Fertiggerichte nicht immer billiger

28. März 2012

Immer häufiger greifen Verbraucher zu den Fertigprodukten im Supermarktregal statt zum Kochlöffel. Unbestritten ist dabei, dass die hausgemachte Variante in aller Regel geschmacklich besser abschneidet als das Instant-Produkt. Die Vermutung, dass der Griff zum Fertigprodukt auch in finanzieller Hinsicht keine Vorteile bietet, bestätigte jetzt die Verbraucherzentrale Hamburg in einer Untersuchung.

Verglichen wurden 14 verschiedene Produkte mit insgesamt 21 Fertigvarianten. Im Blickpunkt waren dabei Gerichte, die einfach und schnell zuzubereiten sind, wie etwa Grillkartoffeln, Pfannkuchen oder auch ein Kaffeegetränk. Insgesamt fiel die Bilanz für die Fertigprodukte ernüchternd aus. 15 der 21 Produkte waren mindestens doppelt so teuer, die übrigen sechs sogar mehr als dreimal so teuer als ihr selbstgemachtes Pendant. Spitzenreiter war eine in Stücke geschnittene Melone, die 650% teurer war, als wenn sie selbst zubereitet worden wäre. Werden die Kosten für alle 14 selbstgemachten Gerichte addiert, belaufen sich diese auf 2,60 Euro pro 100 Gramm bzw. Milliliter. Die Fertigvarianten kommen hier auf satte 7,38 Euro und schlagen mit 184 % Mehrkosten zu Buche. Zudem gibt die Verbraucherzentrale zu bedenken, dass in Fertigprodukten häufig Zusatzstoffe und Aromen enthalten sind. Aromen wurden in 14 Produkten entdeckt, 13 Produkte enthielten Zusatzstoffe. Frei von beidem waren lediglich zwei der untersuchten Produkte. Folglich gilt: Selbstgemacht schmeckt nicht nur meistens besser, sondern schont auch noch Geldbeutel und Gesundheit.

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