TELME X210 Seniorinnen-/Senioren-Handy im Test

Minimalistische Technik in schwarzem Satin

28. Februar 2017

Wir leben in einer Zeit, in der Jung und Alt mit modernen Smartphones vorliebnehmen; schließlich erlauben es Smartphones, mit ihren Applikationen (App) aus einem enormen Funktionsspektrum zu schöpfen. Nun ist es aber so, dass nicht alle Menschen an diesen mal mehr und mal minder sinnvollen Funktionen interessiert ist. Gerade älteren Menschen ist es regelmäßig lieber, ein Handy zur Hand zu haben, das sich immer (!) leicht verwenden lässt und das nur mit den wesentlichen Funktionen versehen ist. Für solche Menschen empfehlen sich spezielle Handys, die sich der Probleme, die sich im höheren Alter zu stellen pflegen, annehmen: Bspw. durch Displays, die mit ihren Maßen, ihrem prägnanten Kontrastverhältnis und dem in der Größe verstellbaren Text ein Höchstmaß an Lesbarkeit erreichen. Oder auch durch Tasten, die dank ihrer Größe und ihrem ohne weiteres erkennbaren Druckpunkt (mit mechanischem Feedback) präzise zu handhaben sind. Oder auch durch ausreichend laute Töne bzw. die Kompatibilität mit Hörapparaten.

telme x210 produktTELME X210

Wir haben drei neue Modelle dieser Art des Linzer* Herstellers emporia bzw. TELME by emporia geprüft: Das emporiaCOMFORT, das TELME X210 und das TELME X200. Über die nachstehenden Weblinks erreichen Sie die verschiedenen Testberichte; in diesen lesen Sie, wie die einzelnen Modelle verarbeitet sind, wie sie sich (ggf. auch mit einer Behinderung) handhaben lassen, mit welchen (speziellen) Funktionen sie bestechen können und vieles mehr.

* Linz ist die Landeshauptstadt von Oberösterreich.

Links zu den Tests:

emporiaCOMFORT Einzeltest

TELME X200 Einzeltest

 

Die wichtigsten Merkmale

  • Frequenz (MHz): Dual Band GSM (850 / 900 /
  • 1.800 / 1.900)
  • Typ des Akkumulators: Lithium-Ionen
  • V /mAh des Akkumulators: 3,7 / 800
  • Bildschirm (B x H in mm): TFT (28 x 35)
  • Standbyzeit in h: 240
  • Sprechzeit in min: 300
  • Nummernspeicher: 100
  • Nachrichtenspeicher: 100
  • Kamera (Megapixel): ja (0,3)
  • Notruf-Funktion (Nummern): ja (5)

Das Wichtigste

Für wen geeignet: Für all diejenigen, die ein sehr (!) niedrigpreisiges, (nur) mit allen wesentlichen Funktionen versehenes Mobiltelefon suchen, das sich in leichter Art und Weise handhaben lässt.

Interessant: Das Modell erlaubt es, durch den Druck einer speziellen Taste in Notsituationen einen Notruf an bis zu 5 vormals eingespeicherte Nummern abzusetzen.


Die Grundlagen

Das X210 stellt sich mondän in reinem Schwarz dar; nur der Markenname (TELME) pflegt in (dunklem) Grau hervorzuspringen. Das Modell besteht aus solidem Plastik und ist allemal ordentlich verarbeitet; es lassen sich keinerlei Makel ausmachen. Mit seinem Gewicht von nur 68 Gramm* (einschließlich Akkumulator) ist das X210 sehr (!) leicht – manch einer Seniorin bzw. mach einem Senior ggf. schon zu leicht. Dank seiner Maße von 95 x 49,5 x 16,5 Millimetern (H x B x T) passt es aber wirklich in jede Tasche (der Hose, des Hemdes o. ä.).

* Moderne Smartphones sind spürbar schwerer. Das SAMSUNG Galaxy S7 bspw. ist circa 84 Gramm schwerer (152 Gramm).

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Zum Zubehör des X210 zählt eine schwarze Ladestation sowie ein (Netz-)Kabel, das sich mit der Ladestation oder direkt mit dem X210 verbinden lässt.

