Vorsicht bei Hotelbewertungen

03. April 2012

Viele Reisewillige informieren sich vor der Urlaubsplanung auf verschiedenen Bewertungsportalen über in Frage kommende Hotels. Dabei gehen die Nutzer der Portale zunächst davon aus, dass es sich bei den Bewertungen tatsächlich um Stellungnahmen von Personen handelt, die selbst in dem betreffenden Hotel ihren Urlaub verbracht haben. Immer wieder kommt es jedoch zu Fällen, in denen sich Hotels mit Spitzenbewertungen in Nachhinein als dreckige Touristenfallen entpuppen. Die britische Organisation Kwikchex ermittelte nun auf dem größten Bewertungsportal „tripadvisor“ eine Vielzahl von Autoren, deren Bewertungen mehr als auffällig sind. Ein britischer Nutzer kam etwa auf weit mehr als 30.000 Bewertungen in sieben Jahren, was einer Quote von zwölf Bewertungen pro Tag entspricht. Zwei Amerikaner brachten es mit insgesamt 56.000 Bewertungen gar auf einen Schnitt von rund 22 Bewertungen pro Tag. Hintergrund dieser falschen Bewertungen: Autoren werden bezahlt, um gezielt positive Bewertungen zu platzieren, oder auch Konkurrenten mit negativen Bewertungen schlecht dastehen zu lassen. Experten halten zwischen 30 und 50 Prozent aller Hotelbewertungen auf öffentlichen Portalen für Fälschungen.

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