Mikroplastik weit verbreitet

19. März 2018

Die Partikel sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Und gerade das macht Mikroplastik so gefährlich – sie kann von Kläranlagen nicht oder nur schlecht gefiltert werden, gelangt in die Flüsse und Meere und von dort aus in die Nahrungskette. Doch Mikroplastik betrifft uns unmittelbar, denn nun wurde Mikroplastik auch in Mineralwasser nachgewiesen.

Weit verbreitete Gefahr?

Gelangt Mikroplastik ins Meer, wird es dort von einer Vielzahl von Lebewesen aufgenommen. Die Folgen sind u. a. ein schlechterer Ernährungszustand und ein reduziertes Wachstum. Durch eine Bindung von Schadstoffen an die Mikroplastik-Teilchen können sich diese zudem verstärkt negativ auf den Organismus auswirken.

Der größte Teil des Plastiks gelangt wegen unzureichender Entsorgung in die Weltmeeren. Deswegen steht die weitreichende Nutzung von z. B. Plastiktüten bereits seit Jahren in der Kritik. Denn sind Plastiktüten und Verpackungsmaterialien erst in die Meere gelangt, zerfallen sie durch biologische und physikalische Prozesse (z. B. Abrieb durch die Wellenbewegungen) in kleinste Teile. Mikroplastik wird allerdings auch seit Jahren in Kosmetika und Reinigungsmitteln eingesetzt. Erst kürzlich stellte das Online-Beauty-Portal Cosmoty.de in mehreren Bodylotions bekannter Marken Mikroplastik-Bestandteile fest.

Selbst Wasser in Glasflaschen enthält Mikroplastik

Dass Mikroplastik jedoch nicht nur für die Lebewesen der Weltmeere problematisch ist, konnte sowohl durch eine Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster als auch durch Forscher der University of New York nachgewiesen werden. Beide Studien untersuchten Mineralwasser auf Mikroplastik und mussten feststellen, dass die kleinen Partikel durchweg enthalten waren. Ganz unabhängig davon, ob es sich um Mehrweg-, Einweg- und Glasflaschen oder Getränkekartons handelte. Dabei war das Wasser in Mehrwegflaschen gar stärker belastet, als das in Einwegflaschen abgefüllte.

Gründe dafür könnten Abrieb oder ein Herauslösen kleiner Plastikpartikel bei der Wiederbefüllung und eine längere Nutzdauer sein. Der Nachweis von Mikroplastik in Glasflaschen könnte darauf hinweisen, dass die Teile auch während des Abfüllprozesses in das Wasser gelangen können. Welchen Einfluss Mikroplastik auf den Menschen hat, ist bisher noch ungeklärt.

Quelle: https://www.cvua-mel.de/index.php/aktuell/138-untersuchung-von-mikroplastik-in-lebensmitteln-und-kosmetika

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