Die Ladestation ist bestens geeignet, um das Modell (vor allem während des Ladeprozesses) in sicherer Art und Weise abzustellen.

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Das eine Kabelende, das wahlweise an die Ladestation oder . . .

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. . . an das X210 anzuschließen ist, stellt einen normalen Micro-USB-Anschluss dar. Gerade Seniorinnen und Senioren, deren Feinmotorik nicht (mehr) ohne Fehl und Tadel ist, können hier bei (ggf. mit Gewalt erfolgenden) Anschlussversuchen Schäden an den jeweiligen Micro-USB-Anschlüssen der Ladestation bzw. des X210 herbeiführen.

Das X210 lässt sich mit zwei normalen SIM-Karten (Dual SIM) und optional auch mit einer Micro-SD-Karte (mit einer Kapazität von maximal 8 GB*) verwenden; eine Micro-SD empfiehlt sich vor allem dann, wenn man viele Bilder zu schießen plant o. ä.

* Micro-SD-Karten mit einer größeren Kapazität (bspw. 16 GB) pflegt das X210 überhaupt nicht zu erkennen.

Das X210 kommt mit einer äußerst (!) kleinen, kurzen Dokumentation in nur einer Sprache (Deutsch). Sie erschöpft sich in zwei, beidseitig mit Text und Graphiken versehenen Seiten (DIN A4). Die einzelnen Texte ordnen sich verschiedenen Themenkreisen zu (bspw. KAMERA UND FOTOS) und sind in sich ohne weiteres verständlich; sie sind zwar allesamt sehr knapp (stichpunktartig), versetzen aber Seniorinnen und Senioren in den Stand, das X210 einschließlich all seiner Funktionen sicher zu handhaben.

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Nach Einlegung des Akkumulators und der SIM-Karte(n) lässt sich das X210 auch schon einschalten; die beiden SIM-Karten-Plätze lassen sich dank einschlägiger Prägung (SIM 1 und SIM 2) leicht als solche erkennen. Das Modell weist einen anschließend nicht (!) an, die Sprache, die Uhrzeit, das Datum usw. einzustellen; das muss vielmehr alles manuell erfolgen. Des Weiteren startet das X210 von Werk aus englischsprachig, sodass man erst einmal die Sprache anpassen muss (SETTINGS – PHONE SETTINGS – LANGUAGE). Gerade Seniorinnen und Senioren werden damit ggf. nicht zurechtkommen.


Die Tasten

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Alle Tasten des X210 sind (leicht) rau und daher auch mit einer (nurmehr) durchwachsenen Feinmotorik noch sicher zu handhaben. Während die normalen Tasten (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, *, 0 und #) mit 13 x 10 Millimetern (B x H) eine ordentliche Größe bieten, messen die zwei Tasten, mit denen sich Gespräche annehmen bzw. abweisen und beenden lassen, 13 x 11 Millimeter (B x H) und die zwei Tasten, mit denen sich die eingespeicherten Nummern direkt anwählen lassen, 13 x 7 Millimeter (B x H). Dank der Größe der normalen Tasten und des zwischen ihnen (nur nach oben und unten hin) bestehenden Abstands von circa 1,5 Millimetern lassen sie sich verlässlich erspüren. Alle Tasten lassen sich angesichts der kompakten Maße des X210 leicht mit der das Modell haltenden Hand (d. h. mit dem Daumen) erreichen; der mechanische Druckpunkt der Tasten ist maßvoll, reicht aber aus, um jeden einzelnen Tastendruck auch als solchen zu erkennen.

Die Tasten werden nach einem Tastendruck nur maßvoll beleuchtet; die Leuchtintensität reicht aber aus, um die einzelnen Tasten (nebst Zeichen) auch in vollkommener Finsternis zu erkennen.

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Die zwei äußeren, oberen Tasten dienen dazu, Gespräche anzunehmen bzw. abzuweisen und zu beenden. Sie lassen sich dank ihrer Symbole (Hörer in vertikaler bzw. horizontaler Position) und deren Farben (Grün bzw. Rot) leicht zuordnen.

