Offline-Tracking

26. Februar 2018

Wer denkt, dass er nur beim Online-Shopping eine Überwachung seitens der Händler befürchten muss, sollte dies überdenken. Immer mehr Unternehmen können das Einkaufsverhalten und die Bewegungsmuster ihrer Kunden nachvollziehen – und das auch offline. Das eigene Smartphone dient dabei als Hilfe.

Überwachung außerhalb des Internets

Um die Wege und das Einkaufsverhalten von Kunden nachvollziehen zu können, greifen Unternehmen u.a. auf das Tracking per WLAN zurück. Dies kann auch nachvollzogen werden, wenn der Kunde nicht in das WLAN des jeweiligen Ladens eingeloggt ist. Spezialisierte Firmen erstellen für Händler aus den anonymisierten Daten Bewegungsprofile, die helfen, die Öffnungszeiten, das Marketing oder die Gestaltung der Läden an das Kaufverhalten der Kunden anzupassen.

Neben dem WLAN kann auch die Bluetooth-Funktion zum Tracking der Kunden genutzt werden. Dazu werden von Händlern sogenannte Beacons genutzt, bei denen es sich um Bluetooth-Sender handelt und die eine sehr genaue Positionsbestimmung der Kunden in den Läden ermöglichen. Für die Nutzung personalisierter Daten müssen die Kunden zunächst zustimmen. Dazu werden seitens der Händler meist Apps angeboten, über denen den Kunden Gutscheine und Coupons angeboten werden, um sie in die Läden zu locken. So können sie ein bestimmtes Einkaufsverhalten einem bestimmten Smartphone zuordnen.

Ob das eigene Kaufverhalten von Händlern überwacht und für unterschiedliche Zwecke genutzt werden soll, sollte vor dem Installieren der Apps bedacht werden. Denn sind die persönlichen Daten erst im Umlauf, ist auch die Gefahr eines Missbrauchs gegeben.

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