5 smarte Türschlösser im Vergleichstest

Sicherheit ohne Schlüssel

23. April 2020

Den meisten Verbraucher/-innen wird‘s zeit ihres Lebens immerhin einmal passiert sein: Man verliert seinen Schlüssel, während man außer Haus ist, steht anschließend vor der Tür des Haushalts und kommt nicht mehr hinein. Wenn man sich dann keinen Ersatzschlüssel abholen kann – sei‘s nun bei den Familie, Freunden, Nachbar/-innen oder anderswo – bleibt einem nur noch eines: Man muss sich an einen örtlichen Schlüsseldienst wenden – und dies kann nicht nur, abhängig von Ort und Zeit des Malheurs, die ein oder andere Stunde dauern, sondern auch noch sehr hochpreisig sein. Gerade in solchen Situationen wünscht man sich ein Türschloss, das keinen normalen Schlüssel braucht, aber dennoch vollkommene Sicherheit bietet. Tatsächlich sind solche Türschlösser schon seit ein paar Jahren im Handel erhältlich: Die Rede ist hier von smarten Türschlössern, welche die Schließberechtigung nicht an einen körperlichen Schlüssel knüpfen. Wir haben in den vergangenen sechs Wochen 5 smarte Türschlösser getestet.

Das, was smarte Türschlösser so alles leisten können, wird den ein oder anderen beeindrucken: Sie stellen nämlich ein vollkommen modernes Schließsystem dar, das nur diejenigen ins Haus lässt, die eine entsprechende Schließberechtigung vorweisen können; wie man diese nachweisen muss, ist vom jeweiligen Türschloss abhängig: Hier ist‘s die App, die man vorher mit dem Modell koppeln musste; da ist‘s ein individuell einzuspeichernder Code. Die Schließberechtigung lässt sich aber auch an bestimmte Zeiten knüpfen, sodass man jederzeit nachprüfen kann, wer wann und wie in den Haushalt hinein gelangt ist. Der Großteil der im Test vertretenen Türschlösser lässt sich, wie man‘s von einem smarten Produkt im 21. Jahrhundert auch erwarten kann, von aller Welt aus per App bedienen und bietet dadurch ein beachtliches Funktionsspektrum. Damit lässt sich auch das Türschloss wunderbar in einen modernen Smart Home-Haushalt einbinden. Die Türschlösser im Test arbeiten regelmäßig mit mehr als nur einem der vorhin angesprochenen Mechanismen, sodass man beispielsweise auch dann, wenn man sein Smartphone einmal nicht bei sich haben sollte, noch problemlos in den Haushalt einkehren kann. Der ein oder andere wird aber vielleicht noch immer Skepsis haben: Lassen sich smarte Türschlösser nicht auch von potentiellen Einbrecher/-innen sehr viel leichter „knacken“ als normale Türschlösser? Freilich versprechen die Hersteller in allen Situationen ein exzellentes Maß an Sicherheit. Wie sich die Türschlösser jeweils in Betrieb nehmen lassen, wie sie während des Betriebs zu bedienen sind (auch per App) und ob sie wirklich vollkommen sicher sind, lesen Sie in unserem Test.

Smarte Türschlösser – Technik im Detail

Die meisten der im Test vertretenen smarten Türschlösser bestehen aus einem massiven Schließzylinder und einem Handteil in Gestalt eines Türknaufs A. Will man sich also ein smartes Türschloss ins Haus holen, muss man das schon in der Tür vorhandene Türschloss vorher ausbauen. Ein Schlüsselloch ist hier aber selbstverständlich nicht vorhanden. Der Schließmechanismus wird nun einmal mit anderen, smarteren Mitteln angesprochen: Hierbei kann es sich, abhängig vom jeweiligen Modell, um ein Tastaturpanel B, einen Scanner C oder einen radio-frequency-identification-Sensor (RFID) D handeln; im Türschlossinneren ist verschiedentlich auch ein Bluetooth-Modul vorhanden, um es per App mit Smartphones und Tablets koppeln zu können. Bedient man sich nun eines dieser Mittel, kommt es zu einer vom Motor vermittelten, mechanischen Drehbewegung am Handteil. Dadurch wiederum dreht sich auch der Schließzylinder E im Türschloss und schiebt den Balken F, der in jeder Tür verbaut ist, herein oder heraus. Die Balkenposition ist es, die über den Schließstand der Tür bestimmt: Beim Schließen wandert der Balken nämlich weiter in eine spezielle Mulde am Schließblech des Türrahmens – die Tür ist dann sicher verschlossen. Damit man aber auch in Notsituationen immer aus dem Haus heraus kommen kann, lässt sich der Schließmechanismus über den inneren, vom Haushalt aus erreichbaren Teil des Schlosses immer durch ein einfaches Drehen des Knaufs anstoßen – ohne dass man eines der weiter oben angesprochenen Mittel bräuchte. Hierbei handelt es sich um einen Sicherheitsmechanismus, der von außerhalb des Haushalts stehenden Personen nicht missbraucht werden kann. Ein Sicherheitsrisiko ist hiermit nicht verbunden. Damit ein smartes Türschloss aber seine Funktionen wahrnehmen kann, braucht es vor allem eines: Eine Stromquelle. Diese besteht bei den meisten Türschlössern aus mehreren in ihnen verbauten Akkus G. Bevor man die Akkus auswechseln muss, wird über die App und/oder das Türschloss selbst ein entsprechender Hinweis ausgegeben. Die Verbraucher/-innen sollen schließlich nicht von einem vermeintlich plötzlichen Leerstand der Akkus überrascht werden und vor verschlossener Tür stehen.

Getestete Produkte

  • AirKey E. A.PZ.KZ-S31/31.NI.SET1
  • BURG-WÄCHTER secuENTRY easy 5602 FINGERPRINT
  • Nuki Smart Lock 2.0
  • SOREX FLEX Fingerprint Zylinder
  • VisorTech Elektronischer WLAN Tür-Schließzylinder TSZ-550

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