Dazwischen sind zwei weitere Tasten gelegen, mit denen man nach durch die einzelnen Menüs (bzw. Menüpunkte) blättern kann. Dies kann aber auch über die Tasten 2 (nach oben blättern) und 8 (nach unten blättern) erfolgen. Falls man (noch) nicht in einem Menü sein sollte, haben die zwei Tasten aber einen anderen Zweck: Durch Druck der oberen Taste lässt sich das Menü erstmals erreichen; durch Druck der unteren Taste kann man alle vormals eingespeicherten Nummern einsehen.

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Darunter sind zwei weitere Tasten auszumachen, die sich vor allem durch ihre weiße Farbe abheben. Mit ihnen lassen sich zwei verschiedene Nummern direkt anwählen. Dazu muss man die einzelnen Tasten im Menü (EINSTELLUNGEN – NOTRUF-EINSTELLUNGEN – KURZWAHL) mit Nummern verknüpfen. Hier sind die jeweiligen Nummern manuell einzutippen; schon eingespeicherte Nummern aus dem Speicher lassen sich nicht (!) auswählen.

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Am Rücken des X210 (oben links) ist eine spezielle, mit einem Herzsymbol versehene und durch dessen Glanz hervorspringende Taste (Notruf-Taste) gelegen. Diese Taste misst zwar nur 9,75 Millimeter im Durchmesser, lässt sich dank ihrer rauen Struktur aber selbst dann sicher erspüren, wenn keinerlei Licht vorhanden sein sollte.

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Dadurch, dass sich das X210 zuklappen lässt, pflegt man es während des Transports (bspw. in der Tasche) auch nicht versehentlich zu bedienen; eine spezielle Tastensperre o. ä. ist nicht gegeben (und auch nicht notwendig).


Der Bildschirm

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Das X210 verwendet einen normalen, innen gelegenen und 28 x 35 Millimeter (B x H) bzw. 1,77 Zoll messenden Bildschirm. Bei diesem handelt es sich um ein Thin-Film Transistor Display (TFT) mit nur 128 x 160 Pixeln, der selbst bei hell einstrahlenden Lichtquellen nur leicht zu spiegeln pflegt. Die Qualität des Bildschirms selbst ist aber nur mäßig. Die einzelnen Zeichen (Text usw.) stellt er regelmäßig in weiß vor schwarzem Grund (vor Anwahl) bzw. in schwarz vor blauem Grund (nach Anwahl) dar. Menschen mit (sehr) niedrigen Dioptrien (Myopie) können die Zeichen nicht immer ohne weiteres erkennen, zumal sich deren Größe auch nicht einstellen lässt.

Wie hell der Bildschirm strahlen soll, lässt sich im Menü (EINSTELLUNGEN – TELEFONEINSTELLUNGEN – SONSTIGE EINSTELLUNGEN – HINTERGRUNDBELEUCHTUNG) anpassen (5 Stufen); auch nach wie vielen Sekunden der Bildschirm ohne Tastendruck erlöschen soll, lässt sich hier einstellen (5 bis 60 Sekunden in 1-Sekunde-Schritten). Hierbei ist zum einen verwunderlich, dass der Menüpunkt in einem solchen Menü gelegen ist (und eben nicht in EINSTELLUNGEN – TELEFONEINSTELLUNGEN – DISPLAY) und zum anderen, dass sich die Parameter nur mit den Tasten * und # verstellen lassen.

Der Bildschirm ist mit seinen 28 Millimetern sehr (!) schmal, sodass sich viele Menüpunkte (bspw. SONSTIGE EINSTELLUNGEN) nicht in einem Mal voll darstellen lassen; nach Anwahl eines solchen Menüpunkts wandern die einzelnen Zeichen daher in sehr gemächlichem Tempo von rechts nach links über den Bildschirm.


