Richtig grillen

16. Juli 2012

Gas- und Elektrogrills bieten einige Vorteile gegenüber dem Grillen mit Holzkohle. Gerade dadurch, dass beide Varianten eine Heizart verwenden, die keine Schmutzrückstände wie Asche hinterlässt, sind diese Grills leichter zu säubern. Lesen Sie hier weitere nützliche Tipps für das perfekte Grillergebnis.

Während der Holzkohlegrill lange Zeit zum Anheizen braucht, bis die Kohlen weißlich glühen, sind die anderen Grillarten nach wenigen Minuten einsatzbereit. Durchschnittlich benötigen Gas- oder Elektrogrills in etwa nur 10 Minuten zum Aufheizen der Grillroste. Auch das lästige Hantieren mit Grillanzünder, Zeitungspapier und Kohlen fällt weg. Ein Knopfdruck genügt und schon brennt der Grill.

Zudem können sowohl Gasgrills als auch Elektrogrills präzise eingestellt werden, um eine bestimmte Gartemperatur zu erreichen. Bei einem Holzkohlegrill dagegen kann man keinen Einfluss auf die Temperatur nehmen und somit verglühen die Kohlen nach und nach.

Rauchiger Geschmack ohne Holzkohle

Smoking Chips von Jack DanielsSmoking Chips von Jack Daniel‘s

Viele Grillfans vermissen bei der Verwendung von Gasgrills den rauchigen Geschmack, den das Grillgut auf einem Holzkohlegrill bekommt. Doch mithilfe von aromatisierten Hölzern kann ganz einfach Abhilfe geschaffen werden. Die sogenannten Wood oder Smoking Chips gibt es in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel. So verleihen beispielsweise Ahorn-, Apfel- oder Kirschhölzer dem Grillgut ein süßliches Aroma. Wer es eher kräftiger mag, kann Eiche, Hickory oder spezielle Wood Chips verwenden, die aus alten Jack Daniel‘s Whiskeyfässern gefertigt wurden.

Die Hölzer werden für mindestens eine halbe Stunde in Wasser eingeweicht und anschließend in Alufolie gewickelt, in die mit einer Gabel Löcher gepiekst werden. Am besten wird das Paket über einem Brenner platziert und der Deckel des Grills geschlossen. So kann das Grillgut das feine Raucharoma des Holzes annehmen.

Kein Aufflammen!

Um zu verhindern, dass der Grill durch herabtropfendes Fett aufflammen kann, können Sie in die Abtropfwanne Wasser oder Sand geben. So wird das Fett direkt aufgenommen und es erleichtert auch hinterher die Reinigung, da sich das Fett nicht festsetzen kann.

 Darauf sollten Sie beim Grillen achten

  • Zuerst sollten gefülltes Grillgut sowie Folienkartoffeln auf den Grill gelegt werden, da diese eine längere Garzeit haben.
  • Mageres Fleisch wird schneller gar. Daher sollte es frühzeitig vom Grill genommen werden, damit es nicht zu trocken wird.
  • Würzen Sie das Fleisch nicht zu früh, sondern erst nachdem es gewendet wurde. Gewürze und Kräuter verbrennen bei der Hitze des Grills. Durch Salz kann das Fleisch zäh werden.
  • Damit das Grillgut nicht an dem Rost festbrennt, kann dieser Grillrost mit etwas Öl auf einem Tuch eingerieben werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass das Grillgut selbst mit ein wenig Öl bestrichen wird.
  • Erdnussöl ist dazu sehr geeignet, da es eine hohe Hitzestabilität aufweist. Ebenso können Traubenkernöl, Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl bedenkenlos verwendet werden. Dagegen sollten Leinöl, Distelöl und Kürbisöl nicht zum Grillen verwendet werden.
  • Mit Erdnussöl können auch eigene Marinaden angemischt werden. Frische Kräuter und Gewürze geben dem Grillgut einen aromatischen Geschmack. Auch Honig und Senf können mit etwas Öl eine tolle Marinade ergeben.
  • Tupfen Sie mariniertes Fleisch gut ab, bevor es auf den Grill gelegt wird. Denn herabtropfendes Fett verbrennt, wodurch giftige und krebserregende Stoffe entstehen können.
  • Auf dem Grill haben geräucherte oder gepökelte Lebensmittel nichts zu suchen. Denn diese enthalten Nitritpökelsalz, das sich durch die große Hitze des Grills in krebserregende Nitrosamine verwandelt.
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