Nachhaltiger Ökostrom kaum gefragt

29. August 2016

Ökostromtarife sind in den letzten Jahren immer gefragter geworden. Dabei spielt der Aspekt des Umweltschutzes aber offenbar nur eine untergeordnete Rolle, denn etwas teurerer nachhaltiger Ökostrom ist trotz der größeren Vorteile für die Umwelt kaum gefragt.

Ökostrom bietet großes Sparpotenzial

Insgesamt 60 Prozent aller Kunden, die in den letzten drei Jahren ihren Stromanbieter via CHECK24 wechselten, wählten Ökostrom. Allerdings entschieden sich gerade einmal vier Prozent für nachhaltigen Ökostrom. Dabei könnten Familien hier im Vergleich zur Grundversorgung bis zu 487 Euro im Jahr sparen, Singles bis zu 263 Euro im Jahr. Basis-Ökostromtarife sind allerdings noch einmal wesentlich günstiger. Familien können hier bis zu 603 Euro im Jahr sparen, Singles bis zu 286 Euro im Jahr. Die Umwelt spielt bei der Wahl entsprechend nur eine untergeordnete Rolle. „Verbraucher wählen Ökostromtarife nicht in erster Linie der Umwelt zuliebe, sondern vor allem wegen des großen Sparpotenzials“, sagt Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer für den Bereich Energie beim Vergleichsportal CHECK24.de.

Nachhaltige Tarife fördern den Umweltschutz

Der Unterschied zwischen Basis-Ökostromtarifen und nachhaltigen Tarifen besteht darin, dass letztere den Anteil an konventionell erzeugten Strom verringern. So fördern sie etwa nachweislich die lokale Ökoproduktion, während bei Basis-Ökostromtarifen der Strom einfach aus bereits bestehenden Anlagen, teilweise aus dem Ausland, bezogen wird. So wird nicht zum Neubau von sauberen Kraftwerken beigetragen. Erkennbar sind nachhaltige Tarife an dem OK-Power-Label und dem Grüner Strom Label.

Quelle: CHECK24
Bildquelle: Silberfuchs/pixabay

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