Berlin plant Bettensteuer

15. Februar 2012

Wer künftig in der Bundeshauptstadt übernachten möchte – oder aus beruflichen Gründen muss – sollte sich ab 2013 auf höhere Zimmerpreise einstellen. Die finanziell angeschlagene Hauptstadt plant die Einführung einer Bettensteuer auf Hotelübernachtungen, um das klamme Stadtsäckel etwas zu füllen. Der Berliner Senat verspricht sich durch die Abgabe, die fünf Prozent des Zimmerpreises betragen soll, Einnahmen in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro. Die zusätzlichen Einnahmen sollen jedoch nicht dazu dienen, finanzielle Löcher an anderen Stellen zu stopfen, sondern dem Ausbau der touristischen Infrastruktur zugute kommen. Wenig begeistert zeigten sich die betroffenen Hotelbetreiber. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin kündigte bereits massiven Widerstand gegen die Steuer an. Die Steuer sei ungerecht, weil andere, die vom Tourismus in der Hauptstadt profitieren, nicht belastet würden, z.B. Taxiunternehmen oder Restaurants. Zudem befürchtet der Verband, dass zahlreiche kleinere Hotels durch die Abgabe in Schwierigkeiten geraten und schließen müssten.

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de