. Alkohol, Tabak usw. zu sich nehmen. Außerdem sollte man sich ≈ 5 min vorher voll ausruhen und jegliche körperliche Anstrengung vermeiden. Während des Messvorgangs muss man schließlich durchweg still sitzen. Den Messvorgang leitet man schließlich durch einen Druck der einschlägigen Taste D ein: Während des anschließenden Pumpvorgangs wird der Manschettenkörper immer praller und unterbricht dadurch den Fluss des Blutes in den Gefäßen. Anschließend nimmt der Manschettendruck wieder ab: Das Blut kann weiter normal durchs Aderwerk fließen. Dabei werden die Schwingungen des Blutes in den betreffenden Gefäßen ermittelt. Die Werte des diastolischen und des systolischen Blutdrucks werden anschließend errechnet. Da die Messwerte durch Fehler während des Messvorgangs verzerrt werden können, bietet ein Großteil der Modelle nützliche Funktionen, um solche Fehler von vornherein zu vermeiden oder sie – sollten sie doch einmal vorfallen – als solche zu identifizieren. Manche von ihnen haben einen Sensor, der Bewegungen während des Messvorgangs erkennt: Das Modell stellt dann einen verständlichen Hinweis dar. Ein anderer sinnvoller Mechanismus ist die Manschettensitzkontrolle: Diese kontrolliert während des Pumpens, ob die Manschette vorher stramm genug um den Oberarm gelegt wurde. Weiterhin erkennen alle Modelle im Test auch Arrhythmien während des Messvorgangs. Wird hier ein nicht vollkommen regelmäßiger Puls ermittelt, erscheint ein entsprechender Hinweis. Der Messvorgang sollte anschließend wiederholt werden. Nach Beendigung des Messvorgangs kann man die von dem Modell erhobenen Werte der Systole, der Diastole und des Pulses vom Display E ablesen. Die Größe der hier erscheinenden Zahlen ist in erheblichem Maße vom jeweiligen Modell abhängig: Bei manchen Modellen sind diese Zeichen daher sehr viel leichter abzulesen als bei anderen. Falls mehrere, in ein und demselben Haushalt wohnende Verbraucherinnen & Verbraucher in regelmäßigen Abständen ihren Blutdruck oder Puls kontrollieren wollen, sollte man von vornherein ein Modell mit mehreren Speicherblöcken wählen: Dann kann man meist schon vor Beginn des Messvorgangs einstellen, in welchem der Speicherblöcke die anschließend ermittelten Messwerte eingespeichert werden sollen. Die eingespeicherten Werte lassen sich im Weiteren, regelmäßig in chronologischer Ordnung, einsehen: Diejenigen Modelle, die sich per App mit einem Smartphone oder Tablet koppeln lassen, können die Werte in der App teilweise auch graphisch veranschaulichen; bei den Oberarm-Blutdruckmessgeräten ohne Speicherabruf ist dies übrigens nur über die App, nicht aber am Modell selbst möglich.

Handgelenk-Blutdruckmessgeräte sind schon dank ihrer Größen- und Gewichtsgestaltung sehr viel leichtgängiger zu handhaben als Oberarm-Blutdruckmessgeräte: Sie lassen sich daher auch wunderbar mitnehmen, bspw. wenn man verreisen, aber auch währenddessen seinen Blutdruck, seinen Puls usw. kontrollieren will. Des Weiteren sind sie ebenso bequem zu verwenden, da man vorher kein Oberteil abnehmen muss und die Manschette ohne jegliche Mühe angelegt werden kann. Man muss bloß sicherstellen, dass man das Modell während des Messvorgangs in Höhe des Herzens hält. Für ältere Menschen sind Handgelenk-Blutdruckmessgeräte, abhängig von der Gesundheit ihrer Gefäße, auch aus anderen Gründen nicht immer geeignet: Dies ist dadurch zu erklären, dass sich die Gefäßbeschaffenheit während des Alterungsvorgangs verändert (bspw. durch Arteriosklerose), was sich vor allem auch hinsichtlich der am Handgelenk vorhandenen Gefäße auswirken kann. Das wiederum kann die hier erhobenen Werte in erheblichem Maße verzerren. Sie sollten daher lieber ein geeignetes Oberarm-Blutdruckmessgerät erwerben.

Getestete Produkte

  • Beurer BC 87
  • Beurer BM 27
  • Beurer BM 28
  • Beurer BM 53
  • ETA Blutdruckmessgerät für den Oberarm mit Smart-App ETA629790000
  • Garmin Index™ BPM
  • medisana BU 512
  • OMRON X2 Smart+
  • Sanitas SBC 22
  • Withings BPM Connect
  • Withings BPM Core

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