Die Menüs

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Das X210 ist mit sechs (6) Obermenüs versehen, die sich anhand ihrer jeweiligen Symbole ohne weiteres zuordnen lassen: ANRUFE, EINSTELLUNGEN, WERKZEUGE, MULTIMEDIA, NACHRICHTEN und KONTAKTE. Die Obermenüs sind nicht in einem Mal ersichtlich; vielmehr muss man sie mit den einschlägigen Tasten (s. o.) nacheinander durchwählen.

ANRUFE

ANRUFE (1), ANRUFEINSTELLUNGEN (2).

EINSTELLUNGEN

AUDIOPROFILE (1), TELEFONEINSTELLUNGEN (2), NOTRUF-EINSTELLUNGEN (3), SICHERHEITSEINSTELLUNGEN (4), DUAL-SIM-EINSTELLUNGEN (5), KONNEKTIVITÄT (6), BENACHRICHTIGUNGSEINSTELLUNGEN (7), ZURÜCKSETZEN AUF WERKSEINSTELLUNGEN (8)

WERKZEUGE

KALENDER (1), WECKER (2), TASCHENLAMPE (3), RECHNER (4), SIM-DIENSTE (5).

MULTIMEDIA

KAMERA (1), FOTOS (2), FM-RADIO (3), DATEIMANAGER (4).

NACHRICHTEN

NACHRICHT SCHREIBEN (1), EMPFANGENE (2), UNGESENDETE (3), POSTAUSGANG (4), GESENDETE (5), NACHRICHTEN-EINSTELLUNGEN (6).

KONTAKTE

NEUER KONTAKT.

Durch Druck der hinter den einzelnen Menüs (bzw. Menüpunkten) stehenden Zahlen lassen sich die jeweiligen Menüs (bzw. Menüpunkte) direkt anwählen.

Die allermeisten Menüs (bzw. Menüpunkte) sind mit leicht verständlichen Namen versehen, sodass sich das X210 regelmäßig auch ohne vorangegangene Lektüre der Dokumentation verwenden lässt; verdrießlich ist nur, dass einzelne Menüs mit bis zu vier Ebenen verschachtelt sind. Gerade Seniorinnen und Senioren, denen an einer simplen Menüstruktur gelegen ist, kommt das nicht allzu sehr zupass.


Die Kamera

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Dank der simplen Kamera (0,3 Megapixel)* des X210 lassen sich bspw. auch Kollisionen (und Schäden) im Straßenverkehr dokumentieren. Nach dem Wechsel in den Kameramodus (MULTIMEDIA – KAMERA) lassen sich durch Druck der Taste 0 nacheinander Bilder schießen. Die Bilder können wahlweise im Speicher des X210 oder in demjenigen der (optionalen) Micro-SD abgelegt werden; dies lässt sich im Kameramodus selbst einstellen (OPTION – SPEICHERMEDIUM). Sie lassen sich auch mittels USB an einen Computer weiterleiten; hierzu ist kein spezielles Programm o. ä. notwendig. Des Weiteren können die Bilder via MMS (1) oder Bluetooth (2) verschickt werden (OPTION – FOTOS – SENDEN). Die Kamera selbst erlaubt es, eine Handvoll verschiedener Parameter einzustellen: So lässt sich bspw. die Größe (128 x 160 oder 160 x 120 oder 320 x 240 oder 640 x 480 Pixel) und die Qualität (GERING, MITTEL oder HOCH) einstellen (OPTION – FOTOEINSTELLUNGEN). Schließlich kann man mit der Kamera auch Videos machen (OPTION – ZUM VIDEOREKORDER WECHSELN); hier empfiehlt es sich in Anbetracht der Größe solcher Medien aber, eine (optionale) Micro-SD zu verwenden.

* Die Kameras moderner Smartphones (wie bspw. des SAMSUNG Galaxy S7) können hier selbstverständlich viel höhere Megapixelzahlen vorweisen (12 Megapixel). Die Qualität der Bilder, die sich mit dem X210 anstellen lassen, ist durchwachsen.


