Roboter im Physikkurs

08. September 2016

Für Menschen ist die Fähigkeit, Situationen frühzeitig zu erkennen ein Segen. Maschinen sollen dieses Können nun auch erlernen, um in Gefahrensituationen richtig zu reagieren.

Wahrscheinlichkeiten anhand von Bildern erlernen

Bilder vermitteln uns potentielle Möglichkeiten der aktuellen Situation. Sehen wir ein Marmeladenbrot an der Kante des Frühstückstischs, gehen wir davon aus, dass dieses gleich zu Boden fallen wird. Roboter aber haben diese Fähigkeit nicht. Sie sehen ein starres Bild. Eine Software, die vom „Allen Institute for Artificial Intellegence“ entwickelt wurde, soll Maschinen nun beibringen, wie sich Objekte am wahrscheinlichsten verhalten. Mit Hilfe einer 3D-Physik-Engine machten die Forscher aus 10.000 Bildern vereinfachte Formate. Mit Hilfe dieser, lernten Roboter bestimmte Bewegungsabläufe und machten im weiteren Verlauf Vorschläge für wirkende Kräfte und Bewegungen.

Möglichkeiten des Systems

Im Verlauf des Lernprozesses waren die Maschinen in der Lage zu erkennen, dass ein Ordner auf dem Schreibtisch möglicherweise abrutschen und herunterfallen könnte. Noch laufen diese Vorgänge nicht fehlerfrei ab, aber in vielen Fällen soll das System zu einem vernünftigen Entschluss kommen. In einer ausgereiften Version, könnte diese Funktion bei autonomen Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Potentielle Gefahrensituationen, wie das an der Straße spielende Kind, könnten so richtig eingeschätzt werden. Eine mögliche Kollision wäre mit einem ausgereiften System unwahrscheinlicher.

Quelle: heise.de
Bildquelle: Tomasz_Mikolajczyk/pixabay

/www/htdocs/w00bc79c/domains/2018_etm-testmagazin-de