Nachhaltigkeit bei Holzkohle

19. August 2016

Sommer ist Grillzeit und hierbei verschmähen viele Grillfreunde Gas- und Elektrogrills und schwören auf Holzkohle. Was viele jedoch nicht beachten, ist die Nachhaltigkeit der Grillkohle. Dabei sollte nur Kohle mit entsprechender Kennzeichnung erworben werden.

Holzkohle aus nachhaltiger Waldwirtschaft

„Auf vielen Verpackungen im Handel finden sich bereits Hinweise zur Holzart und Herkunft der Holzkohle. Käufer und Händler können dabei auf anerkannte Nachhaltigkeitssiegel achten, zum Beispiel die von FSC oder PEFC“, erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Er betont, dass das Siegel sicherstellt, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. „Das Thünen-Institut als Ressortforschungsinstitut meines Ministeriums hat jetzt erstmals ein Verfahren entwickelt, mit dem bei Holzkohle die Art des Holzes nachweisbar ist und falsche Deklarationen aufgedeckt werden können“, so Schmidt weiter. Er setze sich außerdem in Brüssel dafür ein, dass Holzkohle in die EU-Holzhandelsverordnung aufgenommen wird.

Holzkohle aus Polen und Paraguay

Der Großteil der Holzkohle, der in Deutschland verkauft wird, muss importiert werden. 2015 waren es laut Statistischem Bundesamt ganze 227.000 Tonnen Holzkohle im Wert von 96,8 Millionen Euro. Hauptliferant war Polen mit 74.000 Tonnen und einem Anteil von 33 Prozent. Dahinter folgt Paraguay mit 34.000 Tonnen. Zudem sind Nigeria, Lettland und Frankreich beliebte Herkunftsländer.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Bildquelle: Skitterphoto/pixabay

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