Der Akkumulator

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Das X210 schöpft aus einem Lithium-Ionen-Akkumulator mit einer (noch) akzeptablen Kapazität von 800 Milliamperestunden (3,7 Volt). Bei optimalen Bedingungen kann man eine Standbyzeit von bis zu 240 Stunden und eine Sprechzeit von bis zu 300 Minuten verwirklichen.*

* Diese Zeiten sind in erheblichem Maße von verschiedenen Gegebenheiten (bspw. Funktionen wie Bluetooth) abhängig.

Der Akkumulator lässt sich innerhalb von 1 Stunden und 58 Minuten (durchschnittlich) voll laden.

Der Akkumulator und die SIM-Karte(n) lassen sich erreichen, indem man die Rückschale des X210 ablöst. Diese sitzt aber so sicher an Ort und Stelle, dass man sie nur mit Mühe abnehmen kann; immerhin ist eine äußere Kerbe (unten links) gegeben, an der man leichter ansetzen kann.


Die Notruf-Funktion

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Die Notruf-Funktion ist ein wesentliches, nicht verzichtbares Feature des X210: Mit ihr können Seniorinnen und Senioren, die in plötzlicher Art und Weise in eine Notsituation gelangen (bspw. bei einem Sturz), ebenso leicht wie schnell andere Menschen erreichen.

Die Funktion lässt sich durch 5 Sekunden dauernden Druck der mit dem Herzsymbol versehenen Taste (s. o.) einschalten. Vorab ist die (ursprünglich gesperrte) Taste aber erst einmal im Menü zu aktivieren (EINSTELLUNGEN – NOTRUF-EINSTELLUNGEN – STATUS). Während dieser Zeitspanne pflegt das X210 ein warnenden Ton auszustoßen (Voralarm), um Menschen in der Nähe zu alarmieren. Das Modell ruft anschließend bis zu 5 vormals eingespeicherte Nummern* nacheinander an; nimmt niemand unter einer Nummer ab, nimmt das Modell mit der nächsten vorlieb usw. Das X210 versucht in maximal drei Zyklen, jemanden unter den eingespeicherten Nummern zu erreichen. Mit jedem einzelnen Kontaktversuch verschickt das Modell eine Nachricht (SMS) an die jeweilige Nummer, die über die Notsituation in Kenntnis setzt. Während des Tests arbeitete das Notprozedere ordentlich; die eingespeicherten Nummern wurden ohne weiteres zu erreichen versucht und mit den jeweiligen Nachrichten (SMS, s. o.) versehen. Das Notsystem hat aber ein erhebliches, in Notsituationen ggf. katastrophales Problem: Das X210 ist nicht imstande zu erkennen, ob es nicht nur an eine Mailbox gelangt ist. Wird eine Mailbox erreicht, bricht der ursprüngliche Zyklus ab.

Die einzelnen Nummern sind vorab über das Menü (EINSTELLUNGEN – NOTRUF-EINSTELLUNGEN – NOTRUFNUMMER) einzeln einzuspeichern; es empfiehlt sich, die einzelnen Nummern nach der Wahrscheinlichkeit, mit der sich unter ihnen eine Person erreichen lässt, zu ordnen.

Falls (noch) keine Nummern eingespeichert worden sind, das Guthaben der verwendeten Wertkarte (Prepaid) erschöpft ist oder man in einem Fremdnetz (ohne Roaming) sein sollte, wählt das X210 direkt die 112.*

* Die 112 ist in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in 16 weiteren Ländern (Andorra, Bosnien und Herzegowina, Island, Kasachstan, Liechtenstein, Mazedonien, Monaco, Montenegro, Norwegen, Russland, San Marino, Schweiz, Serbien und Türkei) als Notrufnummer anerkannt.


Die (weiteren) Funktionen

Das (weitere) Spektrum des X210 erschöpft sich nur in drei Funktionen: Hier sind ein Kalender, ein Rechner und ein Wecker* vorhanden. Des Weiteren ist auch ein FM-Radio gegeben, mit dem sich bis zu 30 verschiedene Sender einspeichern lassen; dies kann automatisch oder manuell erfolgen. 

* Als Alarm (Wecker) lässt sich eine von 5 verschiedenen Melodien einstellen (KLINGELTON 1 bis 5).


