Warum Kaffee zur frühen Stunde nicht wach macht

26. Januar 2018

Für viele Menschen ist es ein morgendliches Ritual: Direkt nach dem Aufstehen wird die Kaffeemaschine oder der Kaffeevollautomat angemacht und der erste Kaffee des Tages getrunken. Doch die Wirkung des im Kaffee enthaltenen Koffeins kann sich im Körper frühestens eine Stunde nach dem Aufstehen auswirken. Wer darauf hofft, mit extra Energie in den Tag zu starten, sollte seinen Kaffee später trinken.

Der körpereigene Wachmacher ist früh aktiv

Auch wenn viele ihren morgendlichen Kaffee genießen und nicht missen möchten, wach werden sie davon nicht. Denn wie die Wissenschaftler Mitchell Moffit und Gregory Brown auf ihrem YouTube-Kanal ASAPScience erklären, kommt der frühe Kaffeegenuss kurz nach dem Aufwachen in die Quere unseres biologischen Rhythmus.

Direkt nach dem Aufwachen schüttet der Körper das Stresshormon Hydrocortison aus, das den Stoffwechsel in Schwung bringt und dafür sorgt, dass wir uns wach fühlen. Dabei ist die Hydrocortison-Ausschüttung zwischen 8 und 9 Uhr morgens am höchsten und der Körper besonders wach und aufmerksam. Koffein kann den Effekt des Hydrocortisons nicht verstärken.

Kaffee erst eine Stunde nach dem Aufwachen

Wer trotzdem nicht auf seinen Kaffee kurz nach dem Aufstehen verzichten will, riskiert, dass die Wirkung von Koffein im Körper nachlässt. Als Folge muss immer mehr Koffein aufgenommen werden, damit sich eine spürbare Wirkung einstellt. Um das zu vermeiden, sollte Kaffee erst getrunken werden, wenn der Hydrocortison-Wert im Körper absinkt. Dazu sollte man nach dem Aufwachen etwa eine Stunde auf den ersten Kaffee warten.

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