Richtig heizen und lüften

04. Januar 2013

Das richtige Raumklima trägt enorm zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden bei und ist zudem maßgeblich für die Kontrolle der Heizkosten. Hierbei ist allerdings nicht nur die Temperatur der Raumluft, sondern auch die Oberflächentemperatur an Wänden, Fenstern, Decken und Böden sowie die Luftfeuchtigkeit von Bedeutung.

Im Allgemeinen wird bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60 Prozent eine Temperatur zwischen 19 °C und 22 °C als angenehm empfunden. Ein Absenken der Raumtemperatur um nur 1 °C senkt die Heizkosten bereits um 6 Prozent, sodass man darauf achten sollte, die Räume nicht zu überheizen.

Im Wohnbereich reichen in der Regel 19 °C bis 21°C, im Bad 21 °C bis 23 °C und im Schlafzimmer 18 °C. Auch in weniger genutzten Räumen sollte die Temperatur nicht unter 14 °C bis 16 °C fallen, da es ansonsten zur Kondensation von Feuchtigkeit kommen kann.

Kühlere Räume dürfen nicht mit der Luft aus wärmeren geheizt werden, da nur wenig Wärme, aber zu viel Feuchtigkeit in den kühleren Raum gelangt. Wer nachts bei offenem Fenster schläft, sollte den Heizkörper abstellen und die Türen zu anderen Zimmern schließen.

Steigt die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent, kann die Wandoberfläche weniger Nässe aufnehmen und es besteht erhöhte Schimmelgefahr. Feuchtigkeit wird durch Kipp- oder idealerweise kurzes Stoßlüften abtransportiert. Je nach Raumnutzung sollte mindestens zwei- bis viermal täglich gelüftet werden.

Effektiv ist kurze Querlüften bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern. Generell gilt: Je niedriger die Zimmertemperatur ist, desto öfter muss gelüftet werden. Das Schlafzimmer sollte nach dem Aufstehen, andere Räume nach dem Duschen, Baden, Kochen oder Fußbodenwischen stoßgelüftet werden. Heizkörper müssen bei geöffnetem Fenster komplett abgestellt werden, weil die einströmende kalte Luft ansonsten bewirkt, dass sich der Heizkörper aufheizt.

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