Die Sprachqualität

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Wir haben das X210 in den Netzwerken einer Handvoll verschiedener, in der Bundesrepublik Deutschland etablierter Telekommunikationsdienstleister geprüft. Die (Signal-)Qualität war in allen Zeitpunkten ebenso stabil wie bei den modernen Smartphones, die wir zur selben Zeit verwendet hatten. Des Weiteren war auch die Sprachqualität akzeptabel; während des Tests war nie ein Knistern o. ä. zu verzeichnen. Bei maximaler (Hörer-)Lautstärke (7) ermittelten wir einen Schalldruckpegel von 51,2 dB(A)*. Wird man zu erreichen versucht (Telefonat), stellt der Bildschirm eine ohne weiteres zuzuordnende Animation (Hörer) dar; außerdem spielt das X210 eine von 5 einstellbaren Melodien ab (KLINGELTON 1 bis 5). Es lässt sich auch eine Vibration einstellen (allein oder zusammen mit der jeweiligen Melodie). Eine Freisprecheinrichtung ist gegeben, aber mit erheblichen Einbußen der Sprachqualität verbunden.


Textnachrichten (SMS)

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Nach der Wahl des jeweiligen Menüpunktes (NACHRICHTEN – NACHRICHT SCHREIBEN – NACHRICHT SENDEN) lassen sich Nachrichten (SMS) schreiben. Dank des ordentlichen (mechanischen) Druckpunktes der einzelnen Tasten (s. o.) pflegt man jeden Tastendruck als solchen zu erkennen. Die Tasten 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 sind jeweils mit drei bzw. maximal vier Buchstaben verbunden; drückt man eine dieser Tasten mehrere Male hintereinander, blättert man durch die mit verbundenen Buchstaben nach und nach durch. Nach circa einer halben Sekunde bleibt der jeweilige Buchstabe stehen. Mit der Taste # lässt sich zwischen Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen hin und her wechseln; Sonderzeichen kann man mit der Taste * auswählen. Das kann aber auch durch das während des Schreibens erreichbare Menü (OPTION – EINGABEMETHODE – Abc oder ABC oder abc oder NUMERISCH oder SYMBOLE EINFÜGEN) erfolgen. Systeme zum erleichterten Schreiben von Nachrichten (bspw. Text On 9 Keys, T9) sind nicht vorhanden.

Während des Tests wurden die einzelnen, versandten Nachrichten jeweils binnen einer Sekunde (durchschnittlich) empfangen. Geht dem X210 eine Nachricht zu, stellt der Bildschirm ein leicht zuzuordnendes Symbol (Brief) dar, bis man die empfangene Nachricht liest.

Mit dem X210 kann man nur bis zu 100 Nummern einspeichern (und bis zu100 Nachrichten [SMS] abspeichern).


Kurzbewertung

Funktionen:
4,0 von 5,0
Handhabung:
4,5 von 5,0
Bildschirm:
3,5 von 5,0
Tasten:
5,0 von 5,0
Materialqualität:
4,5 von 5,0
Dokumentation:
4,5 von 5,0

Pro/Contra

  • 240 Stunden Standbyzeit (maximal)
  • 300 Minuten Sprechzeit (maximal)
  • anpassbare Lautstärke (7 Stufen) (Hörer, Töne)
  • akzeptabler Akkumulator (Lithium-Ionen, 800 Milliamperestunden, 3,7 Volt)
  • FM-Radio
  • Kamera (0,3 Megapixel)
  • Kompatibilität mit Bluetooth
  • Kompatibilität mit SD (bis zu 8 Gigabyte)
  • maßvoll beleuchtete Tasten
  • Notruf-Funktion
  • sehr leicht zu handhaben
  • spezielle Tasten (Direktwahl)
  • kein Medienspieler vorhanden (bspw. um Musik abzuspielen)
  • kleiner Bildschirm (1,77 Zoll)
  • mäßiger Nachrichtenspeicher (100)
  • mäßiger Nummernspeicher (100)

Technische Daten

Hersteller/Modell TELME X210
by emporia
Gewicht in g 68
Maße in mm (L x B x H) 95 x 49,5 x 16,5
Frequenz (MHz) 850 / 900 / 1.800 / 1.900
Bildschirm (Art) TFT
Bildschirm (Größe) in “ / cm (Diagonale) 1,77 / 4,49
Bildschirm (Qualität) in Pixeln 128 x 160
Größe der Tasten in mm (B x H) 13 x 10
Akkumulator (Typ) Lithium-Ionen
Akkumulator (Leistung) in V / mAh 3,7 / 800
Gesprächszeit in min 300
Standby in h 240
Kamera (Qualität in Megapixeln) Ja (0,3)
Speicherplätze (Telefonbuch) 100
Speicherplätze (SMS) 100
Speicher erweiterbar (bis maximal in GB) ja (8)
Ladezeit in h:min 1:58
Lautstärke max. in dB(A) (Melodie).
Gemessen aus einer Distanz von 1 Meter.
66,8
Lautstärke max. in dB(A) (Hörer).
Gemessen aus einer Distanz von 1 Zentimeter.
Die (Hörer-)Lautstärke wurde ermittelt, während
vonseiten des anderen (Gesprächs-)Teilnehmers
ein Ton mit einem Schalldruckpegel von circa
60 dB(A) ausgegeben wurde.
51,2
Direktwahl-Funktion (Tasten) Ja (M1, M2)
Tastatur beleuchtet Ja
Größe des Textes anpassbar (Optionen) Nein
Mit Hörapparaten kompatibel (Standard) Nein
Notruf-Funktion Ja
Notruf-Taste Ja
Notruf-Nummern (Anzahl) 5
SIM-Karte (Art) SIM (normal)
SIM-Karte (Anzahl) 2
SD-Karte (maximale Kapazität in GB) Ja, MicroSD (bis zu 8)

Bewertung

Hersteller/Modell % TELME X210
by emporia
Funktionsspektrum 30 81,26
Nachrichten 10 83,75
Notruf 30 81,00
Telefon 40 92,00
Speicherkapazität(en) 10 66,75
Sonstiges 10 51,11
Handhabung 25 86,87
Akkumulator 25 88,31
Größe und Gewicht 20 90,88
Haptik 20 86,5
Menüstruktur 35 83,75
Bildschirm 15 67,67
Größe 50 48,83
Helligkeit 20 89,25
Kontrast 20 83,75
Spiegelung 10 86,50
Tasten 15 95,13
Erreichbarkeit 25 98,00
Größe 40 96,75
Haptik 25 92,00
Abstand 10 89,25
Materialqualität 10 92,00
Dokumentation 5 86,50
Bonus/Malus  
Bonus
Malus
UVP in Euro 39,90
Marktpreis in Euro 35,53
Preis-/Leistungsindex 0,47
Gesamtbewertung 84,04 % („gut“)

So haben wir getestet

Funktionsspektrum (30 %)

Hier beurteilten wir die einzelnen (Haupt- und Neben-)Funktionen des Modells. Neben der Art und Weise, wie sich Nachrichten schreiben, lesen und verwalten ließen (10 %), wurde auch benotet, wie hoch oder niedrig die jeweilige (Signal-)Qualität bei Telefonaten in den Netzwerken verschiedener, in der Bundesrepublik Deutschland vertretener Telekommunikationsdienstleister ist (40 %). Des Weiteren wurden die Speicherkapazitäten des Nachrichten- und Nummernspeichers beurteilt (10 %). Wie sich der spezielle Notruf des Modells in verschiedenen, während des Tests simulierten Notsituationen handhaben ließ und ob er regelmäßig ohne Fehl und Tadel arbeitete, wurde erschöpfend geprüft und bewertet (30 %). Abschließend wurde noch benotet, welche verschiedenen Parameter sich mit dem Modell (und in welchem Maße) einstellen ließen (10 %).

Handhabung (25 %)

Hier benoteten wir vor allem die Art und Weise, in der sich das Modell handhaben ließ: Hier spielten die Größe und das Gewicht (20 %) sowie die durch die verwendeten Materialien vermittelte Haptik (20 %) mit ein. Des Weiteren wurden die einzelnen Menüs und deren Struktur (horizontal und vertikal) beurteilt (35 %). Schließlich wurde die Kapazität des Akkumulators (25 %) geprüft und bewertet. Hier wurden die Sprech- (maximal), die Standby- (maximal) und die Ladezeiten (durchschnittlich) in verschiedentlich hoher Gewichtung herangezogen.

Bildschirm (15 %)

Hier wurden die Größe (50 %), die (ggf. einstellbare) Helligkeit (20 %), der (ggf. einstellbare) Kontrast (20 %) und die Spiegelung (bei hellen, aus verschiedenen Winkeln einstrahlenden Lichtquellen) (10 %) des Bildschirms geprüft und benotet.

Tasten (15 %)

Hier wurden die Erreichbarkeit (25 %) der einzelnen Tasten mit der das Modell haltenden Hand, die Größe (40 %) der normalen Tasten (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 0), die durch die Materialstruktur vermittelte Haptik (25 %) und der Abstand zwischen den einzelnen Tasten (10 %) beurteilt. Hier war vor allem wesentlich, ob sich die einzelnen Tasten auch mit einer nicht (mehr) allzu ausgeprägten Feinmotorik sicher voneinander abschichten ließen.

Materialqualität (10 %)

Hier wurden die verschiedenen Materialien und die Art und Weise, in der diese verbaut worden sind, bewertet. Spaltmaße u. ä. Makel haben sich nachteilig niedergeschlagen.

Dokumentation (5 %)

Hier wurde vor allem die äußere (graphische) und innere Gestaltung der Dokumentation geprüft und benotet.


Fazit

Das X210 von TELME by emporia stellt sich als ein durch und durch simples, solides Modell mit ordentlicher Materialqualität dar. Die einzelnen (Ober-)Menüs sind zwar mit chicen, leicht zuzuordnenden Symbolen versehen; die jeweilige Menüstruktur erschließt sich angesichts der vielen verschiedenen, ineinander verschachtelten Ebenen aber nicht immer intuitiv. Hier empfiehlt sich eine Lektüre der (ohnehin nur sehr knappen) Dokumentation. Die verschiedenen Tasten zeichnen sich durch eine üppige Größe und einen prägnanten, mechanischen Druckpunkt aus; die Zeichen, mit denen die einzelnen Tasten versehen sind (1 bzw. abc usw.), pflegen sich auch bei erschöpfender Nutzung nicht abzureiben. Die Tasten werden nach jedem Tastendruck nur maßvoll beleuchtet; dies reicht aber allemal aus, um das X210 auch in schwarzer Nacht noch sicher handhaben zu können. Der Bildschirm ist mit seinen Maßen alles andere als großzügig bemessen worden; die einzelnen Zeichen, deren Größe sich nicht verändern lassen, kann man zwar regelmäßig ohne weiteres ablesen; wer aber (sehr) niedrige Dioptrien hat (Myopie), wird auch angesichts der nicht optimalen Farben Probleme zu gewärtigen haben. Immerhin pflegt der Bildschirm auch bei hell strahlenden Lichtquellen nur leicht zu spiegeln. Die Sprachqualität (eingehend wie ausgehend) bietet aber keinerlei Anlass zu Kritik. Das (zusätzliche) Funktionsspektrum des X210 ist angesichts der simplistischen Konzeption des Modells ordentlich; vor allem das FM-Radio kann die ein oder andere Situation (bspw. das öde Warten beim Arzt) spannender machen. Die Kamera erlaubt es schließlich, nicht nur Fotos zu schießen, sondern auch Filme zu drehen; deren Qualität ist zwar nicht süperb, aber doch ausreichend. Ferner bietet die Kamera eine Handvoll sinnvoller Funktionen. Mit einer in ihrer Gesamtheit ordentlichen Leistung erreicht das X210 von TELME by emporia mit 84,04 % (noch) die Note „gut“ und besticht außerdem durch einen sehr (!) niedrigen gegenwärtigen Marktpreis von nur 35,53 €.

Getestete Produkte

  • TELME X210
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